LEGO Icons 10332 Mittelalterlicher Stadtplatz im Review

Auf'm Bauernhof morgens kurz nach Vier, steht der Hahn auf'm Mist und brüllt wie ein Stier! | © Jonas Heyer

LEGO Icons 10332 Mittelalterlicher Stadtplatz im Review – Neuauflage eines Klassikers, Erweiterung einer Welt! Ein Ausflug in das Dorf Felsa.

Es ist bereits später Nachmittag im kleinen Dorf Felsa. Die Ansammlung von Gebäuden liegt am Waldrand in einem Tal und steht unter dem Schutz der Löwenritter, deren mächtige Burg am Horizont zu sehen ist. Auf dem Stadtplatz herrscht reges Treiben. Die Tischlerin hat neue Aufträge bekommen und ist gerade dabei den finalen Schliff an einem neuen Tisch vorzunehmen. In der Käserei kümmert sich die Tochter um den Käse, während ihre Eltern im Nachbardorf eine Kuh kaufen.

In der Weberei wird ein neuer Wandteppich für die Löwenburg gefertigt und die Wappenkünstlerin bearbeitet den Schild der Königin. Der Steuereintreiber Von Schwarzhagen ist außerdem heute in der Stadt, um die Abgaben der Dörfler einzuholen. Das weiß auch ein gerissener Dieb, der einer als besiegt geglaubten Bande angehört…

Im heutigen Review kehren wir zurück zu den Löwenrittern ins Mittelalter! Ritter in schweren Rüstungen, prachtvolle Burgen und kunstvoll geschmiedete Waffen sind natürlich das zentrale Thema seit die LEGO Castle Reihe im Jahre 1978 das Licht der Welt erblickte. Doch was wäre es wert beschützt oder erobert zu werden? Ein graues Gemäuer? Wohl kaum. Nein es geht um viel mehr, eine ganze Zivilisation, welche von den Rittern des Königs beschützt werden soll.

Und genau da ist das Set des heutigen Reviews einzuordnen. Der 10332 mittelalterliche Stadtplatz aus der LEGO Icons Reihe gibt uns erneut einen Einblick in das normale Leben im Mittelalter abseits von Belagerungstürmen und stählernen Rüstungen. Es ist jedoch nicht das erste Mal, dass LEGO diese Thematik bedient und so kamen bereits in den Anfangsjahren der Ritter ein paar Sets heraus, wie eine Taverne, ein Waffenverkäufer, eine Schmiede und sogar eine Stellmacherei. Doch die spannendsten Jahre sind 2009 und 2011. Speziell basiert das Set unseres heutigen Reviews lose auf dem Set 10193 Mittelalterlicher Marktplatz, einem der beliebtesten Modelle seiner Zeit.

Doch bietet die Neuinterpretation des Klassikers eigene Ideen? Schafft sie es die Atmosphäre und Qualität ihres Vorbildes einzufangen und dennoch etwas eigenes zu sein? Lasst uns das Dorf Felsa besuchen und uns auf dessen Stadtplatz umsehen. Ich hoffe ihr bringt etwas Zeit mit, denn das wird mal wieder ein langes Review…

Die Eckdaten

  • Name: Medieval Town Square / Mittelalterlicher Stadtplatz
  • Teilezahl: 3304
  • Minifiguren: 8
  • Tiere: 5
  • Retail-Preis: 229.99$ / 229.99€
  • Erscheinungsdatum: 01.03.2024 für VIPs, 04.03.2024 regulär
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Umfang und Zusammenbau

Beim Bau dieses Sets hatte ich sehr viel Spaß und mit knapp über 3300 Teilen war ich auch eine Weile beschäftigt. Während dieser Zeit kam nicht einmal das Gefühl von Langeweile auf. Die Anleitung beginnt mit ein paar Informationen und Details über das Set und hier wird dem Dorf auch der Name Felsa gegeben. Diese Details werden wir uns gleich selbst anschauen.

LEGO Icons 10332 Mittelalterlicher Marktplatz

LEGO Icons 10332 Mittelalterlicher Marktplatz | © LEGO Group

Der Karton ist leider schwarz und nicht im schönen klassischen gelben Look gehalten, wie ihn die Löwenburg hatte. Das ist etwas schade aber kein Weltuntergang, denn letztendlich soll der Karton ja nur das schützen, was drinnen ist. Da der Lieferdienst nicht sonderlich sanft mit dem Paket umgegangen zu sein scheint, musste meine Box auch dieser Pflicht nachkommen.

Der Bau erstreckt sich über zwei Anleitungen und ist wirft keine Fragen auf. Leider ist auch ein Stickerbogen enthalten, welcher insgesamt 15 Sticker umfasst. Hier wären mir bedruckte Elemente selbstverständlich lieber gewesen. Allerdings würde ich die Details, die durch die Sticker hinzukommen nicht missen wollen. Meiner Ansicht nach sollte bei den LEGO Icons Sets aber alles bedruckt sein, schließlich handelt es sich hier um Sammlersets für Erwachsene. Nun gut, mithilfe meiner Pinzette habe ich alles ordentlich und gerade verkleben können…

Die Minifiguren

Mit insgesamt acht Minifiguren ist die Szene recht belebt und wir haben eine schöne Anzahl an neuen Bauern und Handwerkern.

Unsere erste Minifigur ist der Steuereintreiber, ein geringer Adliger, der von größerer Macht träumt. Ich gebe ihm den Namen Albrecht von Schwarzhagen. Dieser Mann ist derjenige, der im Dorf natürlich nur recht ungern gesehen ist. Er ist hier, um die Steuern für den König einzusammeln und als solcher natürlich entsprechend kalt und herzlos. Seine Unbeliebtheit rührt aber nicht daher, dass er seine Arbeit tut, schließlich ist der König der Löwenritter im ganzen Land beliebt und die meisten leisten gern ihren Beitrag zum Wohlstand der Provinz.

Nein, es rührt eher daher, dass man Von Schwarzhagen schon lange der Korruption und des Diebstahles von Steuergeldern verdächtigt. Zwar konnte ihm das bisher niemand nachweisen aber von der Stadtwache weiß man, dass wohl des Öfteren Steuergelder abhanden kommen.

ist in ein lilafarbenes Gewand gehüllt, welches seine Wichtigkeit unterstreicht. Generell finde ich diese Minifigur sehr gut gelungen. Zum einen ist die Farbkombination aus Lila, Schwarz und Sandblau, mit Handschuhen in dunklem Beige, absolut perfekt. Zum anderen ist auch der Aufdruck einfach fantastisch, sowohl vorne, als auch hinten und Von Schwarzhagen kommt sogar mit einem neuen Beinaufdruck daher. Mit sich trägt er eine Feder und natürlich das Steuerbuch. Dieses ist leider ein Sticker, bildet aber ein altes Katalogbild von einem schwarzen Ritter ab. Ob wir diese Fraktion wohl auch noch als Remake sehen werden?

Der zweitgrößte Dieb im Dorf ist dieser Herr hier. Er gehört zur gefürchteten Wolfsbande, welche als besiegt und zurückgetrieben gilt. Doch was die Löwenritter nicht wissen ist, dass diese Gruppe von Banditen heimlich im Finsterwald ihre Stärke erneut sammeln. Sie stehlen und rauben Kaufleute aus, welche den Fehler machen in eben jenem Wald zu weit vom Weg abzukommen. Auch wenn ihre Festung gefunden und erobert wurde, so leben die verbeleibenden Mitglieder in Höhlen im Wald und warten auf ihren Tag erneut aus dem Schatten zu treten.

Die Rückkehr der Wolfsbande wurde bereits in der Bauanleitung der Löwenburg mit dem Satz “Diese Glocke hat die Aufgabe die Dorfbewohner zu warnen, sollten die Herumtreiber der Wolfsbande eines Tages zurückkehren…” angekündigt und nun ist es soweit. Das Remake der Figur ist auch sehr gut gelungen, er trägt einen dunkelbraunen Stoffumhang und eine Kapuze. Spannend ist aber in erster Linie sein Torsoaufdruck. Leider sind seine Beine unbedruckt, das wäre etwas gewesen, was ich mir noch sehr gewünscht hätte.

Das Emblem ist etwas modernisiert worden verglichen mit den Minifiguren aus 1992. Außerdem hat er einen Gürtel bekommen, mit Münzbeutel. Was mir besonders gut gefällt ist, dass ein grauer Pelz seinen Hals wärmt und wie gut dieser Aufdruck stilistisch zu den anderen neuen Versionen alter Ritterfraktionen passt.

Außerdem haben wir insgesamt fünf Dörfler, welche verschiedene Aufgaben in der Stadt übernehmen. Es gibt den Weber, die Gastwirtin, die Tischlerin und die Schildkünstlerin, sowie die Tochter der Käsemacher. Bis auf die Schildkünstlerin, deren Torso bereits in der Löwenburg vorkam, haben alle Figuren neue Aufdrucke auf ihren Oberkörpern, welche verschiedenste Mittelalterliche Gewänder zeigen. Alle sind ungemein nützlich, um Abwechslung in jede mittelalterliche Dorfgesellschaft zu bringen und ich freue mich sehr über die neuen Elemente.

