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LEGO Technic 42125 Ferrari 488 GTE „AF Corse #51“ im Review

LEGO Technic 42125 Ferrari 488 GTE "AF Corse #51" | © André Micko

LEGO Technic 42125 Ferrari 488 GTE „AF Corse #51“ im Review. Flotter Flitzer oder lahme Litfaßsäule?

Einige Hundert werden pro Jahr in Deutschland zugelassen, seit seiner Vorstellung im Jahre 2015. Kein Wunder, ist er bei einem Einstiegspreis jenseits der 200.000 Euro auch nur einem kleinen Kreis der oberen Zehntausend vorbehalten. Die Rede ist vom Ferrari F488 GTB. Die Zahlenkombination 488 steht übrigens für 488 Kubikzentimeter, der Hubraum jedes einzelnen der insgesamt acht Zylinder. In Summe macht das 3,9 Liter, die für eine Höchstgeschwindigkeit von 330km/h sorgen. Drei Sekunden braucht man, um 100km/h zu erreichen. Nach etwa weiteren fünf Sekunden ist die 200km/h Marke geknackt. Wer jetzt beeindruckt ist, aber aus Umweltschutzgründen noch zögert: das Auto erfüllt die Abgasnorm Euro 6. Löblich. Wer sich aus finanziellen Gründen zurückhält (200.000 Euro für ein Auto wollen schließlich wohlüberlegt sein), für den stellt vielleicht das am 1. Januar erscheinende LEGO Set 42125 eine Alternative dar.

Umfang

Das LEGO Technic Modell ist mit einer Altersempfehlung von 18+ ausgewiesen und richtet sich somit an AFOLs. Es besteht aus 1677 Teilen bei einer UVP von 179,99€. Für ein LEGO Technic Set ist der sich daraus ergebende Teilepreis recht hoch, was vermutlich durch Lizenzgebühren verursacht wird. Jedoch kann man wie bei den meisten Technic Sets auch hier davon ausgehen, dass im freien Handel bereits kurz nach Release Rabatte zwischen 20 und 30% zu finden sein werden. Dadurch kann der Preis voraussichtlich auf unter 130 Euro purzeln.

Die genaue Bezeichnung des Sets lautet Ferrari 488 GTE „AF Corse #51“. GT steht für Gran Turismo und bezeichnet ursprünglich Sportwagen, die im Gegensatz zu den spartanischen Rennwagen ein gewisses Maß an Komfort hatten. Dadurch konnte man mit ihnen auch längere Strecken beziehungsweise Rennen relativ bequem zurücklegen. Die entsprechenden GT-Rennserien -von denen es eine ganze Reihe gab- zeichnen sich unter anderem dadurch aus, dass Fahrzeuge zum Einsatz kommen, die prinzipiell eine Straßenzulassung erhalten könnten. Im Gegensatz zu rein für Rennzwecke optimierten Boliden, wie in der Formel 1. Aktuell gibt es bei der FIA (Fédération Internationale de l’Automobile) die GT-Klassen GTE und GT3. Die Verwendung des Zusatzes GT in Serienfahrzeugbezeichnungen (man denke beispielsweise an den Klassiker Golf GTI) geschieht heute oftmals aus Marketinggründen. So trägt auch die Serienversion des Ferrari 488 die Bezeichnung GTB. Beim Ferrari 488 GTE, der als Vorbild des neuen LEGO Sets dient, handelt es sich demnach um die modifizierte Version des Serienfahrzeugs, die in der GTE Klasse zum Einsatz kommt. Bereits im Jahre 2018 hat LEGO im Speed Champions Set 75886 den Ferrari 488 GT3 herausgebracht, freilich in einer um einiges kleineren Version mit nur 179 Teilen.


Verpackung und Inhalt

Die Schachtel ist gemäß dem 18+ Design gestaltet. Ein großes Bild des Modells vor schwarzem Hintergrund ziert die Vorderseite. Auf einem roten Streifen am unteren Rand sind Altersempfehlung, Setnummer und Teileanzahl abgedruckt. Auf der Rückseite gibt es weitere Bilder, einige Details und ein Foto des echten Fahrzeugs. Der Aufbau besteht aus fünf Bauabschnitten. Dementsprechend sind die Teile auf nummerierte Tütchen verteilt.




Der „echte“ in Aktion


In einem stabilen Umkarton befindet sich die 328 Seiten starke Anleitung. Auf den ersten zehn Seiten werden Details zum Modell, sowie zum echten Fahrzeug und den dazugehörigen Rennfahrern beschrieben. Ebenfalls im Karton, und damit gut geschützt, liegen die zwei großen Stickerbögen. Wie die Bilder schon erahnen lassen, kann das Modell mit insgesamt 62 Aufklebern verziert werden. Die meisten davon kommen im Außenbereich auf Paneelen zum Einsatz.


