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LEGO Star Wars 75314 Bad Batch Attack Shuttle im Review

LEGO Star Wars 75314 Bad Batch Attack Shuttle | © Max Mohr

Das Set LEGO Star Wars 75314 Bad Batch Attack Shuttle im Review: Lohnt der Kauf des ersten Sets zum neuen Disney Plus Hit?

Das Bad Batch, oder zu deutsch die Schadencharge, wurden in der finalen Staffel von Star Wars: The Clone Wars eingeführt. Die Truppe mutierter Klone scheint sehr beliebt zu sein, weshalb sie recht schnell ihre eigene Animationsserie auf Disney Plus spendiert bekam. In dieser muss die Kloneinheit mit den Folgen der Order 66 leben und deshalb sogar gegen ihre eigenen Kameraden antreten. Außerdem schlagen sie sich zeitweise als Kopfgeldjäger durch, wodurch der Trupp auch auf bekannte Gesichter aus The Mandalorian trifft.

Die Eckdaten

  • LEGO Star Wars
  • 75314 The Bad Batch Attack Shuttle
  • Altersempfehlung 9+
  • 969 Teile
  • 99,99 Euro UVP
  • 750 VIP Punkte
  • ab 01. August erhältlich (bereits vorbestellbar)
  • LEGO Online Shop 🛒

Meine Einstellung

Der Auftakt von The Bad Batch gefiel mir ziemlich gut, was man auch in unserem Spoiler Talk sehen konnte. Leider konnten mich die darauffolgenden Episoden nicht so ganz überzeugen. Mit der letzten Folge nimmt die Serie aber wieder etwas an Fahrt auf und ich freue mich ziemlich auf den Bau des Sets. Die Charaktere sind mir in mancher Hinsicht etwas zu stereotypisch, jedoch haben alle ihre Momente in der Serie. Gerade die Rüstungsdesigns gefallen mir sehr. Mal schauen, ob mich das erste Set zur Serie überzeugen kann. Mein erster Eindruck bei der Vorstellung war etwas zwiegespalten. Das Design des Schiffs gefällt mir zwar, doch ich hätte lieber auf die Speeder verzichtet und dafür ein größeres Shuttle bekommen. Aber vielleicht ändert sich meine Meinung ja in dieser Hinsicht beim Zusammenbau.

Umfang und Zusammenbau


Die Box des Sets kommt im altbekannten Design daher. Eine nette Neuerung ist, dass in der oberen rechten Ecke nun das Bad Batch anstatt Vader zu sehen ist. Das könnte eventuell ein Hinweis auf kommende Sets zur Serie sein.

Die Rückseite des Kartons zeigt einige Spielfunktionen. Interessant finde ich hier, dass nicht wie bei der letzten Welle auf das Videospiel LEGO Star Wars: Die Skywalker Saga hingewiesen wurde. Das könnte daran liegen, dass das Spiel bereits mehrmals verschoben wurde. Sicher ist aber, dass das Bad Batch auch im Game im Rahmen eines DLCs gespielt werden kann.

Die Anleitung ist wie immer gut verständlich und definitiv auch schon für Baumeister unter neun Jahren zu meistern. Zusatzinformationen gibt es wie bei Standardsets üblich keine.

Auch ein Stickerbogen ist enthalten. Bringt man die Sticker nicht an, muss man leider auf einige Details verzichten. Schwierigkeiten beim Aufkleben sollte es bei dieser Art von Stickern aber eigentlich keine geben.

Der Aufbau ist in sieben Bauabschnitte gegliedert!

Im ersten Bauabschnitt werden Nebengebilde gebaut. Zunächst der imperiale BARC Speeder und dann der grüne Speeder.

Daraufhin beginnt der Bau des Hauptgebildes mit dem Cockpit.

Dieses wird im dritten Bauabschnitt mit dem Mittelteil des Schiffes verbunden.

In beiden darauffolgenden Bauabschnitten werden die Flügel gebaut. Diese sind baugleich, aber spiegelverkehrt. Das macht das Ganze etwas monoton, aber war bei einem solchen Set auch nicht anders zu erwarten.

Der vorletzte Bauabschnitt widmet sich dann der Verkleidung des Schiffes. Hier kommen einige schöne Fliesen zum Einsatz.

Abgeschlossen wird der Bau mit der mittleren Finne. Diese wird komplett im finalen Bauabschnitt zusammengebaut.

Wie immer sind auch einige Ersatzteile enthalten. Dabei fällt mir besonders positiv auf, dass Wreckers Brustpanzer einmal als Ersatz enthalten ist. Das Teil kann man sicherlich auch gut für andere Figuren verwenden.

Die Minifiguren

Das Set kommt mit insgesamt sechs Minifiguren daher.

