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LEGO Icons 10334 Retro-Kofferradio im Review und exklusiv erhältlich!

LEGO icons 10334 Retro-Kofferradio | © André Micko

LEGO Icons 10334 Retro-Kofferradio: Brauchen wir den Nachbau eines 50 Jahre alten Radios?

Das LEGO Icons 10334 Retro Kofferradio 🛒 ist ab dem 1. Juni neu und exklusiv erhätlich. Für alle Unentschlossenen folgend mein Review und ein Video, in dem ich die Mechaniken beleuchte.

@zusammengebaut LEGO Retro Radio Mystery Solved! #lego #legotiktok #legotiktoker ♬ Originalton – Zusammengebaut

Voraussetzung für den Beginn des Rundfunks war die wissenschaftliche Weiterentwicklung auf den Gebieten der Physik, Chemie und Mathematik des 17. bis 19. Jahrhunderts. Sie legte die Basis der prinzipiellen technischen Aspekte für den Betrieb eines Radios: Tonsignale müssen erzeugt und bereitgestellt werden. Für die Ausstrahlung werden die Signale auf eine Trägerschwingung moduliert. Radiowellen übertragen das Signal zu einem Empfänger, der schließlich eine Rückwandlung durchführt, so dass die Ausgabe in von uns Menschen wahrnehmbaren Schall erfolgt.

Die technischen Grundlagen hierfür ließ sich Nikola Tesla Ende des 19. Jahrhunderts patentieren. Er gilt damit in den USA, zumindest offiziell nach einem Entscheid des dortigen Obersten Patentgerichts im Jahre 1943, als Erfinder des Radios.

In der Öffentlichkeit präsenter war jedoch Guglielmo Marconi. Er übertrug 1897 eine Nachricht drahtlos über eine Distanz von fünf Kilometern und funkte vier Jahre später bereits über den Atlantik. Dann ging es relativ schnell weiter. In den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurden in Deutschland die ersten Sendernetze eingerichtet, und … Trommelwirbel… die Rundfunkgebühr eingeführt (1923).

Es ist Zeit, etwas Gas zu geben, damit wir uns den LEGO Steinchen zuwenden können. Was ist noch wichtig? In den 50er Jahren wurden die großen Röhrengeräte durch Transistor-Radios (auch Kofferradios genannt) ersetzt. Sie waren leichter, günstiger, kleiner und tragbar. Dementsprechend waren sie beliebt und setzten sich schnell durch. 1984 veröffentlichen Queen ihren Hit Radio Ga Ga. Geschrieben von Roger Taylor wird darin die große Bedeutung des Radios thematisiert, für ihn persönlich und im Allgemeinen. Heute haben wir Internetradio, digitale Übertragungstechniken und … immer noch Rundfunkgebühren.

Mit dem LEGO Icons Set 10334 Retro-Kofferradio bringen unsere dänischen Freunde nun ein nostalgisch schönes Stück Geschichte aus den 70ern auf den Markt. Die Reise in die Vergangenheit besteht aus 906 Teilen und kostet in der UVP 99,99 Euro. Mit dabei: ein Sound-Stein, der ebenfalls wie aus den 70ern klingt. Was wunderbar zusammenpasst.

Eckdaten

Verpackung und Inhalt

Die Verpackung ist im typischen 18+ Design gehalten, also mit schwarzem Hintergrund. Zwei zusätzliche Hinweise zeigen an, dass ein Sound-Stein enthalten ist und die hierfür notwendigen Batterien. Auf der Rückseite wird neben einem Lifestyle Bild die Funktion gezeigt, ein Handy im Radio unterzubringen und damit Musik zu hören.

Für die Teileaufbewahrung im Inneren kommen ausschließlich die relativ neuen Papiertüten zum Einsatz. Die 200-seitige Anleitung ist nicht separat verpackt, was ihr aber nicht geschadet hat. Aufkleber sind keine enthalten (obwohl es die in den 70ern schon gab…).



