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LEGO 80108 Mondneujahrstraditionen im Review

LEGO 80108 Mondneujahrstraditionen | © André Micko

LEGO 80108 Mondneujahrstraditionen im Review: Das Jahr des Tigers wird bei LEGO eingeläutet!

Es ist soweit. Das Jahr des Büffels neigt sich dem Ende zu. Am 1. Februar starten wir in das Jahr des Tigers, genauer: des Wasser-Tigers. Zumindest im chinesischen Kalender, der sich nach den Mondphasen richtet. Und wieder bringt LEGO -erfreulicherweise- zwei zum Anlass passende Sets heraus: die 80108 Mondneujahrstraditionen sowie das 80109 Mondneujahrs-Eisfestival. Ersteres schauen wir uns heute an, das Eisfestival folgt in Kürze.

Bisher erschienene Sets der „Chinese Festival Special Edition“

» 80101 Chinesisches Neujahrsabendessen
» 80102 Drachentanz
» 80103 Drachenbootrennen
» 80104 Löwentanz
» 80105 Tempelmarkt zum chinesischen Neujahrsfest
» 80106 Geschichte von Nian
» 80107 Frühlingslaternenfest

Hinweis: 80101 und 80102 waren nur im asiatischen Raum erhältlich.

Eckdaten

Verpackung und Inhalt

Die Verpackung ist im typischen Design der Serie gehalten. Rot überwiegt, dazu gibt es asiatische Designelemente und einen stilisierten Tiger. In der oberen rechten Ecke prangt das LOGO der Frühlingsset-Reihe mit dem chinesischen Schriftzeichen für „Frühling“. Der „Build Together“ Hinweis daneben verrät bereits, dass sich die einzelnen Abschnitte des Karussell-Dioramas in familiär trauter Runde zusammenbauen lassen. Dafür liegen dem Set sechs einzelne, kleine Anleitungsheftchen bei.


Auf der Rückseite befinden sich wie immer weitere Detailbilder sowie eine Präsentationsalternative als Stapelmodell (was mich irgendwie an Dosenwerfen erinnert). Zwei Aufkleberbögen runden das Gesamtpaket ab, wobei der erste 23 Sticker enthält, der andere nur einen Aufkleber.

Aufbau

Der Aufbau geht leicht von der Hand und kann auch von den jüngsten Baumeistern problemlos bewältigt werden. Die Anleitungsheftchen sind jeweils etwa fünfzig Seiten stark und beschreiben den Aufbau eines der sechs Elemente. Die Teile sind in entsprechend nummerierten Tütchen untergebracht. Einzig das erste Büchlein ist mit 80 Seiten etwas umfangreicher, da hier neben dem Diorama-Element auch die Mittelsäule gebaut wird, an die die sechs äußeren Teile montiert werden können. Insgesamt gibt es also sieben Bauabschnitte.

Darauf hat die Welt gewartet: ein 2/3 Stein!


Die waren mir bisher nicht untergekommen…


Das ein oder andere Detail kann man nur während des Aufbaus entdecken, da es beim fertigen Modell verborgen bleibt. Beispielsweise die goldene, glückbringende Kröte im Sockel des Wohlstandsgottes.

Aufbau eines Sockels…


…mit Überraschung beim Wohlstandsgott: der Geldfrosch (oder goldene Kröte…)

Das fertige Modell


Das fertige Modell hat einen Durchmesser von etwa 25 cm und eine Höhe von 10 cm. Dreifach gestapelt beträgt die Höhe 27 cm. Vorteilhaft bei letzterer Version ist natürlich, dass man alle Szenarien auf einmal sehen kann, während bei der Kreisanordnung die hinteren drei nur durch Drehen sichtbar werden.

Für die Kreisanordnung werden die sechs Elemente an die mittlere Säule gesteckt. Beklebte Fliesen zeigen dabei, welches Element an welche Stelle kommt. Da man die Fliesen in der Mitte im zusammengebauten Zustand nicht mehr sieht, müsste man es an dieser Stelle nicht so genau nehmen.

Die Mini-Dioramen zeigen kleine, typische Szenen und Aktivitäten in Zusammenhang mit dem Neujahrsfest. Um was dabei geht, steht in chinesischen Schrifteichen auf dem jeweiligen Sockel.

[An dieser Stelle besten Dank an meinen lieben Freund Yehui aus Changsha /Hunan Provinz, China, für die Unterstützung bei den Übersetzungen. Das Zeichen für „Fühling“ auf der Schachtel kenne ich mittlerweile, aber darüber hinaus wird’s eng…]

Insgesamt zwölf Minifiguren, inklusive einer Gottheit, kommen zum Einsatz. Vier davon weisen alternative Gesichter auf.







