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LEGO City 60307 Tierrettungskamp im Review

LEGO City 60307 Tierrettungscamp

LEGO City 60307 Tierrettungscamp | © Johann Härke

Das größte Set der neuen LEGO City Sommerwelle 60307 Tierrettungskamp im Review: Tierisch gut?

Das Set ist im Rahmen der „Wildlife Rescue“ Serie in der LEGO City Themenwelt erschienen und ist dabei das teuerste Set. Die Altersempfehlung gibt LEGO mit 6+ an. Es wird bisher exklusiv von LEGO vertrieben, weshalb es noch keine Preisnachlässe gegeben hat. Vermutlich wird das Set in nächster Zeit aber auch von ausgewählten Partnern, wie beispielsweise Galeria Karstadt Kaufhof, in das Sortiment aufgenommen werden. Rabatte dürften dennoch auch in Zukunft rar gesäht sein.

Die Eckdaten

Umfang

Das Set erscheint in einem recht flachen Karton mit den Maßen 47cm x 37cm x 7cm. Nach dem Aufschneiden purzeln einem 6 klassische Folienbeutel mit Steinen und zwei einzelne Tüten für die größeren Tiere und die Baumformteile entgegen. Außerdem erhalten wir einen erfreulich kleinen Stickerbogen mit nur drei Aufklebern.

Verpackung

Aufkleber

Statt einer dicken Anleitung liegen dem Set vier kleine getackerte Heftchen bei. Dabei behandelt jede Bauanleitung ein für sich allein stehendes Modell, sodass sich das Set auch prima mit mehreren zusammen bauen lässt. Das gefällt mir sehr gut.


4 Anleitungshefte

Das Set

Das Set besteht im Großen und Ganzen aus einem Teil Landschaft und dem recht bulligen Tierrettungsgeländewagen. Hinzu kommen noch ein kleines Flugzeug und Motorrad. Bevölkert wird die Kulisse von den acht Tieren und den sechs Minifiguren.

Landschaft

Die Landschaft teilt sich in den fest mit dem Fluss verbundenen Abschnitt mit dem Camp und zwei kleinere, einzelne Abschnitte auf.

Felsen mit Feuer

Eines dieser kleinen Module besteht aus einem kleinen Felsen, der auf einer runden 4×8 Platte steht. Hier lässt sich auf der Rückseite eine kleine Flamme herausklappen. Ansonsten recht unspektakulär, aber zweckmäßig.

Steppenbrand!

Höhle

Deutlich umfangreicher ist da schon die Felsenhöhle, auf der ein Baum wächst. Hier erhalten wir zum einen ein BURP, um die Höhle darzustellen, aber auch einige graue kleinere Steine zum Ausschmücken. Dieser Teil ist auch für jeden Landschaftsbauer als Teilespender geeignet. In der Krone des Baumes findet sich der Adlerhorst mit Ei. Die untenliegende Höhle ist sehr geräumig und bietet Platz für die kleinen Löwen.

Höhle

 

Wildtiercamp

Camp

Das eigentliche Wildtiercamp ist zweigeteilt. Die Basis bilden zwei Bäume. Etwas schade finde ich, dass diese ausschließlich aus großen Formteilen bestehen. Damit geht der Bau zwar schnell von der Hand, doch hätte ich mir lieber etwas detailliertere und natürlichere Bäume gewünscht.

Formteil

Auf der einen Seite des Flusses sehen wir einen Kran auf einer kleinen Plattform. Nach und nach bauen wir insgesamt drei verschiedene Kisten mit unterschiedlichem Inhalt. Der Deckel wird dabei immer von zwei 1×2 Jumper-Plates und einem „Telefon“ gebildet. Daran lassen sich die Kisten mit dem Kran nach oben ziehen.

Kran

In der anderen Hälfte des Camps sehen wir im Baum einen kleinen Schreibtisch mit Kaffetasse und im oberen Teil einen Aussichtspunkt mit Fernglas.

Auch Tierretter haben Durst!

Aussichtspunkt

Fluss

Etwas unnatürlich wirkt der Fluss, der mit den neuen Straßenplatten gebaut ist. Ein etwas schöner ausgestaltetes Ufer, etwa mit beigen Wedgeplates und etwas grünem Bewuchs, würde meiner Meinung nach besser wirken. Grundsätzlich gefällt mir die Landschaft aber sehr gut. Mir gefallen solche Sets, die mehr Landschaft zum Spielen als Fahrzeuge darstellen.

