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LEGO Fan-Modelle werden in China kopiert und hierzulande verkauft: Ein Vergleich

Links: LEGO, rechts: DeCool

DeCool kopiert ungefragt Entwürfe von LEGO-Fans. Trotz Hinweisen verkauft BlueBrixx die Modelle in Deutschland weiter: Die Hintergründe.

Prinzipiell ist es eine sehr gute Sache, dass auch andere Klemmbaustein-Hersteller am Markt vertreten sind. Das zeigt, wie sehr in digitalen Zeiten nach wie vor analoges Spielzeug gefragt ist. Wir bei Zusammengebaut sind jedoch allesamt Fans der LEGO-Klemmbausteine und berichten daher auch nur über alles, was sich um die bunten Steine aus Billund dreht. Aber Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft und kann LEGO unter Umständen sinnvoll ergänzen.

Schade aber ist, dass es auch immer wieder schwarze Schafe gibt, die geistiges Eigentum ohne Nachfrage kopieren. Wir berichteten schon einige Male über Lepin, die dafür bekannt sind, LEGO-Sets zu kopieren. Etwas, was zumindest hier noch nicht thematisiert wurde ist, dass es auch immer wieder Hersteller gibt, die MOCs (Eigenkreationen von LEGO-Fans) produzieren und verkaufen: Es werden Eigenkreationen von kreativen Baumeistern als Set herausgebracht, was angesichts vieler verworfener Ideas-Entwürfe auch etwas Gutes bedeuten kann. Doch was ist, wenn die Erschaffer damit gar nicht einverstanden sind beziehungsweise nicht mal gefragt wurden?

Rebrickable

Um etwas weiter auszuholen: Auf Rebrickable finden sich zu vielen Sets alternative Modelle, die man bauen kann. So berichteten wir beispielsweise über Modular Buildings, die aus den Steinen der Tower Bridge oder des Disney-Schlosses erbaut werden können. Das Schöne bei Rebrickable ist, dass die Baumeister mit dem Verkauf der Anleitungen mit ihren Kreationen ganz legal Geld verdienen können.


Ein schönes MOC mit den Steinen der Tower-Bridge 10214 | © Inyong Lee

Keep On Bricking

Ein AFOL aus Lettland mit über 10.000 YouTube-Abonnenten und über 20.000 Instagram-Followern ist ebenfalls bekannt dafür, Neubauten bekannter LEGO-Modelle zu kreieren und die Bauanleitungen dazu auf Rebrickable zu verkaufen. Unter dem Namen Keep On Bricking erschafft er aus normalen LEGO Creator-Sets teilweise zehn verschiedene Varianten, so dass aus einem Original 3-in-1-Modell schnell ein 13-in-1-Modell wird.

DeCool

Kürzlich ist mir durch den Baumeister die Marke DeCool aufgefallen, die diesen Artikel ins rollen gebracht hat. Eben genau diese Marke kopiert Entwürfe von LEGO-Fans. Auch Jason Allemann (alais JK Brickworks) ist mit einer Modifikation eines LEGO Creator-Sets davon betroffen, in der er einen Hai lebendig werden hat lassen. Allerdings hat Jason die Anleitung dafür kostenlos zur Verfügung gestellt. Gefragt wurde er hinsichtlich eines Verkaufes an anderer Stelle offenkundig aber nicht. Was bei diesem Exemplar aber erschwerend hinzukommt ist, dass der überwiegende Teil des originalen LEGO Sets 31088 Bewohner der Tiefsee auch noch unverändert übernommen wurde. Rechtlich kann ich aber leider keine Einschätzung geben inwieweit das noch legal ist – Modelle ungefragt (ob original oder von einem unabhängigen Baumeister) zu kopieren, produzieren und zu verkaufen. Persönlich finde ich diesen Vorgang jedoch verwerflich und definitiv nicht unterstützenswert.

Bis hierhin vermutlich nichts Neues: In der Vergangenheit haben chinesische Marken regelmäßig Sets und Entwürfe kopiert. Jedoch werden eben genau solche Sets auch von deutschen Händlern hierzulande verkauft. Selbstverständlich kann man als Händler bei der unendlichen Anzahl an MOCs kaum überblicken, ob die Ideen Geklaute oder Eigene sind. In dem Fall der von DeCool verkauften Sets, die von Keep On Bricking entworfen wurden, verkauft ein deutscher Händler weiterhin diese Sets, obwohl dieser bereits darüber in Kenntnis gesetzt wurde (siehe weiter unten), dass es sich um geklautes geistiges Eigentum handelt.


Interview mit Keep On Bricking

Aus diesem Anlass habe ich mit Peteris von Keep On Bricking geschrieben und ihm einige Fragen gestellt, wie er zu diesen und anderen MOC-Kopien steht (aus dem Englischen übersetzt).

Wann hast du damit begonnen, alternative Modelle für LEGO-Sets zu kreieren?

Ich habe genau in dem Moment mit dem Bau alternativer Modelle begonnen, als 2010 meine Dark Ages endeten. Ich hatte meine gesamte Kindheits- und Jugendjahressammlung (die ohnehin nur fünf kleine Sets umfasste) an Kinder von Verwandten verschenkt, so dass ich zu Hause keine LEGO-Steine mehr hatte. Ich fand dann auf Flickr zufällig Dinge, die AFOLs bauten, und war von den Autodesigns, die die Leute erbauten, sehr angetan, so dass ich sofort wieder versuchen wollte, mit LEGO zu bauen. Ich ging in einen örtlichen Spielzeugladen und kaufte den das Creator-Set 6743. Eine Zeit lang waren das die einzigen Steine, die ich hatte, so dass ich nur noch alternative Modelle bauen konnte.

Wie hast du von den chinesischen DeCool-Kopien erfahren?

Ich habe mich über die DeCool-Produkte bei AliExpress informiert. Ich bin neugierig auf die Dinge, die die anderen Marken entwerfen. Und AliExpress ist der Ort, an dem all diese Designs zum Verkauf angeboten werden. Ich bin nicht dagegen, dass andere Noppenstein-Marken ihre eigenen Designs herstellen, aber die Sache ist die, dass sie es auf legale Weise tun müssen. Ich habe herausgefunden, dass BlueBrixx in Deutschland DeCool-Produkte auf YouTube beworben hatte. Ihre Mitarbeiter besprachen dort die Mini Pull-Back-Serie von DeCool, die einige gestohlene Ideen des talentierten LATLUG-Bauers DeMarco enthält. Nachdem ich das Video gesehen hatte, besuchte ich die BlueBrixx-Website und sah, dass dort weitere DeCool-Produkte zum Verkauf angeboten werden.

Wie hast du dich dabei gefühlt, als du deine Entwürfe entdeckt hast?

Es fühlt sich beschissen an, wenn man erkennt, dass man nicht viel Macht hat, um etwas dagegen zu tun. Die Firma LEGO hat eine Armee von Anwälten, diese Typen zu verfolgen und gewinnen damit und stoppen dann diese – auch wenn dies lange dauert. AFOL-Designer haben nicht diese Möglichkeiten dazu. Das Einzige, was man tun kann, ist, die Leute über solche Fälle zu informieren. (Anmerkung der Redaktion: Pflicht erfüllt!)

Du hast eine E-Mail an BlueBrixx geschrieben, die diese DeCool-Sets verkaufen. Hat BlueBrixx bereits geantwortet?

Ja, BlueBrixx hat auf meine E-Mail geantwortet und hat mir vorgeschlagen, DeCool selbst zu kontaktieren und mit ihnen über dieses Thema zu sprechen. Sie haben nicht erwähnt, dass sie ihre Produkte vom Verkauf auf ihrer Website zurückziehen wollen.

Wirst du in Zukunft weiterhin alternative Modelle bauen wie zuvor auch?

Ich werde weitermachen, alternative Modelle bauen und diese auf Instagram und Rebrickable veröffentlichen.