Den Figuren wurden sogar ein paar kleine Hintergrundgeschichten gegeben. So wäre zum Beispiel die Schildkünstlerin lieber in der Zeit der Wikinger groß geworden. Die Eltern des Mädchens sind wohl in einem benachbarten Dorf, um eine Kuh zu kaufen für ihre Käseproduktion. Meine favorisierte Minifigur hier ist die Gastwirtin. Eine sehr schöne Figur, deren Kapuze zwar kein neues Element ist, aber wunderbar passt.

Die letzte Minifigur im Set ist der Hauptmann der Wache. Natürlich braucht das Dorf Schutz, sowie die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und dieser Mann ist hier, um sie zu gewährleisten. Es handelt sich um einen Soldaten der Löwenritter, wie wir sie ebenfalls bereits aus der großen Löwenburg kennen. Diesmal kommt er aber mit einem stolzen Schnauzbart daher. Das Gesicht darunter ist ein generischer Aufdruck, welchen wir zum Beispiel aus der City-Reihe kennen. Nach wie vor eine tolle Minifigur, von der man nie genug haben kann. Praktisch also, dass man sie im LEGO Steine&Teile Service nachbestellen kann.

Er ist mit einem Speer bewaffnet, ein Schild fehlt ihm leider.

Der Dorfplatz

Um die Gebäude herum ist natürlich einiges an Kleinkram zum Ausfüllen der Szene enthalten.

Hier haben wir zum Beispiel das Zubehör zu Tischlerwerkstatt. Es handelt sich um eine Drechselmaschine bzw. Holzdrehbank. An dieser fertigt die Handwerkerin gerade ein neues Tischbein an, mit welchem der Tisch versehen werden soll. Schön finde ich, dass sie den nun dreibeinigen Tisch zum Stabilisieren auf eine Stütze gestellt hat. Ein nettes Detail. Der Tisch selbst könnte simpler nicht sein und ich gehe davon aus, dass dieser nicht für die königlichen Speisesäle angefertigt wird. Vielleicht ja aber für die Käserei.

Hier befindet sich auch eine 1×2 Fliese mit einem Sticker, der die Abmessung eines Stuhls zeigt. Dieser Stuhl ist ebenfalls enthalten und es handelt sich um das gleiche Modell, welches wir im großen Saal der Löwenburg sehen. Ich mag diese kleinen Elemente, die die Modelle zusammenführen.

Außerdem haben wir hier noch einen Handkarren mit einem Fass, sowie einen Holzscheit mit Axt. Alles sind simple Elemente, die wir in dieser oder ähnlicher Form bereits in einigen älteren Sets sehen durften.

Dass der Karren nicht von einem Pferd gezogen wird und dass in dem Fass transparent-gelbe Fliesen zu finden sind, lässt den Schluss zu, dass es sich um einen Jauchewagen handelt. Wenn wir etwas wohlwollender sind, dann ist es aber ggf. auch nur ein Bierfass.

Der Marktstand ist eine Käsetheke und dieses Modell ist analog zum Marktstand aus der Löwenburg konstruiert, nur etwas breiter. Hier finden wir alle Arten von Käse durch verschiedene Elemente dargestellt und das gefällt mir unglaublich gut, muss ich sagen.

Etwas überraschend finde ich die Abwesenheit der bedruckten Käseecke. Aber einfache gelbe Teile machen sich ganz fantastisch als Käse.

Der letzte Bestandteil des Stadplatzes ist ein Baum. Dieser ist in braun gehalten, was abweichend zu den vorangegangenen Castle-Modelle der letzten Jahre ist, welche schwarze Bäume hatten. Dafür sieht er aber sehr gut aus und “in Person” wesentlich besser, als auf den Bilder, wie ich finde. Hier finden sich ein Frosch und verschiedene Pilze.

Interessant wird es aber, wenn wir uns die Plakate ansehen, die an zwei Seiten des Baumes angebracht sind. Es handelt sich um Sticker, die aber durchaus sehr gelungene Details einbringen. Das große Plakat warnt vor der Rückkehr des Fledermausgrafen Basil auf seinem Drachen. Es zeigt im Prinzip das Set 6007, allerdings erkennt man am Helm der Figur, dass es sich um die moderne Reinkarnation von Basil aus CMF-Serie 25 handelt.

Die beiden anderen Plakate sind ebenfalls super und beinhalten lustige Details. Rechts handelt es sich um einen Steckbrief, mit welchem der Bandit der Wolfsbande gesucht wird. Als Belohnung werden fünfzig der klassischen goldenen Taler ausgeschrieben. Das Element gibt es leider bereits seit 2011 nicht mehr, weshalb ich mich wundere, wie LEGO mich bezahlen möchte, denn ich habe den Dieb gefunden. Er hat sich in Tüte 12 versteckt. 😉

Das linke Plakat bietet eine Ziege zum Kauf an. Doch der Besitzer der Ziege scheint sie nicht richtig an den Mann bringen zu können, denn er musste den Preis von 40 Talern bereits auf 10 Taler heruntersetzen. Das ist natürlich eine Anspielung daran, dass Ziegen nun wieder für weniger Geld zu haben sind, dadurch, dass der Mould 2024 in LEGOs Teileportfolio zurückkehrte.

Die Handwerkskammer

Der erste Teil des Dorfes besteht aus drei Gebäuden, welche über Scharniere miteinander verbunden sind. Das sorgt dafür, dass das Gebilde vollständig geschlossen werden kann. Allerdings finde ich, dass der beste optische Effekt entsteht, wenn man die äußeren Gebäude leicht anwinkelt. Der Komplex besteht aus der Käserei, der Tischlerei und der Webstube. Alle drei Gebäude haben jeweils einen eigenen Stil und ein eigenes Farbschema. Es sieht zusammen einfach unglaublich stimmig aus.

Das Gebäude auf der linken Seite ist die Webstube und Bildwerkerei. Der Besitzer scheint in seinem Vorgarten Rüben und Kürbisse anzubauen (Kürbisse sind für die Zeit nicht ganz akkurat aber wir schauen darüber mal großzügig hinweg). Außerdem scheint er auch als Imker tätig zu sein.

Schon an diesem ersten Bauwerk kann man erkennen, wie viel Mühe sich die Designer mit diesem Set gegeben haben. Es ist quasi perfekt, simpel detailliert, farblich durchdacht, nicht zu düster und nicht zu unruhig. Das Fachwerk ist analog zur großen Löwenburg mit SNOT-Techniken gebaut. Das bedeutet, man stapelt 1×2 Bricks und Platten und dreht diese dann auf die Seite. Der optische Effekt dieser simplen Technik ist großartig. Die dunkelroten Fenster, sowie das braun gedeckte Dach hat eine tolle farbliche Synergie mit dem Weiß der Hauswand. An der einen Seite des Gebäudes befindet sich eine Tür in dunkelgrün.

Auf der anderen Seite ist ein Schornstein eingebaut. Das spannendste Detail ist aber das Dachfenster. Mit ebenfalls sehr simplen Techniken wurde hier das Strohdach leicht um das Bogenelement “gelegt” und mit Clips befestigt. Das sieht einfach super aus. Generell werden Fans der alten Sets im gesamten Stadtplatz ihre Freude an den Bautechniken haben, die aus recht einfachen Teilen für tolle optische Effekte entstehen.

Im Inneren des Hauses sehen wir die Bildwerkerei. Das spannendste Element fällt sofort ins Auge: Der Wandteppich. Es handelt sich um einen Sticker, was in diesem Fall aber sogar ein Vorteil sein kann, um das schöne Motiv gut nutzen zu können. (Der Sticker ist in der Grundversion des Sets “quasi falschherum” auf dem Teil)

Die Szene, welche auf dem Wandteppich dargestellt wird, ist an ein altes Katalogbild aus 1981 angelehnt, welches Set 375/6075 der legendären gelben Burg und Set 386/6083 Ritterturnier. Sie ist zwar nicht identisch zum Katalog aber es ist einfach ein fantastisches Design, auf welches ich nun schon länger starre, als ich zugeben möchte…

Die Bildwerkerei kann einfach aus dem Gebäude herausgenommen werden, um den restlichen Raum zu erkunden. Links sehen wir die Rollen von verschiedenfarbigem Stoff, welcher der Weber für seine Wandteppiche verarbeitet. Rechts gibt es eine kleine Kochstelle.

Das nächste Gebäude ist die Tischlerei. Diese dient als Verbindung zwischen der Weberei und der Käserei. Über der Eingangstür sehen wir das Emblem der Tischlerin und neben der Tür zwei Fackeln. Das Gebäude ist recht schmal, hat dafür aber zwei Etagen. Die erste Möglichkeit nach oben zu gelangen ist ein kleiner Ladekran, mit welchem Materialien auf dem Dachboden eingelagert werden können.

