Mit dem LEGO Icons 10350 Eckhaus im Tudorstil erscheint zum 1. Januar 2025 das jüngste Exemplar der Modular Buildings Collection: Review.
Update 4. Januar 2025: Auf Leserwunsch habe ich nun noch einige Bilder der Tudor Corner mit anderen Modulhäusern eingebunden. Zudem ist das Inventar bei BrickLink jetzt bereits vorhanden und ich konnte die fehlenden Verlinkungen ergänzen – und habe dabei einige Eigentümlichkeiten der Minifiguren entdeckt. Im LEGO Online Shop ist das Set nun auch allgemein erhältlich (ohne Insiders-Mitgliedschaft), der 40757 Kiosk an der Ecke ist aber leider bereits vergriffen.
Update 1. Januar 2025: Das Set LEGO Icons 10350 Eckhaus im Tudorstil 🛒 ist neu erhältlich! Als Gratis-Beigaben landen der 40757 Kiosk an der Ecke und die 40756 Glücksknoten im Warenkorb. Auch die LEGO Icons 10355 Blacktron Renegade 🛒 kann nun geordert werden – hier mit dem GWP Glücksknoten. Voraussetzung ist in den ersten drei Tagen eine kostenlose LEGO Insiders Mitgliedschaft.
Weitere neue exklusive Sets im Januar sind unter anderem die 80116 Wandelnde Laterne 🛒 und der 80117 Mondneujahrsglücksbringer 🛒. Wir wünschen euch allen ein frohes neues Jahr!
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Review: In schöner Tradition erscheint alljährlich seit 2007 ein Set der seit einigen Jahren offiziell so betitelten Modular Buildings Collection, einer Serie von innerstädtischen Reihenhäusern. Nachdem das Modulhaus für 2024, das 10326 Naturhistorische Museum, bereits zum 1. Dezember 2023 erschien und damit eine Tradition brach, die über eine Dekade Bestand hatte, wurde als Erscheinungsdatum seines Nachfolgers, des LEGO Icons 10350 Eckhauses im Tudorstil (Tudor Corner), wieder der 1. Januar 2025 (Insiders-Vorverkauf, für Outsider am 4. Januar) festgelegt.
Das nunmehr zwanzigste Modulhaus umfasst 3266 Teile, inklusive acht Minifiguren (wovon eine lediglich eine Schaufensterpuppe ist) und wird für 229,99 Euro UVP angeboten. Damit entspricht die UVP dem des Vorvorgängers, des 10312 Jazzclubs, und der erhöhten des Vorvorvorgängers, des 10297 Boutique-Hotels, bei gleichzeitig deutlich erhöhter Teilezahl. High Five! Keine Preiserhöhung trotz der Möglichkeit der Vertuschung durch die höhere UVP des größeren Museums!
Das namensgebende Haus Tudor stellte von 1485 bis 1603 den englischen König als Ergebnis der Rosenkriege. Während der Regentschaft der sechs Könige, insbesondere Heinrichs VII., Heinrichs VIII. und Elisabeths I., bildete sich ein spezieller Architekturstil heraus, der Tudorstil. Am Übergang gotischer Architektur zu renaissancistischen Elementen ist besonders die Häufung des Fachwerkstils typisch, das für die Tudor Corner aufgegriffen wurde.
In der Tudor Corner sind ein Pub (laut Produktbeschreibung ein Restaurant…), ein Kurzwarenladen, eine Uhrmacherwerkstatt und eine Wohnung untergebracht. Dies alles sind bisher in offiziellen Sets nicht genutzte Berufe. Wohnungen gab es natürlich schon ein paar, gerade in den Dachgeschossen. Die Minifiguren steigen den Besitzern also aufs Dach.
Beim Kauf des 10350 Eckhauses im Tudorstil gibt es zudem den 205-teiligen 40757 Kiosk an der Ecke mit zwei Minifiguren als GWP im Gegenwert von 24,99 Euro.
Inhaltsverzeichnis
Eckdaten
- Thema: LEGO Icons
- 3266 Teile
- 229,99 Euro UVP
- 7 Minifiguren + Schaufensterpuppe
- Release am 4. Januar 2024 (Insiders-Vorverkauf ab dem 1. Januar)
- Zur Bauanleitung 🗺
- Im LEGO Online Shop 🛒
Setumfang
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Schwarz. Alle 18+-Kartons sind schwarz. Wie meine Seele. Da mein Review-Exemplar in gewissem Sinne Second Hand ist (also den Rezensenten gewechselt hat), sind einige Klebestreifen vorhanden, die im Original nicht auftreten. Falls also jemand wegen mangelhafter Druckqualität auf dem Karton von einem Kaufe absehen möchte, darf er diese Entscheidung getrost wieder vergessen.
Die auf der Rückseite der Box gezeigte Zusammenstellung der Modulhaus-Straße mit den letzten beiden Häusern ist leider nicht wirklich ästhetisch, da sich die Stile der Häuser zu sehr unterscheiden, vor allem der des Museums. Dafür zeigen die Detailbilder ein paar nette Szenen aus dem neuen Eckhaus.
Das Set umfasst eine in einem Pappschuber verpackte Grundplatte (3811), zwanzig papierbasierte Tüten zu den Bauabschnitten, eine Plastiktüte mit fünf größeren Platten, sowie die 344-seitige Bauanleitung. Aufkleber sind keine enthalten, sämtliche dekorierte Elemente sind bedruckt.
Zu Beginn der Anleitung werden einige Designideen des Sets vorgestellt, nebst einem Bild François Zapfens, dem ganz neu eingestellten Designer, der bisher nur das GWP für den Black Friday designt hat. Gleich als zweites Set der Karriere ein Modulhaus zu veröffentlichen, verdient größte Anerkennung! Besonders die Zeichnung der Modulhäuser am unteren Ende der Seite gefällt mir hier hervorragend, sintemal die Sets perfekt zu erkennen sind.
Aufbau
Wie bei den Modulhäusern üblich, werden die Etagen komplett unabhängig voneinander gebaut und könnten im Prinzip auch parallel erschaffen werden, wenn sich die zusätzlichen Konstrukteure mit der digitalen Anleitung zufriedengeben. Ansonsten gilt das typische Problem, dass die dicken All-in-One-Anleitungen höchst unpraktisch sind, zumal die Motive der ersten und letzten paar Dutzend Seiten innen an der Bindung verschwinden. Immerhin das ist beim PDF nicht möglich. Das Erd-, Ober- und Dachgeschoss lassen sich so nacheinander oder gleichzeitig bauen, gefolgt vom Dach und einigen Details, die an mehreren Stellen aller Etagen angebracht werden.
Übrigens behauptet die offizielle Produktbeschreibung bei LEGO:
Dank des modularen Aufbaus kann man die einzelnen Zimmersegmente auch anders anordnen. So lässt sich dieses Ausstellungsstück immer wieder verändern, um viele verschiedene Geschichten darzustellen.