LEGO und DeCool im direkten Vergleich

Links: Original LEGO + Anleitung von „Keep On Bricking“

Da es sich um die gestohlenen Entwürfe um Umbauten vorhandener LEGO-Sets handelt, kann man diese sehr direkt vergleichen. Um die Anleitungen und Bauweisen beider Sets zu vergleichen, habe ich mir eines der DeCool-Sets organisiert und ebenso die Anleitungen von Keep On Bricking auf Rebrickable gekauft. Und natürlich zum Vergleich auch nochmal das originale LEGO Creator-Set 31089 Rennwagen gekauft, auf dessen Inhalt die Anleitungen von Keep On Bricking basieren. Daher sprechen wir von auch „Rebrickable“.

Zum Vergleich habe ich das Go-Kart von Keep On Bricking nachgebaut – ein Mal nach seiner Anleitung mit den originalen LEGO-Steinen und ein Mal das entsprechende Pendant aus China mit der gedruckten Anleitung. Alleine die Verpackungen wirken sehr ähnlich: Gelber Rahmen und ein Logo ähnlich der LEGO-Farben (jedoch mit anderen Gewichtsanteilen). Das LEGO-Set wirbt natürlich mit seinen eigenen drei Modellen, wovon beim DeCool-Set keines zu sehen ist. Denn das DeCool-Set wirbt mit gleich zehn Modellen, die man aus diesem Set erschaffen könnte. Eben genau diese zehn, dessen Anleitungen man auf Rebrickable von Keep On Bricking erwerben kann.

Das Set hat mich neugierig gemacht, weil mich wirklich interessiert hat, wie viel vom Creator Set 31089 und von den zehn Alternativ-Modellen von Keep on Bricking enthalten ist. Daher ist der Vergleich der beiden Inventare auch höchst interessant: Beide Sets werben mit ähnlicher Steine-Anzahl (223 bei LEGO, „222+“ bei DeCool). Beim Öffnen beider Sets gibt es jeweils drei Teile-Tüten – nur bei LEGO sind die langen 1×16-Technic-Steine außerhalb der Tüten vorzufinden. Bei größeren Steinen oder Platten ist dies nicht unüblich in LEGO-Sets. Die Steine in den Tüten sind aber unterschiedlich aufgeteilt.

Inventare im Vergleich: Oben: DeCool, unten: LEGO Creator

Beim genauen Sortieren fällt auf, dass im Gegensatz zum LEGO-Set drei Platten in Orange fehlen und dafür einige andere Steine (wie beispielsweise 1x2x2 Panele in Schwarz) zusätzlich dem Set beiliegen. Dieser Umstand lässt hoffen, dass DeCool die Modelle aus dem Set nur Äußerlich den Entwürfen von „Keep on Bricking“ nachempfunden ist. Die Anleitung aus dem DeCool-Set ist wirklich sehr kompakt und enthält nur drei der zehn genannten Modelle. Die Anleitungen der anderen sieben Modelle erhält man via QR-Code aus dem Internet.

Beim Aufbau des Go-Karts stolpert man schnell über das erste Hindernis: Beim DeCool-Bausatz fehlen die eben erwähnten orange-farbigen 1×3-Platten. Diese Steine kann man an nicht sichtbaren Stellen auslassen. Da aber alle sechs dieser Steine laut DeCool-Anleitung Verwendung finden, fühlt sich das jedoch sehr lückenhaft an.

Links: Die Anleitung von Keep On Bricking, Rechts: Ein Ausschnitt der gedruckten Anleitung von DeCool

Beim Vergleich beider Anleitungen für das Go-Kart fällt auf, dass die Schritte nicht 1:1 entnommen sind und die Steine in anderer Reihenfolge angebracht werden. Das Endergebnis ist jedoch identisch zwischen den Modellen von Keep On Bricking und dem DeCool-Set. Auch die nicht sichtbaren Details gleichen sich, was einen Nachbau an Hand von Bildern meiner Meinung nach ausschließt: Die Anleitung wurde schlichtweg in weiten Teilen kopiert. Das quasi identsiche Endergebnis kann sich somit bei beiden Modellen sehen lassen: Peteris hat sich hier ein sehr schönes Modell mit Hilfe der Steinen eines bereits vorhandenen LEGO Creator-Sets ausgedacht.


Die anderen sieben Alternativ-Modelle

Beim DeCool-Set sind die ersten drei Modelle beziehungsweise Designs allesamt in einer Anleitung abgedruckt, die wie beim Go-Kart eine leicht andere Reihenfolge berücksichtigen. Auf der letzten Seite der Anleitung gibt es einen QR-Code zum Einscannen, um die Anleitungen der sieben Modelle abzurufen. Hier staunte ich nicht schlecht, denn DeCool hat sich gar keine Mühe gegeben, etwas zu verändern und die Bauschritte von Keep On Bricking unverändert verwendet. Die Anleitungen gleichen sich mit Ausnahme der jeweils ersten Seite bis ins kleinste Detail. Das geht meiner Meinung nach gar nicht und stellt für mich eine Urheberrechtsverletzung dar.

Links: Seiten 1 & 38 von „Keep On Bricking“. Rechts: Seiten 1 & 38 von den DeCool-Download-Anleitungen

Immer noch im Verkauf

Vor einigen Wochen habe ich BlueBrixx auf die Thematik angesprochen. In einer Antwort hieß es unter Anderem: „Aber du hast weiter recht, wir müssen besser aufpassen!“ Ein Blick auf die Webseite verrät jedoch, dass alle DeCool-Produkte noch gelistet sind.

Screenshot vom 23.01.2020 bei BlueBrixx – Aber heute immer noch im Verkauf

Fazit

Meine ganz persönliche Meinung (jeder sollte sich seine eigene Meinung bilden): Auch als LEGO-Fan finde ich es völlig in Ordnung, dass alternative Klemmbausteine verkauft werden dürfen, solange dabei keine Entwürfe ohne Einverständnis kopiert werden! Besonders wenn die Urheber mit den Anleitungen ein wenig Geld verdienen. Im Falle von DeCool finde ich, dass man die Marke als Ganzes nicht unterstützen sollte, weil sie dreiste Nachahmungen beziehungsweise Kopien begünstigen. Händler alternativer Klemmbausteine wie BlueBrixx sollten solche Marken umgehend aus dem Sortiment verbannen, sobald sie davon Wind bekommen. Wenn Erschaffer von MOCs mit der Produktion einverstanden sind, spricht für mich jedoch nichts dagegen und es gibt dadurch einigen Klemmbaustein-Fans sogar eine echte Chance. Ich persönlich werde aber immer bei den Original LEGO-Steinen bleiben.

Hinweise: Für diesen Artikel haben wir kein Geld oder Produkte der betroffenen Parteien umsonst erhalten. Für den direkten Vergleich wurden alle Teile von mir selbst gekauft. Auch rechtlich kann ich keine verbindliche Einschätzung geben, inwieweit diese Art von Kopien legal sind. Die angeführten Beispiele sind Einzelfälle. Es könnten unter Umständen noch weitere Urheber, Marken oder Händler betroffen sein. Sollte dem so sein, kontaktiert uns bitte. Wir scheuen zu keinem Zeitpunkt davor zurück, Baumeister zu unterstützen! Wie steht ihr zu MOC-Kopien aus Fernost? Bitte äußert euch sachlich und themenbezogen in den Kommentaren. Vielen Dank!

Timon Freitag

LEGO-Enthusiast aus Köln, der sich für Städte, Züge und rockige Musik interessiert.

85 Kommentare Kommentar hinzufügen

  1. Hallo Timon, danke für Deinen gut recherchierten und klaren Artikel. Ich schätze die Arbit von Peteris Sprogis sehr und habe schon zahlreiche seiner Modelle gebaut. Einige Euro für die Anleitungen zu bezahlen ist mir eine Ehre. Für um so unverschämter halte ich das Handeln der Herstellerfirma und des Vertreibers Klaus Kiunke und seiner Firma Bluebrixx.

  2. Blue Brixx sind halt wirklich nen dubioser Laden.
    Das sind halt keine Fans von Klemmbausteinen sondern ein Geschäftsmann der Geld machen will und seine Angestellten. Bevor sie letztes Jahr mit der riesigen Werbekampagne den Laden gestartet haben, haben sie ja nach eigenen Aussagen alle nichts mit Lego am Hut gehabt.

