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LEGO City 60469 Hauptbahnhof im Review: Wo ist der Hauptbahnhof?

LEGO City 60469 Hauptbahnhof | © Simon Brandt

Mit dem LEGO City 60469 Hauptbahnhof erschien im Juni 2025 endlich wieder ein neuer Bahnhof! Nur – wo sind die Gleise geblieben?

Die Eisenbahn hat bei LEGO City eine lange Tradition, erschienen die ersten Sets doch bereits 2006 kurz nach Beginn der Themenwelt. Die meisten Züge wurden auch von Bahnhöfen flankiert, dem 7997 Bahnhof von 2007, dem 7937 Bahnhof von 2010, dem 60050 Bahnhof von 2014 und dem 60335 Bahnhof von 2022. Man beachte die Lücke von acht Jahren! Und nun, 2025, folgte Bahnhof Nummer fünf, der 60469 Hauptbahnhof, Gegenstand unseres heutigen Reviews.

Zur Vorstellung vor ziemlich genau einem Jahr heftig kritisiert, bietet das für 89,99 Euro eingepreiste Set gerade einmal 752 Teile, darunter sieben Minifiguren (oder sechs, plus Baby). Da ich aber eine Schwäche für Eisenbahnsets habe, hatte ich mir nach einigen Monaten das am 1. Juni 2025 erschienene Set dann doch zugelegt, bietet der Hauptbahnhof schließlich einige architektonisch interessante Elemente.

Nach dem Aufbau stellte sich aber dieselbe Frage wie zuvor: Wo ist der Hauptbahnhof? Begeben wir uns nun auf die Suche nach den semantischen Ursprüngen des Capos dei capi delle stazioni ferroviarie! Ich meinte, schauen wir uns das Set im Review an.

Eckdaten

Setumfang

Before imageAfter image

Überhaupt nicht suggestiv wird der Hauptbahnhof auf dem Kartonbild nach hinten massiv verlängert dargestellt, um eine echte Bahnhofshalle vorzugaukeln. Außerdem sehen wir diverse Gleise, auf denen etwa die Straßenbahn der 60423 Straßenbahn mit Haltestelle zu sehen ist. Im Hintergrund fährt zudem der 60407 Doppeldeckerbus, während das 60465 Notfallrettungsflugzeug am Himmel zu sehen ist. Ich mag diese Referenzen an andere Sets, weniger aber das Suggerieren eines größeren Sets als im Karton enthalten ist.

Selbst die Rückseite klärt nicht wirklich darüber auf, zeigt aber die Spielfunktionen des Sets. In vorderster Front steht da der funktionierende Aufzug.

LEGO City 60469 Hauptbahnhof: Setumfang

Das Set umfasst sieben nummerierte Tüten aus dem papierbasierten Kompositmaterial, dazu eine Plastiktüte mit den größeren Teilen. Das Zentralstück des Aufzugs (3863) ist als einziges Teil unverpackt. Daneben sind drei Bauanleitungen enthalten, sowie ein substantieller Stickerbogen.

Aufbau

Zunächst wird das kleine Servicefahrzeug mit Hubarbeitsbühne gebaut, danach der Hauptbahnhof. Bei diesem beginnen wir mit dem linken Bahnsteig mit Café, gefolgt vom rechten mit Aufzug. Abgeschlossen wird der Bahnhof vom Leitstand des Stationsvorstehers.

Servicefahrzeug

Gefahren sind sein Metier! Denn schließlich hat er das Servicefahrzeug gefahren. Der Arbeiter (cty1924) trägt die seit 2022 für seinesgleichen übliche Warnweste (973pb4658c01) und einen Schutzhelm (3833) in Neongelb. Zwar sind die Teile nichts Besonderes mehr, die Figur gefällt mir aber.

Das Servicefahrzeug ist minimalistisch klein und vorwiegend in Orange und Schwarz gehalten. Vorn haben wir ein winziges Führerhaus, hinten den Motorblock.