Dies ist schlicht und ergreifend falsch und somit irreführende Werbung. Es ist nicht möglich, die Etagen anders zu stapeln, nicht einmal das Obergeschoss kann weggelassen werden, weil der Balkon des Dachgeschosses mit der Treppe des Erdgeschosses kollidiert. Und auch der Begriff „Zimmersegmente“ suggeriert, man könne die einzelnen Räumlichkeiten bewegen, die aber fest miteinander verbunden sind. Derlei Fehler treten leider immer wieder auf und zeigen, dass die Werbetexter von den Sets recht wenig Ahnung zu haben scheinen.
Erdgeschoss
Als erstes wird die Passantin (twn510) gebaut, die über dasselbe kombinierte Hut- und Haarteil (27955pb02) verfügt wie eine Passagierin im 21344 Orientexpress, zudem trägt sie einen rosafarbenen Schirm (27150). Fliegen kann sie trotzdem nicht. Ihre Regenkleidung (973pb5303c01) gefällt mir aber sehr gut, vor allem, weil sie sehr an die Londoner Ecke gemahnt, die die Tudor Corner darstellt. Ha! Ich habe sofort erkannt, dass es Londinium ist!
Zunächst wird, wie bei Modulhäusern üblich, der Fußweg gefliest. Die 2023 neu eingeführten Doppelpfeilkacheln (3396) ergeben ein schönes, noch unverbrauchtes Muster für die Umrandung der kleinen Fliesen.
In die zur Orientierung eingebaute erste Reihe der Wände werden die Fußböden eingezogen. Im Pub finden wir einen Parkettboden, nebst kleinen Fliesen an der späteren Theke, während die Küche großformatiger in Weiß und Medium Azure gefliest wird. Der Boden des Kurzwarenladens ist in Light Nougat gehalten, mit einem sehr ansprechenden Muster in Schwarz. Ganz hinten folgt eine Reihe in Dark Tan.
Das Wichtigste an einem Haus ist das stille Örtchen, damit die Bauarbeiter ihr Päuschen halten können. Folgerichtig wird es auch hier als erstes gebaut; simpel, aber effektiv.
Der Betreiber des Pubs (twn511) trägt einen eleganten Nadelstreifenanzug (973pb4899c02), der ebenfalls mit dem Orientexpress eingeführt wurde und sonst nur noch im 21353 Botanischen Garten auftaucht. Zwar wirkt der Herr etwas feiner als für so ein Lokal passend, eher nach dem schmierigen Schrottplatzbetreiber, äh, Gebrauchtwagenhändler von nebenan, an sich ist er aber gut gestaltet.
Update: Laut dem nun verfügbaren Namen bei BrickLink soll er der Besitzer des Kurzwarenladens sein. Hubs… Dann passt sein Zwirn auch… Da hat mich die Reihenfolge des Aufbaus in der Anleitung fehlgeleitet…
Links hinten wird eine winzige Küchenzeile eingebaut, die über eine Spüle, einen Vorratsschrank und einen interessant gebauten Ofen mit Herd verfügt. Dieser nutzt eine auf den Kopf gedrehte 2 x 2-Drehscheibe (3680c02), um die Kochfelder darzustellen.
In der Kurzwarenhandlung werden diverse Garne feilgeboten und mit den Kunden gesponnen, zudem gibt es Hüte und Mützen aller Art (insbesondere eine Melone, 95674, was besonders gut ist, da Obst ja gesund sein soll) sowie Schirme. Um die Stoffe auf die gewünschte Größe zu schneiden, verfügt die Kassiererin über eine Schere (18920) an ihrer Kasse, deren Tresen dank Palisadensteinen (30136) sehr hübsch texturiert ist.
Laut Anleitung beliefert das Lädchen den Schneider des Jazzclubs. Es gibt noch eine Reihe weiterer Anspielungen, die aber deutlich weiter hergeholt sind und eher dem Verkauf jener Sets dienen denn der Unterhaltung beim Bau.
Schließlich wird noch ein Modepüppchen (twn512) im eleganten Anzug (973pb5311c01) gebaut, das ankommende Besucher verschreckt. Wer so blass daherkommt… Fast wie die Adligen der Tudors…
Neben der Küche, auf dem kleinen Hinterhof, steht ein Müllcontainer mit ehemals frischem Fisch. Etwas mehr Gerümpel wäre aber nicht von Schaden gewesen. Schließlich soll das Gesundheitsamt doch etwas zu beklagen haben!
Zurück im Inneren widmen wir uns dem Bau des Bartresens, der mir richtig gut gefällt. Die braunen Goldbarren (99563) geben Textur, die Fenster mit dunkelbraunen Scheiben (60601, neu im 21351 Tim Burtons Disney-Film Nightmare Before Christmas) sorgen für farbliche Abwechslung. Die Holzoptik wirkt genauso altertümlich wie man es von einem alten Pub erwartet.
Nun endlich werden die ersten Wände hochgezogen und der Kurzwarenladen bekommt seine beigefarbene Ummantelung, nebst einem Regalbrett mit weiteren Garnrollen. Leider sind diese in denselben Farben ausgeführt wie eine Etage tiefer, sogar in derselben Reihenfolge. Die 2L-Stangen (78258) sind jedoch hervorragend geeignet, um die Halter der Rollen nachzubilden.
Der Pub ist dicht eingerichtet und verfügt über eine Kaffeemaschine (bei der ich die Anzeige (98138pb175) vergessen habe, anzubauen), einige Tassen und Flaschen, eine Blume, fünf Pence als Rückgeld, zwei wunderschöne Tischlampen, eine klassische Registrierkasse und drei Barhocker. Noch viel besser ist aber, dass der französische Designer alle Register gezogen hat und ein britisches Klischeefrühstück umgesetzt hat, Toast mit Bacon und Ei. Darauf ein Toast! Dazu gibt es heißes Wasser mit Milch. Diese Barbaren!
Apropos Barbaren, Vandalen: Eine Wand wird natürlich auch zwischen der Toilette und dem Pub gebaut, in Medium Nougat. Zur Linken folgt der Treppenaufgang in Hellgrau, dessen Stufen stark ausgetreten sind. Um noch an die Toilette zu kommen, ist die Treppe teilweise abnehmbar. Dank des Mauselochs, das ein 1 x 4-Bogenstein (3659) bildet, kann man den Teil problemlos greifen und nach oben abziehen. Die Bewohnerin des Mauselochs hat leider ihren Meister gefunden…
Die Katze sitzt vorm Mauseloch,
in das die Maus vor kurzem kroch,
und denkt: „Da wart nicht lange ich,
die Maus, die fange ich!“Die Maus jedoch spricht in dem Bau:
„Ich bin zwar klein, doch bin ich schlau!