    Da ist mir der Johnny 1000 Mal lieber…

    • Ja der heilige Johnny… sorry, der ist auch nur Händler und komischer Weise verkauft er auch weiterhin die geklauten MOC Produkte… (siehe DeCool Kategorie auf seiner Seite, ich sage nur Under the Sea oder Pullback Autos)
      Schade dass in diesen ganzen Artikeln immer nur auf BlueBrixx gehackt wird und alle anderen sind die heiligen (die aber ganz genau so ihren Krempel verkaufen wollen/müssen weil sie die Ware halt schon gekauft haben und es sich vielleicht nicht leisten können das jetzt alles zu vernichten)

    • Naja, dubioser Laden ist nicht ganz korrekt. Es ist halt jemand, der Profit machen will und kein Lego-Fan wird gezwungen seine Entwürfe öffentlich zu machen! Würde Lego hier schneller und offener reagieren, dann würde Lego solchen Anbietern keine Chance lassen. Diese Schwäche nutzen andere Kapitalisten halt zu ihren Vorteil! Würde Lego dies machen, dann würde kaum einer schreien…

      • „kein Lego-Fan wird gezwungen seine Entwürfe öffentlich zu machen“ … das ist das selbe Argument, wie wenn sich eine Frau „halt nicht hätte aufreizend kleiden müssen“.

        Der Fehler liegt bei dem, der geistiges Eigentum über der Schöpfungshöhe verwendet ohne dafür die Erlaubnis zu haben, nicht bei dem der etwas veröffentlicht („öffentlich gemacht“ heißt nicht „kommerzielle Verwendung erlaubt“).

        • Hallo Torben, das ist leider nicht das gleiche Argument. Wenn sich die Frau aufreizend anzieht, dann kann eine andere Frau sich genauso anziehen und es wäre kein Problem. Ich will DAS Lego-Set ja nicht vom Eigentümer klauen, aber nachbauen wird ja wohl erlaubt sein…und hier macht es nur jemand kommerziell…

          • Die gemeinte Analogie mit der Frau ist eine andere – wollte nur nicht zu sehr ins Detail gehen hier, da es nicht unbedingt zum Blog passt.

            Abseits davon: Ja, nachbauen ist erlaubt (analog der „Musik-Privatkopie“ oder künstlerische Interpretation im Privaten), aber genau das kommerziell zu machen ist (nach europäischem Verständnis und Recht) nicht erlaubt, sofern das Werk die Schöpfungshöhe erreicht, also nicht trivial ist (was bei aufwändigeren MOCs aber locker der Fall ist) – so wie du keine Musik-CD kopieren und dann die Kopien verkaufen darfst, und auch keine Cover-Version eines fremden Musikstücks aufführen und du oder der Veranstalter dafür Geld nehmen (auch wenn das GEMA-technisch pauschalisiert geregelt ist, aber eben geregelt).

      • Lego ist auch ein dubioser Laden, VW AG auch, Amazon auch, …öhm, soll ich fortfahren?!:D

  3. Meine Meinung: ich bin Lego Fan, ich kaufe Lego. Es gibt anderes, das ist ok, aber nicht mein Hobby. Den Diebstahl von Ideen von Moccern finde ich unverschämt, wir sollten sie unterstützen, indem wir keinesfalls so etwas kaufen. Dazu würde es natürlich auch mehr Infos brauchen, im Grunde eine „schwarze Liste“. Ich bleibe jedenfalls bei Lego, dann mache ich nichts falsch. Ideenklau sollte deutlich härter bestraft werden und es sollte einfachere Möglichkeiten geben für einzelne Personen, Recht zu bekommen, z.b. indem der Handel mit gestohlenen Ideen generell verboten wird in unseren Breiten. Dann muß man sich nicht nach China wenden, um Recht zu bekommen, sondern nur den Händler anzeigen. BlueBrixx, die ja schon oft negativ in den Fokus geraten sind, sollten die Produkte sofort aus dem Sortiment nehmen. Das ist kein Diskussionsbeitrag, sondern meine bestehende Meinung, die ich nicht weiter kommentieren werde.

  4. Der gute Thorsten von Jonnys World hat sich dem Thema sehr intensiv und wie ich finde auch sehr gut angenommen. Da könnt ihr auf jeden Fall noch mehr Hintergrundinformationen bekommen. https://www.youtube.com/watch?v=2H6qmao4ftQ

  5. Warum wird bei solchen Themen immer auf Bluebrixx rumgehackt? Bei Steingemachtes (Johnnys World) gibt es die gleichen Sets zum kaufen.

    Ich finde das die MOCer sich da mit den Chinesen in Verbindung setzten sollten und nicht die Händler damit nerven sollten.

    • Weil BlueBrix ein tollen Ziel abgibt, nachdem sie letztes Jahr von Lego verklagt wurden, weil in einigen Produkten, die sie VERKAUFT (nicht HERGESTELLT) haben, Figuren waren, die den original Lego-Figuren zu ähnlich bzw. identisch mit ihnen waren.

    • Danke! Genau so sehe ich das nämlich auch. Es wird da jedes mal BlueBrixx zum schwarzen Schaf und alle anderen sind die heiligen! Ja, bei den Mould King Modellen hat Johnny eine Einigung mit dem MOC Designer gefunden (Cashback Aktion) aber die anderen Sachen, wie die geklauten MOCs von Decool verkauft er eben auch weiter (weil da die MOCer auch keine Lust hatten eine Einigung zu finden). Er hat sie weiterhin im Programm und verkauft sie, aber BlueBrixx sind die bösen

      Das Problem ist halt, das in China kein privates Urheberrecht besteht. Denen ist überhaupt nicht bewusst dass sie etwas (moralisch) verbotenes tun wenn sie ein MOC sehen und daraus ein Set machen und es verkaufen. Die ticken da einfach völlig anderes als wir in Deutschland/Europa! Denen ist das überhaupt nicht im Ansatz bewusst dass sowas bei uns zum großen Aufschrei kommt.

      • Kopieren ist in China verankert, so wurde bspw. ein Geselle erst dann von seinem Meister freigesprochen, wenn er ein Stück seines Meisters zu dessen Zufriedenheit kopiert hat.

      • Diese Argumente von wegen „wieso sind Bluebrixx die bösen, Johnny macht es doch auch“ verstehe ich nicht. Ja, dann ist Johnny halt auch einer von den bösen – hat doch keiner gesagt, dass so ein Verhalten nur bei Bluebrixx verwerflich ist. Bluebrixx sind allerdings informiert worden (im Gegensatz vielleicht von Johnny, von dem Andres das viellieicht nicht wusste), haben die Sets aber trotzdem im Programm behalten – die bereichern sich also bewusst am geistigen Eigentum anderer.

        Fazit: Jeder, der das verkauft, wenn er weiß, dass es geklaut ist, handelt moralisch verwerflich. Nur weil Johnny es auch macht, heißt es nicht, dass es ok ist! Wie kommt ihr nur darauf?

        • Nein! Auf dem Stuhl des Bösen kann/darf nur einer sitzen! Sonst hat der gemeine Bürger kein solitäres Feindbild. Mehr als Eins überfordert ihn.:D

        • Nein das macht Johnny nicht besser, aber diese einseitige Berichterstattung nervt einfach. Und Johnny wusste genau so Bescheid, der hat sogar ein Youtube Video drüber gemacht…

          • Wo siehst du hier eine einseitige Berichterstattung? Jeder (!) Händler, der solche Produkte verkauft, sollte sein Handeln hinterfragen. Wir hoffen, dass dieser Artikel einigen die Augen öffnet!

    • „Ich finde das die MOCer sich da mit den Chinesen in Verbindung setzten sollten und nicht die Händler damit nerven sollten.“
      MOCer: Das ist aber meine Idee
      China: Ja! – Und nun?

      Zum Thema unterschiedliches Rechtsverständnis folgender Hinweis:
      Auf der Spielwarenmesse war es untersagt in der „China“-Halle Fotos zu machen. Warum bloß, wenn es doch so eine Ehre ist kopiert zu werden?
      Am Stand von CaDa mussten zwei Sets aus den Regalen entfernt werden. Zufall? Eines davon war der 919 Hybrid. Ich schätze mal die Firma hatte einfach schon zu viel davon verkauft…..