LEGO City 60469 Hauptbahnhof: Servicefahrzeug

Eine bedruckte Kachel (3069pb0855) bildet die Steuereinheit des Vehikels, das in Wirklichkeit etwas besser aussieht als auf den Produktbildern und meinen Fotos. Trotzdem ist es sichtlich nicht der Fokus des Sets gewesen. Da LEGO aber bei größeren Sets versucht, kleine Nebenmodelle beizulegen, damit die modernen Kinder ohne Aufmerksamkeitsspanne trotzdem schnell etwas zum Bespielen haben können, mussten sich die Designer eben etwas einfallen lassen…

Hauptbahnhof

Eine kleine Familie wartet am Bahnhof auf den Zug, mit Vater (cty1925) und Baby (njo0446). Der karierte Torso des Vaters (973pb5963c01) ist 2025 beim 60461 Traktor mit Anhänger neu erschienen und hier zum zweiten und bisher letzten Mal enthalten. Nach wie vor gefällt mir das Motiv gut.

Das Baby dagegen hätte gern über einen dekorierten Strampler verfügen dürfen, aber wenigstens ist der Buggy (5491c02) von 2024 wieder enthalten! Und – es ist ein Baby! Auch zehn Jahre nach ihrer Einführung liebe ich diese Bewohner LEGO Citys! (Sie schreien nicht, machen sich nicht in die Windel, und prusten nicht herum, sondern sind stattdessen niedlich. Von welchem echten Baby kann man das schon behaupten?!)

Kommen wir nun zum eigentlichen Hauptbahnhof. Dessen linker Bahnsteig verfügt über eine dank A-Platte (15706) um 45 Grad gedrehte Rampe als Aufgang, die für den Kinderwagen barrierefrei gestaltet ist. Daneben wurde eine simple Bank platziert.

Die Plattform verfügt über die typischen Schrägsteine als Spacer zum Gleis, an das sie aber nur über sechs Noppen heranreicht. Eine Tür kann damit bedient werden. Eine. Ich wiederhole: eine. Die Mauerstruktur mit den Zäunen (3633) gefällt mir aber!

Als nächste Minifigur haben wir eine Barista (cty1926). Ihr Torso (973pb3256c01) wird seit 2015 (mit einer minimalen Änderung 2017) verwendet und macht sie damit Teil der monopolistischen Kaffeeshop-Kette LEGO Citys, kreativ als „The Coffee Chain“ bezeichnet. Ich mag diese Kontinuität über die Themenwelt sehr, und freue mich, dass die Kette nicht der Erneuerung vieler In-Universe-Marken und Farbschemen seit 2024 zum Opfer gefallen ist.

Die Barista hat eine kleine Theke mit Croissant (67338) und Kaffeemaschine zu ihrer Verfügung. Letztere ist zum Kunden hin gedreht – Selbstbedienung?! Ist das der Grund, warum der Kaffee so günstig ist? Obwohl, die Personalkosten hat man ja trotzdem, nur die Schulung in der Bedienung moderner Technik konnte wegfallen.

Leider ist das Café, bei dem auch die Seitenwände fehlen, sonst komplett leer, während mehr als genug Platz für weitere Backwaren, eine Kasse, Tassen, Becher und vielleicht noch einen zweiten Heißgetränkeautomaten gewesen wäre. Auch eine Tafel mit den Angeboten wäre wünschenswert gewesen, oder wenigstens ein Werbeschild wie 2015 im 60097 Stadtzentrum.

Eine Ebene über dem Verkaufsstand wurde eine ebenfalls sehr spartanische Sitzecke eingerichtet, die wenigstens über eine Backware auf dem Tisch verfügen könnte. Immerhin ist das Werbeschild für den 60407 Doppeldeckerbus gelungen.