Hunter ist der Anführer der Schadencharge. Der Helm hat einen exklusiven Print und passt äußerst gut zur Vorlage. Unter dem Helm zeigt sich Hunters tätowiertes Gesicht, bei dem man auch noch schön den Standardklonkopf erkennen kann. Das finde ich bei allen Köpfen im Set super, da man so erkennt, dass es sich zwar um Klone handelt, diese aber durch Mutationen alle eine individuelle Erscheinung haben. Schade finde ich, dass sein Stirnband aufgedruckt ist und nicht mit dem zusätzlich enthaltenen Haarteil verbunden ist. Hier hätte Monkie Kids Haarteil sehr gut gepasst. Der Körper ist auch toll gestaltet und als Zubehör sind zwei Vibromesser enthalten.

Wrecker ist deutlich bulliger als der Rest des Trupps, weshalb ich seinen enormen Brustpanzer sehr passend finde. Dadurch wirkt er deutlich kräftiger und größer als der Rest. Der Helm ist ein neu bedruckter Iron Man Helm. Die Form passt nicht vollends, aber ich verstehe, dass LEGO nicht für jede Figur eine neue Helmform kreieren kann. Der Kopf zeigt durch das Lächeln auch schön Wreckers teils kindliche Einstellung. Dazu ist das vernarbte Auge recht gut getroffen. Sein Blaster hätte meiner Meinung nach noch um ein Fernglas erweitert werden können. Außerdem fehlt mir hier eine 1×2 Fliese als Rucksack für den Hünen.

Tech hat das wohl außergewöhnlichste Erscheinungsbild des Trupps. Der Helm ist eigens für ihn geformt. Leider lässt sich das Visier nicht herunterklappen. Das enthaltene Haarteil passt meiner Meinung nach nur bezogen auf die Geheimratsecken. Die Haare sind etwas zu lang. Der Kopf mit Brille passt auch gut zum Vorbild. Das Wendegesicht bräuchte ich allerdings nicht. Ich kann mich nicht daran erinnern, Tech mal ohne Brille gesehen zu haben. Zusätzlich bekommt er noch einen tollen Rucksack und Zwillingsblaster spendiert. Der Körper ist auch schön gestaltet.

Echo hat den wohl verbrauchtesten Körper der Charge, was auf die grausamen Experimente der Techno Union zurückzuführen ist. Entsprechend ist auch seine Haut heller als beim Rest. Der Helm ist von vorne super, jedoch fehlt mir auf der Rückseite eine Bedruckung. Schließlich greift der Helm um Echos Computer am Hinterkopf. Immerhin kann man diesen unter dem Helm sehen. Der Körper ist auch gut gestaltet. Statt Schraubenschlüssel hat Echo hier eine mechanische Hand. Diese hat man zwar in der Serie so noch nicht gesehen, jedoch hat auch eine Hot Toys Figur diese Hand. Ich denke, dass sie zu einem späteren Zeitpunkt in der Serie eingeführt wird.

Crosshair ist zu diesem Zeitpunkt bereits zum Imperium übergewandert und trägt hier seine imperiale Rüstung. Ich hoffe, dass wir die republikanische Rüstung irgendwann nochmal in einem Set sehen. Am Helm fehlt mir der Langstreckenvisor. Das liegt daran, dass die Phase II Helme keine Löcher für solch Zubehör besitzen. das finde ich ziemlich schade. Unter dem Helm sieht Crosshairs Gesicht sehr schön aus. Leider fehlt aber ein graues Haarteil. Der restliche Körper passt zur imperialen Rüstung, ist aber insgesamt recht unspektakulär.

Gonky ist ein GNK-Droide und reist munter mit dem Bad Batch umher. Solche Droiden sind immer eine nette Inkusion in Sets und sind auch dank der LEGO Star Wars Videospiele sehr beliebt. Der gebaute Droide macht einen soliden Eindruck. Das LEGO Star Wars Design Team versucht übrigens so oft wie möglich, GNK-Droiden in Sets einzubringen.

Imperialer BARC Speeder

Der imperiale BARC Speeder war bisher nur sehr kurz in der Serie zu sehen. Es ist fraglich, ob er dort überhaupt noch auftaucht. Der Speeder selbst ist nahezu 1:1 der BARC Speeder aus dem Set 75280 Clone Troopers der 501. Legion. Dieser bleibt insgesamt ziemlich schneidig.

An der Vorderseite besitzt er Stud Shooter für einen erhöhten Spielwert.