Der Kran wird über ein Zahnrad an der Seite des Gebäudes betätigt und der Mechanismus ist im zugeklappten Zustand von außen verborgen. Die beiden schwarzen Greifer neben dem Zahnrad haben auch jeweils eine Bedeutung. Der Greifer neben dem Zahnrad blockiert den Mechanismus, damit der Kran in Position hält auch bei schwereren Lasten. Der zweite Greifer hält die Leiter in die Dachetage in Position, welche wir gleich noch sehen werden.

Die Fenster dieses Gebäudes sind dunkelgrün und verfügen über (nicht-funktionale) Fensterläden. Das Dach hingegen ist simpler, als das der Weberei, jedoch finde ich es dennoch sehr gelungen. Es ist über SNOT-Techniken konstruiert und wird nur locker aufgelegt. Ähnlich wie beim Wikingerdorf kann dieses Dach also abgenommen werden, um ins Innere des Lagerraumes der Tischlerei zu schauen.

Im Inneren finden wir zwei Fässer mit Holzteilen, ein paar Bretter und eine Achse, sowie ein weiteres Wagenrad, zusätzlich zu dem, welches wir vorhin am Kran gesehen haben. Ansonsten gibt es nicht viel zu sehen abgesehen vom simplen Kranmechanismus. Die braunen Leiterelemente liegen auf einer Falltür, welche von außen gelöst werden kann. Es handelt sich um die ausklappbare Leiter zur Dachetage, denn unsere Tischlerin soll sicher nicht über den Kran hier hinauf kommen.

Diese Leiter führt uns nach unten in die Tischlerei. Die Drechselbank und den Tisch haben wir vorhin schon gesehen und theoretisch können diese Elemente hier eingesetzt werden. Dann ist die Tischlerei natürlich ganz schön voll und das macht das präzise Arbeiten sicher nicht einfacher. Dennoch gibt es hier noch zwei Einrichtungsgegenstände zu sehen: Einen Stuhl und die Werkzeugbank der Tischlerin.

Der Stuhl ist der vorhin bereits erwähnte Stuhl, welchen wir so in anderer Farbe auch in der großen Löwenburg im Speisesaal sehen. Sehr edel also und immer noch eine simple aber geniale Konstruktion. Der Tisch hält ein paar Werkzeuge, Messer und Axt für Holzarbeiten. Außerdem spendet eine Kerze Licht.

Der Brief ist leider nicht bedruckt. Zunächst hatte ich mich gewundert, warum hier nicht das bedruckte Element, welches wir aus Harry Potter und City kennen, verwendet wurde. Bei genauerer Betrachtung wird aber klar, was der Grund ist: Es gibt in diesem Set drei Briefe dieser Art und alle tragen verschiedene Stempel. Da haben wir das Emblem der Löwenritter (Vermutlich der Auftrag für neue Stühle im königlichen Speisesaal), das Emblem der Schwarzen Falken oder Adlerritter, sowie das Emblem der Schwarzen Ritter. Während wir die Löwen und Falken nun schon in mehreren Bausätzen hatten, kamen die Schwarzen Ritter noch nicht zurück. Rieche ich da ein weiteres Remake?!

Neben der Tür gibt es Platz für einen Schild, welcher sicher noch von der Schildkünstlerin bemalt werden soll, sowie Pfeil und Bogen.

Da es sich am besten an der frischen Luft arbeitet, ist die Tischlerei nach hinten offen. Dieser Eingang wird mit einem gebauten Stoffdach vor Regen geschützt. Hier findet sich ein Fass und ein Köcher für den Bogen, den wir im Inneren gesehen haben. Fässer, Stühle, Tische, Wagenräder und Waffen? Unsere Tischlerin ist ein echtes Multitalent! Ein Baum, Blumen und ein paar Pilze sorgen noch für etwas optische Abrundung.

Nun kommen wir zur Käserei. Während die Tischlerei aus Stein gebaut war, handelt es sich hier wieder um ein klassisches Fachwerkhaus. Das Farbschema ist Braun mit verschiedenen Beige-Tönen und ein paar farblichen Akzenten durch Blumenkästen und natürlich dem Schild, welches das Gebäude als Käserei ausweist. Mir gefällt auch, dass ein Fundament aus Stein hier angedeutet wurde.

Besonders spannend ist ein neues Element, nämlich die Holztür, welche in den Standard-Türrahmen passt. Interessant ist hier außerdem, dass diese Tür auf allen Livestyle und Produktbildern von LEGOs offizieller Seite in dunkelrot dargestellt wird. Im Set selbst ist sie allerdings braun. Vielleicht war die Farbe hier eine Last-Minute-Entscheidung? Aber gut, dann schauen wir uns doch mal im Inneren um. Unsere Minifiguren können die Tür nehmen, aber wir müssen das Gebäude aufklappen um ins Innere zu kommen. Um mehr Licht einfallen zu lassen, kann auch hier das Dach abgenommen werden.

Das Wort Käse wird hier definitiv groß geschrieben. Überall in dieser Küche sehen wir Käse, noch und nöcher. Unser Dorf heißt ja Felsa und ich nehme an, dass dies eine Anspielung an den Felsa Yehr, eine Sorte von würzigem Käse, ist. Neben dem Käse sehen wir auch einen weiteren Stuhl und eine Kochzeile.

Der Boden ist mit Steinfliesen ausgelegt und hier trinkt ein weißes Kätzchen Milch aus einem Eimer. Ein kleiner Tierhalter-Hinweis an dieser Stelle: Katzen sollten keine Mich trinken, da sie diese nicht richtig verdauen können.

Nach unserem Blick im Inneren schauen wir uns mal noch im Hinterhof um. Hier haben wir ein Gehege für die Tiere, welche die Milch bringen. In diesem Set ist leider nur eine Ziege enthalten und keine Kuh. Das hätte ich mir doch noch gewünscht.

Dafür handelt es sich aber um eine Ziege in einer neuen Farbe, nämlich dunkelgrau. Diese ist damit die dritte Variation des Tieres, welches 2011 erschien und erst dieses Jahr neu aufgelegt wurde. Immerhin hat das Tier hier alles was es braucht. Etwas Natur, eine Trinkstätte und natürlich einen Zaun, damit es nicht ausbüchst. Das Zauntor befindet sich neben der Vorderseite des Gebäudes.

Ich finde diesen Gebäudekomplex überaus gelungen! Alle drei Bauwerke haben ihr eigenes Farbschema und verschiedene kleine Kniffe beim Bau. Allerdings fühlt sich der Bau wirklich “wie damals” an, was meiner Meinung nach sehr schön ist.

Die Optik ist fantastisch und im Inneren gibt es viel Detail. Außerdem wurde hier auch mit helleren Farben gearbeitet, sodass kein düsterer Eindruck entsteht. So, nun habe ich aber Hunger… wie wäre es mit einem Abstecher im hiesigen Wirtshaus?

Das Wirtshaus

Unser zweites Gebäude ist dieses hier. Das Erste, was ich sagen möchte, ist, dass Fotos diesem Modell nicht gerecht werden, egal wie sehr ich es versucht habe. Das Farbschema des rechten Gebäudes sieht in Person wirklich sehr viel stimmiger aus.

Rechterhand befindet sich das Gasthaus. Dieses ist in Olivgrün und dunklem Beige gehalten. Doch die untere Etage ist aus braunem Holz gebaut. Die hellen Fenster setzen einen schönen farblichen Akzent und scheinbar hat hier auch jemand einen Kuchen zum Abkühlen auf die Fensterbank abgestellt. Na wenn den sich nicht die Vögel holen. 😉

Die Fensterläden sind leider über Sticker gelöst worden. Aber dafür ist das Dach wieder großartig gebaut, diese Bautechnik sehen wir am gesamten Gebäude.

Die Eingangstür der Gastwirtschaft ist erneut von Fackeln flankiert und über der Tür trohnt ein Ritterhelm mit zwei Axtköpfen. Das passt gut zum Namen des Gasthauses, denn es handelt sich schließlich um das Gasthaus “zur geborstenen Axt”.

Das passende Schild weist das Gebäude als solche auch aus.

Die zweite Hälfte des Gemäuers dürfte einigen farblich vielleicht bekannt vorkommen und natürlich handelt es sich hier um eine Anspielung auf das Guarded Inn, Set 6067, ein Fan-Favorit aus der klassischen Ritterreihe. Während sich das Original noch heute großer Beliebtheit erfreut und das natürlich auch mit Recht, finde ich es gut, dass sich hier nicht für ein Remake entschieden wurde, sondern der Architekturstil und die Farben nur darauf anspielen.

An das Gebäude schmiegt sich ein Wachturm, welcher dem Stil der großen Löwenritterburg nachempfunden ist. Das macht dieses Modell natürlich perfekt geeignet, um es neben das andere große Ritterset der modernen Ära zu stellen. Verbinden lassen sich die beiden Modelle zwar nicht über einen Clip oder Pin, aber ich denke, dass es hier ohnehin mehr Sinn macht, diese Sets einfach nur zusammen in einem Display zu haben.