Für die Platte war kein Platz mehr in den Tüten…


Der Aufbau

Der Aufbau ist in acht Bauabschnitte unterteilt. Er ist spannend und kurzweilig. Insbesondere die Umsetzung der Funktionen ist toll gelöst und macht großen Spaß beim Zusammensetzen. Der mit Technic-Elementen umgesetzte Teil ist dabei überschaubar, so dass auch reine System-Freunde damit gut klarkommen sollten. Als allerletztes wird der Sound-Stein eingebaut.



Neue, andersfarbige oder interessante Teile

In der Masse an LEGO Teilen und Sets sowie der Verwendung von unterschiedlichen Teilenummern und Farbnamen ist es oft schwierig zu bestimmen, ob ein Teil neu, in der Farbe bereits erschienen oder einfach nur selten ist. In diesem Kapitel will ich daher der Einfachheit halber alle Teile zeigen, die mir in einem Set aus vorgenannten Gründen (neu, interessante Farbe oder selten) zeigenswert erscheinen.

Der Sound-Stein



Das fertige Modell



Das Radio ist 24 cm breit, 17,5 cm hoch, 22 cm hoch mit aufgestelltem Griff, 33 cm hoch mit aufgestellter Antenne und 7 cm tief.

Vorderseitig befinden sich zwei funktionale Drehknöpfe und ein nicht-funktionaler Schalter für den AM oder FM Betrieb, bestehend aus einer Minfigur-Flosse.

Dreht man am rechten Regler, bewegt sich der rote Frequenzanzeiger, welcher aus einem Harry-Potter-Zauberstab besteht, über die Skala. Vom linken bis zum rechten Anschlag werden etwa eineinhalb Umdrehungen benötigt. Die vor der Skala liegende Abdeckung ist aus drei transparenten Bausteinen zusammengesteckt. Leider wirken die Stoßstellen zwischen den Steinen etwas störend.

Der Linke Drehregler ist mit OFF und ON beschriftet und lässt sich nur zwischen diesen beiden Positionen bewegen, indem er entweder links (OFF) oder rechts (ON) einrastet. Schaltet man das Radio ein, wird über ein Getriebe der rechte Drehregler, über welchen die „Frequenz“ eingestellt wird, mit einem Knubbelrädchen verbunden (ich versuche mich hier strikt an die Fachbegriffe zu halten). Verstellt man die Frequenz, drehen sich die Knubbel. Unter ihnen liegt ein Schieber, der von den Knubbeln nach unten auf den Play-Button des Sound-Steins gedrückt wird. Der Sound-Stein selbst spielt nach jedem Drücken auf besagten Play-Button nach dem Zufallsprinzip eine vier bis acht Sekunden lange Radiosequenz. Ich kam auf etwa sieben unterschiedliche Programme (in englischer Sprache), zu denen Werbung, Musik, Moderatorenansagen oder auch Rauschen gehört. Ich weiß nicht, mit welcher Qualität der Sound-Stein bestmöglich aufwarten kann, aber die hier an den Tag gelegte Akustik spiegelt das Klangbild der Radios aus den 70ern wider, wie man es sich vorstellt. Das passt perfekt!

Steht der linke Drehknopf auf “ON”, bewegt der rechte Drehknopf das Knubbelrädchen…


…jeder der drei Knubbel kann dann den Schieber auf den Play-Button des Sound-Steins drücken




Wen das weder klanglich noch inhaltlich überzeugen kann, dem bietet sich rückseitig folgende Möglichkeit: Man entfernt den Deckel und legt das Smartphone in eine Halterung. Die Maximalgröße für das Handy liegt bei ordentlichen 8 cm x 16 cm. Natürlich ist es, vor allem bei geschlossener Rückwand, nicht möglich Lautstärke zu regeln oder andere Musik einzustellen. Aber: zum Anhören ist das richtig geil 😊





Acht Noppen halten die Rückwand

Ich höre selten mit dem Handy direkt Musik, weil der Klang nicht sehr berauschend ist. Verpackt in diesem nostalgischen Design passt das aber super zusammen und macht Spaß!

Vielen Dank an die LEGO Group, die uns dieses Set für unser Review zur Verfügung gestellt hat. Der Artikel gibt jedoch ausschließlich meine persönliche Meinung wieder.