Fahrzeuge

Im Set enthalten sind insgesamt vier Fahrzeuge, mit denen sich unseren mutigen Tierretter ins Abenteuer stürzen. Das kleine Motorrad mit Feuerlöscher, um den Brandherd zu bekämpfen, das Schlauchboot mit der Möglichkeit, eine Kiste über den Fluss zum Kran zu transportieren und das Ultraleichtflugzeug machen eine gute Figur.

Schade ist allerdings, dass der Print an der Front des Flugzeugs nicht besonders gut getroffen ist. Das gedruckte „Tierrettungslogo“ auf dem Slope sitzt eindeutig nicht mittig.

Da sollte noch einmal … das Zielen geübt werden

Das hätte ich mit einem Sticker wohl besser hinbekommen. Grundsätzlich bin ich ein großer Fan von Prints, hier sollte aber noch einmal nachgesteuert werden.

Tierrettungsfahrzeug

Tierrettungsfahrzeug

Ein Highlight für mich bei diesem Set ist aber der bullige „Tierrettungswagen“. Bei diesem lässt sich das komplette Dach öffnen. Zusätzlich kann dieser durch zwei Türen von hinten bespielt werden.

Rückansicht

In dem Wagen sehen wir an den Seiten zwei lange, weiße „Behandlungstische“, auf denen die kleinen Tiere wie Löwenbabys und Affen festgesteckt und danach behandelt werden können. Außerdem haben wir auf einer Noppe ein schönes Mikroskop und eine Tüte „Erdnussflips“ – auch eine Tierärztin benötigt Nervennahrung.

Innenansicht

Außerdem kann hier auch die Kiste mit Medizinutensilien verstaut werden. Am Kopfende sehen wir noch einen Computer mit Tastatur. Ein meiner Meinung nach wirklich tolles Fahrzeug, das wir so auch noch nicht in der LEGO City Welt gehabt haben. Die Breite von 10 Noppen im hinteren Bereich bietet schön viel Platz zum Spielen.

Aufkleberproblem

Schade ist, dass auch bei diesem Set die Farbtreue der Aufkleber stark zu wünschen übrig lässt. So stechen die Aufkleber doch recht deutlich hervor.

Minifiguren

Insgesamt sechs verschiedene Figuren bevölkern das Set. Schön sind die bedruckten Beine. Alle Torsi sind zweiseitig bedruckt. Ausschließlich die Figur des Abenteurers im typischen Safari-Outfit mit großer Kamera hat auch ein Wendegesicht. Ich schließe mich allgemein Jonas erstem Fazit in seinem Review des 60302 Tierrettungseinsatzes an: Die Figuren sehen mir, bis auf den „Abenteurer“, zu gleichförmig aus.

Tiere

Ein Highlight und sicherlich auch Kaufgrund für dieses und die anderen Sets der City-Tierrettungsreihe sind die enthaltenen Tiere. In diesem Set bekommen wir insgesamt acht davon. Für alle gilt: Hier sitzen die Prints sehr sauber, genau da, wo sie sollen, und auch feine Partien wie Augen sind sehr scharf abgebildet. Super!

Elefant

Der Elefant wurde lange heiß erwartet, nun ist er wieder zurück im LEGO-Sortiment. Hier erhalten wir einen männlichen Elefanten, wie man an den langen Stoßzähnen erkennen kann. Zusammen mit dem Set 60302 lässt sich eine komplette Familie aus Männchen, Weibchen und Jungtier bilden. Der Elefant ist gut verarbeitet, den Kopf und den Rüssel kann man in verschiedene Richtungen bewegen. Der Elefant wird aus sechs Einzelteilen zusammengebaut.

Dickhäuter!

Einzelteile

Löwen

Schon im letzten Jahr ist der 60267 Safari Geländewagen erschienen. Heute wirkt dieses Set fast wie ein Teaser. Hier erhielten wir schon die Löwin, die wir jetzt auch in diesem Set sehen. Neu dagegen ist die Form des männlichen Löwen, den wir hier in weiß erhalten. Tatsächlich gibt es auch in der freie Natur weiße Löwen, es handelt sich bei diesen Tieren nicht etwa um Albinos, sondern um eine Art genetische Mutation, die weitervererbt wird. Merkmal sind die blauen Augen, die auch LEGO umgesetzt hat.

Adler

Über den Adler habe ich mich in diesem Set besonders gefreut. Die Form gab es bisher nur in einem einzigen Set – dem 60202 Stadtbewohner Outdoor Abenteuer. Nachdem das Set ausgelaufen ist, kommt mit diesem Set die Form zurück. Der Print ist aber neu.


