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LEGO 10277 Krokodil im Review: Elektrisierend!

Zwei Minifiguren vor dem LEGO Krokodil

LEGO 18+ 10277 Krokodil | © Timon Freitag

Das LEGO Krokodil 10277 ist trotz einiger schwerwiegenden Designfehlern eines der beliebtesten Sets des Jahres: Zurecht? Mein Review.

Viele Eisenbahn-Freunde haben sich noch bis zum Beginn des Jahres innerhalb der LEGO Community sehr einsam gefühlt. Neben lieblosen City-Zügen oder einer überteuerten Disney-Eisenbahn gab es nur wenig interessante Modelle. Das letzte Zugmodell im Rahmen der Creator-Reihe gab es mit dem TGV 10233 Horizon Express, der 2013 erschien – also acht Jahre her. Nun erschien am 1. Juli wieder ein Zug, der sich abermals an die ältere Zielgruppe richtet. Mit ähnlichem Detailgrad wie der Emerald Night (Set-Nummer 10194, 2009). So war es wenig verwunderlich, dass das Set innerhalb kürzester Zeit vergriffen war. Nachdem das Set nun wieder häufiger (leider noch nicht durchgehend) verfügbar 🛒 ist, möchte ich euch das Set nun vorstellen: Das LEGO Krokodil. Den Einbau des Motors und die damit verbundene Fahrtüchtigkeit lasse ich in diesem Review außen vor und kann dies bei Bedarf in einem separaten Teil beleuchten.

Das Krokodil

Foto einer originalen Krokodil-Lokomotive in Berglandschaft

Das Vorbild aus der Schweiz | Ce 6/8 II 14253 by Martin E. Walder / CC BY-SA 2.0

Beim Krokodil handelt es sich wohl um die bekannteste elektrische Lokomotive der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts. Die Schweizer Bundesbahn (SBB) hatte zunächst 33 Lokomotiven des Modells SBB Ce 6/8 II in Betrieb und wies eine Höchstgeschwindigkeit von 65 km/h auf. Aber der uns bekanntere Name Krokodil wurde laut Wikipedia 📖 erst vom Modellbahnhersteller Märklin geprägt. Den Namen verdankt die Lok wohl seiner Flexibilität, da das Fahrwerk auf zwei Rahmen aufgeteilt wurde und sich ähnlich wie ein echtes Krokodil durch die Landschaft schlängeln konnte. Heute sieht man diese Art von elektrischen Lokomotiven nur noch bei historischen Fahrten.

Review des LEGO Krokodils

LEGO 10277 Krokodil – Die Verpackung

Die LEGO Version des Krokodils wurde am 15. Juni offiziell vorgestellt und erschien bereits am 1. Juli in den LEGO Stores und im LEGO Onlineshop. Uns erwarten 1271 Teile bei einer unverbindlichen Preisempfehlung von 99,99 Euro (durch die reduzierte MwSt. aktuell nur 97,47 Euro). Ich möchte euch nun das Set und die Lok vorstellen und dabei sagen, was mir gefallen hat und was mir nicht so gut gefallen hat.


Umfang

Die Verpackung erscheint in einem chicen schwarzen 18+-Design. Das Verpackungsdesign ist also bewusst weniger verspielt und auf mehr Eleganz ausgelegt. Das Auspacken fühlt sich dann jedoch eher an wie ein 100 Euro teures LEGO City-Set: Viel Luft und viele Tüten – immerhin sucht man einen großen Stickerbogen vergebens. Zum Glück. Die Tüten tragen die Nummern eins bis vier.

Teiletüten des LEGO Krokodils 10277

Umfang des LEGO Krokodils: Viele Tüten!

Die Verpackung verrät uns auf der Rückseite, dass die Lok auch mit Powered Up nachträglich motorisierbar ist. Wer das tun möchte, muss jedoch tiefer in die Tasche greifen als angenommen. Der L-Motor (34,11 Euro), den man benötigt, kostet ähnlich viel wie einer der begehrten 9V-Motoren auf BrickLink. Und da der Hub mit 48,73 Euro auch nicht gerade günstig ist, muss man hier wirklich überlegen, ob man das möchte.

