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LEGO Creator Expert James Bond Aston Martin DB5 10262 im Review

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LEGO Creator Expert James Bond Aston Martin DB5 | © Andres Lehmann

UPDATE: Live-Video mit Erläuterungen zum Preis ergänzt. Der LEGO Creator Expert James Bond Aston Martin DB5 10262 im Review.

Musikalisch sind die 60er Jahre mein Jahrzehnt. Und auch die Autos aus den 50er und 60er Jahren haben ihren ganz besonderen Charme – die abgerundeten Karosserien waren stilprägend. Ein Fahrzeug jener Zeit ist der Aston Martin DB5 10262, der im Jahre 1963 vom Stapel gelassen wurde.


UPDATE: Zum Zeitpunkt des Reviews war mir der Preis nicht bekannt. Mit 149,99 Euro ist das Set in meinen Augen trotz „Doppel-Lizenz“ zu teuer geraten, mit 129,99 Euro wäre LEGO besser gefahren, da Creator Expert meist sehr viel für das Geld bietet. Nicht vergessen werden darf jedoch der fantastische Funktionsumfang, den es so noch nie in einem Creator Expert Fahrzeug gegeben hat. Und für all jene, die das Set anspricht und gerne zu ihrer Sammlung ergänzen möchten, werden womöglich 20 Euro „Aufschlag“ verschmerzbar sein. Meine Gedanken zum DB5 und zum Preis habe ich zudem in einem neuen Live-Review kundgetan, das ich hier gerne ergänze. Ich erläutere im Video außerdem, warum „Silbermetallic“- und nicht klassische Chrom-Elemente zum Einsatz kommen.


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James Bond kommt des Weges | © Alle Bilder: Andres Lehmann

Wahre Berühmtheit erlangte der Sportwagen durch den James Bond Film „Goldfinger“ – in vielen weiteren Filmen tauchte das Fahrzeug auf, bis zuletzt in „Skyfall“. LEGO also hat sich de Lizenz gesichert und des Themas angenommen. Nach den Sets Amerikanisches Diner 10260 und Achterbahn 10261 der dritte LEGO Creator Expert Streich in 2018. Ist der DB5 auf der Überholspur?

Zusammenbau und Umfang

Die Anleitung besteht aus 170 Seiten, ist Ideas-esk gestaltet, sehr hochwertig und stellt das Auto vor. Zudem werden nach und nach die Funktionen erklärt: Vorbildlich.

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Technic inside

Der Zusammenbau erfolgt in insgesamt 263 Abschnitten und ist in vier Phasen unterteilt. Der Unterboden wird mit Bricks erschaffen, ehe viele, viele Technic-Elemente verbaut werden, um all die Funktionen zu ermöglichen, die in diesem DB5 untergebracht wurden. Das „zieht“ den Zusammenbau in die Länge – für ein Creator Expert Set habe ich tatsächlich lange an diesem Bauwerk gesessen. Und das ist ausdrücklich nicht negativ gemeint, einem wird hier Bauspaß geboten, der sich über einige Stunden erstreckt. Von der Technic ist im Nachhinein quasi nichts mehr zu sehen – der Porsche lässt grüßen. Aber es wird eben das möglich, was ein Agenten-Auto auszeichnet: Viele „Spielereien“, um die Schurken in Schach zu halten.

Bauabschnitt 2: Fertig

Bauabschnitt 3: Fertig

Sind alle Technic-Teile verbaut, ist der Zusammenbau der Motorhaube, des Daches und des Kofferraums reine Formsache und geht schnell von der Hand.

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Platz für so allerhand Agenten-Zeugs

Im Vorfelde wurde viel über die Farbe spekuliert. Auch wenn ganz unterschiedliche Bilder durch das Netz geisterten, hat sich LEGO am James Bond Silber orientiert und musste sich gezwungenermaßen für Hellgrau entscheiden. Babyblau oder Weinrot etwa wären eben nicht die Farben von 007 gewesen. Doch LEGO hat sich hier etwas einfallen lassen: Endlich gibt es wieder verchromte Teile! Jahrelang verschollen, werden uns die unterschiedlichsten verchromten Teile präsentiert, darunter eine 2×4 Fliese, die seitlich verbaut wird. Jene Elemente sind es, die dem DB5 optisch den notwendigen farblichen Pepp verleihen, denn das Azurblau eines Käfers 10252 etwa ist da rein optisch betrachtet eine andere Hausnummer.

Verbaut wird hier eine verchromte 2×4 Fliese: Ein Traum!

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Verchromte Elemente in der Übersicht

Die Formsprache als solches hätte indes mit Steinen wohl kaum besser realisiert werden können. Dem Rennwagen wurden so viele Rundungen spendiert, wie es die Steine hergeben. Von der Proportionen scheint mir das Fahrzeug ebenfalls stimmig zu sein. Wird von der Seite geschaut, bedarf es dennoch ein wenig Phantasie, um gleich auf einen DB5 zu tippen. Das ändert sich bei der Frontansicht, denn der Grill wurde ebenfalls mit verchromten und bedruckten 1×2-Fliesen perfekt nachempfunden.

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Über die Funktionen wurde im Vorfelde viel gerätselt und es sind tatsächlich einige löbliche Spielereien im Fahrzeug untergekommen. Das mag für Sammler der Reihe, die das Set nach dem Zusammenbau in die Vitrine stellen, nicht unbedingt relevant sein. Aber ich denke, der Aufschrei wäre groß gewesen, hätte LEGO darauf verzichtet. Durch die vielen Technic-Elemente hat einzig das Cockpit ein wenig „gelitten“, die Karosserie als solches ist davon unbeeinträchtigt.

Der Schleudersitz wird betätigt, indem ein Teil der Stoßstange zurückgezogen wird. Ich habe das nun vier, fünf Mal gemacht – und bin mit dem Thema durch: Das Dach geht auf, und der Sitz fliegt raus – landete aber bei mir zweimalig auf der Windschutzscheibe, und da befürchtet der AFOL – zumindest meine Wenigkeit – natürlich gleich Kratzer. Aber klar ist auch: Es funktioniert, und beim ersten Mal hat mir der Schleudersitz ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.

Ready to take off!

