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LEGO Stein aus recyceltem Kunststoff: Erster Prototyp vorgestellt

LEGO Stein aus recyceltem Kunststof | © LEGO Group

Ein LEGO Stein aus recyceltem Kunststoff: Ein erster Prototyp wurde aus PET-Flaschen entwickelt – Video, alle Informationen und Diskussion.

LEGO versucht weiterhin mit einem Team bestehend aus 150 Mitarbeitern, Alternativen bei der Herstellung seiner bunten Steine zu finden. Nun wurde ein erster 2×4 Stein aus recyceltem Kunststoff vorgestellt. Der Prototyp wurde aus recyceltem Plastikflaschen gefertigt. Frei nach Giovanni Trapattoni: Flasche leer, LEGO-Stein! Doch Spaß bei Seite: Es ist schön zu sehen, wie LEGO binnen der letzten Jahre geforscht hat und offenkundig auch kleinere Schritte in die richtige Richtung geht.

PET-Materialien wiederzuverwerten ist auf jeden Fall im Ansatz ein löblicher Schritt, wenngleich sich längst nicht jede Flasche eignet, wie das Video 📺 zeigt. LEGO verspricht eine „kompromisslose Qualität und Sicherheit“. Um im PET-Bilde zu bleiben: Die Ideen sprudeln?

Gerade Experteneinschätzungen unter unserer Leserschaft würden uns sehr interessieren: Ist dies ein guter Weg, den LEGO eingeschlagen hat?

Die LEGO Gruppe enthüllt den ersten Prototyp

Die LEGO Gruppe präsentiert den ersten LEGO Stein Prototyp aus recyceltem Kunststoff und zeigt damit den jüngsten Schritt, LEGO Produkte aus nachhaltigen Materialien herzustellen. Der neue Prototyp besteht aus entsorgten PET-Flaschen und ist der erste aus recyceltem Material hergestellte Stein, der die strengen Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen des Unternehmens erfüllt.

Ein Team von 150 Personen arbeitet daran, nachhaltige Lösungen für LEGO Produkte zu finden. In den vergangenen drei Jahren testeten die Experten über 250 Variationen von PET-Materialien und Hunderte andere Kunststoffzusammensetzungen. Das Ergebnis ist ein Prototyp, der die Anforderungen des Unternehmens hinsichtlich Qualität, Sicherheit und Spielerlebnis erfüllt, sowie die sogenannte Haftkraft.

Tim Brooks, Vice President of Environmental Responsibility der LEGO Gruppe, sagt: „Wir freuen uns sehr über diesen Durchbruch. Die größte Herausforderung auf unserem Nachhaltigkeitsweg ist es, neue Materialien zu entwickeln, die genauso haltbar, stark und hochwertig sind wie unsere bestehenden Steine – und die auch zu den hergestellten LEGO Elementen der vergangenen 60 Jahre passen. Mit diesem Prototyp können wir den Fortschritt zeigen, den wir machen.“

Kompromisslose Qualität und Sicherheit

Bis die Steine aus Recyclingmaterial in LEGO Sets zu finden sind, wird noch einige Zeit vergehen. Das Team wird die PET-Zusammensetzung weiter testen und entwickeln und dann beurteilen, ob es in die Pilotproduktion übergeht. Diese nächste Testphase wird voraussichtlich mindestens ein Jahr dauern.

Brooks dazu: „Wir wissen, dass Kinder sich um die Umwelt sorgen und wollen, dass wir unsere Produkte nachhaltiger machen. Auch wenn es noch eine Weile dauert, bis Kinder mit Steinen aus recyceltem Plastik spielen, sollen sie schon jetzt wissen, dass wir daran arbeiten und sie mit auf die Reise nehmen. Experimentieren und Fehler zu machen ist ein wichtiger Teil aller Lern- und Entwicklungsprozesse. So wie Kinder zu Hause mit LEGO Steinen etwas bauen, abbauen und wieder aufbauen, so machen wir das auch im Forschungszentrum.“

Der Prototyp besteht aus recyceltem PET von Zulieferern in den USA, die auf Basis von Prozessen, die sowohl von der US-amerikanischen FDA (Food & Drug Administration) als auch der europäischen EFSA (European Food Safety Authority) genehmigt wurden, die Qualität des Materials sicherstellen. Im Durchschnitt liefert eine 1-Liter-PET-Flasche genug Ausgangsmaterial für zehn 2×4 LEGO Steine.