Ein kleiner Baum wächst an der Seite des Gebäudes nach oben und in diesem sitzt ein Vogel in seinem Nest. Hier wurde ein Element verwendet, welche normalerweise Minifiguren als Bart dient.

Oben auf dem Turm hat der Wachmann einen guten Platz um das Geschehen in der Stadt zu überwachen und eventuelle Angriffe der Schwarzen Falken bereits von weitem kommen zu sehen.

An der Seite führt eine Treppe hinauf zum Turm und in das Gebäude. Hier sehen wir auch ein Schild für die Werkstatt der Schildkünstlerin, sowie eine Fackel.

Im Turm gibt es nicht viel zu sehen, nur eine Fledermaus hängt von der Decke. Oder ist es etwa? Basil? Bist du es? 😉

Aber schauen wir uns mal das Innere der Gebäude an.

Da hätten wir zunächst das Gasthaus. Das Innenleben ist simpel aber gemütlich. Ein Tisch mit einer Sitzecke ist der ideale Ort um eine Runde Schach zu spielen. Das Schachbrett selbst nutzt ein bedrucktes Teil, welches normalerweise in Musikboxen von LEGO Minecraft zum Einsatz kommt. Wenn die Party dann los geht, dann kann man das Bier… ähm… den Apfelsaft direkt vom Fass zapfen.

Steigen wir eine Etage nach oben, so sehen wir die Küche des Wirtshauses mit allerlei Küchenutensilien. Linkerhand befindet sich die Feuerstelle bzw. der Ofen zusammen mit Feuerholz, welches gefährlich nah an einer Kerze steht.

Tatsächlich finde ich es sehr schön, dass der Kuchen von der Fensterbank sogar in den Ofen passt.

Außerdem haben wir einen Tisch mit Baguette und einer Krabbe. Weiterhin finden sich hier ein Kelch und ein Messer. Die Krabbe mag etwas deplaziert wirken, da Meeresfrüchte nicht unbedingt typisch für das Mittelalter sind. Es könnte sich jedoch dabei auch um eine Flusskrabbe handeln. Weiter rechts finden wir dann noch einen Sack Mehl, einen Eimer Wasser, ein Fass mit einem Fisch und den LEGO Truthahn, welcher einst in der Belville Reihe herauskam. Das erklärt die etwas merkwürdigen Größenverhältnisse. Dennoch schön zu sehen, dass in der Taverne für’s Abendessen gesorgt ist.

Über der Küche befindet sich ein kleiner Gastraum der Taverne. Hier handelt es sich wohl um das Zimmer, welches sich der Steuereintreiber für seinen Aufenthalt im Dorf gemietet hat. Ein Bett und einen Nachttisch mit Kerze finden wir hier. Doch warum empfängt der königliche Steuereintreiber Briefe der Drachenritter? Mysteriös…

Ich traue Albrecht von Schwarzhagen ohnehin nicht über den Weg und wenn wir uns das Schwert links im Raum genauer anschauen, entdecken wir, dass dahinter ein geheimes Fach versteckt ist, in welchem sich Gold befindet!

Dieser Schuft bringt den König doch tatsächlich um seine Steuern! Ich wusste es!

Während die Dorfbewohner Von Schwarzhagen nun aus dem Dorf verjagen, sehen wir uns noch direkt nebenan um. Im Erdgeschoss befindet sich dort nämlich die Werkstatt der Schildkünstlerin. Wir sehen, dass sie fleißig am Arbeiten ist und das merkt man auch ihrer Werkstatt an. Überall sind Farbkleckse.

Auch sie hat eine Feuerstelle, auf der ein Topf steht. Entweder kocht sie hier Suppe oder aber sie stellt Farben her. Auf dem Tisch daneber liegt eine Schüssel in der sich wohl Haferbrei befindet.

Rechterhand sehen wir, dass sich unsere Schildkünstlerin nicht zu fein ist, finale Schliffe an den von der Schmiede gelieferten Schilden vorzunehmen, denn hier finden wir einen Amboss.

Ein weiteres sehr spannendes Detail ist das Portrait des Königs, welches hier an der Wand hängt und ganz klar das Boxart des Sets 6008 Royal King aus 1995 zeigt. Solche Easter Eggs gefallen mir immer, speziell wenn sie so gut und passend umgesetzt sind wie hier.

Neben den zwei unbedruckten Schilden in der Werkstatt erhalten wir auch eine Staffelei mit einem weiteren unbedruckten Schild und einem Schild mit Aufdruck. Es handelt sich um den ovalen Schild mit dem Löwenkopf darauf. Dieses neue Design finde ich sehr gut, denn die Löwenritter hatten bisher noch keinen Langspitzschild mit ihrem Emblem. Das wurde nun endlich nachgereicht. Ich muss dennoch zugeben, dass ich mir ein paar mehr bedruckte Schilde hier gewünscht hätte. Z.B. wäre es eine gute Gelegenheit gewesen, den Drachenschild für die Drachenmeister aus dem Majisto GWP nachzureichen, welcher dort ja fehlte. Auch eine “halbfertige” Version eines Schildes wäre eine coole Idee gewesen. Oder zumindest ein paar bereits bekannte Designs.

Im Raum über der Werkstatt finden wir ein weiteres Schlafgemach für Reisende, die in der Taverne Rast machen. Ähnlich zum anderen Zimmer vorhin stehen hier Bett und Nachttisch. Dieses Mal trägt der Brief das Insignia der Schwarzen Falken. Eine weitere Halterung für ein Schwert gibt es ebenfalls, aber kein geheimes Goldversteck.

Es scheint also auch noch ehrliche Menschen zu geben. Dieses Zimmer hat sogar eine Tür, welche seitlich nach draußen führt, wo man durch den Wachturm über eine Treppe nach unten gelangen kann.

Damit sind wir fertig mit unserer Tour um und durch das Dorf. Insgesamt bin ich hier bis auf minimale Kritikpunkte sehr sehr zufrieden. Diese Punkte sind fast vernachlässigbar. Und jetzt, wo wir alles hier gesehen haben kommen wir noch dazu uns das mittelalterliche Dorf im Wandel der Zeit anzusehen…

Bauern, Stellmacher und Schmiede

Wie ich in der Einleitung bereits kurz erwähnt habe, ist es natürlich schön und gut seine Armeen aus verschiedenen Rittern und Soldaten zu bauen. Doch das Mittelalter bestand nicht nur aus kampfeswütigen Rittern, die sich gegenseitig die Helme eindreschen wollen. Das wusste LEGO ebenfalls und so gab es immer wieder kleinere Sets, die Einblicke in das Leben innerhalb der Burgmauern gaben. Im folgenden möchte ich das neue Modell einmal neben eine ganze Reihe aus älteren Modellen stellen, welche zum Teil nun bereits bis zu 40 Jahre alt sind.

Klassiker unter gelbem Himmel

Dazu zählte im Jahr 1984 ein kleiner Karren (6010) und eine “Schmiede” (6040), die aber eigentlich eine Stellmacherei ist. Zwei Jahre später kamen noch der Waffenladen (6041) und das wundervolle Gasthaus (6067) dazu. Diese Sets waren eher im niedrigen Preissegment angesiedelt und schon immer überwogen die Sets der Kämpfer. Der Grund dafür liegt natürlich auf der Hand: Zwei Ritter, die mit ihren Schlachtrössern aufeinander zureiten und sich das Schwertduell des Jahrhunderts liefern sind für Kinder vermutlich interessanter als Bauer Paul der sein Feld pflügt.

Es gab in den späten 80ern und frühen 90ern einige LEGO Castle Prototypen, welche wirklich eines eigenen Artikels bedürften. Interessant ist aber, dass bereits dort der Grundpfeiler für einen Mittelalterlichen Marktplatz gelegt wurde.

Ein sehr spannender Prototyp welcher wohl Mitte der 90er entstanden sein dürfte.

Auch wenn dieses Set nie das Licht der Welt erblickte, sieht es sehr spannend aus und man sieht bereits das Potential. Vielleicht sollte ich dieses Modell mal nachbauen und vorstellen?

Die Jahre 2001 und 2002 sind für unsere Dörfler ebenfalls spannende Zeiten. LEGO befand sich im finanziellen Tiefflug und versuchte alles, um nicht aus dem Markt gedrängt zu werden. Eine dieser verzweifelten Ideen war es, alte Sets neu herauszubringen. Dabei handelte es sich um 1:1 Rereleases der alten Modelle (abseits minimaler Teiländerungen durch neue Moulds) und unter diesen Sets war auch das Eingangs erwähnte Gasthaus, welches nun unter der Nummer 10000 und dem LEGENDS-Banner neu erschien. Das zweite spannende Modell, was hier erschien, war ein Fan-Design, welches von LEGO als Set herausgebracht wurde. Lange vor LEGO Ideas kam es so zu Set 3739 Medieval Blacksmith, gestaltet von Daniel Siskind.