Auf dem dunkelblauen Sitz findet ein imperialer Soldat Platz (in diesem Fall Crosshair). Der hintere Part wird leider wie bei der 501st Version von Stickern dominiert. In diesem Maßstab hätte man jene Details allerdings auch nicht anders umsetzen können. Hier ist auch Platz für zwei Waffen. Diese sind aber leider nicht im Set enthalten. Lediglich Crosshairs Gewehr kann hier angebracht werden.


Insgesamt finde ich den Speeder zwar schön, hätte aber gerade wegen der Ähnlichkeit zur 501st Version lieber auf ihn verzichtet und dafür das Hauptgebilde größer gesehen.

Grüner Speeder

Der grüne Speeder taucht in einer der ersten Folgen der Serie auf. Jedoch auch nur dort, weshalb ich auch auf diesen Speeder hätte verzichten können. Das Design und vor allem die Farbe gefallen mir aber dennoch äußerst gut.

Der vordere Part hängt so ziemlich in der Luft. Das finde ich bei einem Speeder aber ganz passend, weil dieser ja auch in der Luft schwebt/gleitet.

Im hinteren Part findet eine Minifigur Platz. Auch ein Lenker ist angebracht, der gut zum restlichen Design des Modells passt. Zusätzliche Details werden durch die zwei Antriebe an den Seiten gesetzt. Diese dienen übrigens gleichzeitig als Stützen.

Bad Batch Shuttle (Außenseite)

Das Hauptgebilde des Sets, die Havoc Marauder, ist schon vor Release Thema von vielen Diskussionen in der Community. Es wird sich darüber gestritten, ob das Modell eher sandblau oder eher dunkelgrau ist. Für mich passt sandblau besser, weil es sich somit mehr von den imperialen Schiffen abgrenzt. Zudem ist dies eine Farbe, die wir sonst nur recht selten in der LEGO Star Wars Welt sehen.

Das Cockpit läuft recht spitz zu und ist primär dunkelgrau und sandblau. Farbakzente bekommt es außerdem durch das bedruckte Cockpitelement. Auf diesem sind auch noch einige feinere Strukturen zu erkennen. Insgesamt gefällt mir das Cockpit schonmal recht gut.

Der Mittelteil des Schiffes wird durch die mittlere Finne charakterisiert. Diese wird durch mehrere Plates übereinander gebaut. Leider sieht jene Finne auch nur von einer Seite wirklich gut aus, da die andere nur negative Noppen zeigt. Das finde ich etwas schade. Im übrigen lässt sich das Modell auch nicht an der Finne halten, da sie mit der Klappe zum Innenraum verbunden ist. Der Rest des Mittelteils ist durch viele Fliesen schön glatt. An den Seiten befindet sich jeweils noch eine Kanone. Dahinter sitzen die Gelenke, durch die das Modell zwischen Flug- und Landeposition wechseln kann.

Am Heck findet sich in der Mitte ein kleines Geschütz. Dieses weist jedoch keine weiteren Funktionen auf. Zusätzlich befindet sich hier auch der Hyperantrieb.

Die Flügel sehen von der Oberseite durch eine Mischung aus Plates und Tiles wirklich gut aus, sind jedoch auf der Unterseite weniger ansehnlich. Das ist aber kein allzu starker Kritikpunkt für mich.

Bad Batch Shuttle (Innenraum)

Das Innere des Schiffs ist relativ klein gehalten. Man kann Finne samt Cockpitelement hochklappen, um vollen Zugriff auf das Innenleben zu bekommen.

Im Cockpit können zwei Minifiguren Platz finden. Viel mehr passt hier aber auch nicht hinein. Immerhin gibt es noch ein bedrucktes Steuerelement.

Im Mittelteil ist auch Platz für zwei Minifiguren. Damit passen insgesamt vier Minifiguren ins Schiff. Etwas zu wenig für mein Empfinden. Hinter den Sitzen befinden sich noch zwei Displays. Auf dem einen ist ein Klonhelm zu sehen, auf dem anderen ist eine Raumschlacht aus Zeiten der Klonkriege zu sehen.

Außerdem befindet sich hier eine Art Kiste für Zubehör. Diese kann anhand eines Clips geöffnet werden. Hier passen zumindest ein paar Blaster hinein, jedoch weitaus nicht das gesamte Zubehör.

Bewertung

Positiv Negativ
  • Sehr schöne Minifiguren
  • Nette Details im Innenraum des Schiffs
  • Farbe
  • Speeder wirken etwas unnötig
  • Schiff hätte etwas größer sein können
  • Nur Platz für wenige Minifiguren im Inneren

Mein Fazit

Ich stehe diesem Set mit etwas gemischten Gefühlen gegenüber. Ich finde, es ist eine vertane Chance, dass die beiden Speeder enthalten sind, statt das Modell schlichtweg größer zu halten. Ein größeres Volumen hätte dem Schiff sicherlich gut getan. Die Speeder hätte ich persönlich nicht gebraucht und bieten sich in meinen Augen eher für ein separates Set an. Dennoch sollte das Modell einen hohen Spielwert mit sich bringen. Ob das Set aber auch als Vitrinenmodell für erwachsene Sammler genutzt werden kann, muss jeder selbst abwägen. Ich würde außerdem auf Rabatte warten, da das Set auch in den freien Handel kommt.