  • 1. Putzaktion
  • Mit Staubwedel (den ich fantastisch finde) und Glasreiniger wird die Wohnung auf Vordermann gebracht, wie es üblich ist zum Start in das neue Jahr. Faszinierend, wie viele Details man auf so kleinem Raum unterbringen kann.

    „Das Alte hinter sich lassen, das Neue begründen“


  • 2. Frühlingsfest-Einkauf
  • Ein Händler verkauft traditionelle Zuckerfiguren am Spieß, sowie einige andere Leckereien.

    „Frühlingsfest Einkauf“


  • 3. Die Türen öffnen und Glück und Wohlstand willkommen heißen
  • An der Türe hängt traditionelle Neujahrsdekoration („Fai Chun“): glückbringende Sprüche, um das neue Jahr zu begrüßen. Mittig über der Türe steht „Viel Glück im Jahr des Tigers“. Die anderen Sprüche verabschieden das alte Jahr, heißen den Frühling willkommen und wünschen Glück und Wohlstand. Der Vater hat wohl noch mit einer heißen Kartoffel im Mund zu kämpfen (meine Interpretation), während die Tochter weiter Fai Chun bastelt. Es könnten allerdings auch die roten, für Geldgeschenke genutzten Umschläge sein („hóngbāo“), wie sie in dieser Szene an der Pflanze aufgehängt sind.

    „Die Tür öffnen und Glück und Wohlstand willkommen heißen“


  • 4. Lange aufbleiben in der Neujahrsnacht
  • Eine kleine Familie vor dem Fernseher, die Uhr im Hintergrund zeigt kurz vor Mitternacht. Wie bei uns bleibt man auch in China sehr lange wach oder macht die Nacht durch, um das neue Jahr zu begrüßen. Sehr gut gefällt mir hier das alternative Gesicht des Vaters, der dann doch nicht mehr durchgehalten hat und mit verrutschter Brille eingeschlafen ist (man sieht das Bild weiter oben bei der Minifigurenvorstellung).

    „Aufbleiben in der Neujahrsnacht“



    Im Hintergrund auf dem Bildschirm steht das chinesische Schriftzeichen für „Frühling“

  • 5. Neujahrswünsche
  • Die Großeltern überreichen ihrem Enkel einen roten, mit Geld gefüllten Umschlag (der oben erwähnte „hóngbāo“). Eine typische Tradition in China am Vorabend des Neujahrsfestes – also unserem Sylvester. Allerdings ist es auch üblich, dass die Eltern das Geld an sich nehmen und verwalten, damit die Kinder es nicht verschwenderisch ausgeben. Irgendwie gemein…

    „Neujahrs-Glückwünsche“


  • 6. Der Wohlstandgott
  • Wie es sich für einen Wohlstandsgott gehört, ist er umgeben von Gold und Schätzen. Der unter ihm im Sockel versteckte Geldfrosch bleibt sein Geheimnis. Und desjenigen, der das Anleitungsheftchen „6“ aufbauen durfte.

    „Begrüßung des Wohlstandsgottes“



    „Bring uns Wohlstand und Schätze“

Video der Familie Baustein

Fazit

Ich muss zugeben, dass ich nach den ersten veröffentlichten Set-Bildern die Mondneujahrstraditionen ganz nett fand, aber mehr auch nicht. Das hat sich schnell geändert, nachdem ich es aufgebaut hatte. Das Sammelsurium an liebevollen Details auf engem Raum ist fantastisch. Wer bereits einen Bezug zur chinesischen Kultur hat, wird viele schöne Traditionen erkennen, bei denen die Familie und das Zusammensein im Mittelpunkt stehen. Aber auch für alle anderen bietet das Set tolle Einblicke in eine uralte Kultur. Wer sich darauf einlässt und sich ein wenig mit den Hintergründen beschäftigt, bekommt weit mehr als sechs Spielszenen mit zwölf sympathischen Minifiguren.

Eure Meinung!

Wie gefällt euch das Set LEGO 80108 Mondneujahrstraditionen? Habt ihr euch das Set gekauft, oder standen zu Jahresbeginn bei euch andere Modelle im Fokus? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!

André Micko

LEGO Technic und Speed Champions Sammler, MOC-Tüftler – alles ist in Bewegung

12 Kommentare Kommentar hinzufügen

  1. Hurrrraaaa, ein Review von André! Bei der riesigen gelben LEGO-Tüte ist es doch nicht so schlimm, wenn die Eltern das von den Großeltern geschenkte Geld verwalten! Hauptsache Steine! Vielen Dank an Dich und Yehui für die Übersetzungshilfen! Ich bin fasziniert von der stabilen Bauweise des Mittelstücks. Und – kleine Obsession von mir in Sachen „Lebensmittel“ in LEGO – ich freue mich sehr über die Orangenscheibe! Der Detailgrad auf engem Raum ist in der Tat phantastisch. Ganz viele Grüße!