Der Weg zu nachhaltigeren Produkten

Die zum Patent angemeldete Materialzusammensetzung erhöht die Haltbarkeit des PET-Materials und macht es stark genug für LEGO Steine. Das innovative Verfahren nutzt eine maßgeschneiderte Aufbereitungstechnik, die das recycelte PET mit speziellen Zusätzen härter macht.

Der Prototyp ist der neueste Schritt im Bestreben der LEGO Gruppe, LEGO Produkte nachhaltiger zu gestalten. Im Jahr 2020 kündigte das Unternehmen an, Einwegplastik sukzessive aus seinen Sets zu entfernen. 2018 begann die Produktion von LEGO Elementen aus Bio-Polyethylen (Bio-PE) auf Basis von nachhaltig angebautem Zuckerrohr. Viele LEGO Sets enthalten bereits Elemente aus Bio-PE: Es ist perfekt für kleinere und weichere Teile wie Bäume, Äste, Blätter und Accessoires für Minifiguren. Aktuell eignet sich Bio-PE jedoch nicht für härtere, stärkere Elemente wie die populären LEGO® Steine.

Brooks sagt: „Wir verpflichten uns dazu, unseren Teil zum Aufbau einer nachhaltigen Zukunft für Generationen von Kindern beizutragen. Unsere Produkte sollen einen positiven Einfluss auf den Planeten haben – nicht nur durch das Spiel, das sie bieten, sondern auch durch die Materialien, die wir verwenden. Vor uns liegt noch ein langer Weg, aber wir sind zufrieden mit den Fortschritten, die wir machen.“

Der Fokus der LEGO Gruppe auf die Entwicklung nachhaltiger Materialien ist nur eine von mehreren Initiativen, die das Unternehmen ins Leben gerufen hat, um einen positiven Unterschied zu machen. Bis Ende 2022 wird die LEGO Gruppe beispielsweise über einen Zeitraum von drei Jahren bis zu 400 Millionen US-Dollar investiert haben, um ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Mehr Informationen über die Nachhaltigkeitsambitionen der LEGO Gruppe findet sich unter LEGO.com/AboutUs/Sustainability/RecycledMaterials/

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Bioplastik-Elemente

Alternativen: Mit dem Set 40320 Pflanzen aus Pflanzen hat LEGO im Jahre 2018 bereits ein Set mit Bioplastik produziert, geriet hier aber offenkundig zuletzt ins Stocken, da die Ressourcen nicht ausreichen.

LEGO 40320 Pflanzen aus Pflanzen | © Matthias Kuhnt

Pflanzen aus Pflanzen 40320: Das ist in der Box | © Matthias Kuhnt zusammengebaut.com

40320 Pflanzen aus Pflanzen: Das ist in der Box | © Matthias Kuhnt

Papiertüten

Bereits feststeht: Papiertüten sollen zukünftig die Plastiktüten ersetzen. Hier ist LEGO also schon einen Schritt weiter, wobei ein konkretes Datum noch nicht kommuniziert wurde.

Steine kommen LEGO nicht mehr in die Tüte!

Eure Meinung!

Denkt ihr, LEGO ist auf dem richtigen Weg? Findet ihr die Idee löblich, aus PET-Flaschen Steine zu produzieren, oder hättet ihr da gar ein ungutes Gefühl? Äußert euch gerne in den Kommentaren.

Andres Lehmann

Einst mit LEGO City und der 12V-Eisenbahn durchgestartet, Sammler von Creator Expert, Ideas, Architecture und City Modellen und baut gerne MOCs, die hoch hinaus gehen.

17 Kommentare Kommentar hinzufügen

  1. Das ist meiner Meinung nach eine sehr gute Idee. Finde ich auch wesentlich besser, als in Monokulturen angebauten Zuckerrohr zu verwenden. Und Kunsttoffabfall wird es in den nächsten Jahren noch immer mehr als genug geben.