Die zwei Stickerbögen mit insgesamt 62 Aufklebern

Aufbau

Der Aufbau ist dank der detaillierten Anleitung gewohnt problemlos zu bewerkstelligen. Mir hat es großen Spaß gemacht, zu sehen wie das Fahrzeug wächst. Über der Hinterachse kommt, zumindest meiner Recherche nach, ein neues Teil zum Einsatz um den Kotflügel auszuformen.

Wie oben erwähnt, kommt die Aufkleberflut in erster Linie im Außenbereich auf den Paneelen zum Einsatz. Ganz wie beim Vorbild, nebenbei erwähnt. Im Normalfall baue ich meine Modelle wie in der Anleitung beschrieben auf. Das gilt auch für die Aufkleber. Hier bin ich insoweit davon abgewichen, dass ich diese erst am Schluss angebracht habe, um das Fahrzeug auch „nackt“ zeigen zu können.

Ende Bauabschnitt 1


Ende Bauabschnitt 2


Ende Bauabschnitt 3



Ende Bauabschnitt 4




Die Hinterradaufhängung


Die Vorderradaufhängung


Das Lenkrad steht wie auch bei den Supercars senkrecht zum Fahrzeugboden


Zwei neue Teile

Das fertige Modell

Das Modell gehört nicht zu den Technic Supercars (42056 Porsche 911 GT3 RS, 42083 Bugatti Chiron und 42115 Lamborghini Sián FKP), sondern neben dem 42096 Porsche 911 RSR als zweites Modell zu den Mini-Supercars. Das dürfte nicht die offizielle Bezeichnung der Reihe sein, passt aber ganz gut. Etwa halb so viele Teile, etwas weniger Technik (im Wesentlichen fehlt das Getriebe), aber dennoch mit einem hohen Detaillierungsgrad und dem Anspruch, ein realitätsnahes Modell zu sein. Wohlgemerkt für die Vitrine, nicht zum Bespielen. So fehlt auch eine von außen zugängliche („Hand-of-God“) Lenkung.





Der Ferrari ist etwa 13cm hoch, 21cm breit, 48cm lang und damit bei gleichem Radstand etwas kürzer als der Porsche 911 RSR. Die Version ohne Aufkleber kommt dann eher der Serienversion des Fahrzeugs nahe. Dabei stören einige in nicht-rot verbaute Elemente, beispielsweise im Heckbereich. Wer sich den Ferrari unbeklebt in die Vitrine stellen will, sollte in Erwägung ziehen, die blauen, weißen und gelben Teile durch rote zu ersetzen. Wer dann schon bei der Ersatzteilbestellung ist, kann ja die sichtbaren blauen Pins ebenfalls austauschen. Mich stören sie nicht, aber objektiv betrachtet fallen sie ohne Aufkleber natürlich mehr auf. Dafür kommen die Scheinwerfer wiederum besser zur Geltung.

Ohne Aufkleber…


Ohne Aufkleber wäre es schöner, die nicht-roten Teile zu ersetzen.


Das nachträgliche Anbringen der Aufkleber am fertigen Modell hat übrigens hervorragend, also ohne signifikanten Rückbau, funktioniert und sei hiermit allen empfohlen, die diesbezüglich unschlüssig sind. Letztendlich gefällt mir die Rennversion besser. Die inneren Werte sind natürlich identisch, und auf diese werfen wir jetzt einen Blick.

Die Räder sind einzeln aufgehängt und jeweils gefedert. Die Vorderräder sind natürlich lenkbar, wobei dies nur wie bereits angedeutet mit dem Lenkrad vor dem Fahrersitz möglich ist. Auch hier steht das Lenkrad senkrecht zum Fahrzeugboden. Ein kleiner Winkel nach oben würde mir -wie auch bei den anderen Supercars- optisch besser gefallen.

Die Räder der Hinterachse sind über ein Differenzial mit dem im Heck sitzenden V8 Motor verbunden. Die fiktive Heckscheibe gewährt einen guten Einblick auf den Motor und die sich darin während des Fahrens bewegenden Kolben. Ein Getriebe wie bei den großen Modellen ist nicht verbaut.

Tiefe Einblicke von unten…


Hinterachsdifferenzial und Anbindung des V8


Der Blick auf den V8 von außen.


Das Cockpit



Öffnen lassen sich nur die Türen. Die sind funktional leider nicht der große Wurf und ähneln in der Umsetzung dem Bugatti Chiron (für mich sein größtes Manko). Ohne Anschlag, und haptisch instabil. Hält man den Ferrari schräg in der Hand, öffnen sie sich langsam. Da hatte der Porsche 911 RSR besser vorgelegt.