Fazit: 10334 Retro-Kofferradio

Zugegeben fand ich das Radio bei der Vorstellung nett, aber vom Hocker hats mich nicht gehauen. Das hat sich geändert. Es ist schön nostalgisch anzusehen. Herausragend sind aber die Funktionen. Die Radiosequenzen des Sound-Steins passen akustisch super und erstaunen, wenn man sie zum ersten Mal hört oder jemandem vorführt. Überraschend gut ist die Möglichkeit, über sein eingelegtes Handy Musik, Podcasts oder ähnliches zu hören. Das Kofferradio bietet einen Rahmen, in den der Sound stimmig passt. Umgekehrt erweckt das Handy das Radio zum Leben mit einem natürlich weit größeren und personalisierten Umfang, als es der Sound-Stein bieten könnte.

Kurz gesagt: Das Ding ist astrein (um im Slang der 70er zu bleiben…)

Bewertung

Positiv Negativ
  • Funktionen toll umgesetzt
  • Sound-Stein mit passender Vertonung
  • Nostalgischer Look
  • Das eigene Handy klingt im Retro-Kofferradio plötzlich gut
  • Scheibe nicht durchgängig vor der Frequenzskala

Benotung 🎵

Gesamtnote: 10
  • Umfang & Bauspaß: 10
  • Optik & Farben: 10
  • Figuren:
  • Bespielbarkeit: 7
  • Preis/Leistung: 8

Von 1 (mau) bis 10 (wow)

Eure Meinung!

Wer liebäugelt bereits mit dem nostalgischen Kofferradio? Habt ihr vielleicht noch ein Original daheim? Was haltet ihr überhaupt von der Idee, dass LEGO ein 70er Jahre Radio ins Programm nimmt? Lasst uns in den Kommentaren gerne ein wenig plaudern!

André Micko

LEGO Technic und Speed Champions Sammler, MOC-Tüftler – alles ist in Bewegung

8 Kommentare Kommentar hinzufügen

  1. Super cool! Wenn das Radio nur aus Steinen wäre, also ohne Funktion, dann wäre es sicher auch toll, aber was Lego in letzter Zeit ab technischen Innovationen abliefert ist einfach total spannend, ich möchte das Radio auch haben und an den See fahren und den Sommer genießen! Schön auch, wenn man gar nicht so viel erwartet und dann total überrascht ist, das ist für mich der Zauber von Lego, weil es manchmal Sets gibt, die man gar nicht auf dem Schirm hatte und die dann beim Zusammenbau so viel Spaß machen, dass man es nicht glauben kann. Ich erinnere mich da gerne an den großen weißen Porsche!

  2. Also ich finde, hier hat LEGO eine enorme Chance vertan. Was sprach denn dagegen, sich mit einem DAB-Radiohersteller zusammen zu tun und das Ding wirklich funktionierend zu präsentieren? DAS wäre ein Hammer gewesen, so ist es einfach nur ein weiteres unnützes Stehrümchen. Schade.

  3. Wie kommt es zu der Gesamtnote von 10?
    Bei gleicher Gewichtung wäre 35/4= fast 9, oder wo ist mein Rechenfehler?

  4. vielleicht kann man den Innenraum für einen dieser kleinen Lautsprecher togo umbauen ?!

    • Togo? Meinst du so kleine Bluetooth-Lautsprecher? Die Tiefe ist das Problem mit knapp 3 Zentimetern (zumindest wenn der Deckel noch draufpassen soll). Wenn man einen relativ kleinen findet, könnte man von außen Lautstärke usw. regeln. Wär schon praktisch. Dann noch ein kleiner USB Anschluss an der Seite zum Laden 🙂

  5. genauso … jbl hat einen mit 4,1 cm … Loch in der Rückwand ;)) hab noch keinen dünneren gefunden

  6. PS. Der Beitrag ist wie immer toll geschrieben (besonders die strikte Orientierung an Fachbegriffen 😉 ) und die Fotos mit Kaffeekanne sind äußerst passend.
    Top!

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