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LEGO Ideas 21348 Dungeons & Dragons: Red Dragons Tale im Review

Ein Dungeon und ein Dragon | © Jonas Heyer

LEGO Ideas 21348 Dungeons & Dragons: Red Dragons Tale im Review – Von Zauberern, Gnomen, Zwergen, Orks und roten Drachen in alten Bergruinen!

Geschichten verbreiten sich schnell im Lande. Meistens ist an ihnen nicht viel Wahrheit dran. Der Ritter, der ein Untier in den Ästen des Finsterwaldes bezwang und es herabtrug? Ja okay, Richard hat die Katze vom Baum gerettet. Aber als die Leute in den Wirtshäusern vom Auftauchen eines unheimlichen Fremden in schwarz-rot gehüllt und einem Drachen, welcher sein Ei vermisst, sprechen, werden Kämpfer und Banditen aus aller Welt hellhörig. Vier von Ihnen versammeln sich und ziehen zur alten Hafenspelunke “Inn Plain Sight” um mehr herauszufinden. Ehe sie es sich versehen, stecken sie bis über beide Ohren in einem Abenteuer…

In unserem heutigen Review schauen wir uns das neue LEGO Dungeons & Dragons Set 21348 Red Dragons Tale an. Im April frisch erschienen handelt es sich hierbei um die Einführung einer neuen Lizenz mit der beliebten Dungeons & Dragons Rollenspiel-Reihe. Nun wurde dazu ein LEGO Modell unter dem Banner der Ideas Reihe herausgebracht.

Die Vorlage Dungeons & Dragons (D&D) selbst ist ein interaktives Rollenspiel, bei welchem die Spieler ihrer Kreativität freien Lauf lassen und eine Geschichte während des Spielens erzählen. Dabei entscheiden die Würfel, wie die Geschichte weitergeht und was geschehen wird. Es gibt den sogenannten “Dungeon Master”, welcher gewissermaßen der Erzähler der Geschichte ist und die anderen Spieler, welche in die Rolle eines Helden schlüpfen. Wie der Titel verrät ist das Setting im Fantasy-Bereich angesiedelt und es existiert bereits seit 1974 offiziell.

Hier ist vielleicht ein guter Zeitpunkt um anzumerken, dass ich selbst kein D&D-Spieler bin und leider auch in der Kürze der Zeit keine Spieler um mich sammeln konnte um selbst zu lernen, wie es geht. Das bedeutet, dass dieses Review eher aus der Perspektive eines LEGO Fans oder spezieller eines LEGO Castle Fans erfolgt, als eines D&D Experten. Jedoch konnte ich mit zumindest ein paar D&D Fans sprechen, um mir ein Bild zu schaffen, was die Zielgruppe so denkt.

In Deckung du Narr!

Also dann, schauen wir uns dieses neue Modell an und erkunden, welche Abenteuer auf uns warten…

Die Eckdaten

Umfang und Zusammenbau

Wir haben in diesem Set 3745 Teile und damit baut man natürlich eine Weile. Wie lange vermag ich gar nicht so recht zu sagen, da ich das Set über zwei Abende gemeinsam mit meiner Freundin gebaut habe. Sie wird mir hier ebenfalls mit ein paar Gedanken ihrerseits aushelfen und mir als zweite Meinung dienen.

Das Design der vier Anleitungsbücher von Fan-Designer Yu Chun-Te

Zu den Teilen selbst ist zu sagen, dass wir von kleinen 1×1 Fliesen bishin zu großen Felselementen alles dabei haben, die gesamte Palette quasi. Während der Drache und die anderen Kreaturen etwas “fuddelig” zu konstruieren sind, mit vielen Kleinteilen, so nutzt das Hauptmodell doch eine gute Mischung aus normalen Steinen und Platten. Was ich noch sagen muss ist, dass dieses Modell ein tolles Aufbauerlebnis bietet, eben weil hier für jeden etwas dabei ist und auch darauf geachtet wurde, dass es zwischendrin nie langweilig wird. Man baut ein Stück Gebäude, dann eine Kreatur, dann einen Kerker, wieder eine Kreatur, den Turm und zum Schluss den Drachen. Abwechslung gibt es hier genug.

Vorstellung des Fan-Designers Lucas Bolt

Außerdem gibt es im Prämien-Center, sofern ihr LEGO VIP seid, ein “Abenteuerbuch” mit einer Anleitung, wie man D&D mit diesem Modell spielen könnte. Dieses Buch könnt ihr kostenlos als PDF herunterladen. Wollt ihr es jedoch in gedruckter Form, so kostet euch das 2700 VIP Punkte. Ich bin ehrlich gesagt der Meinung, dass dieses Buch dem Set hätte beigelegt sein MÜSSEN.

Vorstellung des Grafikdesigners der Anleitung

Ich bin nun wahrlich kein Lizenzenmensch aber die D&D Lizenz macht per se sehr viel Sinn für eine Partnerschaft mit LEGO. Kreativität steht bei beidem im Fokus und die Idee eine Geschichte spielerisch zu erzählen anhand eines LEGO Modells mit der ganzen Familie ist eine großartige Idee. Es passt in meinen Augen einfach gut zusammen. Die Anleitung selbst ist auch mit einer Menge an charmanten Artworks verziert und gibt einen Überblick über die Geschichte von D&D und die Kreaturen im Set. Es lohnt sich vielleicht hier mal auf der LEGO Website reinzuschauen.

Beispielseite für die Beschreibung verschiedener Monster

Negativ sind natürlich, wie so oft, die Sticker. Es sind allerdings für die hohe Teilzahl wirklich eine überschaubare Anzahl, von denen jedoch drei auf Bücher geklebt werden müssen, was doch schon Konzentration erfordert.