  2. Die Kunst wird sein, andere Plastiksorten zu recyceln, inklusive der Milliarden LEGO-Steine, die es schon gibt. Für PET gibt es ja mittlerweile genug Anwendungsbereiche und wenn LEGO da jetzt auch noch mitmischt, werden dort die Preise explodieren. Sicher ein richtiger und wichtiger schritt, aber eben nur ein kleiner. Aus meiner Sicht definitiv nicht der fundamentale große Durchbruch, den es bräuchte…

  3. Grundsätzlich fertigt LEGO ja aus ABS. Heißt die Rohstoffkosten sind für die LEGO Gruppe in den letzten Monaten explodiert. Auch die Verfügbarkeit dürfte in der letzten Zeit die Hölle für die Produktion gewesen sein.
    Entsprechend kann man diese Maßnahme sicher auf dem „Grünen Weg“ vermarkten aber faktisch wird wohl vor allem die Einsparung von Kosten und die bessere Verfügbarkeit zu dieser Meldung geführt haben.
    Grüner wäre dann, dass Material auch in der Nähe der Produktionsstandorte zu produzieren.
    Wenn in Billund Material aus den USA eingesetzt wird ist das für die Öko-Bilanz der Steinchen sicher nicht optimal.
    Ein 1 zu 1 Ersatz für die Massen-Kunststoffe ist aber nicht nur für LEGO eine große Herausforderung.

  4. Recycling von Plastik ist nicht schlecht, damit nicht noch mehr Plastik in die Welt kommt, aber am Ende sollten man ganz weg von Plastik.
    Sollten dieses Jahr nicht auch Tüten aus Papier statt Plastik verwendet werden? Was ist denn eigentlich daraus geworden?

  5. Es ist momentan möglich, PET-Flaschen und alle niederkristallinen PET-Produkte durch enzymatische Prozesse (Hydrolyse der Esterbindungen zwischen Terephthalat und Ethylenglycol durch Cutinasen und PETasen) vollständig abzubauen und so in die chemischen Grundstoffe zu zerlegen. Aus diesen können bereits jetzt wieder neue Flaschen synthetisiert werden, die in der Qualität den konventionell neu hergestellten Flaschen ebenbürtig sind, insbesondere hinsichtlich der Kristallinität und Transparenz. Es funktioniert also eindeutig und mit nicht übermäßig hohen Kosten schon jetzt, PET vollständig abzubauen und zu recyceln. Wenn LEGO es jetzt geschafft hat, den doch eher weichen Kunststoff PET stabiler zu machen, die Qualität der Steine also nicht leidet (auch hinsichtlich der Färbbarkeit etc.), finde ich dies einen sehr wichtigen Schritt. Bis ABS enzymatisch abgebaut werden kann, wird wohl noch eine Weile vergehen, PET-Steine könnten dagegen bereits nach derzeitigem Stand der Forschung zerkleinert und zu neuen Stoffen – auch neuen LEGO-Steinen – verarbeitet werden.

    Für alle Interessierten: Zwei wichtige Artikel hierzu sind:
    – Tournier, V.; Topham, C.M.; Gilles, A.; David, B.; Folgoas, C.; Moya-Leclair, E.; Kamionka, E.; Desrousseaux, M.-L.; Texier, H.; Gavalda, S.; Cot, M.; Guémard, E.; Dalibey, M.; Nomme, J.; Cioci, G.; Barbe, S.; Chateau, M.; André, I.; Duquesne, S.; Marty, A.: An engineered PET depolymerase to break down and recycle plastic bottles, Nature 2020, 580, 216–219, https://doi.org/10.1038/s41586-020-2149-4
    – Sagong, H.-Y.; Seo, H.; Kim, T.; Son, H.F.; Joo, S.; Lee, S.H.; Kim, S.; Woo, J.-S.; Hwang, S.Y.; Kim, K.-J.: Decomposition of the PET Film by MHETase Using Exo-PETase Function, ACS Catal. 2020, 10, 4805−4812, https://doi.org/10.1021/acscatal.9b05604

  6. PET, ein guter Schritt. Vielleicht hilft das die Abhängigkeiten vom ABS-Markt zu mildern, und kann Schritt für Schritt ergänzt werden.
    Hoffentlich hört das dann auch auf das man die Plastikflaschen/Müll in kubikmetergroße Ballen presst und die über Indonesien „abwirft“.
    Mit dem Kunststoff aus den Computergehäusen/Teilen und dem ganzen Elektronikschrott, den man in Afrika einfach nur stupide massenweise auf dem Haufen verbrennt, müsste man auch noch etwas sinnvolles machen können.

    • Vollkommen richtig. DAS ist das eigentliche Problem. Bei uns darf der ganze Abfall (auch aus dem fürs Recycling gedachte Gelbe Sack) thermisch genutzt (verbrannt) oder exportiert werden.
      Hier ist die Politik gefragt: 1. Export und thermische Nutzung ausnehmen und 2. Kostensteigerung auf die Nutzung von Rohöl.
      Sofort wäre es rentabel Kunststoff in großem Stil als Ressource zu nutzen.