Die Naschkatze hier (cty1927) wollte eigentlich die Wartezeit auf den Zug im Café überbrücken, mangels Angeboten hat sie sich aber ihrem Handy (3069pb1062) widmen müssen. Und für den Fall, dass ein übereifriger Kontrolleur schon vor Fahrtantritt ihre Fahrberechtigung prüft, trägt sie in der anderen Hand ihr frisch erworbenes Ticket (3069pb0584). Überteuert, klar, eben ein Bahnticket (deswegen die noch geöffnete Kreditkarten-App auf dem Handy), aber so ein Zug kostet in der Anschaffung ja auch mehr als ein Auto, da müssen die Preise eben höher sein.

Das Mädchen trägt ein passendes Shirt mit Outdoor-Motiv (973pb4535c01) und verfügt über eine sehr nette Frisur (36037) in Dunkelbraun. Nach dem Baby ist es die mir liebste Minifigur des Sets.

Auch die zweite – etwas größere – Plattform mit Bahnsteig wird über eine Rampe mit dem Boden verbunden. Im hinteren Teil bauen wir auch gleich das Fundament des Aufzugs ein.

Zu den schönsten Modellen des ganzen Sets gehören der Fahrkartenautomat und das Wartehäuschen, dem aber echte Sitze gut getan hätten, nebst Kofferablage. Das Farbschema passt dabei zum 60335 Bahnhof und der Haltestelle der 60423 Straßenbahn mit Haltestelle, während der gelbe Warnstreifen neu ist. Außerdem haben wir hier ein recht hübsches Signal, dessen Bauweise bei City leider nie konsistent war.

Der greise Stationsvorsteher (cty1928) trägt die sandblaue Uniform (973pb5664c01), die für die Mitarbeiter der städtischen Verkehrsunternehmen seit 2024 Vorschrift ist und mir gut gefällt. Viel besser aber sind die neuen Krücken (7185)! Diese sind seitdem nur noch in der 11371 Einkaufsmeile und einer CMF-Figur enthalten gewesen, werden uns aber sicher noch ein paar Jahre begleiten!

Nun widmen wir uns dem Aufbau des Aufzugschachtes, der vorwiegend mit speziell dafür gefertigten Formteilen konstruiert wurde. Eine Schraube (73763) bildet die zentrale Achse, um die die Plattform (3863) greift. Diese wiederum gleitet in Türrahmen mit Fugen (3417) stabil auf und ab, wenn man die Achse am Knauf oben dreht. Wurde die Technik dafür bereits im Set 42639 Andreas moderne Villa erfolgreich eingesetzt, verwundert es nicht, dass sie auch hier brilliert!

Leider gilt dies nur eingeschränkt für die Optik des Aufzugsschachtes: Einerseits gefällt mir die moderne Glasfront hervorragend, und auch der Aufkleber „Staff only“ an der Tür ist eine schöne Idee, die Zugänglichkeit zum Bespielen ist aber stark eingeschränkt. Außerdem wurden auch hier keine Fensterscheiben in die Seitenwände eingebaut, während die Formteile genau dafür konzipiert wurden.

Außerdem ist es lustig, dass der eine Stationsvorsteher einen riesigen Aufzug bekommt, während für all die Fahrgäste keine wirkliche Möglichkeit besteht, zum Café hochzukommen. Mich stört es grundsätzlich nicht, wenn es bei City-Sets keine Treppen gibt, um von einer Ebene in die andere zu kommen, dennoch ist es amüsant, wenn man sieht, worauf hier der Fokus gelegt wurde. Wie bei der Deutschen Bahn, kann man sagen; die Mitarbeiter sind wichtiger als die Fahrgäste.

Über die mit Abstand schönste Fassade verfügt der Teil des Bahnhofs direkt über dem Gleis, ein Relikt aus der Frühzeit der Eisenbahngeschichte. Die Fenster werden von Bögen und Säulen flankiert und mit Blumenkästen verziert. Auch die Farbwahl in Tan und Medium Nougat gefällt mir fantastisch!