Eine Welt in wenigen Sets

Allerdings wurde es nun vorerst ruhig um das Dorfleben und der Kampf zwischen Gut und Böse rückte in den Vordergrund. Erst 2009 kam LEGO mit einem neuen Modell um die Ecke. Aber oh man, war dieses Set das Warten wert! 10193 der Mittelalterliche Marktplatz gilt nicht umsonst als eines der beliebtesten LEGO Castle Modelle.

Eine Taverne, eine Schmiede, beide voll geschlossen und zum Aufklappen gestaltet, inklusive Innenleben, Spielfunktionen. Um die Gebäude herum: Eine Marktszenerie, Minifiguren, Tisch mit einer Menge verschiedener Speisen (eine Seltenheit damals) und einigen Minifiguren, sowie ein paar Tiere um das Dörfchen herum. Die Kühe waren damals auch neue Moulds. Es war und ist ein Meisterwerk. Ich selbst habe dieses Set damals sogar zu Weihnachten geschenkt bekommen und mich mächtig darüber gefreut.

Unsere Geschichte führt uns nun in das Jahr 2011 und hier kamen zwei weitere Sets zu unserer stetig wachsenden Sammlung von zivilen Mittelalter-Sets hinzu. Eines davon war eine kleine Schmiede und das zweite Modell war das Mühlendorf, welches vor allem bekannt wurde, weil diesem Set die legendäre LEGO-Ziege beilag, für welche man zwischendurch sein Haus hätte verpfänden müssen. Auch die Hühnchen waren diesmal neue Moulds, während sie beim Mittelalterlichen Marktplatz nur zwei Jahre zuvor noch aus Teilen gebaut waren. Auch diese Sets waren sehr gelungen.

Mittelalterliche Dörfer heute

Damit sind wir nun in der Moderne angekommen und hier haben wir über die letzten Jahre zwei nennenswerte Modelle mit zivilen Elementen im Mittelalter bekommen. Zum einen in 2021 die Mittelalterliche Schmiede aus der Ideas Reihe und in 2022 unter dem Icons-Banner die fantastische, großartige Burg der Löwenritter! Diese Sets werden nun in 2024 durch das Set unseres heutigen Reviews ergänzt und erweitert.

Mächtig, gewaltig, Egon!

Ich habe bewusst Vergleiche zu den vorangegangenen Sets nicht gezogen. Der Grund dafür ist, dass ich den neuen Marktplatz sehr gut als Erweiterung vorangegangener Dorfsets sehe. Mir war aber wichtig, die Modelle zusammen zu zeigen, damit ihr euch ein besseres Bild machen könnt. Mir gefällt jedes einzelne dieser Sets, so könnte ich hier gar keine Favoriten benennen.

Leider war es mir nicht möglich eine Stelle zu finden, wo beide Modelle nebeneinander hingepasst hätten, ohne dass ich große Teile meiner Wohnung auf dem Foto hätte. Daher die Bilder einzeln 🙂

Für mich war es schön zu sehen, dass auch die älteren Modelle noch gut zu diesem neuen Icons Set passen. Das einzige Set, welches sich meiner Ansicht nach nicht zu großartig in das Dorf integrieren lässt, ist die Ideas Schmiede, was vor allem an ihrem Maßstab liegt. Sie ist einfach sehr wuchtig verglichen mit den anderen Sets und fühlt sich auf einem eigenen Display-Platz daher am wohlsten.

Die Schattenseite von Leaks

Ich möchte nun noch auf einen Punkt eingehen, der mir hier ganz wichtig ist: Man sagt ja immer, es gibt keine zweite Chance für einen ersten Eindruck. Mein erster Eindruck von diesem Set kam von einem geleakten Bild eines Prototypen vor über einem Jahr. So geht es vielleicht auch vielen von euch. Das Bild darf ich leider nicht zeigen aber ich möchte dennoch etwas darauf eingehen.

Als ich das finale Set zum ersten Mal sah, war ich vom ersten Eindruck her nicht begeistert. “Zu wenige Tiere, wo ist das ganze Zeug hin?! Im Prototypen war’s doch da?!” – So könnte man meine Gedanken wohl zusammenfassen. Das Set hatte sofort ein negatives Bild, weil es nicht in jeder Hinsicht dem entsprach, was ich erwartet hatte. Und ich bin gerne bereit zuzugeben, es wäre sicher schön gewesen das Prototypen-Modell zu bekommen. Ein Harlekin auf Stelzen, aufwendigere Bäume und zwei Bauernhöfe an Tieren.

Doch warum wurde das Set scheinbar so skelettiert? Nun erinnert ihr euch, wo die Leaks herkamen? Die Bilder stammten (angeblich) aus einer Umfrage, wie viel diese Sets/Ideen kosten sollten. Quasi Marktforschung. Den Prototypen mit all den Tieren für 230€ zu bekommen war schlichtweg nicht realistisch. Meine Theorie ist, dass die Marktanalyse ergab, dass dieses Set bei 230€ liegen sollte, obwohl es ursprünglich bei 300€ angedacht war.

Also mussten die Designer viele Elemente streichen und Ecken kürzen. Anstatt nun die Gebäude selbst zu minimieren, wurde an anderer Stelle gespart: Keine Prints, weniger Tiere. Das ist nur meine Vermutung und nichts, was LEGO je zugeben würde. Aber ich muss sagen, wenn dies eine Notwendigkeit war, dann wurde an der, meiner Ansicht nach, richtigen Stelle gespart.

Leute bewerten wie “gut” ein Set ist gerne an verschiedenen Kriterien, sei es Preis pro Teil, Preis pro Gramm, oder den Bautechniken. Ich persönlich beurteile gerne, zusätzlich zu Qualität und Bespielbarkeit der Bauten, nach “Volume of Stuff“, also grob gesagt: Wie voll ist mein Tisch. Ich habe das Modell nicht gewogen aber in allen anderen Kategorien, sei es Preis pro Teil, Qualität der Bauten oder Volume of Stuff überzeugt das Modell bei einem Preis von 230€.

Da ist noch Gold in seiner Tasche! Schüttelt alles heraus!

Nach meinem ersten Eindruck konnte ich mir beim Bau und anschließend beim Herumspielen ein besseres Bild machen. Als ich alles das erste Mal vor mir stehen hatte, kam in mir der Eindruck auf “Ja, das ist genau das was ich wollte.” und je länger es auf meinem Schreibtisch steht, desto besser finde ich das Set. Allen, die dem Set noch keine Chance aufgrund ihres ersten Eindrucks im Vergleich zum geleakten Bild gegeben haben, empfehle ich einen Schritt zurück zu treten und sich dieses Set nochmal aufmerksam anzuschauen. Hier steht ein geniales Modell. Um zum einleitenden Satz zurückzukommen, dieses Set zeigt, dass es wohl doch zweite Chancen für erste Eindrücke gibt.

Vielen Dank an die LEGO Group, die uns dieses Set für unser Review zur Verfügung gestellt hat. Der Artikel gibt jedoch ausschließlich meine persönliche Meinung wieder.

Fazit: 10332 Mittelalterlicher Stadtplatz

Es ist mal wieder soweit, dass ich mein Set des Jahres präsentiere und der Preis geht an… Wie? Noch zu früh? Oh, stimmt, wir haben erst Februar… Naja dann Spoiler-Alarm. Spaß beiseite bin ich sehr zufrieden mit diesem Set. Das Modell ist fantastisch anzusehen und bietet sehr viel. Wir haben viele verschiedene Berufsfelder abgedeckt, Käsemacher, Schildbemahler, Tischler, Weber, Gastwirte.

Außerdem bekommen wir ein liebevoll gestaltetes Set mit vielen Nuancen in Design und Farbschema. Hier wird es nicht langweilig, weder beim Bau, noch beim Stellen von Szenen. Dabei helfen auch die schönen Minifiguren, die sehr divers in ihrer Gestaltung daherkommen. Außerdem ist wirklich schön, wie viel es um die beiden Hauptmodelle herum zu sehen gibt. Der Baum, Marktstand, Werkbänke, Karren und mehr machen das Set auch als Spielset geeignet.

Heute besucht der große Falkenlord das Dorf in wichtiger Mission.

Auch die vielen kleinen Easter Eggs, allen voran der wundervolle Wandteppich und das Portrait des Königs, wissen zu überzeugen, ebenso wie die kleinen Geschichten, die das Set erzählt. Zum Beispiel, dass der Steuereintreiber heimlich Geld versteckt, regt die Fantasie doch sofort an. Außerdem sind die Gebäude natürlich als Hauptaspekt des Modells sehr gelungen. Jedes einzelne Teilstück hat ein eigenes Farbschema und trotzdem sehen sie sehr konsistent miteinander aus.

Ich kann mich gar nicht so recht auf einen Favoriten festlegen. Auf jeden Fall ein würdiger Nachfolger für den Klassiker und besser noch wenn man beide Sets besitzt und zusammen stellen kann. Auch da muss ich LEGO loben: Die Sets, neu und alt, passen gut zusammen.

Der Frieden zwischen Falken- und Löwenrittern war nur unter der vertraglichen Bedingung möglich, dass der Falkenlord monatlich im Dorf seinen Lieblingskäse abholen darf.