Die Minifiguren

Richtige Minifiguren gibt es in diesem Set sechs Stück. Wir haben unsere vier Helden, den Gasthausinhaber Alax Jadescales und den bösen Magier Ervan Soulfallen. Für alle Figuren mit Ausnahme des Gasthausbesitzers gibt es ein paar verschiedene Zubehörelemente und vor allem je eine weibliche und eine männliche Variante für den Kopf.

Meine Freundin und ich haben die Helden nach unserem Geschmack zusammengesetzt. Wir finden es beide sehr schön, dass hier jeder die Möglichkeit hat seinen Charakter etwas anzupassen. Das erinnert mich auch sehr an die Legenden von Andor, ein Brettspiel, welches ich gern spiele.

Beginnen wir mal mit dem Zwergen-Kleriker. Dieser geweihte Amtsträger kommt aus den Minen des Zwergenreiches und segnet dort normalerweise Minenarbeiter, um sie vor dem Zorn der Berggötter zu schützen. Doch als er einen alten Magier in blauem Gewand in den Nebelbergen traf, welcher ihm von einem riesigen roten Drachen auf der Suche nach seinem Jungtier und einer geheimnisvollen Turmruine erzählte, machte sich der Geistliche auf die beschwerliche Reise, um die Gefahr für sein Volk abzuschätzen.

Das Outfit ist farblich vibrant in türkis gehalten. Die Aufdrucke sind sehr detailreich und selbst seine Beine sind mit Panzerung verziert. Auf seiner Brust befindet sich ein religiöses Symbol der Zwerge, welches allerdings vom Bart verdeckt wird. Die weibliche Variante hat dieses Problem natürlich nicht. Mit seinen goldenen Schulterpanzern sieht er zwar etwas bullig für einen Mann der Kirche aus aber das soll uns nicht weiter stören. Seine Accessoires sind ein zwergentypischer Hammer und ein religiöses Symbol.

Unser nächster Held ist die Elfenmagierin, welche sich in blauem Gewand kleidet und mit einem neuen Haarteil daherkommt. Sie stammt aus den fernen Wäldern und folgte ebenfalls dem Ruf nach Hilfe aus den Menschenlanden. Sie studiert die Magie und erhofft sich eines Tages beim Zaubermeister Majisto zu lernen.

Die Aufdrucke der Elfenmagierin stehen denen des Zwergen in nichts nach, detailreich und wirklich gut gestaltet. Diese setzen sich natürlich auch auf dem Rücken fort. Ihre Ausrüstung besteht aus einem Zauberstab und einem Buch mit drei verschiedenen magischen Schriften. Diese sind sogar bedruckt, nicht aber das Buch selbst.

Meine favorisierte Figur in diesem Set ist aber unser nächster Held, der Gnomkrieger. Dieser mächtige Kämpfer ist auf der Suche nach Ruhm und Abenteuer losgezogen um den Drachen zu besiegen. Was er natürlich nicht zugeben würde ist, dass er vor allem hier ist um allen zu beweisen, dass Größe nicht alles ist.

Der Gnom trägt eine dicke Rüstung, welche kunstvoll geschmiedet ist. Vielleicht ja aus der mittelalterlichen Schmiede? Außerdem kann er zwischen zwei Schwertern wählen, dem Kurzschwert und dem Langschwert. Zusätzlich zu all dem bekommt er auch noch einen bedruckten Schild, welcher mit der Tentakelkatze verziert ist und vom Artstyle her sehr gut zu älteren LEGO Castle Themenreihen passt, was mir natürlich sehr gut gefällt.

Unser vierter Held ist der Ork Dieb und so richtig heldenhaft ist er nicht. Er ist auf dieser Reise eigentlich eher für die versprochene Belohnung. Doch auch wenn in seiner Brust nicht das Herz eines Ritters schlägt, so können sich dennoch alle auf ihn verlassen, schließlich wurde nicht im Voraus bezahlt.

Auch der Ork ist fantastisch detailliert gehalten und sein Outfit steht ihm ganz wunderbar. Eine dunkelblaue Kutte inklusive zugehörigem Stoffgewand hüllt ihn in eine mysteriöse Ausstrahlung. Seine Waffen sind die Armbrust und zwei Dolche. Damit ist er der ideale Kandidat um Gegner zu überraschen und lautlos auszuschalten.

Alax Jadescales ist ein Halbdrache und der Besitzer des “Inn Plain Sight”, dem Gasthaus am Fuße der alten Turmruine. Bei ihm kehren unsere Abenteurer ein, um sich nach Informationen umzusehen.

Sein Outfit ist großartig und eignet sich hervorragend für mittelalterliche Dorfbewohner. Es ist immer schön solche neuen Aufdrucke zu erhalten.

Die letzte Minifigur ist der finstere Magier Ervan Soulfallen und er ist natürlich ein Schurke. Wer hätte das bei dem Namen erwartet? Auch für ihn gibt es alternativ ein weibliches Gesicht.

Weiterhin gibt er sich als harmloser Dorfbewohner aus, wofür er eine alternative Frisur dabei hat. Ich muss aber ehrlich zugeben, dass mir dieser Look gar nicht gefällt. Dabei muss ich zu sehr an irgendwelche Marvel-Schurken denken.

Als Magier sieht er aber doch ganz cool aus und ist auch wie die restlichen Figuren sehr gut detailliert. Ich persönlich werde immer der Typ für gelbe Minifiguren sein und finde die hautfarbenen Kameraden irgendwie seltsam aber das ist Geschmackssache.

Nicht direkt Minifiguren aber auch enthalten sind drei Skelette. Sie tragen verschiedene Waffen und sind kleinere Gegner für unsere Helden. Da hätten wir einmal ein Skelett, welches eine vergiftete Klinge mit sich führt und derzeit auf dem Weg zum Schicksalsberg zu sein scheint.