    • Die Händler sind aber dafür verantwortlich, was sie verkaufen und genauso haftbar sowie machen sich genauso strafbar wie der Hersteller. Siehe § 15, 17, 106, 108a UrhG

  6. Ich finds wieder schön, wie hier, auch in den Kommentaren, alles mit der absoluten Lego-Fanboybrille gesehen wird.
    Natürlich ist das vorgehen von DeCool nicht in Ordnung. Keine Frage. Auch das Design der Box erinnert sehr an Lego
    Aber das Logo als ähnlich zu bezeichnen, ist schon sehr weit hergeholt.

    Das hier den Herren von BlueBrix vorgeworfen wird, mit ihrem Geschäft Geld zu verdienen, ist dann aber wirklich krass.
    Vielleicht sollte man deren Situation auch mal beachten? Meint ihr wirklich, DeCool nimmt Waren im wert von mehreren tausend Euros zurück, nur weil der Händler meint, die Ideen sind geklaut?
    Oder soll BlueBrix die einfach wegschmeißen? Bezahlt ihr die dann?

    • Man hat als Händler ja immer noch vorab die Entscheidung, was man sich ins Regal stellt.
      Dafür gibt es von jedem Produzenten Kataloge oder ähnliches.
      Hier sieht man dann auch, wenn Kopien anderer Hersteller oder MOCs von Klemmbaustein-Fans im Angebot sind. Wenn man diese Produkte dann trotzdem in sein Sortiment aufnimmt, finde ich das schon etwas merkwürdig.
      Daher finde ich deine Argumentation im 2. Absatz nicht ganz standfest.

      • Es gibt einen Katalog mit allen MOCs? Kenn ich gar nicht 😉
        Und du erwartest, dass ein Händler JEDES MOC auf der Welt kennt? Sorry, aber verstehe ich gerade nicht?
        Du bekommst in China im Showroom ein Produkt gezeigt, kannst dann nachfragen ob da alles damit ok ist und die sagen „Ja natürlich, keine Lego Kopie“. Dass man keine Lego Produkte 1:1 kopieren darf, wissen die da drüben inzwischen auch (tun es aber trotzdem, was wieder ein anderes Thema ist), aber dass man ein MOC nicht einfach so produzieren und verkaufen darf, ist denen völlig neu. Wie gesagt, ein persönliches Urheberrecht gibt es da drüben nicht und daher ist denen das völlig wurst.

        • Das nennt man dann unternehmerisches Risiko.
          Naja und außerdem kann man dann reagieren wie johnnys world und das ganze offen und konstruktiv ansprechen oder wie bluebrixx, nämlich gar nicht.

          • Ja komisch nur dass auch Johnny weiterhin die geklauten MOCs munter verkauft… Sorry, der ist auch kein heiliger sondern Händler der verkaufen muss und Youtuber wo Klicks zählen. Da kann man schon mal so ein scheinheiliges Video machen…
            BlueBrixx war übrigens auch mit den MOCern in Kontakt, hat halt nur kein großes Videothema draus gemacht… Ach ja, und aktuell haben sie sogar scheinbar eine Einigung mit Brickative gefunden und die anscheinend für die geklauten Modular Building MOCs finanziell entlohnt! Aber klar, Johnny ist der heilige und BB die bösen…

        • nee, aber wenn man Hinweise bekommt, kann man mittelfristig hinterfragen, ob der Anbieter ein guter Lieferant ist (und die assoziierten Marken vom selben Hersteller im Hintergrund, und wenns grassiert und völlig undurchschaubar ist, halt vielleicht das Herkunftsland) und den Handel damit vielleicht bald einstellen.
          oooooder aber: es ist einem egal weil man selbst hart rechtlich da wohl eh nicht greifbar ist, und solange sich das Zeug verkauft kann man damit moralisch gut klarkommen, weil eh nur jemand anderes betrogen ist.

          • @ Brickfan. Da verteidigt einer Bluebrixx aber massiv. Vielleicht dort angestellt? Johnny geht mit diesem Thema halt anders um als Bluebrixx und deshalb wird er nicht als der Böse gesehen. Der sagt auch, wenn ein Set sch… ist. Sowas macht Bluebrixx nicht. Die verkaufen sich nur als die armen kleinen Verteidiger der Lego Fans. Was sie aber nicht sind.

      • Ich kann für dich und dein Leben nur hoffen, dass du nie nie nie einen Fehler machst, und immer den Durchblick und die Kontrolle über jeden und alles hast. Anderenfalls sehen wir uns in der Hölle:D

    • Die haben in der Vergangenheit solche Sets ohne Karton, Figuren und Anleitung als „Steinebox“ verkauft.

    • Hi Christian!

      Meine Meinung dazu: Wegschmeißen ist keine Option – man hätte den Original-Designern aber entgegenkommen können in Form eines kleinen Betrages oder Beteiligung dieser besagten Sets (selbst wenn es nur wenige Cents sind). Irgendeine Abmachung, um die Arbeit von „Keep On Bricking“ oder „DeMarco“ zu würdigen, wäre meiner Ansicht nach sehr angebracht gewesen – vor allem seitdem der Händler davon weiß.

      Beim Logo gebe ich dir sogar ein wenig recht. Ich habe die Ähnlichkeit zu sehr auf die Farben (schwarz, rot, gelb, weiß) bezogen und auf keine sonstigen Merkmale. Der Logo-Vergleich ist im Verhältnis zum Rest des Artikels sehr unwesentlich.

  7. Danke für die gute Recherche. Ich finde es wirklich super schade das die Firmen die Leute nicht um Erlaubnis fragen und am Gewinn beteiligen. Das geht gar nicht. BlueBrixx ist mir persönlich super unsympathisch, liegt aber nicht nur an dem was sie verkaufen sondern am gesamten Auftritt. Dabei habe ich nichts gegen andere Klemmbaustein-Marken. Bin zwar großer Lego Fan, aber bei Game of Thrones und Castle Greyskull bin ich dann doch etwas schwach geworden und habe mir das ein oder andere Set von Mattel gegönnt 🙂
    Ich finde aber den Klau von Set-Ideen persönlich nicht gut und unterstütze das auch nicht. Weder durch Klicks bei YouTube noch durch den Kauf von Sets. Ich habe jetzt seit Monaten nach einem Imperial Flagship 10210 Ausschau gehalten und wie oft bin ich über Angebote um die 300€ gestoßen, wo erst im letzten Augenblick klar wurde, dass große Teile der Steine nicht von Lego, sondern von Lepin/King/ k.A was kommen. Finde das echt super nervig. Nennt mich kleinlich, aber ich möchte das halt echt nicht haben. Ganz zu schweigen davon das es Angebote für um die 100€ gibt, die dann komplett gefälscht sind.
    Lange Rede kurzer Sinn, Klau von Set-Ideen ist nicht in Ordnung egal von wem.

  8. Den schwarzen Peter des Ideen-Diebstahls kann man ja auch problemlos LEGO selbst zuschieben. Man erinnere sich mal an das abgelehnte Ideas-Set „Ghostbusters HQ“ trotz 10.000 Suportern von LEGO als „not approved“ abgestempelt und dann… schwuppdiwupp als „Eigenkreation“ kurze Zeit später auf den Markt geworfen.
    So ne Aktion hinterlässt schon einen sehr faden nachgeschmack. Da braucht sich LEGO nicht beschweren, daß ihre Ideen geklaut werden, wenn sie es selbst auch offensichtlich tun. Zwar agieren unsere asiatischen Freude da um einiges dreister, aber wenn man dann schon mit dem Finger auf andere Leute zeigt, soll man wenigsten selbst keinen Dreck am Stecken habenm.

    • Das stimmt nicht. LEGO hatte bereits die Lizenz (Ideas Ecto-1) und das Gebäude war in der Entwicklung. Zudem ist nur die Vorlage identisch, hier wurde ja nichts kopiert. An „Ideenklau“ kannst du gerne glauben, ich tue es hier nicht. Es ist dennoch unglücklich gelaufen, da genau solche Reaktionen hervorgerufen werden. Manchmal hat die Ideas-Plattform da ein Kommunikationsproblem – in meinen Augen.

      Und zudem geht es hier um geklaute Bauanleitungen von Fans. Hast du den Artikel überhaupt gelesen?