Freiflug

Gelandet

Hinten kann eine schusssichere Stahlplatte ausgefahren werden (Goldfinger-Cineasten werden sich erinnern), hierzu wird am Auspuff gedreht. Betätigt man den Steuerknüppel, werden die beiden Scheinwerfer verstellt, und der DB5 ist mit einem Mal bis unter die Zähne bewaffnet. An der Fahrertür – originalgetreu rechts – findet sich noch ein Telefon und wird ein Drehrädchen betätigt, kann das Armaturenbrett verstellt werden. Und im Kofferraum sind noch zwei Elemente versteckt, mit denen die Reifen verwandelt werden können: Der Dreizack wird ausgefahren. Rundum: Die Liste an Funktionen ist beachtlich, durchdacht und verspielt.

Was hat James Bond hier auf dem Radar?

Nichts!

Falls die Luft von hinten etwas bleihaltig wird – kugelsicherer Stahl schützt die Heckscheibe.

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Wer hat die Nummer von 007?

Die beiden Türen lassen sich übrigens perfekt öffnen und schließen, gleiches gilt für den Kofferraum und die Motorhaube. Dort versteckt sich noch der Motor, der auf Wunsch entnommen werden kann.

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Power unter der Haube

Das wichtigste Feature eines Geheimagenten-Fahrzeugs: Das Lenkrad ist höhenverstellbar!

Und eine letzte Verspieltheit gibt es obendrein: Das Nummernschild lässt sich verändern, vier Sticker werden verklebt, und per Hand kann die Zeichenabfolge verändert werden, und zwar vorne und hinten. Apropos Sticker: Es kommen wenige zum Einsatz, ich habe mich nicht verklebt und mein Ärger hält sich diesbezüglich in Grenzen.

Formgebene Sticker an den Scheiben: Bedruckte Teile hätte ich bevorzugt.

Fazit

Der Zusamenbau hat diese besonderen „Creator-Expert-Momente“. Etwa dann, wenn Stühle verbaut werden, um die Front zu perfektionieren. Der Zusammenbau ist kurzweilig, es gibt einige dieser wunderbaren Aha-Momente. Der technische Aufwand der betrieben wird, um die Funktionen zu ermöglichen, ist beachtlich und hat mich als großer System-Freund etwas geschlaucht. Der Zusammenbau der Karosserie jedoch hat mich komplett überzeugt: Alles sitzt, ist kompakt und das Auto ist nach dem Zusammenbau ein wahres Schmuckstück. Klar ist: Hellgrau ist kein Silber. Aber LEGO besänftigt mich mit dem Einsatz all der verchromten Teile. Die Funktionen sind gerne gesehen, müssen sein – und machen das Set gar bespielbar: Der Rennwagen darf also gerne auch mal in Kinderhände wandern. Mir gefällt dieser James Bond Aston Martin DB5 – ich beneide James Bond für seinen fahrbaren Untersatz und die Musik der 60er Jahre mag ich ja ohnehin.

Was denkt ihr über den LEGO Creator Expert James Bond Aston Martin DB5? Äußert euch gerne in den Kommentaren.

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Startklar!

Vielen Dank an die LEGO Group, die uns dieses Set für unser Review zur Verfügung gestellt hat. Der Artikel gibt jedoch ausschließlich meine persönliche Meinung wieder.

Andres Lehmann

Einst mit LEGO City und der 12V-Eisenbahn durchgestartet. Sammler von Creator Expert, Ideas, Architecture und City Modellen.

75 Kommentare Kommentar hinzufügen

  1. Hm.
    Das ist schon ziemlich cool, allerdings hätte ich mir wirklich eine James Bond Minifigur dazu gewünscht. (Ich weiß, Minifiguren waren bei der Reihe noch nie dabei, aber trotzdem 😉 )

  2. Danke für das tolle Review. Alle positiven und negativen Seiten beleuchtet. Das muss wohl in meine Sammlung wandern, wird sich gut neben den London Bus machen 🙂

    • Grüße!

      Hier muss ich kurz einhaken, denn das Modell wurde hier schon recht über den Klee gelobt. Negative Seiten gibt es dem Bericht zur Folge kaum bis gar nicht. Ich bin mit meiner Kaufentscheidung noch sehr, sehr unentschlossen. Ich liebe alle Bond-Streifen und habe mich riesig auf dieses Modell gefreut.
      Sicherlich sind LEGO-Steine nun einmal eckig und kantig. Aber gibt es nicht LEGO-Modelle, bei denen besonders kurvige Attribute besser umgesetzt wurden?

      Es wirkt auf mich sehr gestreckt und dafür hinten wie „abgeschnitten“ und kantig. Einfach etwas komisch.

      Naja, ich muss mich wohl noch etwas überzeugen lassen. Ich bezweifle, dass die Entwickler bei dem Modell 100%-ig getüftelt haben. Die Funktionen sind schon nett, aber wie Andreas schon schreibt…es ist eben ein Standmodell und die Funktionen sind nett, aber nicht notwendig. Dafür wäre es dem Modell besser zu Guten gekommen, hätte man sich dafür der Formgebung mehr hingegeben.

      Grübel-Grübel – kauf ich es nun, oder nicht…Hmmm.
      Leider fehlt mir bis jetzt der kleine Schwung zum „Ja“.

      Viele Grüße und Danke für die ausführliche Vorstellung, die leider nicht ganz objektiv erscheint ;-).

    • @Sebastian K.:
      Hm, mir sind als Bond-Fan die Veränderungen durch Q und sein Team besonders wichtig, auch bei einem Standmodell. Ich weiß ja dennoch, dass es diese hochfahrbare Panzerplatte, den Schleudersitz etc. gibt. Ich habe mir den Aston Martin DB5 vorhin im Legostore Köln angesehen (dort steht er zusammengebaut in einer Vitrine), für mich sieht er dem Original ähnlich genug, ich erkenne ihn zuverlässig wieder. Auch die Proportionen von Mini, Bulli und Käfer stimmen in meinen Augen nicht ganz mit der Realität überein, vermessen habe ich die Originale und die Legomodelle allerdings zugegebenermaßen nie vergleichend.
      Mir sind die Bond-Features am wichtigsten. Ich mache mir für meinen, ja gekauft habe ich ihn auch, nicht einmal Sorgen wegen einer durch den Schleudersitz eventuell in Zukunft zerkratzenden Scheibe.
      Noch eine Bemerkung zu Deiner indirekten Forderung nach „objektiven“ Rezensionen oder Reviews: Das wünsche ich mir keinesfalls, sondern eine Präsentation mit einer persönlichen Perspektive. Sonst wäre sowohl ein konkreter Text wie die gesamte Gattung in meinen Augen überflüssig.