Der zweite knochige Kamerad trägt eine Rüstung und führt ein elegantes Schwert mit sich. Sein Helm kommt hier übrigens das erstemal in Perlgrau vor. Das letzte Skelett im Bunde trägt einen zweifarbigen Umhang mit sich, welcher innen Lila und außen reflektierend ist, was ziemlich cool aussieht.

Die Monsterchen

Mehrere Kreaturen sind in diesem Set enthalten, welche die Szene mit Leben füllen.

Da haben wir zunächst den Eulenbären, ein gefährliches Raubtier, welches in den verwunschenen Wäldern um die alte Turmruine lebt. Es vereint die Stärke eines Bären und die tödliche Präzision einer Eule und ist somit ein ernstzunehmender Gegner für unsere Helden.

Das Tierchen ist ganz nett gestaltet aber erfindet das Rad nicht neu, was Bautechniken angeht. Wenn ihr mal einen der kleineren Ninjago Drachen gebaut habt, dann ist die Konstruktion doch recht ähnlich. Aber das Endresultat spricht für sich. Er sieht eulig und bärig aus.

Die Tentakelkatze ist noch weitaus gefährlicher, als der Eulenbär. Anders dieser spielt dieses Ungetüm nämlich mit dunkler Magie und kann so seine Angriffe verschleiern. Zu den Fähigkeiten dieses Tieres gehören neben der extremen Geschwindigkeit und den mächtigen Klauen auf seinen Tentakeln, auch, dass es das Licht biegen kann, um seine Feinde zu verwirren. Unsichtbar wird die Tentakelkatze dadurch nicht, aber sie kann vorgaukeln ein paar Meter weiter entfernt zu stehen, als sie es eigentlich tut.

Auch hier gibt es zu den Bautechniken nicht viel neues zu sagen. Dadurch dass die Tentaklekatze aber Noppen an den Füßen besitzt, ist es leichter sie in Posen am Modell zu stellen. Alles in allem ein gelungenes Tierchen, wenn auch zum Teil etwas instabil, sodass man gerne mal eines der Beine verliert. Zum Glück hat die Tentakelkatze sechs davon.

Ich habe dich im Auge!

Mein Favorit der kleineren Monsterchen ist der “Beholder” oder auch Beobachter. Und? Fühlt ihr euch schon beobachtet? Glaubt mir, dieser Kamerad hat euch im Auge. In mindestens einem davon. Der Beholder kann mit seinen zehn Augen auf Tentakeln und einem großen Auge in alle Richtungen gleichzeitig schauen. Niemand kann sich an ihn heranschleichen und auch wenn er farbenblind ist, so kann er im dunkeln perfekt sehen. Seine magischen Kräfte sind begrenzt telekinetischer Natur und natürlich kann er selbst schweben.

Ich… ich mag dieses Design einfach. Es trifft genau meinen Geschmack von comichaft übertriebenen Monsterchen, die die richtige Mischung aus unheimlich, lustig und voll von Charakter treffen. Dass die Augen, wie auch bei den anderen Monstern, bedruckte Elemente sind ist das i-Tüpfelchen auf diesem Design.

Bei diesen kleinen Pilzkreaturen handelt es sich vermutlich um Myconiden. Diese sind in der D&D Welt friedliebende Kreaturen, welche gerne an schattigen Plätzchen die Welt genießen.

Der sogenannte “Gelatinous Cube” oder auch Gallertwürfel im Deutschen ist ein weiteres Monster, welches sich oft in engen Tunneln aufhält und den Weg versperrt. Es hat die Fähigkeit so gut wie alles in sich aufzulösen, was es zu einer gefährlichen Blockade macht, wenn es im Weg unserer Helden steht. Die LEGO Version ist so ziemlich genau das: Ein blauer transparenter Würfel, in welchem ein paar Teile der sterblichen Überreste ehemaliger Opfer des Untiers zu sehen sind.

Der rote Drache

Die mächtigste Kreatur ist aber natürlich der namensgebende Rote Drache, der in diesem Set natürlich nicht fehlen darf. Zunderheuler ist sein Name und das rote Drachendesign hat durchaus Geschichte in der D&D Storyline, wo er in verschiedenen Darstellungen immer wieder auftraucht. Es ist also eine durchaus naheliegende Wahl gewesen. Im originalen Fanentwurf war der Drache grün mit roten Flügeln als Anspielung auf den originalen LEGO Drachen aus dem Jahre 1993. Auch wenn mir als hartgesottenem LEGO Castle Fan natürlich besser gefallen hätte (speziell wenn wir das normale klassische LEGO-Grün nutzen würden) macht der Farbwechsel in meinen Augen Sinn.

Das Design ist auch durchaus sehr gelungen. Er ist rot, er ist groß und er stellt den mächtigen Endboss unserer Abenteurer dar. Bautechnisch betrachtet gibt es einige Parallelen zu den allzeit beliebten Ninjago-Drachen. Tatsächlich ist die Konstruktion hier wirklich nah an den Ninjago-Modellen, von welchen ich auch bereits den ein oder anderen bauen durfte. Wichtigster Unterschied ist, dass der Kopf gebaut ist und keine Formteile verwendet. Man sieht es nur schwer unter seinen grimmigen Hörnern aber tatsächlich besitzt der Drache aufgedruckte Augen. Natürlich speiht das Ungetüm Flammen und auch seine Hauer sind durchaus beachtlich.

Der gesamte Körper ist detailreich gestaltet und rein optisch betrachtet habe ich hier nichts zu kritisieren, abseits von ggf. der Lücke zwischen Schweif und Körper. Diese hat aber natürlich den Grund, dass der Schwanz beweglich sein soll.

