Seit Dezember letzten Jahres ist Bali Padda neuer CEO der LEGO Group. Er folgt auf Jørgen Vig Knudstorp, der seit dem die neu geschaffene LEGO Brand Group leitet. Im ausführlichen Interview mit Jørgen vor eineinhalb Jahren ließ er sich bezüglich seiner Zukunftspläne noch nicht in die Karten schauen, und bei der LEGO Store Eröffnung in Berlin sprach ich ebenfalls kurz mit dem Dänen: Er scheint sich in seiner neuen Rolle wohlzufühlen und fotografierte mit einem Lächeln all die Großmodelle.

LEGO Store Berlin: Das Brandenburger Tor aus 521.405 Steinen | © Andres Lehmann / zusammengebaut.com

Im Rahmen der LEGO Fan Media Days 2017 hatten wir so denn die Möglichkeit, mit Padda zu sprechen. Bevor er die Rolle als CEO antrat, habe er sich, in London lebend und nach Billund pendelnd, ausführlich mit seiner Familie beratschlagt. Denn an sich habe er mit Jørgen bereits über seine Pension sprechen wollen: „Schließlich bin ich bereits 61“, wie er schmunzelt anmerkt.

LEGO Jahrespressekonferenz 2017: CEO Bali Padda | © Andres Lehmann / zusammengebaut.com

Fragen kamen aus der gesamten Runde, und meine zunächst gestellte Frage drehte sich um LEGO Nexo Knight. Um das aktuelle „Big Bang“-Thema ranken sich viele Spekulationen, und Padda unterstrich: „Zunächst war Nexo Knights ein Erfolg. Doch wir hätten es besser machen können.“ Gerade die Nexo Knights Shields, sprich die digitale Komponente, habe nicht so funktioniert, wie erhofft.

Nexo Powers! | © LEGO Group

Und was sagt Padda zu den aktuellen Entwicklungen? Nun, ein Ziel sei es, den Stein intelligent zu machen. Ob das in zehn Jahren oder später möglich ist, sei aber noch unklar. Die Vergangenheit holt den CEO derweil regelmäßig ein. Zuletzt, bei der LEGO Inside Tour, habe eine Frau eine Monorail-Schiene aus der Tasche geholt und ihm gezeigt. Klar aber sei: Monorail und das 9V Eisenbahn-System sind Geschichte.

LEGO Technic der Favorit

Zu Hause baut Padda gerne, so sammelt er etwa die exklusiven Fabrik-Sets. Und sein liebstes Thema ist und bleibt LEGO Technic: In Indien aufgewachsen, habe er damit zunächst überhaupt keine Berührungspunkte gehabt. Um so mehr begeistern ihn die Modelle heutzutage.

Im Dialog mit dem CEO | © Andres Lehmann / zusammengebaut.com

Rund eine Stunde konnten die anwesenden Fan Media Seiten Fragen stellen – fünf Mal war ich am Zug (und hatte noch 50 im Sinn), und dies sind die Antworten eines Mannes, der LEGO lebt.