Vielen Dank an die LEGO Group, die uns dieses Set für unser Review zur Verfügung gestellt hat. Der Artikel gibt jedoch ausschließlich meine persönliche Meinung wieder.

Eure Meinung

Was haltet Ihr von dem ersten Set zu Bad Batch? Hättet Ihr auch lieber auf die Speeder verzichtet und dafür ein größeres Shuttle bekommen? Ich bin auf Eure Gedanken in den Kommentaren gespannt!

Max Mohr

Zu meinen Lieblingsthemen zählen LEGO Star Wars, Harry Potter und Super Heroes. Seit einiger Zeit beschäftige ich mich auch vermehrt mit MOCs.

6 Kommentare Kommentar hinzufügen

  1. Au Backe! Dir Farbunterschiede beim grünen Speeder tun ja richtig weh! Ansonsten kann ich zur Originaltreue der Gefährte mangels Kenntnis der Serie (abseits einzelner Clips) nicht viel sagen, aber zumindest die Bauweise der großen Finne mit offener Unterseite auf einer Seite würde mich massiv stören.

  2. Dem kann ich nur zustimmen. Ein größeres Shuttle mit einem richtigen Innenraum – ähnlich der Razor Crest – wäre cooler gewesen. Außerdem fehlt Omega um die Truppe komplett zu machen. Ich passe also erstmal und hoffe auf eine coolere nächste Version.

  3. Wie immer schönes review max, danke dafür.
    Für mich ist das set nichts…zu wenig „display“
    Cheers
    Stefan

  4. Ich habe mit EP 1-3 und Clone Wars ja wenig am Hut – aber wir befinden uns ja hier im „jungen“ Imperium – das passt schon so – Die Serie an sich finde ich : na ja – kann man sehen, muss man nicht 😉 Das (Lego) Shuttle an sich gefällt mir sehr gut, allerdings finde ich „Mando“ als Serie besser – vor allem hat MAndo mehr interessante (neben) Charaktere. Cara Dune, Fennec Shand, IG-11, Dr. Pershing, Peli Motto, Cobb Vanth, Migs Mayfeld, Captain Teva, und und und

    Hoffe daher auf mehr MAndo Sets (ohne Kind und Mando himself ;))

    Daher spare ich mir lieber die 100 Euronen für eine schlechte Charge und kaufe mir lieber den Imperial Light Cruiser 😉

    • Spoileralarm: Fennec Shand taucht auch in TBB auf, aber psssst.
      Ich finde die Minifigs gelungen, nur fehlt mir Omega, die ich gern für den Gonk eingetauscht hätte.
      Die Mittelfinne kann man mit Original-Legoteilen und nur drei Schichten nicht anders bauen als hier im Modell zu sehen, zwangsläufig ist dann die „Unter“seite löchrig. Hat seltsamerweise bei den Playscale-Shuttles (z.B. 8096) früher auch noch nie jemanden gestört, warum jetzt auf einmal?
      Mich stört ein ganz anderes Detail an dem Shuttle, und zwar die Form des Cockpits, bedingt durch das verwendete Haubenelement. Es ist zwar äusserst lobenswert, dass das bedruckt ist (wir kennen auch zu beklebende Versionen, gell), aber verglichen mit der Serie stimmt diese runde Form einfach hinten und vorne nicht.

      Bin unterm Strich auch zwiegespalten. Die Minifigs sind toll, das Shuttle etwas meh. Vielleicht mit 30% Rabatt irgendwann, mal sehen….

  5. ninbricks aka Wolfpredator

    17. Juli 2021 um 15:37

    Also ich finde das Set rundum gelungen. Die Formensprache und die Farbgebung finde ich genial. Mich stört auch die Cockpithaube nicht. Im Gegenteil. Und man hat genug Platz an Bord. Wenn man die Kiste samt Deckel entfernt hat man hinten sogar noch Platz für eine weitere Figur. Und die Speeder erhöhen den playvalue und sehen zudem noch gut aus. Einzig das unbewegliche Visier bei Tech ist ein derber Schwachpunkt. Der Imperial Light Cruiser taugt doch nur, weil Fennek und EIN Darktrooper drin sind. Und der Mandofighter ist mir zu zügig (siehe Lücke beim Cockpit). 😉

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