Beweglichkeit ist aber auch direkt ein gutes Stichwort. Während der Drache mit beweglichen Flügeln, Schwanz, Beinen, Nacken und Kopf, sowie Klauen, eine Menge an beweglichen Punkten mit sich bringt, so hat er ein paar Probleme hinsichtlich der Posierbarkeit. Leider sind sowohl Kopf, als auch Schwanz so schwer, dass sie mit den Kugelgelenken einfach nicht in Potition halten, weshalb der Drache meist nur betreten nach unten schauen kann. Für ein optisch so tolles Modell ist das wirklich schade.

Auch gestaltete es sich zumindest für mich als schwer den Drachen auf der Turmruine ordentlich zu positionieren und auszubalancieren, um den beworbenen optischen Effekt zu erzielen, wo der Drache wirklich cool auf dem Gemäuer sitzt.

Interessante Teile sind neben den Augen, welche auf “2×2 Wedge-Plates” gedruckt sind auch die Flügel. Bei denen handelt es sich um Stoffelemente, analog zu den Segeln aus Piratenschiffen.

Die alte Turmruine

Kommen wir mal zum Hauptbestandteil dieses Sets, der alten Turmruine am See. Diese wird “modular” gebaut und besteht aus der Taverne, der Brücke und dem Turm des Magiers. Beginnen wir mal dort, wo unsere Helden zusammenkommen, in der Taverne Inn Plain Sight

Neben der Tatsache dass der Name dieses Lokals natürlich ein absoluter Brüller ist, finde ich auch das Design sehr schön gemacht. Das Haus ist erstaunlich simpel konstruiert aber das Ergebnis ist wirklich gut. Speziell das angewinkelte Fenster über der Tür. Die Tür selbst ist noch ein verhältnismäßig neues Element, welches erst vor einem Monat mit dem mittelalterlichen Stadtplatz erschien.

Linkerhand finden wir einen kleinen Steg, an welchem Boote anlegen können. Hier lagern in Kisten auch Güter aus fernen Ländern, wie Kirschen und grüne Pepperoni.

Der Schornstein sieht sehr gut aus, ist aber etwas fuddelig und langwierig zu konstruieren, da er doch repetitiv und kleinteilig gebaut wird.

Ein Schild weißt das Gebäude als Inn Plain Sight aus. Außerdem scheint Sauron auch sein Auge hier zu haben. 😉

Kommen wir nun zum wohl kontroversesten Part dieses Sets (neben dem Preis) und zwar die Farbwahl des Daches. Ich will es kurz machen: Farbfragen sind immer Geschmackssache aber es scheint als habe diese Entscheidung nur den Geschmack weniger Leute getroffen. Persönlich verstehe ich sehr gut, warum die Farbe von Dunkelrot zu einem helleren Ton gewechselt wurde, speziell da im Gegensatz zum originalen Entwurf der Drache hier ebenfalls rot ist.

Für etwas mehr Farbe an LEGO Modellen bin ich an sich auch immer zu haben und das Blau finde ich am Dach ganz toll. Selbst das Lila funktioniert für mich. Aber… beide zusammen? Ich weiß nicht… Es ist keine ansprechende Kombination in meinen Augen. Ich finde man hätte hier einfach beim Blau bleiben sollen.

Im Inneren ist überschaubar viel Platz. Dennoch gibt es hier das ein oder andere Detail.

Angeblich gibt es hier ein wirklich leckeres Chilli-Hähnchen, welches man probiert haben muss!

Auch an den Wänden gibt es mit Stickern gelöste Details zu sehen und scheinbar vermisst auch hier jemand seine Katze… ich hoffe sie wird gefunden. 😔 Weiterhin sehen wir hier weitere Helden, die ebenfalls ihre Reise in dieser Taverne begannen.

In der oberen Etage gibt es ein Gästzimmer, welches auf den ersten Blick ganz unscheinbar wirkt. Doch hier sitzen die Mimiks oder auch Lurker genannt. Diese Monster können sich als alle Art von Gegenständen tarnen und aus dem Hinterhalt attackieren.

In diesem Fall haben sie sich für ein Bett und eine Schatztruhe entschieden. Man erkennt sie glücklicherweise an den Augen. Diese sind auf die Seiten von 1×1 Platten gedruckt.

Nachdem unsere Helden sich in der Taverne gestärkt haben, sind sie bereit loszuziehen in ihr Abenteuer. Direkt neben dem Gasthaus gibt es ein kleines Geheimfach im Boden, in welchem wir einen Schlüssel und etwas Gold finden.

Gehen unsere Helden weiter, so finden wir die lokale Flora um die alte Ruine. Hier gibt es Platz um die enthaltenen Monsterchen zu platzieren. Laut Story soll sich hier der Eulenbär finden. Momentan sitzen hier aber nur ein paar Spinnen.

Hier treffen wir aber ein weiteres Fabelwesen, den Ent. Dieser sollte neben D&D Fans auch Herr der Ringe Fans ein Begriff sein. Baumbart hier hat ein bedrucktes Gesicht, welches er normalerweise hinter den Blättern seiner Äste verbirgt. Sicher kann er unseren Helden weisen Rat auf dem Weg geben. Der Ent kann auch abgenommen werden, allerdings steht er alleine einfach nicht wirklich gut. Mit genug Arbeit bekommt man ihn zwar ausbalanciert aber ich glaube nicht, dass das der Fokus hier war.

Bevor wir uns in die Ruine selbst begeben erkunden wir noch den Strand. Am Turm schlängeln sich die Tentakel eines Seeungeheuers nach oben und die Wand hier birgt ein weiteres Geheimnis.

Hinter der abnehmbaren Felswand befindet sich eine Tür, welche in die Verließe (Die Dungeons zu unseren Dragons) führt. Die blau leuchtende Türklinke lässt mich glauben, dass wir um hier weiterzukommen, auf die Hilfe unserer Magierin angewiesen sind. Das sehe ich als nette Idee an, um ein wenig kreative Energie in die Köpfe der Baumeister zu setzen.