Die Kritikpunkte sind minimal und vielleicht sogar etwas verblendet. Lasst mich erklären: Das Set kostet 229.99€ für 3300 Teile und auch eine echte Fülle, mein Tisch ist ziemlich voll mit den Modellen. Es wirkt mir jeden Cent wert und ich denke jeder hier glaubt mir, wenn ich sage, dass das ein Tag-1-Kauf für mich gewesen wäre. Ein paar Tiere mehr wären natürlich schön gewesen, zum Beispiel eine Kuh, ein Schwein, Ferkel, ein Schaf…

Im Prinzip einmal die Farmtier-Ladung aus dem 4+ City Bauernhof und es wäre perfekt. Allerdings wäre es dann auch vermutlich mindestens 15€ teurer. Auch mehr bedruckte Schilde für die Schildkünstlerin hätten das Set schön ergänzt. Der zweite Kritikpunkt sind die Sticker, die ich mir hier wirklich als Prints gewünscht hätte. Außerdem wären bedruckte Beine für den Dieb aus der Wolfsbande schön gewesen. Alle drei Kritikpunkte sind aber bei einem so schönen Modell eher geringe Mängel, die mich von meiner 10er Gesamtbewertung nicht abbringen können, ich ziehe aber einen Punkt beim Umfang ab.

Auch der König persönlich kommt heute vorbei um seine Bestellungen abzuholen…

Mir zeigt dieses Set einmal mehr, dass LEGO es echt drauf hat, wenn sie wollen.

Bewertung

Positiv Negativ
  • Fantastische Modelle
  • Sehr gutes Spiel- und Displayset
  • Tolle Minifiguren
  • Anspielungen an Klassiker
  • Neue Farbe für die Ziege
  • Viele neue Ideen und verschiedene Gebäude
  • Wachturm passend zu großer Löwenburg
  • Sticker
  • Mehr Tiere und Schilde wären toll gewesen
  • Kein Beinaufdruck beim Wolfsbanden-Dieb

Benotung 🎵

Gesamtnote: 10
  • Umfang & Bauspaß: 9
  • Optik & Farben: 10
  • Minifiguren: 9
  • Bespielbarkeit: 10
  • Preis/Leistung: 10

Von 1 (mau) bis 10 (wow)

Eure Meinung!

Ich hatte nun Gelegenheit euch lang und breit zu erklären, was ich von diesem Set halte. Jetzt seid ihr gefragt! Was denkt ihr über das Modell? Landed es in eurer Sammlung? Was gefällt euch daran oder was gefällt euch eventuell auch nicht? Sagt es mir in den Kommentaren!

Jonas Heyer

Geht mit Johnny Thunder auf die Suche nach den Schätzen der LEGO Geschichte. Von den Gewässern Redbeards geliebter Karibik, über die Helden des Westens, bis hin zu den tapferen Rittern von Richard Löwenherz!

39 Kommentare Kommentar hinzufügen

  1. Eine Minifigur der Dorfbewohner erinnert ich sehr stark an George Lucas! 🤣👌 Zumindest Kopf und Haare. 😁

  2. Und super ausführliches Review!!! 👌

  3. Ein sehr schönes Review, vielen Dank dafür! Ich würde gerne sehen, wie sich der Dorfplatz neben der neuen Burg macht – wäre es möglich ein Foto nachzureichen mit der Burg und dem Dorfplatz gemeinsam?

    • Vielen lieben Dank 🙂

      Ich werde mal schauen, ob ich so ein Foto am Wochenende noch nachreichen kann. Da muss ich mich in meiner Wohnung mal nach geeigneten Stellen umsehen, wo beides hinpasst 😀 Es ist ein gigantisches Layout dann mit den beiden Modellen

  4. Weil es anscheinend übersehen wurde (oder von mir überlesen vielleicht), einen Zugang zum Zimmer des Steuereintreibers gibt es nicht, außer über das Dach und durch das Fenster. So kommt der Dieb zwar schon zum Gold, aber wie kommt das Gold in’s Zimmer?😉

  5. Mir gefällt das Modell auch. Ich hab die Burg und den alten Marktplatz, also wird auch dieser den Weg in meine Sammlung finden.

  6. 1000 Dank für Deine großartige Rezension, Jonas! Ich freue mich sehr auf das Set! Deine Inszenierung mit den passenden Kulissen ist mal wieder Weltklasse! Besonderen Dank auch dafür, dass Du den Stadtplatz im Vergleich zu den älteren Modellen zeigst! Wahrlich eine vergnügliche Lektüre! Ich stimme Dir zu, dass Leaks manchmal verwirren, ich runzele immer wieder über mich selbst die Stirn, weil ich sie dann häufig doch ansehe – uff! Im sechsten Jahrzehnt, aber immer noch keine geduldige Zurückhaltung. Andererseits kann ich ja jederzeit umbauen, Tiere dazustellen etc. So ein Set ist also auch dann nicht endgültig fertig, wenn es bei mir eingezogen ist. Jetzt benötige ich nur noch einen reichen Gönner oder eine reiche Gönnerin, die Priorisierungsprozesse bei der LEGO Wunschliste werden immer anstrengender. Ganz viele Grüße!

  7. Lieber Jonas, vielen Dank für das tolle ausführliche Review! Wie immer ein Genuss es zu lesen. Und es hat in mir den Entschluss gefestigt, mir dieses Set auch unbedingt zulegen zu müssen. Gefreut hätte ich mich noch über ein Bild des mittelalterlichen Marktplatz neben der Löwenritterburg. Um die Größenverhältnisse einmal besser zu sehen. Aber Deiner Beschreibung nach scheint es ja ganz gut zu passen.

    • Danke 🙂 Ich werde am Wochenende nochmal einen Versuch starten beide Modelle nebeneinander zu fotografieren. Mal schauen ob das klappt 😀

      • Vielen Dank, dass du die Modelle einzeln neben der Burg gestellt hast und hier die Fotos nachgereicht hast. Das sieht fantastisch aus. Ich kann es kaum noch erwarten, mir das Set zu kaufen … und in Lotto zu gewinnen, damit ich mir mehr Platz endlich anschaffen kann! 😓

  8. Vielen Dank abermals für eine neue bildstarke und aussagekräftige Rezension! Ich hatte mich schon sehr darauf gefreut und wurde nicht enttäuscht.

    Eine kleine Korrektur muß ich anbringen: Das Katalogbild mit der gelben Burg stammt nicht von 1978, da das Turnier 383 erst 1979 erschien.

    Zum Set: Es ist sicherlich eines der schönsten Sets seit Jahren und eine würdige, stimmige Ergänzung zur Löwenburg. Zivile Gebäude und Figuren im Burgenland waren immer seltene Ausnahmen und wurden von mir schon als Kind in den 80ern und 90ern schmerzlich vermißt. Daher war ich 2009 so begeistert von dem Marktplatz-Set, und nun hat es eine passende Ergänzung gefunden. (Der Bitte des Mitforisten nach einem Foto, das beide Sets auf einem Bild beieinander zeigt, würde ich mich hiermit anschließen, falls es keine zu große Mühe macht. Besten Dank im voraus!)
    Die Gebäude sind abwechslungsreich gestaltet und mit vielen tollen Details eingerichtet, wahren dabei aber den geradlinigen, klassischen Charme, den ich so mag.
    Besonders hervorzuheben sind auch die vielen neuen, wunderschön gelungenen zivilen Minifiguren. Mit so vielen neuen bäuerlichen Figuren hätte ich nicht gerechnet! Die Wiederkehr der Wolfsbande ist ebenfalls ein Grund zur Freude. Nun fehlen von den Fraktionen der “goldenen Ära” (1984-92) nur noch die Schwarzen Ritter. Ein modernisiertes Wappen dieser Ritter findet sich übrigens bereits in der Anleitung der Löwenburg 10305 beim Setfoto der 6086. Wollen wir hoffen, daß Du mit Deiner Vermutung bei der Betrachtung der Briefsiegel recht behältst! (Vor meinem inneren Auge erscheint gerade ein opulentes Turnier-Set mit mindestens drei edlen Rittern, Zelten, Stallungen, einer Tribüne mit Burgfräulein etc., Narren, Gauklern und einem Tanzbären…)

    Einen gewichtigen Kritikpunkt hätte ich (neben den von Dir erwähnten Einsparungen an Tieren und Schilden) allerdings an diesem Set: Der rechte Teil (Schildmalerei + Gasthaus) besteht im Grunde aus zwei halben Gebäuden, deren Fassaden und Innenleben zwar für sich genommen sehr schön gelungen sind, die beim Zusammenklappen jedoch überhaupt nicht zusammenpassen – weder farblich noch in ihrer Verwendung, noch nicht einmal von den Raumhöhen her. Das war bei der Burg viel besser gelöst.
    Besser wäre es hier gewesen, die zwei halben Häuser durch ein ganzes zu ersetzen, das dann aber stimmig und aus einem Guß gewesen wäre. (Oder aber beide Häuser komplett auszubauen; dafür wäre auch ein etwas höherer Preis ok gewesen. Vielleicht hätte man dann auch noch eine modernisierte Version des Burgfräuleins aus der 6067 samt ihrer ikonischen Kopfbedeckung einfügen können.)