  3. Sind die „Reifenaufschlitzer“ ausziehbar oder werden die aufgesteckt?

  4. In der Schweiz kostet das Set sagenhafte CHF 199 (ca. € 170)!!! Eine Frechheit. Der T1 kostet CHF 129 und hat ca. 40 Steinchen mehr. Das ist eine Preisinflation von über 50% pro Stein.

  5. Sehr schick! Der wird gekauft! Hoffentlich gibt es die verchromten Teile auch bei Steine & Teile im online Shop. Könnte ich gut mehr davon gebrauchen 😬
    Eine Frage, was is das für ein Freegift 5005665 das in den Warenkorb wandert wenn man den db5 auswählt?

  6. Mit diesen „versteckten“ Funktionen ist das Modell, meiner Meinung nach ein echter Kracher, insbesondere da es ja offiziell kein Technic Modell ist. Für diejenigen, die wirklich damit spielen ein echtes Highlight. Für alle Sammler wahrscheinlich nicht, aber dann wissen sie halt nur was man alles mit dem DB5 anstellen kann. Wegen der Farbe, hellgrau ist nicht silber, wie Du schon geschrieben hast, aber ob der Wagen komplett in matten Silber besser aussehen würde, bezweifele ich. Für mich ein klarer Kauf.

  7. „Das Set ist nach dem Zusammenbau ein wahres Schmuckstück“.

    Meine Meinung; Ich finde das Set macht (sicherlich) wie immer Spaß beim Zusammenbau, hat tolle Features, aber sieht einfach grotten grotten grotten hässlich aus. Mein Gott, was haben sie die Form verhunzt. Ich sammle alle Automodelle, den tollen T1, den grandiosen Mini, selbst beim Beetle habe ich mich schnell mit der Form arrangiert. Aber der hier, nee. Aber nur meine persönliche Meinung.

    Danke für das Review. Übrigens lasse ich das Thema Preis bewusst weg. Das kommt eh immer. Warum er teurer ist, als alle anderen Lizenzmodelle, weiß wohl nur Lego. Ich vermute wegen der Funktionen. Mein Liebling bleibt der Mini. Der ist einfach nur toll.

  8. Sorry, aber das sind keine verchromten Teile wie man sie von vor Jahren kennt (zB aus der Model Team Serie oder selbst bei Harry Potter in Form von 1×2 Gittern). Das sind einfach nur flat silver Teile. Und in der Farbe hätte ich mir das komplette Auto gewünscht + den richtig verchromten Teilen aus den 90ern!

  9. Die Steine sind nicht verchromt, is nur metallic silver

    • Das alte Chrome wird es leider nicht mehr geben, die Produktion war zu aufwändig, hat Jamie erklärt

    • Danke für die Info mit Jamie! Verstehe dann leider nur nicht, wenn du es doch weißt, dass es nur die einfachen silber Steinchen sind, diese dann jahrelang verschollen sind? Die kamen doch zB auch im Mini Cooper als Stoßstange vor, oder selbst im aktuellen 40 Jahre Technic Extreme Adventure Set?! 😉

    • Wenn die 90er Chromteile so aufwendihg waren, frage ich mich, wieso liefen die Sets von damals so gut und wieso hat LEGO dabei nicht rote Zahlen geschrieben. Wir reden hier von 150€! Da ist es sicher nicht zu aufwendig. Pardon, wenn man hier den Vergleich zu schnöden Brickheadz anstellen muss (ich kann sie schon recht gut leiden!) Die haben stets bedruckte Sonderteile!

      Also wenn LEGO will, dann wollen die auch. Diese Einstellung seitens dieser Herrschaften ist einfach nicht nachvollziehbar!

      Das ist lediglich sparen wo es geht um das absolut maximale herauszuholen! Da wird gemolken bis die Kuh nur noch als Skelett auf der Weide steht.
      Traurig!

      Ohnehin werden mal wieder nur die Deutschen so pingelig mit der Set-Bewertung sein. Verstehe ich nciht, sind die vielen anderen auf der Welt blind?
      Zudem macht LEGO neuerdings ein riesen TamTam um „besondere“ Sets, die dann vollkommen mager daher kommen. Selbst das mit den Aufklebern scheint vollkommen ignoriert zu werden, obwohl die LEGO-Gemeinschaft eine sprache zu sprechen scheint, was dieses Thema anbelangt. Und sicherlich liest das Merketing die einschlägigen Seiten, sicher auch diese hier. Aber es wird ignoriert…

  10. „Die Formsprache als solches hätte indes mit Steinen wohl kaum besser realisiert werden können.“

    Da gebe ich dir wahrscheinlich sogar recht. Aber nur die Tatsache, dass man es mit Lego Steinen vermutlich nicht hätte besser machen können, macht es in meinen Augen noch lange nicht schön.
    Wenn man so ein wunderschönes Auto mit Lego nachempfindet, muss man damit rechnen, dass Betrachter an so ein Set einen einigermaßen hohen Anspruch stellen. Und diesem Anspruch wird das Set -zumindest optisch- in meinen Augen in keinster Weise gerecht.
    Speziell das Dach und die Front (schön illustriert durch dein frontales Foto) lassen einfach sehr zu wünschen übrig.

    Aber sei’s drum. Schönheit liegt schließlich im Auge des Betrachters.

    Was man in so einem Review aber vielleicht doch negativ erwähnen müsste, weil es auch objektiv schon grenzwertig ist, ist die Tatsache, dass auf ein paar der offiziellen Bildern doch recht offenkundig getrickst wurde um das Auto silberner aussehen zu lassen als es eigentlich ist.
    Kratzt für mich schon fast am Etikettenschwindel.