Ich rühr mich nicht von hinnen,
ich bleibe drinnen!“
Da plötzlich hört sie – statt „miau“ –
ein laut vernehmliches „wau-wau“
und lacht: „Die arme Katze,
der Hund, der hat se!Jetzt muss sie aber schleunigst flitzen,
anstatt vor meinem Loch zu sitzen!“
Doch leider – nun, man ahnt’s bereits –
war das ein Irrtum ihrerseits,
denn als die Maus vors Loch hintritt –
es war nur ein ganz kleiner Schritt –
wird sie durch Katzenpfotenkraft hinweggerafft! —Danach wäscht sich die Katz die Pfote
und spricht mit der ihr eignen Note:
„Wie nützlich ist es dann und wann,
wenn man ’ne fremde Sprache kann…!“— Heinz Erhardt, Die polyglotte Katze
Zum Pub hin wird die Wand durch ein Bild und eine Uhr des Uhrmachers im ersten Stock verblendet. Wie ich von LEGO. Das 2015 erschienene Bild der Hängebrücke (3068pb0674) ist bislang erst in sechzehn Sets erschienen, sieben davon sind Modulhäuser. Auch wenn das Element also sehr selten ist, scheint der Künstler in Modular City sehr beliebt zu sein! Oder er ist der einzige…
Randnotiz zur Uhr: Diese verwendet den 2023 neu eingeführten SNOT-Stein (3386) erstmals in Tan! Für ein MOC von letztem Jahr benötige ich das Element dringend und habe sehnlich darauf gewartet, dass es endlich in Tan erscheint, was nun der Fall ist. Grund genug, das Modulhaus zu kaufen, nicht wahr?!
Die Besitzerin des Kurzwarenladens (twn513) trägt einen Kochanzug (973pb3863c01), der nicht wirklich zu ihrem Beruf passt (Update: Was vielleicht daran liegt, dass sie eigentlich die Köchin des Pubs ist…). Ihr Haarteil (3277) erschien übrigens erstmals bei dem haarsträubenden 21339 BTS Dynamite. Haargenau deshalb verbinde ich es immer mit diesem Set, von dem ich graue Haare bekomme. Um uns aber nicht mit Haarspaltereien aufzuhalten, spare ich mir weitere haarsche Kritik.
Der Eingang zum Kurzwarenladen wird mit einem Bogen in Bright Light Blue und davorgesetzten grauen Säulen gestaltet, was mir ausnehmend gut gefällt. Auch die vollverglaste Front wirkt hochwertig, zumal sie genug Licht ins Innere gelangen lässt.
Zwischenzeitlich werden wieder die Wände erhöht, wobei zwei weitere Hüte aufgehängt werden. Zudem erhält die Küche eine Dunstabzugshaube und eine Uhr. Leider hat sich in den letzten Jahren etabliert, die Innenwände niedriger zu bauen, um an die Einrichtung zu gelangen. Von dieser Methode bin ich nicht zu überzeugen, da sie mir zu unrealistisch ist. Stattdessen könnte man einfach Segmente der Wände abnehmbar bauen und hätte die Vorteile der Zugänglichkeit und des Realismus vereint.
Für das Werbeschild (66857pb080) des Kurzwarenladens (Haberdashery) haben die Grafikdesigner sich eine wunderschöne Grafik (was auch sonst) ausgedacht, die ausgesprochen hochwertig gedruckt wurde. Mit dem weißen Rahmen vor dunkelrotem Hintergrund wird die Fassade des Nähstübchens abgeschlossen und wirkt fantastisch!
Zurück am linken Ende des Modells erhält die Treppe ihren Abschluss samt oberster Stufe, die jedoch um eine Plattenhöhe flacher ist als die anderen, bedingt durch die nicht ideale Höhe des Erdgeschosses.
Vor dem Pub fehlt auch noch eine Wand, die nun gebaut, ja nachgerade erschaffen wird. Nur dieses Konstrukt wirkt freilich unästhetisch, das wird sich aber noch ändern…
Zunächst aber wird die Kundin der Bar (twn514, laut BrickLink die Besitzerin des Pubs) gebaut, eine angejahrte Dame im hellgrauen Sweater (973pb5433c01), erstmals erschienen in der 10325 Almhütte. Der gestrenge Dutt (53126) suggeriert, dass sie nicht als normale Kundin kam, sondern eigentlich Restaurantkritikerin ist. Bacon zum Frühstück?! Ein Skandal! Es sollte viel eher Porridge geben! Mit delikater Pfefferminzsauce…
Für die Speisekarte (26603pb469) wurde eine schwarze 2 x 3-Kachel neu bedruckt, in schöner Holztafeloptik mit Kreideschrift.
Nun endlich wird die Front des Pubs gebaut, die dank Wedge Plates (47398) unter einem leichten Winkel angeschrägt sitzt. Die Kombination aus Dunkelgrün und Warm Gold gefällt mir hervorragend, vor allem aber die Textur der Müllkübel (61780, neu in Dunkelgrün) gibt die für eine Fassade notwendige Struktur. Auch die vergitterten Fenster (38320) wirken sehr stimmig, während die Blume mit den Sitzen einen Farbtupfer gibt, der das Modell aufwertet. Rechts der schönen Holztür (5466, neu 2024) ist die Speisekarte aufgehängt. Ideal wäre noch eine kleine Türglocke gewesen, die neue Kunden ankündigt.
Eine weitere neu bedruckte 2 x 4-Kachel (87079pb1486) weist den Pub als the Old Guarded Inn aus (etwa: das alte bewachte Gasthaus). Auch hier ist die Grafik wunderschön, mit den goldenen Ornamenten und den zwei Ziegenköpfen (wenngleich in dem Set keine Ziege enthalten ist). Einzig die Ligatur des th zum þ (Thorn) beziehungsweise y – nebst Großschreibung – hätte ich mir gewünscht, wie sie vormals üblich war, also Þe Olde Guarded Inn oder Ye Olde Guarded Inn.
Von außen wird die Fassade durch schwarze Streifen und später Blumen verziert, bevor sie schräg auf die Grundplatte gesetzt und oben durch Scharnierplatten (2429c01) fixiert wird. Diese Bautechnik gemahnt an das Boutique Hotel und mich daran, dass ich schon lange ein Haus in diesem Stil geplant habe, und endlich mal designen sollte. Nicht umsonst haben angle und angel eine so geringe Levenshtein-Distanz! Besonders fasziniert mich die Idee, Astromech-Beine (30362) über Kopf als Säulen zu nutzen, während die Löcher gleich als inverse Noppen für die gebogenen Stangen (65578) genutzt werden.
Die Seitenwand links neben dem Kurzwarenladen wird im selben Stil gebaut und sieht daher nicht minder elegant aus, trotz dass sie nicht angewinkelt ist.
Für das verbleibende Stück Wand werden zwei weitere bedruckte Kacheln genutzt, besagte Speisekarte und das Extramenü des Tages (26603pb470), den Post-EOL-Fisch (Surströmming?). Ein verdorbener Magen für nur 5 Pence! Es war allerdings nicht ganz angenehm, die zwanzig Schrägsteine (35464) so gerade auszurichten, dass ich damit zufrieden war, trotz seitlichen Bauens auf der glatten Tischplatte.
Dafür sieht das Ergebnis umso beeindruckender aus und fügt sich wundervoll in die Fassade ein, die im sanften Bogen von einer Straße zur anderen führt.
Schließlich wird die obere Schicht Fliesen angebracht, die die Etagen voneinander trennt. Leider bleiben die Höhenunterschiede auf dem hellgrauen Kasten vorn bestehen und werden nicht verkleidet, was beim finalen Modell unschön wirkt.