Aber wir wollen nichts überstürzen. Wer weiß, welche Geheimnisse in den finsteren Verließen lauern? Deshalb nehmen unsere Helden zunächst die Treppe hinauf unter die Brücke.

Linkerhand unter der Brücke gibt es eine weitere Spinne und in der bestickerten Höhle hinter ihr scheint ein Mimik zu wohnen.

Unter der Brücke gibt es eine kleine Feuerstelle und ein Versteck, in welchem sich zusätzliche Ausrüstung in Form eines weiteren tollen bedruckten Schildes und zweier Zaubertränke befindet.

Auf der schön gestalteten und angewinkelten Brücke angekommen machen sich unsere Helden weiter zum Turm. Der Ruinen-Look ist wirklich gelungen und die zwei Aufkleber mit Drachenköpfen sorgen für Atmosphäre.

Der Turm ist cool gestaltet, auch wenn seine Showseite definitiv diese hier ist. Da es sich um eine alte Ruine handelt, ist das Gemäuer weggebrochen, sodass wirklich wenig mehr als eine Frontwand bleibt. Das finde ich an dieser Stelle etwas schade, gerade angesichts des doch recht hohen Preises.

Durch diese Tür gelangen wir ins Innere der Ruine. Die Gestaltung hier gefällt mir ausgesprochen gut, mit gefärbtem Glas über dem Eingang. Fantastisch!

Hier können wir einen Blick auf das Modell von hinten werfen. Die einzelnen Räume sind meiner Ansicht nach sehr sinnvoll miteinander verbunden. Es gibt drei Wege in die alte Festung. Einen hinten in der Taverne, einmal durch die Felswand am Strand mit dem magischen Schloss und einmal über den alten Festungswall.

Wir nehmen nun doch den Weg, welcher durch die Verliese führt. Dort sehen wir, dass sich der Gelantinwürfel uns einen Strich durch die Rechnung machen möchte. Doch die Macht der Minengötter, welche der Zwergenkleriker in seinem religiösen Relikt trägt, sollte das Geschöpf schon vertreiben.

Nun könnte man fragen, warum unsere Helden denn diesen Weg gehen sollten, schließlich sind sie ja viel schneller im Turm, wenn sie sich über den Festungswall Zugang verschaffen. Nunja, was hilft es ihnen dem Drachen oder dem Magier gegenüberzutreten, wenn sie nicht gut genug ausgerüstet sind? In diesen Kellerräumen gibt es allerhand nützliches Equipment, welches unseren Helden auf der Reise sicher nützlich sein wird. Waffen, Zauberbücher, Zauberstäbe, all das und mehr findet sich hier unten.

Spannend sind auch die bedruckten Zauberspruch-Fliesen. Bei allen handelt es sich um neue Aufdrucke soweit ich weiß.

Klettern wir zudem eine Etage nach oben, gibt es noch ein weiteres Verließ hier, welches sogar abgeschlossen ist. Brauchen wir dafür den Schlüssel von vorhin?

Das Innere ist überschaubar aber laut Story, retten unsere Helden hier den Gasthausbetreiber aus den Fängen des finsteren Magiers.

Nochmal ein Blick auf den geheimen Raum nebenan mit dem Schild und den Zaubertränken, welche im ganzen Set in verschiedenen Farben verteilt sind.

Zurück in den Katakomben müssen sich unsere Helden gegen die Skelette, untote Schergen des Magiers, zur Wehr setzen. Zum Glück funktionieren unser Ork und der Gnomkämpfer schon wie ein eingespieltes Team und machen kurzen Prozess.

Unter der Wendeltreppe finden sich leuchtende Pflanzen. Das neue Farnelement in transparenten Glitzer-Rosa. Spannende Wahl aber wie Palpatine schon sagte: A surprise to be sure, but a welcome one. Es könnte sich um eine grobe Andeutung eines Dragontongue Mancatchers handeln, welcher ein eher obskures D&D Monster ist. Die Tür rechterhand ist übrigens mit einer Axt zugeklemmt, sodass sie sich nicht einfach öffnen lässt.

So, nun sind wir eingekämpft, ausgerüstet und bereit den Turm selbst zu betreten. In der unteren Etage scheint sich ein Drachenaltar zu befinden. Ein weiteres spannendes bedrucktes Element ist die grüne Kugelm auf welcher ein schlafender Drache abgebildet ist.

Hier liegt auch ein weiterer Schlüssel. Einfach so. Unbewacht…

Ein gemeiner Streich. Versucht man, den Schlüssel an sich zu nehmen, öffnet sich eine Falltür. Jedoch fällt man nicht selbst hindurch, sondern seine Verbündeten verlieren den Boden unter den Füßen. Zum Glück hat der Ork blitzschnelle Reflexe. Sonst hätte ihn die Tentakelkatze erwischt.

Nachdem wir das geschafft haben, geht es weiter hinauf.

Hier scheint das Zimmer des finsteren Magiers zu sein. Die kleine Zauberwerkstatt ist simpel aber charmant eingerichtet und hier findet sich alles, was ein Zauberer so brauchen könnte. Ein Kessel, Kerzen, Schriftrollen und sogar ein außerirdischer Kristall. 😉

Die Totenschädelkerze hat auch ihren Charme.

Und hier ist er! Der finstere Magier Soulfallen! Er scheint ein Ritual zu betreiben, doch als sich die Helden nähern, verschwindet er in einem knall aus grünen Flammen. Was die Helden hier finden ist ein Raum voller grüner Kerzen. Und zwischen diesen liegt ein Ei…

Doch als der Gnomkrieger sich als erster traut das Ei zu berühren ertönt ein mächtiges Röhren! Der Feuerdrache ist gekommen!