  7. Vom Grunde her ist die Herstellung von legosteinen aus recyclingkunststoff 1 recht gute idee

    Man muss aber dabei einiges bedenken schleppt man das recyclingmaterial aus allen enden und Ecken unserer Welt nach Dänemark zum recycelt, so verschwindet der zuvor angedachte umweltgedanken mehr als vollständig

    Besser wäre es, meiner Meinung nach, das Material in den jeweiligen Ländern z sammeln, zu recycelt und die so hergestellten klemmbausteine auf dem jeweiligen regionalen Markt an die jeweiligen jüngeren und älteren Verbrauchern zu veräußern

    Das wäre für mich gelebter Umweltschutz in der und für die Welt

    Viele Sachen aus altlasten werden ja in Europa und in Amerika und in Teilen Asiens bereits recycelt und so wieder 1 neuverwendung durch die Kunden zugeführt

    Wir Deutschen sind j bereits seit vielen Jahren Welt und Europameister im Mülltonnen und abfallrecycling machen wir nur so weiter und sind Vorbild für viele viele Länder der welt

    • Deutschland könnte die 1.000.000 t Plastikmüll, die letztes Jahr exportiert wurden einfach nach Billund schicken. Da sollten schon ein paar Steine bei rauskommen.
      So toll sind wir nicht mehr im recyclen, wir sortieren zwar fleißig, aber der Export ist meist lukrativer als das Recyclen. Und deswegen landen unsere Plastiktüten in den Weltmeeren.

  8. Naja …. wer ist so blöd und wirft Lego weg. (Bitte mir geben 🙂 ). Aus ökologischen Gründen von ABS wegzugehen halte ich eher für einen vorheschoben Grund. Aber aus was die Steine effektiv sind ist mir egal solange sie funktionieren und halten (ich hab Steine die sind 50 Jahre alt die klemmen besser als so mancher Neue). Die Kunstoff Teiletüten gegen Papier zu ersetzen finde ich hingegen sehr sinnvoll. Das ist wirklich unnötiger Müll.

  9. Aus der Sammlung von PET-Flaschen sollten PET-Flaschen werden und nichts anderes.
    In der Schweiz klappt das sehr gut. PET-Flaschen werden getrennt gesammelt und dann wieder zur PET-Flaschen. Bei so einer direkten Weiternutzung sind auch keine Aufschlüsse nötig, das Material muss nur erhitzt werden. Genau SO ist die Nutzung von PET-Flaschen auch deutlich umweltfreundlicher als Glasflaschen.
    Kunstoffe ganz in die Rohstoffe aufzulösen und neu aufzubauen ist eine tolle Technik, braucht aber viel Energie und auch Chemie. Sortenreines Recycling ist – wenn möglich – immer besser. Vor allem wenn es ein thermoplastischer Kunststoff ist den man zum Umschmelzen nur erhitzen muss.
    Das unkomplizierte Flaschenrecycling funktioniert aber nur bei einer sortenreinen Sammlung und dann auch Verwertung. Das geht z.B. in der Schweiz super. In Deutschland könnte es dank Pfandsystem funktionieren – aber leider ist hier die Recyclingquote bei Flaschen scheinbar noch unter 10%. Wenn PET-Recycling in Staaten nicht funktioniert liegt es meist an der fehlenden Flaschensammlung und Herstellung hochwertigen Granulats in ausreichender Menge um die Prozesse zu etablieren. Oder auch politischem Willen – wie bei uns.

    In den letzten Jahren ist es modern geworden aus PET-Flaschen Kleidung und alles Mögliche zu machen. Das ist aber fast immer ein Downcycling, da ein sehr hochwertiger Rohstoff verändert und meist niederwertiger verwendet wird. Bei Lego wäre es immerhin kein Downcycling, aber das PET würde aus dem Flaschenrecycling genommen. Vor allem da Lego eben keinen wilden PET-mix, sondern wohl nur sehr hochwertiges Granulat gebrauchen kann.

    Daher sehe ich alle Fremdnutzungen von hochwertigem PET-Granulat als kritisch an. Flaschen werden gebraucht und hergestellt. Ob uns das gefällt oder nicht. Sollen sich Umweltfreunde doch bitte eine andere Quelle suchen. Aktuell klappt PET-Recycling oft noch nicht. Daher könnte das Downcycling in einer kurzen Übergangsphase sinnvoll sein, darf aber nicht der Endzustand sein.