  2. Die Vignetten sind nett, das Drumherum nervig. Die ständigen Wiederholungen der gleichen Bautechniken haben mir echt ziemlich die Laune verdorben, zumal die Befestigung der Module am Karussell am Ende doch eine recht wackelige Angelegenheit ist. Da fragt man sich dann doch, wozu der ganze Aufwand gut sein soll. Ein bissl weniger Schi Schi hätte es insgesamt für mich auch getan und dann hätte man das Set vielleicht auch noch 10 Euro billiger anbieten können.

    • Ich finde das schon sehr günstig für Lego! 12 Figuren dabei, nette Teile. Sollte sich mal City oder Star Wars dran orientieren,

    • Vielleicht wär das Eisfestival mehr was für dich? Oder wär’s beim Aufbau zu kalt an den Fingern? Dafür haben sie auf Schi verzichtet… 😜
      (Review kommt bald)…
      Schönen Sonntag noch 😊

  3. Vielen Dank für das sehr lesenswerte und toll bebilderte Review, André. Mich spricht das Set mit den kleinen stapelbaren Szenarien durchaus an, auch finde ich den Preis akzeptabel. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass das Set noch seinen Weg in meiner Sammlung findet. Die Mauer bröckelt. 🙂

  4. Hi hi, habe das Set gerade kurz vor dem Lesen bestellt – weil ich die Reihe vollständig (und das 200-Euro-Oldtimer-GWP) haben wollte. Jetzt, mit den Erläuterungen, freue ich mich sogar richtig darauf.
    Danke für die ausführliche Vorstellung

  5. The Storytelling Brick

    6. Februar 2022 um 12:11

    Das Set habe ich auch bereits aufgebaut. Mir gefällt’s ausgesprochen gut, trotz der Bauwiederholungen am Anfang jeder Vignette. Jedoch ist das Set wirklich für mehr als eine*n Baumeister*In ausgelegt, so dass die Wiederholungen sich stark in Grenzen halten sollten 😉 Schade finde ich, dass die Bauanleitungen selbst keine Hintergrundinfos für die nicht ganz so kulturell bewanderten Asiafans bereithalten. Auch würden sich die Bilder der Anleitungen als Gesamtposter eignen. Das hätte das Set noch viel mehr aufgewertet (eine Info diesbezüglich von mir hat der Kundensuppport bereits per Mail erhalten; was LEGO zukünftig draus macht? Keine Ahnung!) ^^

    Schade finde ich auch, dass du die hongbao erwähnt hast, aber nicht das Glückssmbol schlechthin beim Wohlstandsgott: die yuanbao bzw. sycee (die Hot Dog Buns mit den modif. Rundplatten in Perlgold beim Legoset). Siehe auch hier:

    https://en.wikipedia.org/wiki/Sycee

    • Hongbao habe ich schon verschenkt bzw. erhalten. Daher sind die geläufiger als der Wohlstandsgott und seine Symbole. Werde aber ein ernstes Wörtchen mit meiner Quelle sprechen, da hätte er mich drauf hinweisen können… nein, müssen!

      Ist aber auch kompliziert, was die sich über Jahrtausende alles haben einfallen lassen…🤔😊

      Danke fürs Info teilen 😊 (dafür haben wir ja auch die Kommentare, wenn mal was durchrutscht).
      Schönen Sonntag noch!

  6. Eine ganz wunderbare Idee für ein Set und der Preis erscheint mir auch sehr gut! 🙂

    Danke für das schöne Review, André! 🙂

  7. Danke für die Erklärungen! Da ich wusste, dass dein Review kommt, habe ich diesmal nicht selbst alles nachgeschaut 😀

  8. Ich habe vor ein paar Tagen auch dieses wunderbare Set zusammengebaut. Von der Größe war ich zunächst etwas enttäuscht. Ich habe ohnehin vor, irgendwann diverse asiatisch ‚angereicherte‘ Lego-Sets zu einer Art China Town zusammenzuführen (gibt ja ein paar tolle Beispiele bei YouTube) und da kann man mit den einzelnen Szenarien bestimmt super einsetzen. Es sind diese vielen kleinen Details, die diese Szenen so fantastisch machen. Der Staubwedel (genial), der goldene Frosch, die Vase mit den Kirschblüten auf dem Tisch bei den Großeltern oder der Stand des Händlers.

    Dazu die tollen Erklärungen. Alles passt.

    谢谢 (xiè xiè / Vielen Dank)

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