Das unter den Türen liegende Trittbrett ist mittels eines Rotorblattes realisiert. Optisch passt das, mechanisch ist die Fixierung mittels zweier Halteklauen nicht sehr stabil.
Demgegenüber punktet der Ferrari bei den Frontscheinwerfern. Die bedruckten, transparenten Scheibenelemente passen perfekt und sehen gut aus. Da steht der weiße Konkurrent aus Zuffenhausen nur glubschäugig staunend daneben. Beiden gemeinsam ist wiederum der löchrige Unterboden. Auf das Schließen der durch die Konstruktionsrahmen bedingten Öffnungen wurde weitestgehend verzichtet.

Tiefe Einblicke von unten…


Die Türen sind eine Schwachstelle des Ferrari.


Ein Rotorblatt bildet das Trittbrett. Die Fixierung ist jedoch nicht sehr stabil.


Die Scheinwerfer (aufgedruckt!)



Vorsichtiges Beschnuppern…




Der Porsche 911 RSR ist bei gleichem Radstand etwas länger als der Ferrari 488 GTE

Bei den Scheinwerfern liegt der Ferrari klar vorne.


Ferrari 488 GTE und 488 GT3

Vielen Dank an die LEGO Group, die uns dieses Set für unser Review zur Verfügung gestellt hat. Der Artikel gibt jedoch ausschließlich meine persönliche Meinung wieder.

Review-Video

Fazit: 42125 Ferrari 488 GTE „AF Corse #51“

Optisch gefällt mir der Ferrari ausgezeichnet. Ein toller Hingucker. Zu diesem Gesamteindruck tragen nicht zuletzt die Aufkleber bei – sofern man diese anbringt. Bevorzugt man eine serienähnliche Version und verzichtet aufs Bekleben, sollte man die „bunten“ Teile durch rotfarbene ersetzen. Konstruktive Schwächen, beispielsweise bei den Türen, und die Tatsache, dass er im Handling einen fragilen Eindruck macht, weisen ihn definitiv als Vitrinenmodell aus. Hinstellen und bewundern, Benutzung nur mit Einschränkungen. Der Preis liegt mit 180 Euro hoch. Mit Rabatten kommt er auf ein angemessenes Niveau herunter. Wem die Optik zusagt und wer ein dekoratives Stück LEGO Technic sucht, kann dann bedenkenlos zuschlagen.

Eure Meinung!

Nun sitzt ihr am Steuer: Was sagt ihr zum 42125 Ferrari 488 GTE „AF Corse #51“? Äußert euch wie immer gerne in den Kommentaren!

André Micko

LEGO Technic und Speed Champions Sammler, MOC-Tüftler – alles ist in Bewegung

11 Kommentare Kommentar hinzufügen

  1. Die UVP liegt bei 179,99 nicht 169,99 €.

  2. Schönes Modell mit ein paar Mängel, die jedoch ein geübter AFOL beheben kann.
    Die Aufkleber finde ich gut, so kann man sie weg lassen. Falls ich mir das Modell zulege, werde ich sie wohl nicht anbringen. Zum Glück sind die Scheinwerfer bedruckt.
    Das Fahrzeug liegt jedoch mindestens eine Noppe zu hoch. Vielleicht kann man die Dämpfer etwas anders einstellen?
    Das hintere Ende des vorderen Kotflügels sieht etwas komisch und unfertig aus. Hier gibt es was zu tun. Bin gespannt, was die Spezialisten für Verbesserungen ausdenken…

  3. Hurraaaa, endlich Feierabend! Und ein neues Review von André hat sich manifestiert! Auch wenn ich mir das Modell sicher nicht zulegen werde, vorher müsste der Lambo es zu mir schaffen und dieser dunkelblaue Betonmischer und dieser gelbe LKW für Schüttgut – unrealistisch. Ich finde ihn unbeklebt in leuchtendem Rot schick! Dieses kleine schwarze neue Teil sieht auch für Städtebauerinnen wie ich sehr interessant aus, so als düsterer Fassademschmuck könnte das den Feinschliff für eine heruntergekommene Villa bedeuten. Lego, bitte bei STeine und Teile anbieten! Ich bin froh, dass die Dich repräsentierende Minifig auch mal freinehmen darf, André!. Dieses ganze Stemmen überdimensionierter Reifen und das Fahren ohne die Möglichkeit, aus dem Fenster zu sehen, muss hart sein! Ganz viele Grüße!