Affen

Die Affen sind eine Art Dauerbrenner in den neuen Wildtierrettungssets. Bis auf das Set 60301 Tierrettungs Geländewagen sind sie in jedem Set vorhanden. Ausschließlich in diesem Set kommen sie in der mit einem Körper in tan und einem Gesicht in Dark Bluish Gray. Das Set enthält auch einen Verband, sodass ein Affe verarztet werden kann.

Seltene Steine

Einige Steine erscheinen in diesem Set völlig neu, bzw. das erste mal in der jeweiligen Farbe. Besonders spannend ist dabei die Plate, Modified 1×2 with Clip on end (Vertical Grip)  in schwarz – diesen Clip gab es bisher nur in horizontale Richtung. Ein Teil, das in Zukunft sicher häufig einen Platz in den Sets finden wird. Die 8×8 Platte mit abgerundeten Ecken ist uns schon aus den vielen Vidiyo-Beatboxen vom Anfang des Jahres bekannt – hier erscheint sie das erste mal außerhalb dieser Themenreihe.

Modularität

Die neuen Straßenplatten gaben mir beim Aufbau eine Idee: Könnten nicht die neuen Wildlife-Tierrettungssets auch untereinander kombiniert werden, um einen kompletten Flusslauf zu erreichen? Tatsächlich lässt sich das Set spielend einfach mit dem Set 60301 Tierrettungs-Geländewagen verbinden. Auch eine Kombination mit dem 60302 Tierrettungseinsatz sollte möglich sein. Zwar wird diese Möglichkeit nirgendwo beworben, doch es scheint mir fast so, als hätten die Designer sie vorgesehen.

Und, anders als in den neuen Straßenplattensets wurde diesem Set auch eine Fliese zum Verbinden beigelegt – unter der Plattform wird die passende 2×4-Fliese in dark azure verbaut, für die Stabilität wird sie dort aber nicht unbedingt benötigt. Hat da ein Designer in Billung mitgedacht? Ich finde es super, dass die Straßenplatten so auf vielfältige Weise genutzt werden können.

Mein Fazit

Ich persönlich finde das Set durchaus gelungen. Die komplette Tierrettungsserie bei City geht meiner Meinung nach den richtigen Weg. Hier wird viel Landschaft gebaut, die Fahrzeuge stehen eher im Hintergrund  oder ergänzen, wie beim Tierrettungsfahrzeug, den Spielspaß stimmig. Die Tiere sind alle sehr schön und sauber bedruckt. Der Preis ist meiner Meinung nach, auch aufgrund des Exklusivvertriebes durch LEGO, zu hoch angesetzt. Trotz der großen Formteile hätte ich eine UVP von 89,99€ als angemessener betrachtet.

Positiv Negativ
Sehr schöne, sauber bedruckte Tiere Zu teuer
Viel Landschaft Ufer recht kahl
Modularität Prints auf Slopes schief
„Fahrende Arztpraxis“ Farbabweichungen bei Stickern

Vielen Dank an die LEGO Group, die uns dieses Set für unser Review zur Verfügung gestellt hat. Der Artikel gibt jedoch ausschließlich meine persönliche Meinung wieder.

Eure Meinung!

Wie gefällt euch die LEGO City Tierrettungsreihe? Habt ihr schon zugeschlagen, oder wartet ihr noch auf Rabatte oder Gratisbeigaben? Welchen Stellenwert haben für euch die Tiere? Eure Meinung interressiert uns in den Kommentaren!

Johann Härke

Interessiert sich für LEGO Harry Potter, Modular Buildings und Beleuchtung seiner Stadt.

10 Kommentare Kommentar hinzufügen

  1. Ich mag die Tiere, aber das Drumrum ist leider sehr gewöhnungsbedürftig und für Erwachsene LEGO-Bauer wenig ergiebig. Ist halt schade, dass LEGO die Tiere so „verbrennt“. Ist halt ähnlich wie bei Jurassic World, wo man sich wünscht, man könnte die Viecher einfach direkt einzeln kaufen. Selbst wenn sie dann immer noch überteuert wären, wäre es einfach effizienter.

    • Wobei man hier die Tiere wirklich einzeln bei Steine&Teile kaufen kann (wenn auch nicht ganz billig). Ich hab mir dazu dann noch Teile für eine Savannenlandschaft bestellt, mit ein paar Teilen aus den Sets ergänzt (z.B. die Löwenhöhle und den Safarigeländewagen aus dem letzten Jahr) und das Ganze macht sich in meiner Legovitrine ganz hervorragend.