Leider ist die Einrichtung wieder extrem karg, mit nichts als dem Leitstand des Stationsvorstehers. Wenngleich dieser primär durch zwei Sticker gebildet wird, ist das grafische Design sehr gelungen, mit einer Referenz auf die 9-V-Geschwindigkeitsregler (2868b)! Rechts haben wir zudem eine ovale Platte (35480), in die die Krücken gesteckt werden können. Links neben dem Eingang wäre zwar für mich die logischere Position, aber dann hätte der Raum noch leerer gewirkt… Eine Topfpflanze etwa wäre eine sinnvolle Ergänzung gewesen, oder eine Spielzeugeisenbahn. Ein Bild mit einer X-Weiche (7996), nebst Preisschild, als hämische Anspielung auf LEGOs Widerwillen, dieses Element neu aufzulegen, wäre auch eine Möglichkeit gewesen…

Als letzte Minifigur bauen wir nun noch eine weitere Reisende (cty1929) mit bekanntem Blumen-Hemd unter der blauen Jacke (973pb4540c01). Es ist bemerkenswert, dass keine Minifigur neue Teile nutzt…

Den Abschluss des Hauptbahnhofs bildet die Dachstruktur. Links befindet sich ein sehr schönes Bogenfenster, für das Garagentor-Lamellen (4218) in Transparent und Dunkelblau lose über zwei gebogene Technic-Zahnstangen (24121) gelegt werden, die hier neu in Weiß sind. So schön die Idee und Optik ist, bei einem Spielset sollte man erwarten, dass die Teile ordentlich befestigt werden und nicht herumfliegen, wenn man das Modell bewegt.

Ganz zuletzt bauen wir den Turm, der gern etwas „älter“ (verwitterter) und vor allem größer hätte sein dürfen. Die Bahnhofsuhr (67095pb085) aus dem 10350 Eckhaus im Tudorstil wirkt, für sich genommen, brillant, ist nur ebenfalls etwas klein hier.

Das heimliche Highlight des Sets hat sich LEGO (und damit auch ich) bis zum Schluss aufgespart: Für den Hauptbahnhof und den 60473 City-Turm hat LEGO nun endlich Tauben (7188pb01) eingeführt! Die in jeder Stadt omnipräsenten Tiere glänzten bisher durch Abwesenheit, fortan kann ich meine Stadt aber realistischer gestalten… Beide Exemplare hier sind hellgrau, dank der 11371 Einkaufsmeile existieren sie mittlerweile aber auch in Weiß. Ideal wäre noch ein bläulich bedruckter Hals gewesen, aber auch so gefallen mir die Tauben, die hier – wie in echt – im Turm nisten.

Und: Die Tauben sind bei Pick a Brick verfügbar! Mit 1,27 Euro pro Stück kosten sie auch nicht die Welt, sodass man sich leicht eine ganze Armee von Tauben zulegen kann! (Die Frage ist aber, wie diese dann Befehle entgegennimmt, wenn sie doch taub ist…) Damit jedenfalls ist der Aufbau beendet!

Ersatzteile

LEGO City 60469 Hauptbahnhof: Ersatzteile

Unter den Ersatzteilen sind keine wirklich besonderen Elemente, die bedruckte Kachel des Tastenfeldes (3070pb174) ist wohl noch am brauchbarsten.

Finales Modell

Before imageAfter image

Zum Schluss haben wir ein doch ansehnliches Gebäude mit gelungenem Außenbereich und einigen Details. Die Ansicht der Rückseite offenbart da aber deutliche Mängel, insbesondere die angeklatschten 2 x 16-Platten in Tan (4282) rechts. Diese dienen auch nicht der Stabilisierung, sodass ich nicht verstehe, wie man sie da anbringen konnte. Außerdem steht das Gebäude dadurch hinten über, kann also nicht bündig an eine Wand geschoben werden – wofür es aber eindeutig designt wurde.