  4. „Wer jetzt beeindruckt ist, aber aus Umweltschutzgründen noch zögert: das Auto erfüllt die Abgasnorm Euro 6“
    Lieber André, zur Einschätzung der Umweltverträglichkeit solltest du nicht nur die Abgasnorm heranziehen. Die Straßenversion des 488 GTB ist in der schlechtesten CO2-Effizienzklasse „G“ eingestuft. Die Kiste pustet kombiniert 260 Gramm CO2/km raus. Zum Vergleich: Der EU-Flottengrenzwert 2020 liegt bei 90 gr/km.

    Ob das neue Technic-Modell irgendwann mal bei mir in die Sammlung kommt, wird der Verlauf des nächsten Jahres entscheiden.

    • Da muss man aber dazu sagen, dass wahrscheinlich alle 488 GTB auf dieser Welt zusammen weniger km fahren, als 10 typische VW Golf 🙂 daher relativiert sich der Spritverbrauch bzw. CO2 Ausstoß von Sportwagen ziemlich.

      • Jo. Mit so einem Auto fährt man nicht einkaufen oder die Kinder zur Schule bringen. Sowas kauft man sich als Zweitwagen, mit dem man dann z.B. am Wochenende paar Runden dreht.

    • Beim Punkt, dass ein Auto mit 670PS und knapp 4 Litern Hubraum per se -unabhängig von der Euro-Norm- nicht umweltfreundlich im Sinne von niedrigen Treibhausgasemissionen sein kann, stimme ich dir voll zu.
      Die Zusatz-Info über die Abgasnorm war in einen augenzwinkernden Kommentar verpackt, in der Überzeugung, dass keiner der werten Leser auf zusammengebaut.com die Entscheidung für den Kauf dieses Autos von meinen einführenden Worten zum echten 488 GTB abhängig macht, und somit auch der Verweis auf eine vermeintliche Umweltverträglichkeit dank Euro6 keinerlei Auswirkung hat (ich kann mir auch nur schwer vorstellen, dass die Euro-Norm für irgendeinen potenzieller Käufer -und es sei jedem gegönnt, der sich das Auto leisten kann- ausschlaggebend ist). Kurz: es war nicht ganz ernst gemeint. 😉

  5. Mal eine allgemeine Frage, sollten bei den 2021er Sets nicht die inneren Plastiktüten durch Papier/Papptüten ersetzt werden?

  6. Also mal ehrlich, der Unterboden störte mich schon beim Porsche. Da ist ja so gut wie gar nichts geschlossen worden. Da wird das Modell schon instabil und das merkt man auch, wenn es in die Hand genommen wird. Ja, Displaymodell ich weiss. Aber eben auch Premiumhersteller. Scheinwerfer finde ich Klasse, das wurde erstklassig gelöst. Was für mich den Gesamteindruck stört sind unter anderem die Lufteinlässe. Die finde ich nicht gut gelöst. Das Trittbrett stimmt gar nicht, das hat beim Original ja so einen 45°Winkel. Naja und die Tür. Aufgehen beim schräg halten geht gar nicht und das umgedrehte Panel geht auch nicht, das sieht schlimm aus. Es ist ja ein Technik Modell für das 179.99€ aufgerufen werden. Aber keine richtige Technik Funktion, will sagen das Getriebe fehlt schon wieder. Das wäre preislich aber drin gewesen.
    Wirkt für mich irgendwie lieblos. Das kann Lego doch wirklich viel besser. Beim Porsche habe ich damals nicht richtig aufgepasst, aber für den bezahlten Preis war es dann doch ok. Hier ist zuviel zu MOCen, da würde ich höchstens die Hälfte bezahlen.

  7. Hallo Zusammen und vielen Dank für das freundliche Review.
    Ich empfinde das Modell eine Frechheit den AFOLS gegenüber. Für einen extrem überteuerten Sportwagen ( rot… vermutlich soll es ein Ferrari sein…. erkennen tut man das nicht) aus Lego Technik, bekommt kaum Gegenwert. Türen öffnen und Lenkung ist ja wohl kaum der Rede wert. Das Fahrzeug ist ein hohler Vogel, ganze Hände verschwinden in den Öffnungen am Unterboden. Zudem ist das Ding instabil. Leider stellen diesmal die Aufkleber den Erkennungswert zum Original her. Die Rotorblätter als Schweller finde ich im Original nicht. Weiterhin liegt das Ding viel zu hoch. Das ist ein Sportwagen und kein Fiat 500.
    Wie konnte DAS Ferrari genehmigen…
    Sorry aber meine Meinung. Das sollte Lego als Premiunhersteller deutlich besser machen, das ist gar nichts. Schönen Gruß an das Controlling, super Marge.

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