  9. Die Frage ist doch, muss ein Online Shop prüfen, ob das Set, das er verkauft, auf Basis einer MOC BA entstanden ist? Kann das der Online Shop überhaupt? Wie oft kommt es vor, dass bei Rebrickable die Anleitung von MOCler A genommen wird und unter dem Namen von MOCler B noch einmal angeboten wird? Wie soll der Online Shop da noch wissen, wer wirklich die Anleitung erstellt hat (zur Klarstellung: ich rede nicht von Lego Kopien).

    In der Regel gestaltet man Verträge so, dass man sich alle Rechte einräumen und sich von Ansprüchen Dritter freistellen lässt. Das hat BB sicherlich auch getan. Ich kann mir vorstellen, dass ein Decool zu allem ja und Amen sagt, weil sie wissen, ihnen wird keiner ans Bein pinkeln.

    Moralisch kann man sicherlich darüber streiten, ob BB die Sets aus dem Verkehr nehmen soll, wenn sich der MOCler oder die Community wegen der Kopie an sie wendet. Aber müssen sie das (aktuell) rein rechtlich?

    Was aber auch immer gerne vergessen wird. Auch das Anbieten von vielen MOC BA gegen Geld ist nicht so legal, wie es oft hingestellt wird. Wenn ein Anio Anleitungen für seinen BB8 verkauft, hat er sicherlich nicht mit Disney einen Lizenzvertrag. Wenn es eine MOC BA für den Umbau vom orangenen Porsche zu einem Nissan oder Lancia Stratos zu kaufen gibt, dann hat der MOCler auch mit den Auto-Herstellern keine entsprechende Vereinbarung getroffen. Gleiches gilt für den aktuell beliebten Mandalorian und Baby Yoda Brickhead. Das kann man beliebig erweitern (GOT, Star Wars, Masters, Pokemon, Autos…), und wie viele wirkliche legale MOC BAs gibt es dann noch?

    Versteht mich nicht falsch. Ich bin auch dafür, dass man entlohnt werden soll, wenn jmd seine Designs o.ä. verwendet und damit Geld verdient. Oder man macht es wie so mancher Chinashop. „Kauf die Steine bei mir und die Anleitung beim MOCler“. Die Wut des einzelnen Designers kann ich verstehen, aber ist BB (oder ein anderer Shop) die richtige Anlaufstelle, um das Problem in den Griff zu bekommen? Ich denke nicht.

    • Ob der Händler eine MOC-Kopie rausnehmen müsste, müsste vermutlich tatsächlich ein Gericht in einem konkreten Fall klären (und dann wäre es nur für diesen einen Fall geklärt).

      So trivial ist das alles rechtlich nicht … Eine Interpretationsweise wäre:

      Da der MOC-Designer sicher keine Marke oder Musterschutz eingetragen hat, wäre zu klären ob die Schöpfungshöhe erreicht ist und somit eine Copyright-Verletzung vorliegt. Sagen wir mal bei einem ausgetüftelten Modular-Building: ja, ist erreicht, und belegbar dass er das selbst entworfen hat. Somit „darf“ der MOC-Designer mal klagen mit Aussicht auf Erfolg.

      Dann ist die Frage wen er klagt … eben nur den, der ihm seine Schöpfung geklaut hat ohne eine Abmachung mit ihm zu treffen. Sprich in so einem Fall: eine China-Firma mit anderem Rechtssystem und internationalem Handelsrecht dazwischen … defacto kann er da gleich wieder aufhören darüber nachzudenken, das ist nicht finanzierbar, überschaubar und vermutlich bekommt er noch nicht mal recht.
      Klagt er stattdessen den Händler auf Copyright-Verstoß, blitzt er ab, weil falscher Adressat, der hat nichts geklaut, nur was importiert. Beim Import wird geprüft, ob Marken, geschätzte Designs etc. verletzt werden … da der MOCer nichts eingetragen hat, ist auch nichts geschützt, somit kann der Händler auch nicht gezwungen werden „Fälschungen“ (von was? steht nirgends) aus dem Sortiment zu nehmen (anders wäre es, wenn er gefälschte, geschützte Gucci-Taschen handeln würde – wenn er das importiert hat wäre er ohnehin „dran“; wenn er davon weiß, muss er es zumindest ab dem Moment unterlassen und die Ware abgeben).

      Wenn der Händler halbwegs Anstand hat, kann man ihn vielleicht überzeugen, aber zwingen lässt er sich vermutlich nicht, dann gibt’s halt ein paar Lippenbekenntnisse und Aussagen dass das „in Abklärung“ sei.

      • Oh doch, der Händler verstößt genauso gegen das Urheberrecht!

        Laut § 15 UrhG hat der Urheber das ausschließliche Verbreitungsrecht. § 17 (1) definiert es als: „Das Verbreitungsrecht ist das Recht, das Original oder Vervielfältigungsstücke des Werkes der Öffentlichkeit anzubieten oder in Verkehr zu bringen.“

        § 106 und § 108a ergeben ein Strafmaß von bis zu 5 Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe. Dazu kommen noch Schadensersatz.

        Also sehr mutig von den Händlern. Und überraschend, dass da noch niemand geklagt hat. Die Rechtslage ist da meiner Meinung nach eindeutig, auch wenn ich nur juristischer Laie bin.

  10. Wenn Steingemachtes erfährt, dass der MOC geklaut ist, versucht Thorsten sich mit dem MOCler zu einigen. Zb. kauf nur wenn Anleitung von Bricklink mit Nachweis gekauft wurde etc.
    Pro Set eine Vergütung etc..

  11. Ich bringe mal ein anderes Beispiel: Bluebrixx verkauft derzeit zwei in China produzierte Modular Buildings, die Kopien von Entwürfen von Brickative sind. Dass Brickative nicht gefragt wurde und nicht einverstanden ist, könnt ihr gerne auf der Facebookseite von Brickative nachlesen. Ein Fall könnte meiner Einschätzung nach ein Versehen sein, zwei Fälle, beide Male mit sehr bekannten MOC-Schöpfern/-Schöpferinnen nicht mehr.
    Meiner Meinung nach ist weder das Herstellen von geklauten Set-Ideen noch der Handel mit diesen noch der Erwerb von diesen in Ordnung. Jeder und jede von Euch sollte solche Produkte stehen lassen und den Händler/die Händlerin wechseln.
    Aus meiner Sicht ist damit alles gesagt. Erwartet keine weiteren Kommentare von mir in dieser Sache.

    • Es sind sogar 4 Modular Buildings die geklaute MOCs sind… und wenn du richtig recherchiert hättest, hättest du sogar diesen Satz auf der BB Seite gefunden: „Wir haben dem Designer dieses MOC seine tolle Arbeit finanziell vergütet.“
      Also ist scheinbar auch BlueBrixx an Einigungen interessiert und tun scheinbar was…

    • Danke, für Deinen Beitrag, Ennasus, das mit Brickative habe ich auch gelesen und die richtig verzweifelt. Ich habe gerade ein Modular von Brickative gebaut, tolle Anleitung, die ihr Geld wert ist und auch ein tolles Gebäude mit wunderbaren Bautechniken. Und die können sich im Grunde nicht gegen den Diebstahl wehren, was eigentlich ein Unding ist. Man kann nur auf Einfuhrverbote für die Produkte bestimmter Firmen hoffen, die durch Ideenklau aufgefallen sind. Mein Rechtsverständnis ist dünn…aber auf so etwas würde ich hoffen. Es darf einfach nichts mehr von der Firma xy auf hier eingeführt werden, Punkt.

  12. Decool ist auch bei Amazon vertreten und machen da einen auf Lepin…bitte mal Lego 42077 und Decool 3377 vergleichen 🙈

  13. Ich glaub die Auswahl für Händler, die „ausschließlcih saubere Alternativen“ anbieten wollen, ist halt recht dünn …

    Die China-Hersteller sind faktisch alle irgendwo dubios in unserem Rechts- und Moralverständnis … sie produzieren wild, was ihnen in die Finger fällt – eigene Entwürfe in fragwürdiger Design-Qualität weil halt dort keiner Erfahrung hat, MOC-Fundstücke die sich einfach verwerten lassen, oder gleich Lego-Original-Imitate. Und wenn die eine Marke nicht selbst, dann macht sicher irgend eine Schwester/Sub-Marke genau das für die Märkte wo es „egal“ ist.
    Als europäischer Händler der da ein reines Gewissen haben will, bleibt da defacto nichts übrig … und selbst wenn er ganz sorgsam Modell für Modell selektiert was ok ist und was nicht (und dabei ignoriert dass er das Kopierverhalten trotzdem noch quer-subventioniert) stellt er letztlich fest, dass die „sauberen“ Modelle kaum jemand haben will, weil sie halt größtenteils mies sind und nicht den Habenwill-Faktor haben wie MOCs und Lego-Designs.