    • Dann darfst du dir aber auch keine Zeitschriften mehr (beim Arzt) usw. anschauen, da ist mittlerweile jedes Bild durch den Photoshop-Filter gejagt worden und die wenigsten dort abgebildeten Damen sehen in „echt“ so perfekt aus wie auf den Bildern…

    • @Jan
      der vergleich hinkt aber wie ein holzbeiniger pirat.

      schließlich dürfte kaum jemand mal die in magazinen glattgebügelten promi-damen in der realität treffen und so bleibt einem auch die enttäuschung der realität erspart. und selbst wenn doch, entsteht niemandem ein schaden.

      die verpackung eines legosets ist aber gleichzeitig sein bestes werbe-instrument und beeinflusst unmittelbar kaufentscheidungen.
      dass ein hersteller versucht das produkt darauf möglichst gut aussehen zu lassen ist verständlich und auch absolut legitim.
      aber wenn ich mir z.b. das große bild auf der rückseite anssehe, sieht speziell das dach einfach aus als wäre es silber und nicht nach dem grau, das es eigentlich ist.
      und hier meine ich, darf man dann schon darüber diskutieren, ob man hier nicht über gebühr nachgeholfen hat.

      zumal man ja nicht unbedingt nur an käufer wie uns denken muss, die die lego farbpalette kennen und dementsprechend wissen, was sie zu erwarten haben. sondern auch an gelegenheitskäufer, die nach dem auspacken dann vielleicht etwas enttäuscht sein könnten.

      selbiges gilt natürlich auch für andere sets. beim hogwarts express, wo auf der verpackung jeder stein der eine lampe darstellt auch leuchtet wie eine lampe. genauso irreführend.

    • Gut, gehen wir weg von den mehr oder weniger hübschen (oder hübsch gemachten) Damen hin zu den Werbeprospekten, die man ständig im Briefkasten hat. Die Bilder sind auch aufgehübscht, Farben verstärkt, Schatten entfernt usw.

      Nenne mir ein Bild in einer Werbung, dass nicht am Rechner manipuliert wurde, nur ein einziges!

    • es gibt vermutlich keins.
      aber macht es das besser?
      wann war die einstellung „aber die anderen machen’s doch auch“ jemals eine gute entschuldigung für „fehlverhalten“?

      und wollen sie mir wirklich widersprechen, wenn ich sage, dass es sehr wünschenswert wäre, wenn man an einen spielzeughersteller höhere erwartungen haben könnte?
      schließlich sind es im zweifel -bei diesem set vielleicht nicht, aber bei genug anderen- kinder, denen dann ein bär aufgebunden wird.

    • Jungs, bitte, die Promiherren lassen ihre Bilder auch „aufhübschen“.

  11. Hm, das gefällt mir doch besser als gedacht – auch wenn das Heck meiner Meinung nach nicht ganz dem Vorbild entspricht, die Heckscheibe reicht zu weit nach hinten, wenn man es mit dem Original vergleicht. Die Optik ist definitiv Geschmackssache, das hat man ja schon bei den Kommentaren zu den geleakten Bildern gesehen – schaut ihr die euch eigentlich an? Die Farbe passt auch, finde ich – würde man nach dem Vorbild gehen, würde es irgendwie nicht mehr wie Lego aussehen, denke ich.

    Allerdings ist der Preis etwas hoch, wenn auch vollkommen nachvollziehbar wenn man bedenkt, dass hier mit Aston Martin und James Bond direkt zwei Lizenzen abgedeckt werden müssen.

    Interessant ist das Modell für mich leider trotzdem nicht – nach all den optisch gelungenen Autos in diesem Maßstab empfinde ich es langsam aber sicher als eine derart dreiste Frechheit, dass keine funktionierende Lenkung verbaut wird, dass ich Schwierigkeiten habe, nicht ausfallend zu werden. Bei all den schönen Funktionen fehlt die essentiellste für ein Auto, das war schon beim Caterham der Punkt, der mich vom Modell abstößt. Gerade, wenn man den Motor entnehmen kann.. naja.

    Dennoch, vielen Dank für den schönen Review!

  12. Sehr schön, gefällt mir ausgesprochen gut.

    Seid Ihr Euch sicher dass die verchromten Teile tatsächlich verchromt sind? Auf den Fotos sieht das aus wie silbriger Kunststoff.
    Die Verchromten Teile beim UCS Naboo Fighter sahen da „glänziger“ und richtig nach Chrom aus.

    Viele Grüße!

  13. Ist gekauft und ich freu mich auf den Aufbau. Ich war sowohl auf Sticker als auch auf einen Grauton eingestellt und daher nicht enttäuscht. Was mir dabei aber tatsächlich etwas sauer aufstößt ist die entsprechende Passage der Lego Pressemitteilung „Wie das Original ist auch das Modell in der Lackfarbe „Silver Birch“ gehalten“ Das stimmt so nicht und auf der Produktkartonage wurde etwas mit Glanzeffekten nachgeholfen. Warum machen die immer wieder sowas? Abgesehen davon trifft das Modell meinen persönlichen Geschmack, vorallem was den Aufbau angehen dürfte.

  14. Schönes Review. Habe ihn eben bei Lego bestellt. Freue mich dass so viele Funktionen des James Bond Autos umgesetzt wurden, bzw. alles was ich aus dem Film in Erinnerung habe: Schleudersitz, Nummernschild, der Kugelfang,… 🙂
    (die Umsetzung mit Technic Elementen schreckt mich nicht ab 😉 )…

  15. Danke für das tolle Review!
    Leider hat Lego wieder mal grosse Probleme den gleichen Grauton zu treffen.
    Was man leider gut an der Seite erkennen kann.
    Über die starken Farbunterscheide in einem Farbton ärgere ich mich schon seit Jahren! 😌

  16. Schöne Funktionen und eigentlich ganz cool. Aber die Farbe ist nichts. Einfach das olle grau nehmen lässt ihn etwas bieder erscheinen.

  17. Danke für das Review, ich finde die Funktionen wirklich toll, damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet. Die Optik finde ich nicht so 100% gelungen, wüßte jetzt selbst aber auch nicht, wie man es mit Legosteinen besser umsetzen kann und dazu noch in Anbetracht der vielen integrierten Funktionen die verbaut sind, also damit kann man dann echt leben. In Silber hätte er mir besser gefallen, aber das hatte ich ja schon im Vorfeld befürchtet, dass das kaum umzusetzen ist, zu viele unterschiedliche Steine wären hier betroffen gewesen. Aber der Preis … normal jammer ich da ja echt nicht, aber ein Anstieg von bisher 7-8 Cent auf nun mehr knapp 12 Cent pro Teil? Ich finds übertrieben und ich glaub da auch nicht, dass die Lizenz 50% Preisanstieg erfordert, ich denke man reizt die Marken Aston Martin und James Bond einfach aus und schlägt entsprechend drauf, finde 129,99 Euro hätten auch gereicht und das wäre bestimmt auch gegangen.