Erheblich erfreulicher ist die Bauweise des Geländers, das auf schwarze 1 x 1-Rundplatten mit vertikaler Stange (3661) setzt. Nachdem das Teil 2023 nur in Weiß erschienen war, kam es im Sommer 2024 endlich auch in Schwarz, was mich wegen eines anderen MOCs gefreut hatte, bei dem Weiß nur die letzte Notlösung war. Über diese gusseisernen, gestuften Griffe wird mit einem Flexschlauch nun noch ein Handlauf angebracht, während das gerade Geländer oben mit hellgrauen Elementen abgeschlossen wird, insbesondere mit zwei Mikrofonen (90370). Neueste Musikrichtung: Staircase Karaoke!
An der Rückseite des Hauses werden nun noch Efeu mit herzförmigen Kacheln (39739), eine Lampe und ein Kätzchen (80686pb01) eingebaut, welches sich wohl von dem intensiv duftenden Fisch angelockt fühlt, trotz des delikaten Mäuschens von vorhin. Der hellgraue Schrägstein von der Dunstabzugshaube wirkt fehl am Platz und wird vom Efeu auch nur unzureichend verdeckt.
An der Vorderseite des Pubs werden noch ein paar Pflanzen angebracht, insbesondere Farnteile (2682) mit den neuen Rosen (5904) des 21353 Botanischen Gartens. So simpel die Bauweise ist, wirkt sie doch fantastisch und hellt den doch recht dunklen Eingang zum Pub auf, wie auch die roten Markisen. Darüber wird noch ein goldenes Geländer gebaut, dessen Stützen aus Droidenbeinen (30376) und Skelettarmen (93609, beide neu in Gold) bestehen. Kann es sein, dass François Zapf sich sehr für Star Wars erwärmen kann? Wie auch immer, mit dem Erdgeschoss sind wir fertig!
Obergeschoss
Der Herr des Obergeschosses ist unser Uhrmensch (twn515) hier, der über eine schöne Latzhose verfügt (973pb4201c01/970c55pb05b). Sein Schnauzer (15439) verbirgt leider sein Gesicht (3626pb3516, neu 2024 im 80113 Familientreffen), das viel zu schön gestaltet ist, um verdeckt zu werden. Und leider muss ich sagen, dass mir die Figur zwar gefällt, sie aber nicht als Uhrmacher identifizieren kann. Bei dem aussterbenden Beruf wäre ein halbblinder, aber erfahrener Greis viel passender gewesen. Dazu kommt noch, dass ich selbst erst 2023 in meinem Millennium Square einen Uhrmacherladen gebaut hatte und daher etwas voreingenommen bin – in aller Bescheidenheit gefällt mir mein Herr besser.
Ebenso platt wie meine Witzeleien ist der Fußboden der Werkstatt, der leider (wie bei den Modulhäusern üblich) nicht gefliest ist und nur einen kleinen Teppich umfasst. Das wäre die ideale Gelegenheit gewesen, einen Parkettboden einzuziehen, bedauerlicherweise legen die offiziellen Sets hierauf keinen Wert. Zudem beginnt der Bau der Wände recht dröge mit dem bloßen Aufeinanderstapeln von Standardsteinen in Bright Light Blue, um die rückwärtige Wand schon mal fertig zu haben.
Viel (und damit meine ich wirklich viel) interessanter wird es mit der Treppe, die komplett in SNOT-Bauweise designt wurde, sodass unter den Stufen noch eine kleine Vertiefung nach hinten bleibt, was unglaublich realistisch ist. Dazu kommt, dass die dunkelbraunen Platten dann den Eindruck von Schatten erwecken. Kurz: hervorragend gebaut!
Ein sehr niedlicher Staubsauger in Dark Turquoise verbirgt sich unter der Treppe. Wohl zwecks Zugänglichkeit ist der Boden an der Stelle als Falltür ausgeführt, da die Treppe fix eingebaut ist und durch die Türen wenig Platz zum Greifen und Begreifen (wie es in einer sehr alten LEGO-Werbung heißt) besteht.
So richtig uhrig wird der Laden jetzt: Zwei Pendeluhren für die Wände, eine Standuhr aus Großvaters Zeiten und eine kleinere Uhr über dem sehr hübschen Kamin werden gebaut, nebst dem Arbeitsplatz des Uhrmachers. Auf diesem stehen eine Sanduhr (23945pb02), Werkzeug, eine schöne Schreibtischlampe und eine Spieluhr.
Sehr bedauerlich finde ich die mangelnde Vielfalt von Ziffernblättern. Wenigstens ein neues Design wäre hier zwingend erforderlich gewesen, um Abwechslung in die Modelle zu bringen. So sind es im ganzen Set zwei große, weiße Uhren im modernen Design (14769pb356), vier große, braune Uhren mit römischen Zahlen (14769pb133), und gar sieben kleine, goldene Uhren ohne Ziffern (98138pb259). So sehr mir die Designs gefallen, sind doch gerade die kleinen Uhren zu oft vertreten und werden dem hohen Standard eines Modulhauses nicht gerecht.
Besonders begeistert bin ich von dem Bogenfenster über dem Kurzwarenladen, das drei gebogene Fenster (73878), um 45 Grad gedreht, nutzt. Die weiße Umrandung wirkt sehr edel und fügt sich farblich gut in den Stil des Eingangs eine Etage tiefer ein, wie auch die grauen Säulen zu beiden Seiten.
An der linken Seite des Gebäudes wird in Medium Nougat die Wand des Pubs fortgeführt, wobei die dunkelgrüne Tür (60623) zur Außentreppe führt. Oder, wenn man die Etage separat stellt, ins Nirwana (da wären wir wieder bei der Staircase Karaoke…).
Im Inneren werden einige weitere Uhren gebaut, die allesamt hervorragend aussehen, aufgrund des gleichen Ziffernblattes einander aber stärker ähneln als nötig. Wenigstens ist die angezeigte Uhrzeit überall identisch (obzwar dann eine Reparatur eher nicht nötig wäre…). Aber was fehlt, ist eine Kuckucksuhr! Ich habe im Millennium Square ja eine eingebaut…
Auch die Fenster an der kurzen Seite des nougatfarbenen Gebäudeteils sind sehr gut umgesetzt, vor allem dank der Umrandung in Dark Orange, die sich zu den Fenstern zurückzieht. Zu beiden Seiten bilden Kerzen (37762) und ein Pflanzenelement (1566, neu in Schwarz) Regenrinnen.
Die beiden Fenster an der großen Front wirken, verglichen mit dem hohen Niveau der anderen Fenster, etwas einfach, gefallen mir aber trotzdem sehr gut. Die Kotflügel (62361, neu in Tan) bilden einen gelungenen oberen Abschluss.
Nun bekommt auch das Obergeschoss eine Reihe Fliesen. Besonders auffällig ist die dicke Wand an den Straßenseiten, die die deutlich komplexere Bautechnik der Fenster unterstreicht.
Neben der Außentür werden noch eine Lampe und vermutlich eine Klingel (die zu niedrig ist für eine sinnvolle Nutzung) angebaut, flankiert von weiterem Efeu.
Abgeschlossen wird der Aufbau des Obergeschosses nun durch einige Blumenkübel, die von einem kleinen Sims herabhängen und fantastisch aussehen! Trotzdem hätten die Blüten gern andere Farben haben dürfen, um etwas mehr Abwechslung in das Modell zu bringen. Oder eine Pflanze hätte von einem Kätzchen zerfetzt oder zu Boden gestoßen sein können…
Dachgeschoss
Auch das Dachgeschoss beginnt mit dem Boden. Welch Überraschung! Kann man das schon als modulhauscharakterisierende Designvorschrift ansehen?