    Fazit: Eine tolle Erweiterung der Mittelalterwelt, die in der rechten Hälfte einer Ergänzung aus der heimischen Teilekiste bedarf. Ich freue mich aufs Bauen und Modifizieren und danke nochmals recht herzlich für die wunderbare Rezension!

    • Ohje, da hast du natürlich recht, dass das Turnier nicht aus 1978 sondern aus 1979 stammt. :-0 Da habe ich wohl zu schnell getippt.

      Deine Kritik am Gasthaus verstehe ich, dieses Modell funktioniert am besten in aufgeklapptem Zustand. Auf der anderen Seite war es damals nicht unbedingt unüblich so zu bauen, aufgrund von Materialknappheiten. Vielleicht gab es im Gasthaus mal einen Brand, nachdem eine Gebäudehälfte repariert werden musste? 😉 Die meisten Bürger konnten sich den Luxus eines “hübsch aussehenden” Hauses nicht wirklich leisten. Aber historische Akkuratheit spielt meiner Ansicht nach ohnehin eine untergeordnete Rolle und deshalb verstehe ich voll und ganz wenn man sagt, dass das farblich für einen nicht passt.

  9. Sehr schöne und Ausführliche Review. Der Bewertung kann ich mich im großen und ganzen Anschließen, auch dem Teil, was du über die Leakbilder gesagt hast – es braucht etwas Zeit um über die Enttäuschung ob der “fehlenden” Elemente hinwegzukommen aber im großen und ganzen macht der Stadtplatz schon einen soliden Eindruck – gerade mehr Tiere und auch ein paar mehr Minifiguren hätten es aber dann schon sein können, dafür hätte es dann auch gerne etwas mehr kosten können.
    Dir Prints sind natürlich auch so eine Sache, es gibt Elemente, bei denen ich gut damit leben kann, wie zum Beispiel dem Wandteppich oder Bildern.
    Andere Elemente, wie Fliesen, die Minifiguren in die Hand nehmen würden, wären mir als Drucke allerdings deutlich lieber.
    Nichtsdestotrotz würde die Wahl, wenn ich mir eines der bestickerten Elemente raussuchen dürfte, dass bedruckt wäre, auf die Fensterläden fallen. Die würden sich auch sehr gut in anderen Themenwelten, wie Harry Potter einsetzen lassen – noch schöner wären natürlich funktionierende Fensterläden in ähnlicher Optik.

  10. Great review on an amazing set that will definitily be a day one purchase for me (something I almost never do).
    The buildings are fantastic and so are the minifigures, especially the Innkeeper and the tax collector (those printed torso and legs!! Let’s hope those come in pab soon!).
    My only regret is the lack of animals: only one goat (great one, though!) and some small animals … I already bought the 4+ farm you mentioned to get a range of different farm animals 😁.
    I already plan a layout with this amazing village next to my lion knights castle!

  11. Eine sehr ausführliche, bildgewaltige und vor allem liebevoll gemachte Review – die auch mich als eher nicht-Burgfan eine ganz schöne Weile in ihren Bann gezogen hat! 🙂

  12. Eine wirklich sehr gute Besprechung dieses Sets. Weil es so ausführlich und mit liebevollen Bildern vor schönem Hintergrund vorgestellt wird, weiss ich nun über jedes Detail Bescheid. Vielen Dank. Ich schätze es auch, wenn der Text stilistisch gut und fehlerfrei geschrieben ist, was bei Deinen Reviews der Fall ist.

  13. Vielen lieben Dank für dieses Wahnsinns Review Jonas!!! Ich hatte schon im lauf vom Tag gesehen, dass du es hoch geladen hast und hab mich riesig drauf gefreut. So tolle Bilder, klasse erzählt, prima die Ü-eier erzählt und erklärt. Es hat so viel Spass gemacht zu lesen.
    Eigentlich hatte ich mit erscheinen der Löwen Ritterburg beschlossen, diese “Welt” nicht anzufangen. Mittlerweile ist es auf der Einkaufsliste. Durch dein Review vom Stadtplatz auch dieses Set. Und eben noch etwas dringender die Burg. Welten entstehen…. 😉

  14. Danke für das tolle Review!

    Ich schließe mich voll und ganz den Positiv- und Negativpunkten von Jonas an, möchte allerdings jeweils noch einen ergänzen:
    Zusätzlich negativ finde ich, dass das dreiteilige Gebäude eher einen dörflichen Charakter hat, während das zweiteiligen eindeutig städtisch aussieht. Insofern fand ich beim Mittelalterlichen Marktplatz von 2009 die Zusammenstellung der beiden Häuser stimmiger, nämlich beide eindeutig städtisch.
    Zusätzlich positiv finde ich, dass hier nicht nur die übliche Taverne und die Schmiede vertreten sind, sondern ganz neue Handwerksstätten gebaut werden – das ist wesentlich abwechslungsreicher und erhöht zudem die Vielfalt.
    Insgesamt finde ich jedenfalls das Set äußerst gelungen und werde es mir sicherlich früher oder später kaufen.

    Ich hoffe, dass Lego in den nächsten Jahren noch einige weitere schöne Rittersets herausbringen wird – eine Belagerungsszene mit Belagerungsturm und Rammbock und eine Erweiterung für den Stadtplatz mit Kaufmannshaus, Schneiderei, Goldschmiede , Rathaus, weiteren Marktständen und Marktbrunnen wären sehr gerne gesehen!

    Und was das neue Mitglied der Wolfsbande betrifft, so hoffe ich auf ein Redesign der Kutsche der Wolfsbande – das würde sich perfekt als Gratisbeigabe zum Stadtplatz eignen!

  15. Danke, einfach nur Danke!
    Ein wunderbares Review, ausführlich mit vielen Details und nicht – wie bei vielen anderen Seiten üblich – einfach nur den Marketing Text von Lego übernommen.
    Bei Euch merkt man einfach, dass Herzblut drin steckt.

    • …und jetzt hätte ich gerne das Herzle, damit ich einfach klicken könnte um zu zeigen, dass ich der gleichen Meinung bin….. 😉 voll und ganz aus dem Herzen gesprochen….

  16. Vielen Dank fuer die ausfuehrliche Bewertung!
    Ich werde mir das Set – trotz meiner Liebe fuer Lego Ritter – nicht kaufen. 15 Sticker sind zu viel und ohne Sticker gehen viele Details verloren. Echt schade.

  17. Mal rein zu den Bildern: Also wer bisher noch schwankte bei dem Set, der wird sich damit schwerer tun, das Set auszulassen. Wirklich toll inszeniert! Habe mir auch zumindest mal eine Regalbrett mit Modellbaurasen bespannt, was bisher weiß war und eben Ritter drauf. Macht so viel aus! So ein Hintergrund, wie bei dir wäre auch noch zu überlegen…

    Früher konnte Lego das auch auf den gelben Legoland Kartons viel natürlicher und schöner, auch die Baseplates haben da generell positiv rein gespielt. Der Karton hier ist so steril – warum auch immer der nicht das Retro Design der verwandten Sets bekommen hat? Genauso schlimm diese Lifestyle Bilder, wo so ein Set lose im Regal oder auf einem Board steht. Das mag bei “kühlen” Modellen wie Technic-Autos gehen, aber für mich hier absolut unverständlich, wie das Marketing bei Lego auf sowas kommt. Naja, man muss ja “Erwachsene” ansprechen…

    Deswegen hier alles so in Szene gesetzt, wie so ein Set selbst auf Fotos lebendig wird – top!

    Das Set selbst wird zur Burg und den alten Sets hier gekauft, auch wenn ich – vielleicht auch durch den Leak aber auch trotz Preis – nicht absolut begeistert bin (Tiere, Minifiguren, drumherum und die Aufkleber einfach Schade finde in der Preisklasse.