    Bleiben letztlich noch die wenigen Europäer wie Cobi und Hubelino übrig, die offenbar einfach ihr eigenes Ding machen – Steine, Design, Vertrieb, mit „europäischem“ Rechtsverständnis (sie sind ja auch „fassbar“ wenn sie das nicht täten … Aber diese Hersteller alleine sind halt für einen Händler vermutlich auch nicht tragfähig.

    Somit bleibt für die „ehrlichen“ übrig, es erst gar nicht zu machen, und für die „geschäftstüchtigen“, die Scheuklappen schön anzulassen. Oder einen Mix aus Original-Lego + europäische Hersteller anzubieten, aber da ist der Lego-Vertrieb wieder komplett kontraproduktiv aufgestellt, wenn man als Fachhändler genau die tollen Sachen nicht anbieten darf und beim Rest mit den Rabatt-Riesen konkurrieren muss.

  14. Ich finde den Artikel etwas problematisch. Es wird vom Kopieren geistigen Eigentums gesprochen, im Titel steht „klauen“. Das ist der Vorwurf einer Straftat. Ganz am Ende steht dann aber „Auch rechtlich kann ich keine verbindliche Einschätzung geben, inwieweit diese Art von Kopien legal sind.“. Ja was denn nun? Wenn man jemandem strafbares Verhalten vorwirft, dann muss man das auch belegen. Das verlangt die journalistische Sorgfalt.

    • Es steht alles im Artikel – das geistige Eigentum wurde kopiert – was denn sonst? Und in der Überschrift steht nicht klauen, da bitte auch genau sein – einzig die angelegte und kurze URL beinhaltet das Wörtchen „klauen“, und ich sehe kein Problem, den Begriff in diesem Kontext zu nennen! Inwiefern das strafbar ist, können Timon und die weitere Redaktion nicht einschätzen. Aber dein Kommentar ist nun wahrhaftig Polemik. Der Sachverhalt ist eindeutig, Timon hat sich über Wochen hinweg die Mühe gemacht, all dies so sachlich darzulegen. Dieser Artikel öffnet hoffentlich manch einem die Augen – dann hätte der Artikel seinen Zweck erfüllt. Wir sind aber kein Gericht. Und der Baumeister ist auch nicht unser Mandant. Aber ein AFOL – genau wie wir hier – und wir helfen, wo wir können! Damit wir alle weiterhin viel Spaß an unserem Hobby haben. 🙂

  15. Ohne den Artikel jetzt komplett gelesen zu haben, die Überschrift Plus die ersten Zeilen reichen mir… Lego ist doch teilweise selbst Schuld. Die bieten den kreativen Köpfen da draußen eine Platform um ihre Ideen vorzustellen, schmettern aber 90% der Ideen wieder ab, obwohl die Marke der Unterstützer längst geknackt ist. Und dann folgt was? Bitte berichtigt mich fals ich falsch liege, die eingereichten Ideen sind trotzdem noch geistiges Eigentum von Lego!?! Die MOCer haben also keine Möglichkeit ihre Ideen über Plattformen wie BB eventuell zu Geld zu machen. Die haben die Möglichkeiten dazu geile Sets in China umsetzen zu lassen. Aber das geht ja nicht, die rechte haben Sie ja mit dem einreichen ihrer Idee an Lego abgegeben…. Nicht falsch verstehen, ich finde die Leute von BB absolut unsympathisch, ehrlich jetzt. Jetzt könnte jemand kommen und sagen „gute Anleitungen gibt es doch bei …. zu kaufen“. Ja, das stimmt. Aber nicht jeder ist bereit teilweise sehr viel Geld für eine .PDF auszugeben und sich dann noch die Steine über irgendwelche Plattformen zusammen zu suchen und zu bestellen. Zumal Bricklink durch seinen Aufbau für die meisten Ottonormalverbraucher sowieso viel zu kompliziert ist.
    Richtig müsste es so laufen:
    Heinz stellt seine Idee bei Ideas vor. Wenn er abgelehnt wird behält er die geistigen Rechte an seinem Modell und bietet es BB, Modbrix, XingBao, …. an. Die lassen es als Set realisieren weil Sie die Kapazitäten und Möglichkeiten haben und der MOCer erhält einen Teil des Erlöses. Fertig.

    Natürlich würde ich als MOCer da erstmal bei seriösen Firmen Anfragen.

    Lego legt den ganzen guten MOCs einfach zu viele Steine in den Weg

    • Entschuldige Marcus, es wäre schon löblich, wenn du den Artikel auch lesen würdest. 🙂
      Und wir sollten bitte alle beim Thema bleiben. Lieben Dank!

      • Ja, das Lesen des Artikels wäre wünschenswert. Aber ich finde, Marcus spricht hier ein echt relevantes Thema an. Ich persönlich wäre stark daran interessiert, Bauanleitungen zu diversen MOCs käuflich vom jeweiligen MOCer zu erwerben, aber das ist eben nach Übertragung des geistigen Eigentums an LEGO nicht mehr möglich. Ich könnte ja noch verstehen, wenn es eine gewisse Frist nach der Prüfung durch LEGO einzuhalten wäre, aber so können unheimlich viele Kaufinteressenten Projekte aus dem Ideas-Umfeld nicht erwerben. Also doch lieber nicht zu Ideas, sondern gleich bei Brick Vault als Kaufanleitung veröffentlichen?!? Fände ich schade. Das sollte beides parallel oder zumindest zeitversetzt möglich sein.

    • „Die MOCer haben also keine Möglichkeit ihre Ideen über Plattformen wie BB eventuell zu Geld zu machen“
      Der Fandesigner hat die IDEAS-Platform genutzt, um seine Idee gezielt einem interessierten Publikum vorzustellen. Im besten Fall also eine sehr lange und zielgruppenorientierte Werbung mit Erfolgskontrolle (Supporter) – und das kostenlos. Ist es da nicht fair, eine Zeit die Rechte für seine Kreation an LEGO zu geben? Übrigens: Die Rechte werden nach Ablauf einer Frist zurückübertragen.

      Wer damit nicht klarkommt, sollte seine Energie in die Selbstvermarktung stecken.

  16. Genau wie die meisten meiner Vorredner finde auch ich das Kopieren von MOC-Anleitungen ganz unabhängig von der rechtlichen Seite moralisch völlig verwerflich.
    An diesem Artikel finde ich jedoch etwas irritierend, dass dieser Blog doch eigentlich ein reiner Lego-Blog ist, in dem über andere Marken nicht berichtet wird (korrigiert mich bitte, wenn ich da falsch liege). Auch wenn der Anlass selbstverständlich nachvollziehbar und gegeben ist, finde ich es dennoch schwierig, dann plötzlich eine Ausnahme davon zu machen.
    Aber nichts für ungut: Ihr macht einen guten Job mit dem Blog und ich lese jeden Artikel, der mich interessiert.

    • Hi Markus!

      Danke für deine netten Worte und dein Feedback! Es geht ja nicht ausschließlich um DeCool und die Händler, die das vertreiben, sondern auch um AFOLs wie „Keep On Bricking“ und die Webseite „Rebrickable“, die beide die LEGO Community bereichern. „Keep On Bricking“ spezialisiert sich auf Umbauten vorhandener LEGO-Sets und auf Rebrickable kann jeder diese Anleitungen erwerben und zu Hause nachbauen.

  17. Ich sehen das Spielen mit Klemmbausteinen als Erwachsener als Hobby das Spass machen sollte.

    Wenn ich MOC’s entwickel und diese teile, mach ich das weil ich Spass daran habe. Wenn ich eine Anleitung aufwendig erstelle (aus Spass) und diese veröffentliche wäre es großartig damit ein paar Groschen zu verdienen.