Nun gibt es kein zurück mehr! Was werden unsere Helden tun?! Zurück können sie nicht mehr. Ihr einziger Weg führt hinauf! Der Gnomkrieger stellt sich schützend vor seine Freunde, der Zerg greift an sein Cruzifix und der Ork sieht sich nach Wegen vom Turm um.

Doch gerade als alles verloren scheint, hebt die Magierin ihren Zauberstab. Der Macht eines Feuerdrachen wäre nur der Zaubermeister Majisto in einem Kampf gewachsen, doch er hatte ihr gelehrt, dass der beste Kampf der ist, der gar nicht erst stattfindet. Und so nutzt sie ihre magische Kraft, um mit dem Drachen zu sprechen. Sie erklärt dem Drachen, wer in Wahrheit sein Ei gestohlen hat. Wütend und tobender nimmt der Drache sein Ei an sich und macht sich davon um Rache am finsteren Ervan Soulfallen zu nehmen!

Unsere vier Freunde machen sich auf zurück ins Wirtshaus. Doch ob sie schon in Sicherheit sind?

Damit habt ihr alles an diesem Set gesehen, aber noch lange nicht alle Geschichten gehört, die man damit erzählen kann. Ich habe im Rahmen dieses Reviews sehen können, wie gut diese Lizenz zu LEGO passt und wie gut sie sich in die LEGO Welt einbindet. Um das Abenteuer abzuschließen komme ich nun noch zu einem Fazit.

Vergleich mit dem eingereichten Entwurf

LEGO 21348 Ideas Dungeons and Dragons

LEGO 21348 Ideas Dungeons and Dragons | © LEGO Group

Ich möchte noch kurz einen Vergleich mit dem eingereichten Entwurf führen. Mit kurz meine ich hier auch kurz, denn allzu viel gibt es nicht zu sagen und es ist auch nur das Offensichtliche: Der Drache und die Farbe des Daches der Taverne sind die großen zu nennenden Unterschiede. Davon kann man halten, was man mag. Mir gefällt, dass das Design aufgehellt wurde und weniger düster wirkt. Ich hätte den Drachen gerne in grüner Farbe mit roten Flügeln gehabt. Ich könnte mir aber vorstellen, dass die Änderungen im Design des Drachen vorgenommen wurden, um ihn stabiler und abnehmbarer zu machen.

Das vom Fandesigner eingereichte Modell. | © Lucas Bolt

Auch zur Dachfarbe habe ich meinen Senf bereits abgegeben: Blau – super, klasse Idee, Lila – okay, kann man machen, beides zusammen – meh das beißt sich dann doch.

Vielen Dank an die LEGO Group, die uns dieses Set für unser Review zur Verfügung gestellt hat. Der Artikel gibt jedoch ausschließlich meine persönliche Meinung wieder.

Fazit: 21348 Dungeons & Dragons: Red Dragons Tale

Dieses Set ist eine gelungene Feier für LEGO Dungeon&Dragons. Alle D&D Spieler deren Meinungen ich zum Vergleich eingeholt habe, waren überzeugt von den vielen kleinen Details. Meine Feundin, mit der ich das Set gebaut habe, meinte sogar, dass sie den Preis gar nicht mal schlecht findet, speziell da man das Set mithilfe der PDF als Dungeons&Dragons Spielfeld verwenden kann.

Hier kommt dann aber der LEGO Castle Fan in mir, der sich doch etwas mehr erhofft hätte. Es gibt einfach einige kleinere Kritikpunkte, die sich dann doch summieren. Die Sticker störten mich diesmal gar nicht, speziell da wir einige neue Aufdrucke bekommen, sie seien aber kurz erwähnt, da sonst das Internet eskalieren würde. Nein, ich spreche von Designentscheidungen wie der gewöhnungsbedürftigen Farbkombination am Dach und dem wirklich recht skelettierten Turm.

Außerdem finde ich auch, dass das Modell zuweilen unruhig wirken kann, da es doch sehr viel “Gewusel” ist, speziell wenn alle Monster auf dem Modell sitzen. Die größten Schwächen sehe ich aber in dem was das Set eigentlich überzeugend liefern sollte: Dem Drachen. Die schwachen Kugelgelenke schränken die Posierbarkeit in einem ärgerlichen Maße ein und es gibt keine wirklich gute Position, die ich gefunden habe, wie man das Tier auf die Ruine setzen könnte, ohne dass es sich wacklig anfühlt.

Dem Gegenüber steht aber ein wirklich storytechnisch durchdachtes Modell mit einer sehr schönen Optik. Außerdem sollten die vielen kleinen Details nicht auch als positiver Punkt unerwähnt bleiben, sowie ihre Bedeutung für echte D&D Kenner. Es ist beeindruckend, wie viele Ideen aus dem bekannten Tabletop-Game in dieses Modell geflossen sind und alle wurden (abgesehen von den eben genannten Schwächen) schön umgesetzt. Der Drache, den ich gerade noch recht hart kritisiert habe, hat ebenfalls eine fantastische Optik und gefällt mir aus dieser Hinsicht richtig gut. Weiterhin kommen aufwendig gestaltete Minifiguren hinzu. Das Bauerlebnis ist zudem sehr abwechslungsreich und eigentlich nie langweilig.

Also was sage ich denn nun? Solltet ihr dieses Set kaufen oder nicht? Nun… ich weiß es nicht. Das müsst ihr für euch entscheiden, ob euch was ihr seht das Geld wert ist. Ich hoffe, dass euch meine Fotos und Beschreibung bei dieser Entscheidung helfen können. Die positiven Aspekte überwiegen definitiv die negativen, aber auf der anderen Seite sollten Sets dieser Preisklasse näher an Perfektion kommen, als ich es über dieses Modell sagen kann.