Ebenfalls noch nicht erwähnt habe ich den Umstand, dass LEGO dem Set nur zwei gerade Schienen (53401) spendiert hat, nebst zwei Aufgleishilfen (53834). Üblicherweise kommen Schienen in Viererpacks – hier dagegen, wie auch im 60473 City-Turm, sind sie lose enthalten, und damit konnten jeweils zwei Schienen eingespart werden. Einem Set, dass sich Hauptbahnhof nennt, nur zwei Schienenstücke beizugeben, ist einfach schäbig.

Detailbilder

Zuletzt habe ich euch noch eine Reihe unkommentierter Detailbilder eingebunden. Man sieht sehr deutlich, dass der Frontansicht ein erheblich höherer Stellenwert beigemessen wurde als der Rückseite und Einrichtung…

Außenbereich

Innenraum

Fazit: 60469 Hauptbahnhof

Da wären wir, beim Fazit. Dem Kapitel, bei dem von mir erwartet wird, einigermaßen objektiv das Review zusammenzufassen. Dem Kapitel, bei dem ich zwischen Plus- und Minuspunkten abwägen muss, um eine möglichst vernünftige Entscheidung über die Qualität des Sets treffen zu können. Kurz: dem Kapitel, das mich jedes Mal vor schier unlösliche Herausforderungen stellt.

Nun, stelle ich mich ihnen eben! Aaalso: Ich freue mich sehr, dass nach diesmal nur drei Jahren ein neuer Bahnhof den Weg ins LEGO-City-Sortiment geschafft hat. Diesen allerdings mit dem volltönenden Namen „Hauptbahnhof“ zu bezeichnen, war ein Fehler. Dadurch werden Erwartungen geweckt, denen dieses Set schlicht und ergreifend nicht gerecht wird.

Einerseits verfügt der Bahnhof über einen wirklich gelungenen Außenbereich mit Bahnsteigen, Ticketautomaten, Wartehäuschen, Signal und Café. Auch die Fassade mit klassischen wie modernen Elementen gefällt mir gut, welche aber leider nur von vorn gut wirkt. An der Seite fehlen vernünftige Wände oder Fenster, deren Rahmen ja sogar bereits vorhanden sind. Und an der Rückseite kleben große Platten, deren Sinn und Zweck ich nicht sehe, nur ihren prekären Einfluss auf die Ästhetik des Sets. Zudem ist der Turm mit Bahnhofsuhr etwas zu klein für das Modell und wirkt doch arg verloren.

Zum einen freue ich mich über die Spielfunktion des funktionsfähigen Aufzugs, mit dem der Stationsvorsteher in sein Büro gelangen kann, andererseits fehlt es dem Set sonst deutlich an Einrichtung. Das Café ist leer, und auch der Leitstand „bietet Raum für eigene Ideen“.

Dazu kommt, dass LEGO offenbar in den Sparmodus geschaltet hat, sodass nur zwei statt zu erwartenden vier Schienen beiliegen. Klar, so fällt weniger auf, wie kurz die Bahnsteige doch sind, gerade im Vergleich zu denen beim 60335 Bahnhof und der 60423 Straßenbahn mit Haltestelle, das sollte aber schwerlich als echter Grund herangezogen werden! Außerdem ist es lächerlich, dass das Set über nur ein einziges Gleis verfügt, und es für eine Erweiterung aufgrund dessen Überbrückung mit dem Leitstand zwingend eines zweiten Exemplars bedarf. Kurzum: Das ist kein Hauptbahnhof.

Um mal wieder zu etwas Positiverem zu kommen: Die neuen Tauben und Krücken sind fantastische Ergänzungen der Tier- und Minifigurenwelt LEGO Citys. Erfreulich sind zudem das beigelegte Baby samt Buggy, während die Minifiguren allgemein über keinerlei exklusive Torsodrucke oder dergleichen verfügen.