  18. Ein wirklich schönes Set, ich als großer Bond-Fan würde es mir gerne kaufen.
    Leider gibt es da ein aber:
    Der Preis ist für die gegebene Steinezahl extrem hoch und dann gibt es auch noch Sticker… Das nervt mich dann doch ein bisschen 🙁

  19. Danke für das Review. Gefällt mir echt der DB5. Wurde soeben auch bestellt. Und dann noch gratis die Karte und den Bananenmann dazu. Freu mich schon auf die Lieferung. Und Danke an Andres für die tolle Arbeit.

  20. Ich bin positiv überrascht. Auch im direkten Vergleich ist das Original geradliniger als man es im Kopf gespeichert hat. Sicherlich hätte man sich einige Punkte etwas anders vorstellen können, jedoch sind es die 007 Features die das Modell dann doch richtig gut machen und vielleicht auch ein bisschen zu Lasten der Details gehen. Die Kombination aus Wiedererkennungswert und den „Spielfunktionen“ macht es zu einem Set was in meiner Sammlung nicht fehlen darf.

  21. Naja ich finde so richtig verchromt sehender Teile leider nicht aus. Mehr so eine Mischung aus flat Silver und den alten Chrom. Jedoch an sich ein sehr nettes Set, bei dem ich die Technik durchaus interessant finde

  22. Ist das denn auch das Creator Expert Auto für dieses Jahr oder kommt noch eins oder nicht? 🙂

  23. Meiner wurde soeben schon mit den 2 Gratis Zugaben versandt. Müsste morgen dann geliefert werden. 🙂 Freu freu freu

  24. Ich war die erste, die das Set heute im Frankfurter Store Punkt 11:07 Uhr zur Kasse trug. Als alter Fan des unsterblichen James Bond und in Erinnerung an den legendären Goldfinger-Film war es für mich keine Frage von Design, Chrom oder überhöhtem Teilepreis – in diesem Einzelfall wohlgemerkt.
    Dass man bei Lego versucht hat, die schicken Spielereien des Originalfahrzeugs in den Kleinen zu verbauen, ist für mich essentiell. Da hatte ich eine klare Erwartungshaltung – und wäre megaenttäuscht gewesen, wäre das nicht umgesetzt worden. Keine Lenkung, graue Farbe und die Design-Restriktionen, damit kann ich in dem Fall leben.
    Und gelungener als etwa beim Käfer finde ich die Optik allemal noch (ok, das ist auch nicht schwer angesichts dieser blauen Kreuzung aus Käfer und 2CV 😉

    Und nun darf sich mein Mann an dem Aufbau ergötzen…

    • Sehe ich auch so, das Auto ist bei Bond doch eh immer etwas nebensächlich, auf die Spielereien kommt es doch an. Mir fehlen dabei ein paar:
      + der Raketenwerfer
      + die Ölpumpe für die Straße
      + das Atomkraftwerk aus dem Handschuhfach
      + der Flugzeugträger zum aufblasen

      Daher nur 3 von 5 Sternen

  25. Eigentlich müsste ich das Set mögen. Ich ziehe die Creator Expert-Autos grundsätzlich denen aus der Technic-Reihe vor, aufgrund der glatteren, geschlosseneren Karosserien aus System-Steinen. Es gefällt mir aber auch, dass hier, verborgen im Inneren, deutlich mehr Technic-Teile und Funktionen verbaut wurden als sonst. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung.

    Trotzdem, von außen sieht das Modell diesmal einfach nicht gut aus. Ich glaube der DB5 war von vornherein eine schlechte Wahl, da sich diese leichten Kurven nicht gut in Lego umsetzen lassen.

    Nun hätte ich das Modell vielleicht trotzdem gekauft… wenn da nicht der Preis wäre. 400 Teile weniger als der Londoner Bus, aber 30 Euro teurer? 60 Euro teurer als der F40? Das ist einfach zu viel.

  26. Für den Preis bekommt man ja ein Modular Building mit 1.000 Teilen mehr. Ich habe bisher alle Creator Expert Autos, aber den werde ich mir nicht hohlen, wenn überhaupt vielleicht später oder auch nicht. Ich finde es auch irgendwie unpassend in der Creator Expert Reihe ein James Bond Set rauszubringen. Ohne James Bond und die ganzen Funktionen hätte der 100€ gekostet und man hätte einfach ein schönes Set bzw. Auto gehabt. Schade!

  27. Ein wie ich finde gelungenes Modell.
    Über Geschmack lässt sich ja immer streiten. Besonders positiv überrascht bin ich das das Modell auch die Bond Features hat. Alles andere wäre nach dieser Geheimnistuerei eine echte Enttäuschung gewesen.
    Das Modell ist für mich gesetzt. Aber wegen dem Preis werde ich mich in Geduld üben. Zuschlagen werde ich entweder bei doppelten Vip Punkten oder wenn er auf einschlägigen Seiten günstig zu ergattern ist.
    Nur keine Eile. Der wird noch eine Weile produziert. Außerdem muss ja für die Verwandtschaft auch noch was in Sachen Weihnachten etc zur Auswahl gestellt werden 😜

  28. Ick freu mich! Ick freu mich!

    Hab ihn auch gleich bestellt.

    Bin echt schon gespannt auf den Zusammenbau und den ganzen Spielereien.
    Und wegen dem Design, ich finds toll
    Und irgendwie wärs für mich nicht lego wenns keine Ecken hat, bin Bj. 86 und bin mit den Ecken und Kanten groß geworden ( mind. seit 90-91)

    Und Danke für das schnelle Review, einfach top!

    👍👍

  29. Zum Zeitpunkt des Reviews war mir der Preis nicht bekannt. Daher ein kurzer Nachtrag: Trotz Lizenz sind 149,99 Euro ein stolzer Preis – ein wenig Creator Expert untypisch. 100 Euro wären illusorisch gewesen, aber bei 129,99 wäre die Sache runder – ein Abzug in der B-Note beziehungsweise ein PAB-Becher weniger. 😉

  30. Ich muss gestehen,das mir dieses Gefährt sehr gut gefällt und auch die Feautures zaubern einem ein kleines Lächeln in das Gesicht und lassen James Bond Momente wieder auf erleben.

    Auch das aussehen,der look gefällt mir und werde mir das überlegen.