Ich hätte mir dieses Set selbst wohl nicht gekauft, obgleich ich anerkenne, dass es ein schönes wenn auch teures Modell ist. Es an sich nüchtern betrachtet sogar ein sehr schönes Modell, welches mit einer wirklich LEGO-passenden neuen Lizenz daherkommt. Es kommt für mich nur nicht an die Großartigkeit der Löwenritterburg oder des Mittelalterlichen Stadtplatzes heran…

Und was ist mit Erwan Soulfallen? Nun… hoffen wir, dass er eine gute Haftpflichtversicherung hat, sollte auch nur ein Kratzer am Ei des Drachen sein.

Bewertung

Positiv Negativ
  • Sehr spaßiges Bauerlebnis
  • Schönes Displayset
  • Tolle Minifiguren
  • Als “Spielbrett” für D&D nutzbar
  • sehr durchdachtes Layout
  • viele “Versteckte Details”
  • Etwas unruhig
  • Drache nicht zu gut in Pose zu bringen aufgrund der zu schwachen Gelenke
  • Preis ist zu hoch
  • Sticker

Benotung 🎵

Gesamtnote: 7
  • Umfang & Bauspaß: 10
  • Optik & Farben: 7
  • Minifiguren: 8
  • Bespielbarkeit: 10
  • Preis/Leistung: 5

Von 1 (mau) bis 10 (wow)

Eure Meinung!

Ich hatte nun Gelegenheit euch lang und breit zu erklären, was ich von diesem Set halte. Jetzt seid ihr gefragt! Was denkt ihr über das Modell? Landed es in eurer Sammlung? Was gefällt euch daran oder was gefällt euch eventuell auch nicht? Sagt es mir in den Kommentaren!

Jonas Heyer

Geht mit Johnny Thunder auf die Suche nach den Schätzen der LEGO Geschichte. Von den Gewässern Redbeards geliebter Karibik, über die Helden des Westens, bis hin zu den tapferen Rittern von Richard Löwenherz!

17 Kommentare Kommentar hinzufügen

  1. Ich würde zu gerne mal ein Review zum “mitgelieferten” Abenteuer sehen. Das ist ja leider nur in englischer Fassung erhältlich.

    • Hallo Susemiel, ich kann schauen ob ich in naher Zukunft dazu komme, das Ganze ins Deutsche zu übersetzen. Dann könnten wir es hier für die Leser anbieten. Versprechen kann ich es nicht, dass mir das die nächsten Tage möglich sein wird aber ich schaue mal, was sich machen lässt 🙂

    • Kommt das Abenteuer eigentlich auch ohne dieses Set aus? Oder wird da evtl. zu viel Interaktion mit dem Set betrieben (z.B. auslegbare Spielfelder speziell für Burg und Minifiguren, weniger Beschreibungstexte, da das Modell vor einem steht etc..)

  2. Im Prinzip stimme ich deiner Review zu und habe für mich, als D&D Unkundiger beschlossen, dass ich den Marktplatz neben meine Burg stelle und nicht das hier. Auch wenn mir das Modell zugegebenermaßen gefällt, aber für beides ist einfach kein Budget da, zumal ja noch die Rakete kommt…

  3. Bei allen Reviews, die ich mittlerweile gelesen und geschaut habe, bleibt mein ursprünglicher Eindruck erhalten: Wenn man kein D&D Fan ist, ist der Wert überschaubar. Das Modell wirkt irgendwie chaotisch, auch wenn einzelne Ideen ganz nett sind, gleichzeitig ist es aber eben zu teuer als generische Burg für Mittelalter-Fans.

  4. Durch die tollen Bilder ist das Review wieder mal ein absolutes Highlight! Mangels D&D-Bezug ist das Set nichts für mich, aber die Minifiguren sind toll.

  5. Lieber Jonas, ich gehöre zu den Unwissenden, hatte eigentlich von D&D nur mal so gehört. Danke fürs schöne und aufwendige Review. Mir hatte das ursprüngliche Set richtig gut gefallen – ich dachte an ein Einfügen in meine asiatisch angehauchte Abenteuerstadt. Mir gefällt auch das vorliegende Endergebnis recht gut – nun steht aber die Burg für mich eher im Mittelpunkt – also ist es mehr was für Mittelalterfans. Die Dachfarbe läßt sich in einem gut sortierten Legohaushalt 😉 sicher fix ändern, ich hätte da Vorräte an allem Möglichen. Der nun mobile Drache ist mir nicht so recht, wie der sich windende in der Vorlage – aber ich denke, das ist auch ein Zugeständnis an die begüterten Leute, die die lieben Kleinen mit dem Drachen um die Burg rennen lassen wollen. Sonst wäre es ja nur ein Ausstellungsstück.
    Allen die es wollen, viel Freude damit und nochmal danke für Deine Mühe!

  6. Es gefällt mir schon, und ich mag Famtasy. Mit D&D hab ich aber nichts zu tun, und wenn ich überlege dass ich für 40€ mehr die Große Burg der Löwenritter bekomme mit 20 Figuren, deutlich mehr Teilen, Tiere und alles bedruckt. Dann ist das Set hier für mich einfach zu teuer. Dann lieber doch die Burg oder den Marktplatz.

  7. Ich finde es ausgesprochen schade, dass Lego dem Set seinen D&D-typischen düsteren Look genommen und es Kinderzimmer-fiziert hat.

    Der Hintergrund ist klar: Nicht nur die Gaming-Nerds abgreifen, sondern alle anderen Kinder (und Eltern) gleich mit.

    Etwas mehr Nähe zu Original hätte dem Set gut getan.