Über viele der Mängel könnte ich gern hinwegsehen, wenn das Set wenigstens vernünftig eingepreist wäre. 90 Euro UVP sind einfach nur absurd. Ja, das Set ist recht voluminös – aber leer! Der Eisenbahntunnel ist eine kluge Idee, um das Gebäude raumgreifender zu machen – aber dieser Trick ist eben doch sichtbar… Im freien Handel liegt das Set derzeit bei knapp 60 Euro, was akzeptabel ist. Ich hatte damals ein Angebot für gut 50 Euro erwischt, womit ich zufrieden bin. Viel mehr würde ich hier aber wirklich nicht ausgeben wollen.

Kurz gesagt: Das Set wäre ein schöner Bahnhof gewesen, wenn nicht irgendjemand bei LEGO auf die Idee gekommen wäre, ihn als Hauptbahnhof anzupreisen. Und, ach ja, wenn die UVP rund 30 Prozent niedriger wäre. So aber kann ich das Set nur mit substantiellem Rabatt empfehlen – dann aber eben doch, wenn einem die Anzahl Gleise egal ist, etwa für einen kleineren Bahnhof in einem Vorort.

Bewertung

Positiv Negativ
  • Bahnhof
  • Schöner Außenbereich
  • Schöne Fassade
  • Funktionierender Aufzug
  • Tauben!
  • Krücken
  • Baby und Buggy
  • Keine Seitenwände/-fenster
  • Kleiner Turm
  • Kaum Einrichtung
  • Zu wenige Schienen
  • Zu kurze Bahnsteige
  • Nur ein Gleis
  • Kein Hauptbahnhof
  • Keine besonderen Minifiguren
  • Deutlich zu teuer

Benotung 🎵

Gesamtnote: 7
  • Umfang & Bauspaß: 7
  • Optik & Farben: 7
  • Minifiguren: 6
  • Bespielbarkeit: 8
  • Preis/Leistung: 5

Von 1 (mau) bis 10 (wow)

Eure Meinung!

Wie gefällt euch der jüngste Bahnhof LEGO Citys? Sucht ihr ebenfalls noch immer nach dem Haupt im Bahnhof? Oder stört euch die Konzeption des Sets nicht? Schreibt eure Meinung zum Modell gern in die Kommentare!

Simon Brandt

Seit frühester Kindheit begeisterter LEGO-Fan und sammelt vor allem City und Creator.

2 Kommentare Kommentar hinzufügen

  1. Danke Simon, dass du dieses so stark kritisiertes Set für uns unter die Lupe genommen hast! Ich habe es auch für circa 50 Euro erworben und bei uns ist es im alten 9V Schienenkreis gelandet . Es wird regelmäßig gern von allen Kindern im Vorschulalter bespielt. Diese stören sich wenig daran, ob Lego ihn als Hauptbahnhof bezeichnet, denn in echt kennen sie den in Hamburg und da kommt sowieso kein Lego Modell ran. Aber zurück zum Set: der kleine Reparaturwagen ist schon regelmäßig für sämtliche Reparaturarbeiten und Katzenrettungaktionen in der Legostadt zum Einsatz gekommen und ist somit das Highlight. Auch der Fahrstuhl findet Gefallen, allerdings ist es auch für kleine Kinderhände schwierig, eine Minifigur s t e h e n d rein zubekommen , er ist schon ziemlich eng . Bei uns werden also öfter nur Gepäckstücke damit transportiert.
    Mir als Oma gefällt die mittlere Fassade und eine ansehnliche Menge an Tauben habe ich inzwischen schon, hoffentlich bald auch in weiß !
    Völlig irrational finde ich nur den Raum über dem Café- wie soll man da hoch kommen ? Und so richtig gemütlich ist er auch nicht. Zum Glück haben wir einen ansehnlichen Vorrat an Legoteilen, da gibt es noch einiges zu verbessern. Dieses oft bei Lego vorkommende „nicht zu Ende gebracht“ nervt zwar manchmal, andererseits eröffnet es auch viele Möglichkeiten,um selbst kreativ zu werden.

  2. Sorry, ist für mich keine Note 7

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