    Jedoch was mich etwas enttäuscht ist,das ich bei dem Preis doch gedacht hätte das er etwas größer ausfällt und mit mehr Teilen um die Ecke fährt.

    Aber ansonsten hat sich Lego da wie ich finde was tolles einfallen lassen.

    Wie ich aber merke spaltet auch das Modell wieder die Gemüter und ich habe persönlich das Gefühl das Gemecker wird immer schlimmer und schlimmer.

    Es ist Lego und hätte man vor Jahren so ein Modell raus gebracht wären alle begeistert gewesen.

    Die Erwartungshaltung wird immer höher und erreicht so langsam ein level was übertrieben erscheint.

    Es ist doch im großen und ganzen ein gelungenes Modell,schön gemacht,selbst die Anleitung sprüht einen Scharm aus.

    Ich mag das Set und werde es mir sicherlich in einem späteren Zeitraum holen und ich bin mir sicher viele meiner Bekannten werden schmunzenb wenn ich Ihnen die Gags zeige^^

    LG

    • Bei dem Preis hat Lego die Erwartungshaltung selber hoch gelegt!
      Dann wird auch mehr kritisiert! 😁

    • Ich versuche selbst, gute, einigermaßen realistische Modelle zu bauen und glaube nicht,dass die LEGO Designer bei diesem Modell ihren besten Tag hatten (um es freundlich auszudrücken). Für mich ist es zu hässlich, tut mir leid. Wenn ich es kaufe, dann um daraus einen Trabi zu bauen. Das muss es aber deutlich billiger werden.

  31. Mhm, spricht mich jetzt eher mäßig an. Ich warte mal wieder auf einen richtigen Knaller von Lego. Das war er leider nicht.
    Ich finde, die aktuellen Lego-Sets sind alle nicht schlecht bis gut, aber wenn man sich mal so einige MOCs anguckt wie den Testarossa von letzens, dann sieht man auch, was alles möglich ist. Und dann ist man halt enttäuscht und überlegt, ob man das Geld nicht doch auf die Seite legt.

    Ich finde, wenn man sich MOCs anguckt, sind da teilweise so fantastisch-tolle Sachen dabei

  32. Ich bin jetzt nicht so der Bond Fan, aber das Auto war mir ansich schon ein Begriff. DER Klassiker, mit den tollen Gimmicks…Schleudersitz, Maschinengewehre etc. Ohne das echte Auto aber bildlich vor Augen zu sehen, habe ich mir die Bilder vom Lego DB5 angesehen…und musste sofort googeln, welches Gefährt hier den dargestellt werden soll!? Ganz ehrlich, eckige Steine hin oder her…aber für mich wirkt hier nichts stimmig. Und weil das Modell meiner Meinung nach überhaupt nichts von dem Charm und der Gestalt des Originals transportiert, wird es auch nicht gekauft.

    Vielleicht wurde der falsche Maßstab gewählt? Der alte Käfer hat besser funktioniert.

  33. Also ich weiß echt nicht warum hier so viel lamentiert wird. Über Geschmack lässt sich nicht streiten.
    Das Ding hat optisch nichts aber so gar nichts mit einem DB5 zu tun! Das ist eine Beleidigung für die damaligen Schöpfer die sich nun mehrfach im Grabe umdrehen dürften. Schade.

  34. Als Laie im Bereich Lego, aber großer Bond-Fan, muss ich mal blöd fragen. Ist das Auto in irgendeiner Form in der Stückzahl limitiert oder wird es nur eine begrenzte Zeit verkauft?

  35. Ich hab mir nun die Bilder angeschaut und durfte ihn auch schon live befummeln. Von daher konnte ich mir recht gute eine eigene Meinung von dem Set bilden…
    (bevor jemand nölt: eigene Meinung!!!)

    Andres, du bist ein echt sympathischer Typ. Ich mag deine Reviews und Videos, aber bei diesem Set bin ich nicht annähernd deiner Meinung. Das Review wirkt aus meiner Sicht nicht wirklich objektiv (eher repräsentativ im Sinne des Erfinders 🙈).

    Der DB5 verkörperte seinerzeit etwas luxuriöses, ein sexy Biest auf vier Rädern. Ein großer Kühlergrill mit viel Chrom, was Leidenschaft und Kraft vermitteln sollte, sowie geschwungene Linien für ein dynamisches Auftreten.

    Die Lego-Variante sieht dagegen lieblos aus. Ein Kasten, an dem vorn und hinten was drangesetzt wurde und ne Kanzel obendrauf. Das Heck find ich weit zu klobig, den Kühlergrill zu minimalistisch angehaucht und die Linienführung als solches nicht existent.

    Mit Sicherheit ist es schwer, einen solchen Wagen aus Bricks zu bauen. Aber ich bin der Meinung, dass man es entweder richtig oder gar nicht machen sollte. Ein solch liebloses Gestell, ohne den Charm des damaligen Autos mit Aufklebern, Fake-Chrom, in sich nicht stimmigen Farben (das vor mir stehende Modell vermittelt einen dezenten Camouflage-Eindruck) und einer solch starren Form für 150,- €? Da bin ich definitiv raus.

    Gerade die Creator Expert-Reihe war für mich immer ein kleines Highlight. Lego hat hier oftmals bewiesen, wie man aus einfachen kantigen Steinen wunderbare Formen bauen kann. Warum nun der DB5 neben einem Taj Mahal, dem Mini oder der Tower Bridge in diese Reihe aufgenommen wurde, erschließt sich mir nicht wirklich.

    Aber:
    Solange Lego mit seinen Modellen eine Nachfrage bedienen kann, sind ja alle happy – Lego und die Konsumenten.
    Ich für meinen Teil habe hier mal wieder Geld gespart und kann somit den Bau meines Venator MOCs vorantreiben. Bin also letztendlich auch happy. 😁

    Und wie immer:
    Geschmäcker sind verschiedenen. Reibt euch nicht daran, dass andere Personen anders denken, sondern erfreut euch auf weniger Konkurrent am Markt. 😎

    • Jede Meinung ist hier herzlich willkommen, und das oben beschriebene ist meine Meinung, und zwar in Gänze unbeeinflusst. Es spielt keine Rolle, ob ich ein Set vorab erhalte oder mir selbst kaufe, wie zuletzt die Achterbahn. Ich habe die in meinen Augen positiven und die negativen Aspekte herausgearbeitet – wie bei jedem Review.