Bei der Vorstellung der Tudor Corner war ich besonders erpicht darauf, zu sehen, wie das Fachwerk wohl gebaut wurde, ein notorisch schwieriges und selten in offiziellen Sets umgesetztes Thema. In MOCs behilft man sich häufig mit losen Teilen, die schon beim schiefen Anschauen herausfallen, etwas Derartiges darf es aber in offiziellen Sets nicht geben.
Von daher war ich dann doch überrascht, dass genau das getan worden zu sein schien. François Zapf hat aber zu einem klugen Trick gegriffen, die losen schwarzen Elemente, die die Diagonalen bilden, im Inneren der Mauer topologisch zu fixieren. Sie gleiten in die Schächte der 2024 neu eingeführten langen Käseecken (2 x 1-Schrägsteine, 5404) und werden von hinten am Herausrutschen gehindert. Die senkrechten Linien werden durch an simplen SNOT-Steinen befestigte Kacheln und Platten erreicht, was ein wunderschönes Fachwerk ergibt. Und da es weiland zu Tudors Zeiten noch keine Farbfotografie gab, ist es auch nicht verwunderlich, dass es in Schwarz und Weiß gehalten ist, oder?
LEGO-Sets sind bekannt dafür, zum Zwecke des einfacheren Aufbaus (der von manchen Leuten mit offenbar wenig MOC-Erfahrung angezweifelt wird) im Inneren bunte Teile zu nutzen, die im besten Fall komplett verdeckt werden. Während des gesamten bisherigen Aufbaus war dies nicht möglich, da jedes Teil exponiert bleibt; nun endlich konnten (hier gelbe) Fremdteile genutzt werden, die in der dicken Wand über dem Fachwerk verschwinden! Hurra! Die LEGO-Designphilosophie wurde nicht verletzt! Vermittels der Holzvertäfelung werden die Teile aber auf fast schon magische Weise unsichtbar. Harry Potter wäre stolz auf François Zapf!
Für die Wohnung wird ein offenes Waschbecken gebaut, das die 2024 neue Wolkenplatte (5518) klug nutzt, um eine mittige, inverse Noppe für den Wasserhahn (65578) zu bekommen. Für ein richtiges Bad ist kein Platz mehr. Neben dem Waschbecken steht eine Kiste auf Zeitungen, als Rumpelecke des Zimmers. Das kennen wir doch alle aus eigener Erfahrung? Außerdem sollen Kätzchen sich von Kisten angezogen fühlen.
Für den gemütlichen Teil des Tages wird ein Sofa mit zwei Kissen gebaut, vor dem ein flacher Tisch Platz findet. Zur Rechten steht ein Kratzbaum, hinter dem sich ein Wollknäuel verbirgt. Da 2025 extra ein dediziertes Element (6900) eingeführt wurde, frage ich mich, warum hier stattdessen ein Ball (32474) genutzt wurde, der über weniger Textur verfügt.
Da irgendwer den Kratzbaum auch nutzen muss, bauen wir nun die ailurophile Musikliebhaberin (twn516) mit ihrem süßen Kätzchen (80686pb01, neu in Dark Tan). Sie trägt eine gemütliche Jacke (973pb5665c01), die bisher nur im 60407 Doppeldeckerbus erschien. Auch ihre Haare (40938) gefallen mir gut. Angesichts der Tatsache, dass sie nur durch die Werkstatt des Uhrmachers in ihre Wohnung gelangen kann, stellt sich die Frage, wie sie zu ihm steht? Tochter, Ehefrau, oder? Hat der Uhrmacher seine Werkstatt etwa nur ihretwegen dort eingerichtet? Weiß seine Gattin davon?
Direkt neben dem Kratzbaum hat das Weiblein zwei Glaskästen installiert, in denen Käferchen (98138pb428) leben. Ich schätze es zwar, wenn LEGO neue Tiere einführt (hier 2024 im 42631 Baumhaus im Abenteuercamp), so manche müssen es aber dann doch nicht sein…
Zurück an der Fassade bauen wir das wohl komplexeste und schönste Fenster des ganzen Modells, das mit zahlreichen Kacheln und Schräg- sowie Bogensteinen in SNOT-Bauweise konstruiert wurde. Das Ergebnis wirkt einfach grandios!
Über der Außentür zum Uhrmacher ist auch im Dachgeschoss eine Tür eingebaut, die zu einem Balkon führt. Daneben wird die Struktur des Fachwerks mit schwarzen Fensterrahmen (60592) und weißen Scheiben (60601) fortgesetzt. Abgesehen von den minimalen Lücken zwischen den Teilen gefällt mir die Idee sehr gut.
An der hinteren Wand wird ein Bücherregal gebaut, das einen Türrahmen (60596) aufgrund seiner schmalen Umrandung nutzt. Dieselbe Bautechnik nutze ich auch gern in MOCs, da sie einen stabilen Rahmen ergibt, der vor allem an allen Seiten nahezu gleich breit ist, was sonst nur mit komplexen SNOT-Konstrukten möglich ist. Zudem hängt eine neu bedruckte 2 x 2-Kachel (3068pb2559) an der Wand, die ein Schlüsselbrett darstellt, mit ein paar Briefen und einem Käfer-Schlüsselanhänger. Irgendwie erinnert mich das Design in seiner Schlichtheit an die Kacheln bei Fabuland, gehe aber nicht davon aus, dass das von den Grafikdesignern beabsichtigt war. Ehrlich gesagt, wäre es mir lieber gewesen, eine neue Uhr zu bekommen statt dieses Schlüsselbrettes, für das jedes beliebige existierende Bild hätte genutzt werden können.
Das Bücherregal steht direkt neben dem Treppenaufgang vom Uhrmacher, davor liegt ein kleiner Teppich. Zudem beweist die Bewohnerin, dass sie gern in die Färne reist, wenn man den Topf am Treppengeländer betrachtet. Denn woher stammen schließlich die Käfer, die sie in Gefangenschaft hält?
Schließlich wird an der Rückseite der dunkelgrauen Wand noch ein Fenster eingebaut, das den Blick auf den Innenhof ermöglicht. Wie für rückseitige Fenster üblich, wurde hier auf übermäßigen Schnickschnack verzichtet, trotzdem ist es nicht zu wenig detailliert umrandet.
Und natürlich dürfen die abschließenden Kacheln nicht fehlen, nebst einem Schornstein über dem Kamin des Uhrmachers. Außerdem wird die Dachschräge vorn mit Zäunen (3633) gesäumt. Weil ja jeder auf dem Dach Zäune hat…
An der Balkontür fehlt noch etwas: der Balkon. Gut, dass er jetzt gebaut wird… Auch hier werden Pflanzenelemente (1566) als gusseiserne Unterstützung verwendet, während links ein Regenrohr das Efeu beträufelt.
Die Bauweise des dunkelrot gedeckten Daches des Fachwerkteils zeugt abermals von dem großen Talent des Designers. Allein schon die Idee, auf die weißen Wedge Plates (65426/65429) die Dreiwegeclips (3628) zu bauen, um das Fachwerk fortzuführen, ist genial, aber auch die Farbkombination gefällt mir, mal ganz davon zu schweigen, wie nahtlos die Segmente aneinander passen.