  8. Als Rollenspieler seit Mitte der achtziger Jahre muss ich sagen, dass mich das Set sowohl begeistert, als auch enttäuscht.
    Ich bin zwar Midgardianer, seit 1985, aber natürlich hab ich damals auch(A)D&D, und anderes gespielt. Schon mit den ersten Burgen war der Gedanke da , sich Dungeons aus Lego zubauen. Tja kurz gesagt, das damalige Taschengeld floss dann doch eher in regelbuecher, Abenteuer und so manche liebevoll bemalte zinnfigur (von der damaligen Freundin und jetzigen Allerbesten Ehefrau von allen)

    Der Rede Fazit, das Set hat eigentlich alles, was ich damals gern gehabt hätte. Daher finde ich es als Lego Rollenspiel Kreuzung wirklich voll gelungen.

    Andererseits sind Burg und der neue Marktplatz um so viel besser, vor Allem, wenn man den Preis bedenkt.

    Ich würde es daher als letztes dieser drei Sets kaufen. Die angekündigte minifigurenserie könnte mich Möglicherweise umstimmen…. Zumindest Strand von zarovich muss ich haben, Castle Ravenloft könnte mein nächstes Moc werden….

  9. Jonas, 1000 Dank für Deine umfassende Rezension! So bekomme ich einen tollen Einblick in das Set und den Aufbau. So grundsätzlich gefällt es mir gut, ich finde das Dach in Lila und Blau im Unterschied zu Dir übrigens gelungen! Der Drache ist auch toll, der Körper wirkt auf mich gedrungener als bei den zwei Ninjago-Drachen, die ich besitze. Ich mag das ROT. aber ich war auch schon in den Dark Ages, als der klassische grüne LEGO Drache herauskam … Mich persönlich spricht die farbenfrohe Fröhlichkeit an. Dennoch werde ich erstmal weiter auf meinen Avengers Tower sparen. Wenn es tatsächlich Notre Dame gäbe, wäre das dann der nächste Kauf … Somit ist das Dungeons & Dragons-Set bei mir stark gefährdet, letztlich in der Kategorie “wäre nett” zu landen. An sich hätte ich eh keinen, wirklich keinen Platz mehr. Dank Deiner Review weiß ich nun, was für ein Gefühl es wäre, das Set hier zu haben, ganz herzlichen Dank dafür!!!

    • Grundsätzlich super interessantes Set für den Fantasy-Nerd in mir, leider viel zu teuer. Ich weiß, das kann man immer über alle Sets sagen (was bezeichnend ist), aber wenn ich 400 Euro in die Hand nehmen will und die Wahl zwischen der Löwenritter-Burg und dem hier hätte, fiele die Wahl auf erstere, die bringt einfach sehr viel mehr Value und runderes Design mit (ob man die beiden unbedingt vergleichen muss, weiß ich nicht, aber sie spielen grob in der selben Liga). Schade, weil das D&D set für meinen Geschmack natürlich den geileren Fantasy-Kram mitbringt, die Details im Inneren sind super nett, ich mag sogar die Dachfarbe, insgesamt überwiegt aber der Eindruck dass dieses Modell irgendwie “dünn” und chaotisch daherkommt.
      Hauptkritikpunkt von mir neben dem Preis ist aber der Drache. Dieser war im Original-Entwurf quasi das Ausschlaggebende Gimmick, wie er sich um den Turm schlängelt, das sah cool aus, war relativ unique und macht Sinn für ein Modell, was man ohnehin nur hinstellt. Für 200 Euro würd ichs mitnehmen und immer noch ein schlechtes Gewissen dabei haben, für knapp 400 sicher nicht.

  10. Ein großes Lob für diesen krass umfangreichen und detailreichen Artikel!

    Was das Set selbst betrifft ist mir der Preis leider viel zu hoch. Vielleicht ist da was mit Rabatten zu machen

    • Vielen Dank 🙂

      Da Ideas Sets erfahrungsgemäß ihren Weg in den freien Handel finden, wird es hier bestimmt irgendwann Rabatte geben. Wie hoch diese sein werden, ist aber schwer abzuschätzen.

  11. Als “alter D&D-Hase” (seit 1991) hatte ich große Hoffnungen für dieses Set und werde es mir wohl auch gönnen, sollte es mal rabattiert erhältlich sein. Die Idee, ein begleitendes und mit diesem Set zu spielendes Abenteuer zu entwerfen, das man sich digital auch kostenlos herunterladen kann, gefällt mir ebenfalls.

    Allerdings stören mich einige Details wie die unmögliche Dachfarbe so sehr, dass ich sie mit eigenen Teilen ändern müsste. Und schon sieht der UVP für mich zu hoch aus. Mit dem Wikingerdorf oder dem Ornithopter zeigt Lego, dass Sets nicht immer 10 Cent pro Teil kosten müssen und auch noch gut aussehen können, wenn man von den bunten Pins des Dune-Sets absieht.

    Zum Abenteuer kann man mehr im Review von OrkenspalterTV erfahren. Es ist wohl leider schlecht geschrieben und noch schlechter ausbalanciert (sprich die Machtstufe der Gegner passt nicht gut zur Machtstufe der Heldenfiguren). Ein Rollenspielabenteuer soll eine Herausforderung sein, die aber bestanden werden kann. Ist es zu trivial oder überleben es die Helden auf keinen Fall, ist es schlecht geschrieben. Hier drängt sich der Eindruck auf, dass es schnell hingehudelt wurde.

  12. Ich fand das Set zu bauen genial. Hat mir sehr viel Spaß gemacht. Speziell der Drache. Und es gab so viele Details zu entdecken.
    Steht jetzt schön unter einer maßangefertigten Haube auf einem Regal. Einfach ein tolles Set für einen D&D und Dungeon Crawler Nerd wir mich.

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