      Insgesamt bin ich hier mit der Diskussion sehr einverstanden, die in sehr weiten Teilen sachlich verläuft, setzt das gerne fort. Wie gesagt: Jeder soll hier bitte seine eigene Meinung haben, das oben ist eine (!) Meinung, und zwar meine. Vielen Dank! 🙂

    • Okay, da habe ich mich in der einen Passage nicht gänzlich erschöpfend ausgedrückt…

      Was ich bzgl. meiner Kritik deines Reviews meinte war auf folgende zwei Aspkete bezogen:
      Einerseits sagst du, dass du ein großer Fan der Swinging Sixties bist und dir damals schon der DB5 aufgrund der Formen und Rundungen gefiel.
      Das Review als solches liest sich, als ob du genau dies in dem Modell wiedergefunden hast. Und so rund in geschwungen kommt das Modell leider nicht daher.

      Letztendlich:
      Es ist Geschmacksache. Die Gimmicks als solches find ich toll und auch ich habe dauernd am Schleudersitz gefummelt und die Panzerplatte ausgefahren. Aber nichtsdestotrotz ist es kein Modell, welches in meine Sammlung wandern würde, eben weil es in meinen Augen eher Spielmodell ist, welches sicher in einer „eigenen“ Reihe besser aufgehoben wäre (analog der Ghostbusters, Simpsons etc.), als in der Creator Expert-Reihe. Hierzu kann man es leider nicht sehen.
      Ebenso finde ich es schade, dass man zwar ein bespielbares Set geschaffen hat, jedoch ohne eine funktionierende Lenkung.
      In meinen Augen ist das Set in sich nicht stimmig, was der Preis noch unterstreicht.

      Meine Aussage bzgl. der Kritik war folglich auf den Passus gemünzt, nicht deinem Review an sich.

  36. Also ich mecker ja sonst eher wenig über Lego Sets wie auch Lego an sich, weil ich persönlich die Einstellung habe, dass es „nur“ ein Hobby ist, zwar für mich mit das Schönste was es gibt, aber eben nur ein Hobby und nicht lebensnotwendig. Wenn da also mal ein Set nicht nach meinem Geschmack ist, oder Lego die UVP zu hoch ansetzt, nörgel ich nicht rum, sondern kaufe es einfach im Angebot oder eben gar nicht und erfreue mich an einem anderen Set. Den Austin Martin werde ich definitiv aufbauen, was sicher viel Spaß macht, und dann entscheiden ob er in die Vitrine bleiben darf oder nicht.
    Was mir aber wirklich nicht gefällt, ist wie dreist Lego hier aus meiner Sicht über die Farbgestaltung hinwegtäuschen möchte. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass nicht nur das Designervideo mit dem realen Modell sehr dunkel gehalten und speziell ausgeleuchtet ist und nicht nur die Fotos der Pressemitteilung sondern auch die Produktfotos im Online-Shop ganz klar bearbeitet wurden und es überall so aussieht dass der DB5 in silbergrauer Farbe daherkommt und so steht es auch in der Produktbeschreibung. Das Teil ist Grau, ganz normal grau, mit einigen Akzenten in Form von Chrom/Silberteilen. Punkt. Meiner Meinung nach überspannt Lego hier den Bogen und das grenzt für mich an Irreführung der Kunden. Das hat es meines Wissens so noch nicht gegeben – das Produktbilder auf den Verpackungen bearbeitet sind und teilweise mit Lichteffekten versehen sind wo es im realen Modell keine gibt, ist ja schon ein unschöner Trend, aber dass es von Lego ausschließlich getunte Produktbilder und -beschreibungen gibt, finde ich beunruhigend und sehr sehr schade.

    • Ich verstehe deinen Frust absolut. Auch mich wurmt dies. Gerade bei alten Modellen war weiß gleich weiß und grau war grau etc.
      Aber dies ist ein Thema für sich.

      Bzgl. deiner Aussage, muss ich leider Widersprechen.
      Heutzutage ist es Usus, dass mittels Werbung und Produktbeschreibung ein plakatives Bild des beworbenen Produktes erstellt wird, was in der Realität bzw. direkt beim Verbraucher oft nicht erfüllt wird. Speziell in der Lebensmittelbranche siehst du dies mehr als genug. Sieh dir die Joghurt-Verpackungen von Zott an, oder TK-Pizza. Anderes Beispiel ist die Werbung von McDonalds und Co, wo ein Burger präsentiert wird, der fast schon ein Kunstwerk ist, während die Realität dieser lieblos zusammengehauenen fetttriefenden Cholesterin-Paletts anders aussieht.

      Obige Ausführungen betrifft jedoch die bildliche Darstellung. Hierbei behelfen sich jedoch alle (Ausnahmen fallen mir ad hoc nicht ein) Unternehmen mit einem kleinen, aber entscheidenden Hinweis: „Abbildung ähnlich“, „Artikel kann abweichen“ oder „Serviervorschlag“ etc. pp.
      Lego verzichtet hierauf, wodurch der geneigte Käufer tatsächlich zu der Auffassung gelangen kann, dass die Bebilderung analog dem Werbetext ein schönes gleichmäßiges „silver birch“ verspricht.
      Silver Birch (AST1180d) ist ein silberfarbener Metalliclack, was definitiv nicht dem Inhalt der vielen kleinen Plastetüten aus diesem Karton entspricht.

      Von daher wäre es mal interessant, wie die Präjudizie zu diesem Fall, speziell hinsichtlich Gewährleistung nach § 434 Abs. 1 S. 3 BGB hinsichtlich Farbe und gleichmäßiger Farbtöne innerhalb der Ware aussehen könnte. 🤔😁

    • @Martin82: Du hast mit allem Recht, allerdings wollte ich auch gar nicht sagen, dass Lego hier alleine etwas falsch macht. Ganz im Gegenteil, ich bin entsetzt welches Ausmaß die „Produktbeschönigung“ jetzt auch bei Lego annimmt. Denn bislang war dies meines Wissens nur auf Produktkartonagen in einem noch akzeptablen Rahmen der Fall. Für mich ist es okay, wenn auf einer Produktkartonage ein Sportwagen mit leuchtenden Scheinwerfern und leuchtenden Rücklicht abgebildet ist, oder ein Bahnsteig mit leuchtenden Laternen, solange davon nichts in der Produktbeschreibung steht und im Onlineshop und anderen offiziellen Bild- und Videomaterial die Sets ohne dem dargestellt werden.
      Bei Austin Martin sieht das wie gesagt völlig anders aus und da überschreitet Lego aus meiner Sucht ganz klar eine rote Linie, …die sicherlich viele andere Hersteller bereits überschritten haben. Das macht es aber in keiner Weise akzeptabler.