Dies trifft nicht nur auf den Übergang des Fachwerks zum Dach und den Dachfirst zu, sondern auch auf die Integration der Erker, die mit fast unsichtbaren Spalten umbaut wurden. Die 2024 neu eingeführte modifizierte Platte mit Stange (5066) erlaubt auch hier (wie bei den bisherigen Häusern, für die das Element genutzt wurde), die Dachschräge einfach zu befestigen.
Nachdem auch das Dach an der Rückseite geschlossen ist, ist das Dachgeschoss fertig gebaut. Ich kann gar nicht genug betonen, wie gut das Fachwerkhäuschen wirkt!
Dach und Details
Die höchste Stellung hat zweifellos ein Schornsteinfeger (twn517), der hier Frondienste leistet. Seine Hose (970c00pb1466) ist mit einigen Taschen bedruckt und wurde für imperiale TIE-Bomber-Piloten entwickelt. Da isser wieder, der Star-Wars-Fan in François Zapf! Die Kapuze (15428) des heißen Fegers (nun gut, das war das andere Geschlecht) ist bereits 2014 erschienen, bisher aber nur in 14 Sets, von denen ich kein einziges besitze. Daher war mir das Element noch neu, nach nur elf Jahren… Immerhin kenne ich die Bautechnik der Bürste mit einem Z12-Zahnrad (32270) in ähnlicher Form vom LEGO-Education-Set 9349 Märchen und Historische Figuren.
Da Katzen eine Last sind, besitzt die Katzenliebhaberin ein Lastenfahrrad, das erste in der Modular City. Der grüne Rahmen (50015) wurde bereits einige Male für mobile Verkaufsstände genutzt, aber auch schon für Lastenfahrräder in anderen Themenwelten. In Grün ist er jedoch bisher nur im 75684 Willkommen in Emerald City verwendet worden. Insgesamt gefällt mir das Fahrrad wirklich gut!
Aus irgendwelchen Gründen werden erst jetzt einige Details an das Haus angebaut, angefangen mit der Spitze des Schornsteins. Die Bogensteine (38585) bilden dabei einen sehr gelungenen Abschluss.
Das Dach verfügt über einen Zugang über eine Leiter neben der Balkontür des Dachgeschosses, aber auch ein zweiter Schornstein ist angebracht. Dieser entsteht quasi aus dem Nichts und sei, laut Anleitung, im Zuge einstiger Umbaumaßnahmen übriggeblieben. Im Klartext heißt das, das Dach wirkte zu leer, eine moderne Lüftungsanlage oder dergleichen aber zu modern. So musste diese Ausrede herhalten, einen weiteren Schornstein einzubauen. Ich hätte mich gefreut, wenn darunter ein Kamin eingebaut worden wäre, dieser hätte aber mit der Treppe kollidiert und damit ihre Verschiebung erzwungen. Aber auch mit dem Schornstein auf dem Dach wirkt dieses etwas leer.
Zur DNA eines Modulhauses gehört die weiße Laterne (11062/3626/4740), die nur folgerichtig jetzt endlich angebracht wird.
Ein weiteres Licht geht den Passanten auf, wenn sie unter der altertümlichen Laterne an der Ecke vorbeiflanieren, die ebenfalls in Gusseisen-Optik ausgeführt wurde und ein schönes historisches Artefakt bildet.
An der vorderen Ecke des Fußweges werden drei Poller eingebaut, die laut Anleitung versenkte Kanonen darstellen, in Erinnerung einer Schlacht an Bord des 6274 Caribbean Clipper. Wenn das nicht gerade das Lieblingsset des Designers aus seiner Kindheit ist, ist das eine seeehr weit hergeholte Reminiszenz.
Vor dem Pub finden noch zwei Hocker Platz, zwischen denen ein Fass (2489) als rustikaler Tisch dient. Wenn man die große Bedeutung solcher Fässer für die Schmuggler und Piraten in der LEGO-Geschichte bedenkt, so frage ich mich, warum hier kein Set Pate stehen musste?
Als letzten Handgriff bauen wir noch eine große Uhr (67095pb085) an die Fassade neben der Treppe. Diese versöhnt mich wenigstens etwas mit dem Set, was die Uhren betrifft, denn das Design der 3 x 3-Rundkachel ist neu und wunderschön gestaltet, mit klassischen römischen Zahlen und vielen Ornamenten. Leider ist die Zeit eine andere als auf all den Uhren beim Uhrmacher. Stellt sich nur die Frage, welche falsch gehen?
Ersatzteile
Eine wahrhaft irrwitzige Zahl an Ersatzteilen verbleibt; 131 Stück. Der Tachometer (98138pb175) ist eigentlich nur einmal übrig, wegen besagten Baufehlers an der Kaffeemaschine bei mir aber zweimal. Von bedruckten Kacheln über Minifigurenaccessoires und Pflanzenteile sind hier wirklich viele nützliche Teile vorhanden, teils sogar doppelt. Im Falle der weißen Feder (4502a) sind es gar drei Teile, mehr als die zwei im Set genutzten. Noch ein paar mehr und ich könnte mir mein eigenes Kissen damit ausstopfen…
Finales Modell
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Nun endlich ermögliche ich euch den Blick auf das ganze Modell in all seiner Pracht. Von vorn ist die Fassade unglaublich detailliert, mit vielen schönen Teileverwendungen und Pflanzen. Die Fassade ist sogar so detailliert, dass das nougatfarbene Obergeschoss simpel wirkt, verglichen mit der Formenvielfalt des blauen Hausteils, des Pubs und vor allem des Fachwerks. Von hinten sieht das Modell erheblich schlichter aus, jedoch nicht so primitiv wie die letztjährigen Sets. Dies ist nicht zuletzt darauf zurückzuführen, dass die linke Seite aufgrund der Treppe auch von vorn einsehbar ist. Besonders löblich ist der weitestgehende Verzicht auf farblich unpassende Teile, außer bei der Dunstabzugshaube unterm Efeu und beim Regalbrett des Kurzwarenladens, wo das Haus an seinen Nachbarn stößt.
Überblicks- und Detailbilder
Um euch einen besseren Eindruck von der Tudor Corner zu geben, habe ich noch einige Überblicks- und Detailbilder (wie von der Kapitelüberschrift versprochen) eingebunden, die ihr euch sogar ohne störende Kommentare meinerseits anschauen könnt!
Fassade
Erdgeschoss
Überblick
Fassade
Einrichtung
Obergeschoss
Überblick
Fassade
Einrichtung
Dachgeschoss
Überblick
Fassade
Einrichtung
Dach
Vielen Dank an die LEGO Group, die uns dieses Set für unser Review zur Verfügung gestellt hat. Der Artikel gibt jedoch ausschließlich meine persönliche Meinung wieder.
Kombination mit früheren Modulhäusern
Dank der elterlichen Sammlung kann ich euch nun einige Vergleichsbilder einbinden, die die Tudor Corner mit vier anderen Modulhäusern zeigen.