    Und wenn ich feststellen würde, dass mein MOC von einer Firma produziert wird, weil es als so gut empfunden wird, würde ich das als Lob sehen.

    Kann mir einer Mal verraten was man bekomm, wenn man ein ideas Set entwickelt, welches produziert wird?

    • Es gibt aber tatsächlich auch einige sehr kreative Köpfe die richtig geile Sachen entwerfen und viel (viel, sehr sehr viel) Zeit und Geld investieren um ihre Kreationen zu einer Art Serienreife zu bringen um sich damit ihr täglich Brot zu verdienen, und nicht um damit Firmen zu unterstützen die mit ihrer Kreation einen Haufen Geld verdienen, nur weil sie die nötigen Möglichkeiten und Kapazitäten besitzen. Und der MOCer bleibt auf der Strecke

  18. Übrigens, Danke Andres das Du auch diese eher kritischen Kommentare zulässt. Und fals Du zu dieser Frist der Abgabe seiner Rechte noch ne kurze Info schreiben könntest wäre das super. Ich hab jetzt auf die schnelle nix gefunden

  19. BlueBrixx ist für mich der Letzte Laden!
    Wo ich Steine kaufen würde. Vorher höre ich mit Lego auf! Dreistigkeit und dann noch rumheulen wegen einer Klage. Unbegreiflich. Und dann noch Ideengeläute Ware zu verkaufen zeigt das hier nur die $ Zeichen in den Augen funkeln und der Taler schnell gedreht werden muss.
    Für mich ist diese ganze Kopiesets und Steine keine Alternative, nicht im geringsten! Entweder original oder eben nicht.
    Jeder wie er will und kann. Ich kann mir auch nicht jedes Set leisten. Will ich auch nicht. Aber es muss ja schließlich auch ein Hobby bleiben. Und mit ruhigen Gewissen spiele ich entspannter.
    Alle MOC’er die Anleitungen Bereitsstellen finde ich gut. Aber die Chinesen kopieren einfach alles und eine FA wie BlueBrixx streut es in den Markt. Wer auf diese FA reinfällt ist selber Schuld.

  20. dass firma a dreist kopiert und händler b bereitwillig davon profitiert ist so unschön wie alt. soweit nichts überraschendes.

    was mich aber immer wieder negativ überrascht:
    wie viele leute es gibt, die dieses vorgehen verteidigen oder zumindest relativieren. dieses verhalten kann ich mir beim besten willen nicht rational erklären.

    vor allem in so einen fall, in dem nicht firma a „nur“ von firma c stiehlt. sondern in dem firma a von privatleuten stiehlt.

  21. Gegenfrage: Und wieviele der MOC-Anleitungserstellung haben einen Gewerbeschein angemeldet und schicken einem eine ordentliche Rechnung mit ausgewiesener MwSt und führen anschließend Umsatzsteuer ab? Selbst wenns nur ein Kleingewerbe ist und unter den gesetzlichen Umsätzen bleibt, auch das muss man nachweisen.
    Eine andere wunderschöne Grauzone, an die keiner denkt.

    • und in wiefern rechtfertigt die eine „grau“zone die andere?
      so kann man einfach nicht argumentieren.

      zweimal minus ergibt aber noch lange kein plus. das ist nur in der mathematik so.

      • Naja, hier wird der MOCler in den Himmel gehoben und ist unantastbar und die Firma ist böse, böse, böse (mal unabhängig davon, dass es auch immer diese Firma trifft, was wohl an Sympathie und Antisympathie liegen mag).

        Es gibt aber nicht nur schwarz oder weiß. Ja, der MOCler, dessen Bauanleitung in einem Set endet, an dem er nichts verdient, fühlt sich zurecht hintergangen. Aber viele dieser Designs an sich sind schon nicht legal, weil keine Lizenzen erworben wurden, im Gegenzug aber die BA mit Gewinnabsicht verkauft wird. Hinzu kommt dann, wie schon angesprochen, dass wohl nur eine Minderheit der MOCler die Einnahmen aus den Verkäufen entsprechend anmeldet und ggf. versteuern.

        ZZA möchte nur darauf hinweisen, dass die MOCler auch nicht alle eine (rechtlich) weiße Weste haben. Das eine rechtfertigt sicherlich nicht das andere, aber es ist auch nicht alles Gold, was glänzt.

        • Nein ZZA, möchte nicht nur einfach darauf hinweisen, dass auch MOCer „böse“ sein könnten. Er impliziert mit seiner Frage, dass MOCer Steuern hinterziehen würden, indem er es einfach als gegeben darstellt ohne selbst für diese Behauptung Anhaltspunkte zu liefern.
          Und das offenbar mit zwei Zielen: Vom eigentlichen Fehlverhalten der Händler/Kopierer abzulenken und die Urheber (MOCer) zu diskreditieren.
          Das nennt man Whataboutism!

  22. Ich finde es gut, wenn Hersteller gute MOC in ihr Portfolio aufnehmen.
    Am Ende kauft man Sets sowieso für die Klemmbausteine. Die beiliegende Anleitung ist halt ein interessanter Serviervorschlag, aber eigentlich unwichtig.
    Wer MOCs erstellt um damit Geld zu verdienen schadet in meinen Augen dem Hobby und da hält sich mein Mitleid auch in sehr engen Grenzen

    • Es ist etwas anderes, ob Du als Urheber Dein MOC kostenlos zur Verfügung stellst oder aber jemand dann Dein kostenlos zur Verfügung gestelltes MOC nimmt, um damit Geld zu machen.
      Ich verordne hier eine Nachhilfe im Urheberrecht. Dafür benötigt man eine Lizenz und die kann nur mit dem Urheber vereinbart werden und der hat dann auch ein Recht auf angemessene Vergütung.

      • Tatsächlich glaub ich nicht daran, dass eine Anleitung für Universalbausteine eine ausreichende Schöpfungshöhe erreicht um schützenswert zu sein.
        Mein eigentliches Hobby sind Brettspiele und da ist bisher jeder Versuch gescheitert ein Spiel schützen zu lassen. Du kannst Namen schützen lassen und Artwork. Aber keine Anleitung bzw. Mechanismen.
        Bei Klemmbausteinen dürfte höchstens das Markenrecht greifen, wenn jemand z.B. einen Todesstern auf der Packung bewirbt, aber keine Lizenz für Star Wars besitzt.

  23. Juristisch: Geschmacksmuster und/oder
    Juristisch: Urheberrecht

  24. https://www.dr-wachs.de/blog/2018/08/17/lego-mocs-und-das-urheberrecht

    Nach den Angaben hier sind MOCs urheberrechtlich geschützt. Ich dürfte sie zwar straffrei privat nachbauen, rechtlich relevant wird es aber wohl, wenn ich damit Geld verdiene.

    • Lies Dir den Artikel nochmal genau durch. Da steht nicht, dass MOC geschützt sind, sondern dass sie ihrerseits Schutzverletzungen sind, wenn man z.B. Star Wars Markenrechte verletzt…

  25. Blue Brixx hat ein Problem: einen scheinheiligen, doppelmoraligen Geschäftsführer. Die Mitarbeiter sind symphatisch aber der Geschäftsführer und das Geschäftsmodell sehr unseriös und mir völlig unsympathisch – neben Scheinheiligkeit (z.B. armer kleiner Händler sucht seinen Platz am Markt, Schützen des Begriffs AFOB, und gezieltes manövrieren um rechtliche Verstöße herum (z.B. geköpfte Minifiguren) nun auch der Vertrieb von geklauten Fanmodellentwürfen. Wer diesen Laden unterstützt verwirkt m.E. das Recht irgendwas Negatives über Lego zu äußern. Der Held sollte seine Waren aus den Lager räumen und sich die Unterstützung sparen – der Feind meines Feindes ist nicht immer der richtige Partner!

  26. Ohne mich jetzt auf eine konkrete Firma zu beziehen…

    Ich sehe das Problem in mehreren Dimensionen.

    Da ist zuerst einmal der MOCcer der sich Mühe macht und seine Klemmbausteine zu einem Endprodukt kombiniert.