    • Ich werde Lego damit konfrontieren. Und zwar in Form einer geöffneten Verpackung und aufgerissener Tüten. Mal schauen, was dann als Antwort zur Retoure kommt.

    • @hotte:
      Ich wollte mit meiner Aussage deinen Post keineswegs banalisieren. Ich stimme dir voll und ganz zu. Nur eben ist es mittlerweile nahezu „der gute Ton“, in solch hohem Ausmaß Effekthascherei zu betreiben.
      Dies wertet Lego in meinen Augen sogar etwas ab. Während man früher getrost beim Anblick eines Kartons sagen konnte „what you see is what you get“, muss man leider auch hier beginnen, das ein oder andere Bild zu hinterfragen.

      Oder anders ausgedrückt:
      Da ich auch des Öfteren auf Dienstreisen bin, war ich ein typischer „mal kurz beim Lego Store reinschauen“-Kunde, der dann stolz mit einer gefüllten Tüte wieder raus kam. Wenn sich Lego hier nun einer neuen Marketingstrategie annimmt, wird hier mit Sicherheit der ein oder andere Umbruch erfolgen, da man dann nicht mehr „blind und auf die Schnelle“ kauft, sondern gerade die grenzwertig Sets für 30,- / 50,- € hinterfragt, bevor man bedenkenlos zuschlägt.
      Letzterer Satz setzt natürlich einen Gefühlskauf voraus, wo man getreu dem Motto „wo man schon mal da ist“ Geld ausgibt.

      Ich bezweifle jedoch, dass sich Leco ernsthaft den Kritiken der Kunden annimmt. Beispiel hierfür ist der wiederkehrende Aufschrei nach bedruckten Fliesen. Dies geht schon seit Jahren so – gerade in den großen Sets ab 150,- € aufwärts. Getan hat sich hierbei jedoch nichts…

      Wenn das Hobby nicht so toll wäre und mir der Aufbau nicht jedes Mal ein Lachen ins Gesicht zaubern würde – ich wäre sicher schon längst auf Playmobil oder weiß-der-Geier-was umgestiegen. 😂

  37. 16+? Die höchste Alters/Schwierigkeitsstufe? Was ich sehe, sieht aus, als wenn es auch locker von einem halb so altem Kind zusammengebaut werden könnte. Auch würde es überhaupt besser in die Altersgruppe 6-12 passen. Ich ziehe meinen Hut vor jedem der über 16 ist und diesen Klotz auch nur annähernd so schön findet wie sein Vorbild.

    Schönen Tag,
    Oddjob

  38. Wie so oft schon gesagt wurde über Geschmack läst sich Streiten,ich persönlich finds den Aston Martiin nicht schlecht,man muss auch den Mastab Von 1:8 berücksichtigen da ist es gahr nicht so einfach bei Lego die richtigen Steine zu finden Oder man Produziert neu Steine und das kostet.

    • Der Massstab ist jedoch nicht 1:8.
      Hier hat Lego leider irgendwie gepennt… 🙈

    • Ja, mit dem Maßstab ist wirklich was faul. Wenn man das mal auf das Original hochrechnet, ist der Maßstab in der Länge ca. 1:13 und in der Breite ca. 1:14. Ich finde das Modell sehr schön, habe es auch schon gekauft. Aber eigentlich müsste es noch zwei Studs breiter sein, damit der Maßstab passt. So ist das Modell zu schmal für die Länge. Darum sieht auch der Kühlergrill so gedrungen aus, der ist beim Original auch deutlich breiter. Die anderen Creator Expert Autos haben fast alle eine Breite von 16 Studs, warum man sich hier für eine Breite von 14 entschieden hat, ist mir nicht ganz klar, so ist der Aston zwar länger als der Käfer und der Mini, aber schmaler, was nicht passt.

  39. Bei der ganzen Lego- vs. MOC-Design – Diskussion darf man aber auch eines nicht vergessen:

    Lego setzt (und muss das auch) andere Maßstäbe an die Konstruktion und damit die spätere Handhabbarkeit eines Modelsl an – ich habe mega-schöne Fahrzeug-MOCs in den Händen gehabt, die mein Mann nach erworbenen Anleitungen gebaut hat, etwa einen Bugatti Veyron oder einen Lamborghini irgendwas… sahen superschön aus, aber man konnte sie nur an bestimmten Stellen anfassen, ohne das konstruktionsbedingt irgendwas vom Modell abgefallen ist (z.B. die halbe Motorhaube) -ein solches Modell würde, egal wie schön, bei Lego nie in die Produktion gehen.

    Ich verstehe die Emotionalität dieser Diskussionen – es ist ja das Besondere an Lego, dass es die Emotionen in uns anspricht. Aber bei aller Leidenschaft wird, so denke ich, wird hier nicht immer fair geurteilt, wenn Produkte, die unter vielerlei Aspekten entworfen und auf den Markt gebracht werden müssen, mit MOCs verglichen werden, wo einem keine Grenzen außer den selbstauferlegten gesezt sind.

    • Ich finde mich in deinem Beitrag gut wieder, manche meiner MOCs fallen schon kurz nach dem Fotografieren in sich zusammen 😀
      Wie schon Protagoras sagte: „Der Mensch ist das Maß aller Dinge“, jeder lässt sich bei der Bewertung von seinen eigenen Ansprüchen an Form, Farbe und Funktionen leiten und kommt so zu seinem eigenen Ergebnis. Ich persönlich finde die Form nicht gelungen, aber u.a. den Schleudersitz sehr interessant. Das Preis/Leistungs-Verhältnis finde ich eher so mittel, freue mich aber über die neuen Teile, die hoffentlich bald bei Pick-a-Brick oder Bricklink auftauchen werden. Außerdem gibt es hunderte von anderen Lego-Sets, mit denen man sich bei Bedarf trösten kann.

  40. Also optisch find ich das Set wirklich furchtbar und selbst 100 Euro wären mir hierfür zuviel. Das Positive ist also, dass ich 150 Euro gespart habe.

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