10326 Naturhistorisches Museum
Neben dem 10326 Naturhistorischen Museum von 2024 (eigentlich 2023) wirkt die Tudor Corner nicht wirklich schön, was an der farblich schwachen Fassade des Museums liegen dürfte. Die Anordnung mit dem Museum rechts passt am ehesten.
10312 Jazzclub
Der ebenfalls farbenfrohe und ausdetaillierte 10312 Jazzclub von 2023 macht sich neben der Tudor Corner in beiden Konfigurationen hervorragend. Beide Häuser sind ähnlich hoch und haben mit der Pizzeria beziehungsweise der Treppe eine flachere Stelle, die nebeneinander positioniert werden kann.
10297 Boutique-Hotel
Neben dem 10297 Boutique-Hotel von 2022 sieht die Treppe der Tudor Corner wie eine dunkle Gasse aus, in der verbotene Geschäfte getätigt werden. Nicht unbedingt die beste Idee, dort einen Uhrmacher einzubauen! Mit dem Hotel rechts schaut man von der Terrasse des Hotels auf die Fassade der Tudor Corner, was auch nicht sonderlich gut aussieht. Da beide Sets zudem Eckhäuser sind, könnte man die Häuserzeile nur nach hinten verlängern.
10255 Stadtleben
Das 10255 Stadtleben von 2017, mein liebstes Modulhaus aufgrund der detaillierten und abwechslungsreichen Fassade, ist ähnlich hoch wie die Tudor Corner. In der linken Anordnung haben wir wieder das Problem der eingeengten Treppe, die rechte Variante sieht dagegen, wie beim Jazzclub, sehr gut aus. Außerdem fällt der stilistische Unterschied mit dem Fachwerk so weniger ins Gewicht.
Fazit: 10350 Eckhaus im Tudorstil
Die Tudor Corner wartet mit einer an den meisten Stellen sehr detaillierten Fassade auf, die eine Reihe von Baustilen von der Tudorzeit bis heute vereint. Besonders die Bauweise und Optik des Fachwerkteils samt dunkelrotem Dach gefällt mir sehr, während die Bauweise des Pubs mit seiner angewinkelten Stirnseite die Struktur des Modulhauses auflockert. Zudem wurden bei den Außenwänden nahezu keine farblich unpassenden Teile genutzt, sodass sich eine sehr glatte Optik ergibt.
Der sehr detaillierten Einrichtung steht gegenüber, dass auf einen gefliesten Boden im Ober- und Dachgeschoss verzichtet wurde, und auch kein neuer Druck für eine weitere Uhr beim Uhrmacher spendiert wurde. Vor allem aber die abgesenkten Innenwände im Erdgeschoss missfallen mir sehr und ich hoffe, dass in Zukunft wieder davon abgesehen wird, zugunsten abnehmbarer Segmente. Weiters ist der Flachdachteil etwas leer, wo zum Beispiel eine Lüftungsanlage hätte angebaut werden können, oder eine Parabolantenne. Und schließlich hätte ich mich gefreut, wenn zumindest noch ein drittes Kätzchen, etwa in Dark Orange, enthalten gewesen wäre, um die Wohnung ihrer Besitzerin zu füllen.
Sehr erfreulich ist der vollständige Verzicht auf Sticker zugunsten von Drucken, die noch dazu ausgesprochen detailliert und ästhetisch wertvoll gestaltet wurden. Dazu kommt eine recht große Zahl neu eingefärbter Elemente, allerdings ist kein einziger neuer Mould enthalten. Bedauerlicherweise ist die offizielle Produktbeschreibung bei LEGO inkorrekt, indem sie eine Modularität suggeriert, die schlicht und ergreifend nicht gegeben ist. Dieser Fehler wäre aber, sobald zu LEGOs Kenntnis gelangt, leicht zu korrigieren.
Zum Preis des Eckhauses im Tudorstil sei gesagt, dass er erheblich besser ist als beim 10312 Jazzclub und 10297 Boutique-Hotel, die beide weniger Teile für dieselbe UVP bieten. Gleichzeitig ist die Struktur des neuen Modulhauses sehr viel abwechslungsreicher, was den Preis für mich noch vertretbarer macht – 230 Euro sind viel Geld, aber in meinen Augen hier gerechtfertigt. Dazu kommt, dass zu Anfang der 40757 Kiosk an der Ecke als GWP mit im Warenkorb landet und theoretisch 25 Euro Rabatt gibt.
Zusammengenommen ist die Tudor Corner für mich eines der schönsten Modulhäuser der langen Geschichte dieser Sets, muss sich aber meinem Allzeitfavoriten, dem 10255 Stadtleben, geschlagen geben.
Bewertung
Positiv | Negativ |
|
|
Benotung 🎵
Gesamtnote: 9 |
Von 1 (mau) bis 10 (wow) |
Eure Meinung!
Wie gefällt euch das neue Modulhaus, das 10350 Eckhaus im Tudorstil? Sammelt ihr die Modular Buildings Collection oder pickt ihr nur die Rosinen heraus? Baut ihr, wie ich, gern Modulhaus-MOCs? Äußert euch gern in den Kommentaren!
30. Dezember 2024 um 18:30
Dank des ausführlichen Reviews und v.a. der Verlinkung zu (relativ) neuen Teilen bin ich jetzt wieder etwas mehr up-to-date, was neue Elemente bei Lego angeht.
Für mich ist das Set das bislang schönste Modular und irgendwann wird es den Weg zu mir finden.
Ein Funfact wegen der Anspielung auf das Londoner Wetter: London ist es eher trocken als nass. Zum Vergleich: In Rom regnet es im Jahresmittel etwa 25% mehr als in London.
Es bleiben einige Fragen offen: Wo waschen sich die Gäste die Hände? Und gibt es eigentlich neben dem „Old Guarded Inn“ noch ein zweites Pub auf der Welt, das kein Bier ausschenkt? Es wäre schön gewesen, wenn Lego hier über seinen Schatten gesprungen wäre und dem Pub eine Zapfanlage, ein paar Pints und einige Bierfässer auf dem Gehweg vor dem Pub spendiert hätte.
Ansonsten aber für mich ein wahnsinnig schönes Set, das nur schwerlich im kommenden Jahr übertroffen werden wird.
30. Dezember 2024 um 20:51
Um ebenfalls übers Wetter zu reden: In Rom regnet es zwar mehr, was das Volumen angeht, in London allerdings häufiger, dafür eben als Nieselregen, während es in Rom Sturzbäche sind. Dadurch ist bei einem Urlaub in London die Wahrscheinlichkeit größer, dass es regnet, in Rom fiele dann aber der ganze Urlaub ins Wasser.
Das fehlende Waschbecken fällt mir tatsächlich erst jetzt auf… Und „offiziell“ ist es ja auch kein Pub, sondern ein Restaurant, sodass der Alkoholausschank umgangen werden konnte. Bei 18+-Sets hätte ich aber auch nichts dagegen, einige Fässer eingebaut zu haben. Bei den Piratensets (Eldorado Fortress zum Beispiel) ist es ja auch heutzutage möglich.
30. Dezember 2024 um 18:51
Hallo, Simon, vielen Dank für das schöne Review das ich (wie jedes Jahr) nicht lese und bei dem ich schon gar nicht die einzelnen Bauschritte anschaue.