    • Vielen Dank! Ich kann nur empfehlen sich mal an der Acrylfarbe zu probieren. Als ich angefangen habe mit den Hintergründen hatte ich seit der Schulzeit keinen Malpinsel mehr in der Hand gehabt, aber der Lernprozess war recht schnell und es hat richtig Spaß gemacht. 🙂

      Zur Thematik der Karton-Farbe hatte der Designer gesagt, dass es sich bei diesem Modell nicht um ein Set speziell für Nostalgiker handelt und deshalb auf den klassischen gelben Karton verzichtet wurde. Aber ich persönlich finde das auch recht schade, da die alten Boxarts einfach nicht zu schlagen sind. 🙂

  18. Mal vorweg – hab das Review nicht gelesen, ich will mir da nämlich nichts spoilern – An Bildern etc kommt man aber eh nicht mehr vorbei, daher mal Danke für die Bildergalerie…
    Mir sagt auch der Preis von 230 Euronen zu, das ist noch eine Dimension, die ich “verantworten kann” – Ich hab die Löwenburg immer noch nicht, aber bei Eldorado hab ich sofort zugeschlagen. so um die 200 Euros ist ein Sweetspot – man bekommt schon was für sein Geld und gleichzeitig ist es noch nicht so teuer, dass man sich fragt was man dafür sonst noch anschaffen könnte.
    Wird wahrscheinlich kein day one kauf, aber irgendwann gibt es DAS GWP und DEN Rabatt – dann wird zugeschlagen 😉

  19. Ich habe mir gerade einmal das (sehr gute) Review durchgelesen. Das Set ist ja wirklich sehr gelungen, ABER:
    Ich würde mir gerade in diesen Preisregionen von den Foren/Fan-Seiten mehr Einfluss/Kritik/Hinterfragen/Druck in Richtung Lego wünschen. (“Hört” Lego auf Kritik oder so?). Zitat aus dem Review:
    “Leider ist auch ein Stickerbogen enthalten, welcher insgesamt 15 Sticker umfasst. Hier wären mir bedruckte Elemente selbstverständlich lieber gewesen. Allerdings würde ich die Details, die durch die Sticker hinzukommen nicht missen wollen.”
    Wie man bei dem Eldorado, dem Vikingerdorf und sogar der Löwenburg gesehen hat, geht es ja auch ohne Sticker… . Das Dorf wäre ein No-Brainer, aber so….
    Oder

    • Vielen Dank erstmal.

      Vielleicht kurz zu meinen Gedanken zum Thema Sticker. Ich weiß nicht wie sehr LEGO auf Kritik hört (offensichtlich nicht zu sehr, da ja so gut wie überall Sticker kritisiert werden). Hier handelt es sich wahrscheinlich um eine Entscheidung um Logistikkosten einzusparen (1 stickerbogen ist leichter zu lagern und zu verteilen als 15 separate bedruckte Elemente). Im Wikingerdorf z.b. handelt es sich um drei Prints, die Sticker hätten sein können. Da waren Prints vermutlich etwas teurer aber noch verträglich. Hier bei 15 Aufdrucken sieht das wahrscheinlich anders aus. Aus unternehmerischer Sicht ist daher verständlich warum nicht bedruckt wurde. ABER meiner Ansicht nach sollten bei den 18+ Modellen die Teile bedruckt sein. Daher die Erwähnung meinerseits direkt zu Beginn des Reviews. Wenn der Verzicht auf Sticker aber bedeutet hätte, dass das Set auf alle easter eggs verzichten hätte müssen, dann habe ich sie doch lieber dabei. Speziell beim Wandteppich kann der Sticker sogar praktischen Nutzen haben gegenüber einem Aufdruck.

      Alles in allem denke ich, dass die Sticker nicht der “Make or Break”-Punkt bei diesen Set sind aber sie sind sicher ein kleiner Wehmutstropfen

  20. Tolles Review, mit schönen informativen Bildern. Es scheint leider so, als ob hier sehr viele Sticker wieder einmal zum Einsatz kommen. Kannst Du mir sagen, ob die Schilder, die das Wirtshaus und die Käserei ausweisen auch nur Sticker sind oder können wir hier zumindest auf einen Druck hoffen? Über eine Info hierzu würde ich mich freuen und sag schon mal Danke dafür!

    • Leider sind die Schilder für Wirtshaus, Käserei, etc. Sticker. :/

      • Vielen Dank für die Info, dann weis ich jetzt Bescheid und werde wohl auf einen Kauf verzichten, da ich leider sehr schlechte Erfahrungen gemacht habe bei meinen Sammlerstücken Roter Baron (10024) und SOPWITH CAMEL (3451) wo nach 2 Jahren in der Vitriene alle Aufkleber erst zu reisen anfingen und inzwischen in kleinen”Fetzen” davon hängen/hochstehen…! Lego konnte bei meiner Reklamtion damals leider auch nicht helfen, weil man angeblich keine Sticker für diese Sets mehr hätte bzw. besorgen könne!

        • Vielleicht kann ich dir für deine Sopwith Camel und den Baron die Website “Brickstickershop” empfehlen. Dort kann man beinahe sämtliche LEGO Sticker als Replika nachkaufen. Natürlich hängt es davon ab, wie wichtig dir ist, dass es wirklich originale LEGO Sticker sind. Aber mit dem Shop habe ich sehr gute Erfahrungen bisher gemacht, sowohl was Service als auch Qualität der Sticker angeht.

          Ich glaube auch, dass die heutigen Sticker von LEGO ihre Qualitätsprobleme, die sie ab 2002 bis Mitte der 2010er Jahre hatten, überwunden haben. Das Material fühlt sich beständiger an. Allerdings kann ich noch keine Langzeitstudien liefern. Das Problem mit austrocknenden und zerbröselnden Stickern kenne ich aber auch, z.B. an meinen Agents Truck von 2009 🙁

  21. Zunächst danke für diesen grandiosen Überblick!

    Meine Meinung fällt leider nicht ganz so positiv aus:
    Zuviele Farben, zu viele Details, welche das Set überladen und zuviele kleine Steine, welche die Teileanzahl künstlich hochtreiben. zB. auf Bild 75 (Stube des Steuereintreibers) das Fass mit Zapfhahn, welcher aus 4 Teilen besteht, obwohl es seit Jahrzehnten einen passenden Teil gibt, welcher sich noch in Produktion befndet (4599/a/b).

    Statt auf etablierte Farbkombinationen zu setzen, wird das volle Spektrum ausgeschöpft, was ein harmonisches Bild (das idealerweise zur Burg passen sollte) zunichte macht.

    Ich selbst werde mir in ein paar Monaten ein paar Einzelteile über Pick-a-Brick besorgen, mehr brauch ich davon nicht.
    Schade – Geld gespart.

  22. Von mir auch ein dickes Danke schön für das tolle Review.
    wenn die Aufkleber nicht wären gäbs für mich gar nichts zu kritisieren. Das größte Highlight sind für mich die “neuen” Gewerke Zimmerer, Weber, Käserei). Da steckt wirklich viel Fantasie und ich glaube auch Recherche drin. Die Gebäude sind insgesamt klasse geworden und die neuen zivilen Torsos/Figuren sind sehr schön. Ich mag den “Steuereintreiber” besonders.

  23. Eine traumhaft schöne Kulisse und der Vergleich mit der gesamten Mittelalterwelt gefällt mir persönlich sehr gut. Burgen sind cool keine Frage, aber es gehört auch eine Welt außerhalb der Mauern dazu! 😀
    Ein schön umgesetztes Set das sicherlich noch Spielraum nach oben hätte aber das ist wahrscheinlich eher jammern auf hohem Niveau 😄
    Hoffentlich kommt bald noch mehr zu diesem Thema!

  24. Vielen Dank für das ausführliche Review mit den wie immer genialen Fotos! Leider finde ich die Gebäude nicht nur zu bunt – teilweise beißen sich die Farben meiner Ansicht nach sogar. Warum kombiniert man Olive Green mit Dark Tan? Zusammen ergibt das eine braungrüne Sauce, die ich nicht mit Wänden assoziiere. Die Figuren und viele der Details sind aber klasse.

    Es freut mich, dass Lego das Thema Mittelalter wieder bedient, der Original-Marktplatz 10193 bleibt für mich aber mein bestes dänisches Castle-Set aller Zeiten.

    • Mit der Olive-Dark Tan Kombination war ich auch sehr skeptisch auf ersten Bildern aber in Natura sieht es eigentlich recht stimmig aus. Es kann auch natürlich persönliche Preferenz sein. Wenn du dir nicht sicher bist und einen LEGO Store in der Nähe haben solltest, dann ist es bestimmt gut vor einem Kauf mal im Schaufenster zu schauen, ob das Modell aufgebaut steht, um ein besseres Bild zu bekommen. 🙂

  25. Vielen Dank für das coole bildgewaltige Review. Das Set werde ich mir als MittelalterFan wohl oder übel trotz Platzmangels kaufen (müssen). Hatte mir damals für teures Geld auch später extra den alten Marktplatz gekauft.
    Obwohl mir diese Umsetzung von den Farben und der reduzierten Größe und den vielen Stickern nicht so sehr gefallen. Aber umbauen kann man ja zum Glück immer.

  26. Da hast Du mal wieder eine Menge Zeit und Aufwand investiert – und es hat sich (wie immer bei Dir) gelohnt, Jonas! Vielen, lieben Dank dafür! 🙂
    Das Set ist spätestens jetzt auf der Wunschliste gelandet…

    Aber was hast Du denn da für einen Prototypen aus alten Lego-Zeiten angeteasert, den Du eventuell mal nachbauen würdest? Klingt äußerst spannend! Bitte mehr Infos und gern auch Bilder dazu! Nachbau + Vorstellung klingt auch gut… 🙂

    • Vielen lieben Dank 😇

      Oh da habe ich doch vergessen das Bild des Prototypen einzufügen 😅 ich werde das heute nachmittag noch nachtragen. An den Nachbau des Modells wollte ich mich schon immer mal machen, mal schauen ob es mir anhand einem Foto gelingt. 😄

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