    Ansonsten sehe ich Lego vor allem bei der Verpackung in der Pflicht. Plastik ist per se nicht böse. Das wird es erst wenn es unkontrolliert in die Umwelt gelangt. Lego-Steine gehören aber vermutlich zu einer der am längste genutzten Plastikanwendungen. Bei Verpackungen ist Papier übrigens meist ökologisch ungünstiger als ordentlich recycletes Plastik. Sobald der Inhalt des Gelben Sacks bei uns nicht mehr überwiegend verbrannt wird wären Plastikbeutel die nachher im Gelben Sack landen sehr umweltfreundlich (ressourcen- und energieschonend). Eine totale Katastrophe wären Papierbeutel die mit Kunststofffasern haltbarer gemacht werden und sich damit dem Altpapierrecycling entziehen. Holzfasern sind eine stark übernutzte Ressource weltweit und führt selbst in Europa zum illegalen Abholzen der letzten Urwälder.

    • Schon einzelne Beiträge oben fand ich sehr interessant, danke an Simon, Afolio und andere.
      Ich versuche so gut es geht, Plastemüll zu sparen. Ich benutze z.b.ein Stück Seife oder festes Duschgel, ich habe einen Sodasprudler, ich versuche bei Getränken Mehrwegglas zu kaufen und brings dann auch wieder hin. Dennoch hab ich genug Plastemüll, den ich dann zum Wertstoffhof bringe und dort trenne. Neuerdings wird bei uns z.b. Lebensmittel PET separat sortiert und sowieso nach Farben.
      Ich freu mich immer, wenn Unternehmen oder andere Organisationen Wege suchen, um mit Material, das schon da ist zu arbeiten. Wie oben beschrieben, gibt es da widersprüchliche politische Entscheidungen. Unseren Müll zu exportieren ist wirklich unfassbar und oft auch noch in Länder, die das Ganze NICHT aufarbeiten oder recyceln können.
      Ebenso sind die wissenschaftlichen Erkenntnisse mit unserem Gefühl oft nicht deckungsgleich. Ein Pappkarton um 6 Marmeladengläser wirkt mehr „Öko“, hat aber einen deutlich schlechteren ökologischen Fußabdruck als ne dünne Folie (Quelle: Bioladenbesitzerin Wien). Ich sehe das so, dass wir alle ein bisschen aufpassen sollten, was wir so brauchen und kaufen und das Firmen, die genug Geldmittel für Forschung bereitstellen können, sich neue Wege ausdenken sollten, um mit Rohstoffen zu haushalten.
      Eine Hauptverantwortung sehe ich bei der Politik, die bestimmte Umweltvergehen (Müllexport) gesetzlich regeln sollten.
      Von daher, danke an Lego für die Forschung!

  10. Zum Thema Nachhaltigkeit bei LEGO hatte ich heute wieder einmal ein Schlüsselerlebnis: Unser Sohn spielt wieder einmal mit LEGOBoost. Zunächst funktioniert einmal gar nichts mehr. Batterien sind leer! Da aufladbare Batterien nur rund 5 Minuten halten (sie haben zu wenig Spannung), mussten wohl oder übel wieder Einweg-Batterien eingelegt werden… Nach dem Abendessen musste Vernie natürlich mittels Fernsteuerung durchs Kinder- und Wohnzimmer gesteuert werden (Programmieren war zu anstrengend ;)). Leider war nach 20 Minuten auch schon wieder Schluss (mit Marken-Batterien…).
    Warum stattet LEGO nicht auch die Spielzeugvarianten (u.a. auch die LEGO Züge) mit Akkus aus? Legosteine aus nachhaltigem Material finde ich schon einmal einen guten Ansatz. Ob ich mich an die Papiertüten gewöhne? Na, ja… Nachhaltig? Wie dem auch sei:
    Für das Batteriefach der LEGO Powered Up‘s habe ich mir mit dem 3D-Drucker bereits einen Adapter zur Bestückung it einem 9V-Akku gedruckt und mit Kupferband (gegen Schnecken) die „Leitungen“ nachgezogen. Passt wunderbar und lässt die drei Züge unseres Sohnes mehrere Stunden fahren 😀 Nun muss ich mir wohl einmal das Gehäuse von Vernie etwas genauer anschauen 😉

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