    • Das Set ist halt von der Optik auch eindeutig für Kinder und nicht unbedingt für AFOLs. Zugegeben, für Kinder ist es etwas teuer, aber Weihnachten kommt bestimmt. Die großen Sets waren auch früher eher was, das man sich schenken ließ. Wer die Tiere ohne Teilespender will, muss eben einzeln bestellen.

  2. Gibt es schon bei Händlern mit Rabatt. Ich hab meins letzte Woche bei Lucky Bricks für 89 Euro erworben.

  3. Ähnlich, wie beim Tierrettungseinsatz, den ich mir bereits geleistet habe, finde ich auch dieses Set zu einfach, besonders im Vergleich zu älteren Abenteuer-Sets der City-Serie. Die Landschaft wirkt billig, ich vergleiche die gerne mit den Umgebungsobjekten aus der Dschungel-Serie. Dort waren alle Landschaften aufwendiger baubar und mit mehr Funktionen.
    Der Rettungswagen ist durchaus nicht schlecht, derart funktionale Fahrzeuge gab es aber auch schon bei der Dschungel- und der Vulkan-Serie.
    Lego scheint sich hier ganz auf die neuen Tiere, speziell die Elefanten, zu verlassen, um die Kauflust zu wecken und gleichzeitig den Preis von 100€ zu rechtfertigen. Für mich ist das aber zu wenig.

  4. ich kann der gesamten „Wildlife Rescue“ leider nichts abgewinnen…
    Die Tiere sind ohne Zweifel großartig!
    Doch die Sets sind so… armselig trifft es wohl am Besten…
    Ähnlich wie die City-Sets der letzten 2 Jahre. (die armseligste Polizeistation aller Zeiten… die armseligste Feuerwehrstation aller Zeiten…, der armseligste Flughafen aller Zeiten…)
    Ich habe mir auch einige Tiere für meinen Zoo direkt Steine & Teile gekauft.
    Und die Sets sind gnadenlos überteuert… mehr als 80€ Liste dürfte das Set nicht kosten!

  5. Finde die gesamte Serie sehr gelungen mit einigen Schwächen: der Preis ist finde ich bei jedem Set um 10-15 Euro zu hoch. Das Gelände ist leider auch nicht sehr detailliert da hätte ich mir mehr gewünscht. Die Tiere, die Idee und erstaunlicherweise die Fahrzeuge gefallen mir sehr sehr gut!
    Hoffe die Serie wird gut angenommen und bietet Raum noch mehr Sets dazu auf den Markt zu bringen 😁

    • So ist es bei mir auch. Die Landschaft, hier beispielsweise die Bäume, hätten detaillierter gebaut sein dürfen. Ich glaube auch nicht, dass das mit einem riesigen Preisaufschlag einhergegangen wäre, da diese „Baumformteile“ für LEGO sicherlich auch nicht billig sind (gerade aus Platzgründen). Dann hätte es auch nicht so stark die Diskussion in Richtung „Preis pro Stein ist viel zu hoch“ gegeben. Wir müssen uns wohl damit abfinden, dass Lego, zumindest aktuell, City als Themenwelt für die „ganz kleinen“ Baumeister sieht, auch die anspruchsvolleren Sets sind nicht viel schwieriger als die 4+ Artikel. Ninjago dagegen hat eignetlich an feinen und verspielten Bautechniken noch gewonnen. Und tatsächlich: Auch mir gefallen die Fahrzeuge erstaunlich gut, einfach auch, weil es noch nicht so viel in diese Richtung gegeben hat.

  6. Das Set ist bei Smythtoys für 79,99€ zu haben.

  7. Leider, wie auch der Helikopter Rettungseinsatz ist das Set zu teuer, wenn auch nicht ganz so gravierend mMn. Man muss sagen, Spielwert ist hier definitiv gegeben und das nicht nur durch die Tiere. Natürlich sind für Afols die Tiere quasi der Kaufgrund für dieses Set (und auch die restlichen Sets der Welle) aber ich denke, dass Kinder hier durchaus sehr viel mehr Spaß haben können, als viele LEGOs modernen Sets zugestehen wollen. Der Nachteil: Meinem Gefühl nach gab es früher viele Sets, die ebenfalls sehr viel Spielwert geboten haben und dazu noch schöne große ‚vollständige‘ Modelle waren.

    Rein optisch ist das Rettungscamp selbst halt leider wirklich recht mäßig, auch wenn es seinen Zweck erfüllt. Da wäre mehr möglich gewesen.

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