    Da bleibt für mich die Frage – ist das nun sein „geistiges Eigentum“ oder nicht. Meiner Meinung nach nicht unbedingt. Klemmbausteine können zwar auf vielfältige, aber im Prinzip doch nur auf „endliche“ Weise kombiniert werden. Es ist daher wahrscheinlich weder möglich noch sinnvoll jede beliebige mögliche „Kombination“ zu schützen.

    Beispiel: Eine Mauer aus 1×2 Bausteinen – diese ist so grundlegend, dass sie wohl jeder ohne Gefahr in derselben Weise in seinen Entwürfen verwenden kann. Was ist, wenn ich Löcher in der Wand platziere (Türen und Fenster)? Was ist wenn ich 4 dieser Wände jeweils im rechten Winkel anordne. Was ist, wenn ich ein Dach draufsetze. Jedes dieser „Einzelteile“ ist wahrscheinlich nicht „schützenswert“ – irgendwann wird es aber die Kombination von „Einzelbestandteilen“ werden.

    man kann sagen, je einfacher eine Konstruktion ist, desto weniger Schützenswert ist sie. Schließlich folgt Form Funktion: Wände aus (Farbe/Farbkombination) sehen nunmal alle irgendwie gleich aus.

    Das kann aber auch so weit gehen, dass beim „Nachbau“ von – sagen wir mal dem Tower of London – es durchaus möglich ist, dass mehrere Klemmbausteinfirmen den Nachbau auf gleiche Weise durchführen – auch hier dürfte es schwierig sein zu belegen, dass es ein „geistiges“ Eigentum für den Entwurf gibt.

    Was weiter zu bedenken ist: Selbst wenn ein Entwurf „originell“ einmalig und schützenswert ist, heißt das noch lange nicht, dass er auch geschützt ist. Im Normalfall wird es wohl eine mehr oder weniger aktive Handlung des „sich schützen lassen“ erfordern.

    Nehmen wir zum Beispiel einen Schriftsteller, der 1960 (z.B.) einen Roman über einen Waisenjungen namens Harald Töpfer, der in Schottland auf eine Zauberschule besucht, schreibt (Sooo weit hergeholt ist der Plot /Name auch wieder nicht). wenn dieser Schriftsteller den Roman schubladiert und Jahrzehnte später daraufkommt eine gewisse Englische (Schottische?) Autorin hätte „ihm die Idee“ geklaut“, dann wird kaum ein Anspruch auf die „Rechte“ für ihn entstehen.

    Genau so kann es sein, dass durch das Handeln des Schöpfers ein Produkt quasi automatisch oder durch schlüssiges Handeln in die „public domain“ übergeht – und jeder kann es verwenden (und das kann eventuell schon schlüssig passieren indem man Fotos in ein Forum stellt)

    Es kann auch sein, dass ein Entwurf zwar in einem Land „geschützt“ ist, in einem anderen Land aber andere rechtliche Rahmenbedingungen gelten und der Entwurf als gemeinfrei gilt.

    Also kann es durchaus passieren, dass man zwar moralisch (meint) ein Recht auf etwas zu haben, es aber rechtlich tatsächlich nicht hat.

    (Aber das kommt meiner Meinung sowieso aus dem Artikel hervor)

    Wenn es sich um eine tatsächliche „Schutzverletzung“ handelt, dann ist auch zu prüfen wo sie liegt: beim Hersteller, beim Händler??? Wie gesagt in einem Land – Hersteller – kann die Kopie legal sein, dann ist es allenfalls am Händler zu prüfen, ob in seinem Land andere Regeln gelten. Aber hier gilt auch, dass der Händler „angemessene Sorgfalt“ anwenden muss.

    Wenn er aber quasi darauf gestoßen wird (hier anscheinend passiert), dann kann man schon eingehende Prüfung verlangen.

    wenn man davon ausgeht, dass alles „rechtens ist“, bleibt die Frage der „Moralität“ – dann ist es am Kunden zu entscheiden : kaufen oder nicht kaufen.

    Ich meine, wenn eine Firma dann mit dem MOCcer Kontakt aufnimmt und einen „Deal“ aushandelt, dann sollte sowohl moralisch als auch rechtlich jeder auf der sicheren Seite sein.

    Schlimm ist nur, wenn man trotz moralischem und rechtlichem „Unrecht“ sein Verhalten nicht ändert.

    ergänzen möchte ich noch, dass ich selbst bei einer Firma mit zwei Bs und zwei Xs im Namen gar nicht prüfe, ob sie rechtlich richtig handelt, ich kaufe schon deswegen dort nichts, weil ich mich „moralisch“ dort unwohl fühle, auch wenn sie mit einem meiner „Lieblings Klemmbaustein Youtubern“ befreundet sind…

    Worauf ich aber hinaus will ist, dass ich den

    • Hier fehlt am Ende noch ein Satz?

      • Nö – ein Satzfragment ist zu viel 😉 – ich habs dann anders formuliert

        Aber zusammenfassend vielleicht in kurz:…
        Auch wenn etwas rechtlich in Ordnung ist (und das kann ich aus der „Entfernung“ nicht abschließend beurteilen – da bräuchte man – leider – wahrscheinlich einen Richter) sollte man sich als Kunde doch fragen wie die moralische Dimension aussieht (und Moral ist nicht Objektiv – jeder muss für sich entscheiden).

        PS. Ich finde solche Diskussionen müssen (auch) auf Lego (Fan)Seiten stattfinden – LEGO existiert ja nicht in einem Vakuum …

    • Public Domain hat nichts mit europäischem oder deutschen Urheberrecht zu tun.

  27. Ich habe festgestellt das viele Entwürfe ohne einen Lizenzhinweis veröffentlicht werden. Das verhindert nicht das kopieren, aber es legt schon mal einen wichtigen Grundstein. D.h. Creative Commons Lizenz ermitteln und auf alles was man veröffentlicht draufpacken. Bei einem chinesischen Platinenhersteller (PCBWay) gibt es z.B. die Möglichkeit seine Entwürfe zu veröffentlichen – und dort hat man sogar eine Auswahl der Lizenzform. Also nicht das man in China die Thematik nicht versteht! Ich habe auch schon bei einigen Sets auf Aliexpress sofort gesehen das diese von Rebrickable oder Ideas entstammen. Auf Rückfrage bei den Händlern, ob diese denn mit Wissen der Designer nachgebaut werden hört man immer – Selbstverständlich. Die Kaufen einfach die Anleitung und dann gehts los – denken mit dem Kauf der Anleitung haben Sie das Recht zur Vervielfältigung. Wenn dann nicht Fett steht das es nicht für kommerzielle Zwecke verwendet werden darf – noch weniger Hürde. Daher mein Aufruf: Stellt eure Entwürfe unter eine Lizenz.

  28. Mimimimi!!!!
    Wären die Sets und alle denkbaren Ersatzteile (neuwertig) immer verfügbar und das zu fairen Preisen, würde es keine anderen Hersteller geben.

  29. Dann könnte jeder aus original Legoteilen jede alte Monorail/ jedes alte StarWars Model/ jedes Piratenschiff oder was weiß ich, aus Originalteilen in Einzelteilen bei Lego bestellen.
    Kein Mensch würde dann in China bestellen. Die MOC Designer konnten ihre Bauanleitungen vertreiben, und alle hätten was sie wollen.
    Solang das nicht für jedermann möglich ist wird weiter Lepin o.ä. für einen fairen Preis bestellt.

  30. Habe gerade (17.02.2020) auf der Bluebrixx Seite nachgesehen und das Modell bzw. das Angebot von DeCool ist nach wie vor erhältlich.

    Das finde ich gerade von Bluebrixx sehr enttäuschend, da sie auch lautstark gejammert haben dass Lego wegen der Minifiguren bei ihnen rechtlich angeklopft haben. Gerade sie sollten versuchen hier die Arbeit von Fans zu respektieren.

    Und wenn ich meine Werbevideos immer an die AFOBs addressiere, dann sollte ich das auch ehrlich meinen.

    So hat es für mich den Anschein dass ihnen die Klemmbaustein Fans absolut egal sind und sie ausschliesslich am Geldverdienen interessiert sind. Und Klemmbausteine zur Zeit eben ein Renner sind.

    Solange dies so ist oder scheint, werde ich nicht in Betracht ziehen von ihrem Shop etwas zu kaufen.

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