Das hat ja schon Tradition – ich freue mich auf Überraschungen und Bauspass, das ist sozusagen bei mir im Preis inbegriffen.
Erst, wenn die Kiste dann hier ist und ich gebaut habe, werde ich mir die Details womöglich durchlesen und betrachten. Das Einzige, was ich mir vorab gewünscht hätte – und ich habe den Wunsch auch geäußert – wäre gewesen, dass das Häuschen mal neben anderen Modulars gezeigt wird, das hätte mich vorab interessiert, bevor ich mit Ab- und Umbau in meiner Stadt beginne, um ein warmes Plätzchen zu finden für das schicke Haus.
Danke also für die Mühe, die Details studiere ich später.
Falls noch Bilder ergänzt werden könnten, neben anderen Modulars, wäre das super!
30. Dezember 2024 um 20:54
Das Nichtlesen von Reviews zum Zwecke der Überraschung kenne ich gut und hatte es selbst mal so gehalten. Inzwischen baue ich viele Sets erst so viel später als ich die Reviews lese, dass ich vieles bereits vergessen habe und mich dann erst beim Neuentdecken wieder daran erinnere.
Ich habe vor, diese Woche noch ein paar Sets für Reviews zu fotografieren, und versuche, dann auch noch einige Bilder mit anderen Modulhäusern zu schaffen.
30. Dezember 2024 um 21:30
Endlich mal wieder ein schön detailliertes Review über ein großartiges Set! Dieses Modular gefällt mir bislang am besten, obwohl ich sagen muss, dass das Pariser Restaurant auch wahnsinnig schön ist.
Vielleicht wird das Tudor Haus das erste Modular, welches ich mir holen werde.
30. Dezember 2024 um 22:26
Nachdem Polizei, Jazz-Club und Naturmuseum etwas kalt wirkten, hat das Tudor-Haus mal wieder diese heimelige Gefühl, wo man sich vorstellen könnte, auch drin zu wohnen. Von daher würde ich es durchaus kaufen, zumal Eckhäuser wegen der asymmetrischen Aufteilung sowieso immer irgendwie interessanter wirken. Man hätte es sicher auch nicht etwas mehr im Inneren füllen können, aber ist schon okay.
30. Dezember 2024 um 23:19
Wirklich gutes Review mit allen erdenklichen Aspekten. Vielen Dank dafür:)
30. Dezember 2024 um 23:39
Dieses Modular finde ich wieder sehr gelungen. Es ist einfach ein sehr schönes Gebäude mit vielen netten Details die es sympathisch machen. Kein Aufkleber klingt zudem Klasse!
Ich hatte Museum und Jazz Club zuletzt ausgelassen – mal schauen ob ich dem hier mit etwas Rabatt noch widerstehen kann – hab zuletzt mein Spielgeld lieber in Funwhole-Sets gesteckt…
Das Kiosk als Beigabe finde ich übrigens auch sehr cool 🙂
31. Dezember 2024 um 7:49
Hallo Simon, herzlichen Dank für das tolle Review! Ich hab mit mir gekämpft. Und verloren. 😂 Da ich das Haus gleich heute Nacht bestellen möchte, wollte ich dein Review eigentlich gar nicht lesen.
Das Haus ist richtig toll! Seit längerem wieder eines mit Charme. Nach dem ich nun dein Review gelesen habe, freue ich mich noch mehr auf eine alte Tradition. Das neue Jahr fängt mit einem neuen Haus an.
Euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr! Bleibt gesund und munter! Brick on!
31. Dezember 2024 um 8:14
Vielen Dank für dieses ausführliche Review. Mir gefällt das Gebäude sehr gut und bei Zeiten werde ich es mir zulegen. Auf die Gratisbeigabe werde ich allerdings wohl verzichten müssen, da derzeit noch andere Sets anstehen. Das es keine Fliesen in den oberen Geschossen gibt, stört mich jetzt weniger. Schließlich würden diese wieder zu einem höheren Preis führen. Und meistens sind die Gebäude bei mir geschlossen. Hinsichtlich des Standorts erwäge ich derzeit eine unmittelbare Nachbarschaft zur Brick Bank und zur Buchhandlung. Mal sehen, ob das dann aussieht.
Der Redaktion und allen LEGO-Fans alles Gute für das kommende Jahr und viele spannende neue Sets.
31. Dezember 2024 um 19:00
Modulargebäude ist gesetzt, nur nicht zu Release. Da wird’s sicher (für mich) bessere Gelegenheiten geben, als das Neujahrsshopping. Allen einen Guten Rutsch ins Neue Jahr! 🎊
31. Dezember 2024 um 19:07
Sicher schon ab Mitternacht? Auf einer anderen Seite steht ab 01:00 Uhr… Hoffe natürlich ab Mitternacht;-)
1. Januar 2025 um 14:46
Danke für das Review, das die klaren Stärken des Sets aufzeigt, ohne die Schwächen unter den Tisch zu kehren 👍. Ich bin von der Optik auch richtig begeistert und freu mich, wenn es nächste Woche hoffentlich da ist. Der Assembly Square ist auch immer noch mein Lieblings-Modular von Lego, mal schauen, ob das Tudor Corner daran rütteln kann, im Gegensatz zu den letzten Modulars hat es aber mal eine realistische Chance 😅.
1. Januar 2025 um 22:54
Danke für das sehr schöne Review!
Schon ein ganz cooles Gebäude, aber ich bleibe dabei: ich finde das Fachwerk im Obergeschoss passt einfach weder zum Gebäude an sich, noch zum Rest der modulars…
4. Januar 2025 um 14:43
Huuui, Leserwunsch erfüllt – das war dann ich, mit dem Wunsch. Dankeschön!
Mir gefallen jeweils die rechten Varianten mit Stadtleben und Jazz-Club. Den Jazz-Club habe ich allerdings seitenverkehrt aufgebaut – ich werde überlegen – womöglich stelle ich zwei Eckhäuser gegenüber und bilde eine Gasse, Danke für die Mühe!!! – Allen einen schönen Samstag und ja, es tut mir leid, aber wir gewinnen gerade in Innsbruck ;-).
4. Januar 2025 um 15:29
Vielen Dank für das ausführliche, wie immer kurzweilige und wortschatzerweiternde (sintemal) Review!
Das wirkt für mich wie das beste Modular seit langem – auch wenn ich den Jazz Club und das Museum auch sehr mochte – und ich freue mich schon darauf, die Tudor Corner dereinst zu bauen. Zu Neujahr musste ich es mir nicht gleich schnappen, da mich das Kiosk GWP so überhaupt nicht gereizt hat und ich und die Assistentin eh noch einige Sets »abzuarbeiten« haben. Lieber warte ich auf einen guten Preis, doppelte Insiders Punkte oder GWP(s) die größere Begehrlichkeiten bei mir wecken.
Das mit dem Hut aus dem Orient Express freut mich persönlich natürlich sehr, die Dame aus der Tudor Corner wird den leider an meine zusammengeklöppelte Pippin Reed abtreten müssen. Oder das Teil taucht doch noch endlich bei Steine und Teile auf. Zuletzt wurde mir gesagt, dass es aus lizenzrechtlichen Gründen nur als Ersatzteil erhältlich ist, was mir komisch vorkam, aber okay …