Bedruckte Steine sowie Gummis für die Räder vom LEGO Krokodil

Bedruckte Steine sowie Gummis für die Räder vom LEGO Krokodil

Bei den Bauanleitungen der 18+-Sets wird oft kritisiert, dass man dunkle Steine auf dunklem Untergrund nicht so gut erkennen könne. Da ich ausschließlich die digitale Anleitung auf einem Tablet genutzt habe, kann ich dieses Problem nicht bestätigen. Dank hoher Bildschirmhelligkeit waren auch dunkle Steine gut zu erkennen und zu unterscheiden. Aber da ist die Wahrnehmung bei jedem wohl ein wenig anders.


Der Standfuß

Im ersten Bauabschnitt beginnen wir mit dem Standfuß, der uns stark an die Architecture-Sets erinnert dank der schwarzen Fliesen, die diesen umranden. Schade, dass wir hier auf eine bedruckte Fliese mit dem Namen des „Bauwerkes“ verzichten müssen. LEGO gibt uns aber ähnlich zu anderen Ausstell-Modellen aber eine 6×8-Dachplatte samt Sticker dazu. Da ich das Modell jedoch viel lieber auf den Schienen stehen habe als im Regal, verzichte ich bewusst auf diesen Schritt.

Standfuß samt Minifiguren nach Bauabschnitt 1

Standfuß samt Minifiguren nach Bauabschnitt 1

Betonen wir nun aber die schönen Dinge des Standfußes: LEGO verzichtet hier ganz bewusst auf die eigenen Plastikschienen und konstruiert Schienen samt Schwellen selbst. Diese Technik habe ich bereits beim L-Gauge-Standard gezeigt. Jedoch kommen hier statt 1×1-Fliesen am Rand 1×1-Plates zum Einsatz, so dass außen Noppen für ein wenig mehr Textur sorgen – die Farbe der Schwellen ist zudem Dark Brown. Alle Schwellen sind eine Noppe breit und haben jeweils auch eben diesen Abstand. Mir gefällt es und würde das auch glatt bei meiner kleinen Stadt einführen, wenn ich nicht schon überall selbsterbaute Schwellen im Einsatz hätte.

Standfuß des LEGO Krokodils 10277 von unten

Ist der Standfuß erweiterbar?

Schließen wir das Thema Standfuß mit einem besonderen Detail ab: Ähnlich wie bei der chinesischen Mauer lassen sich die Seitenteile abnehmen, so dass man zwei Standfüße kombinieren könnte. So kann man auch einfach eine Doppeltraktion des Krokodils ausstellen, wenn man denn wollte.

Die Figuren

Zwei hellblaue LEGO Minifiguren auf einer Platte

Die beiden Minifiguren, Das Torso ist wohl bekannt aus den LEGO Jurassic Parc Sets 75932 und 75936

Auch die beiden Bahnmitarbeiter sind Teil des ersten Bauabschnittes. Die Torso-Prints in Medium Blue sind wohl recycelt aus zwei Jurassic Parc Sets (siehe BrickLink). Neben einem Werkzeugkoffer wird den Figuren auch ein Schraubenschlüssel in die Hand gegeben.

Die beiden Minifiguren vor dem Standfuß des LEGO Krokodils

Die beiden Bahn-Mitarbeiter vor dem Krokodil-Standfuß

Die Lokomotive: Der Mittelteil

Mittelteil (nach Bauabschnitt 2) des LEGO Krokodils

Ab dem zweiten Bauabschnitt geht es um den eigentlichen Star des Sets: Das Krokodil! In Bauabschnitt zwei und drei wird das Mittelteil des Krokodils zusammengebaut. Dieser lässt sich (wie eben erwähnt) auch nachträglich motorisieren, weshalb hier auch einige wenige Technik-Elemente zum Einsatz kommen, damit der Motor die Kraft auf die Achse übertragen kann. Zu Beginn baut man das zentrierte Fahrwerk in Dark Bluish Gray. Darauf folgt der Hauptteil in Reddish Brown, der den Maschinenraum und Fahrerkabine enthält. Hier werden SNOT-Techniken verwendet, so dass die Seiten von Fliesen dominiert werden. Hier kommen die bedruckten Fliesen in Reddish Brown besonders gut zur Geltung. Bauabschnitt zwei endet dann mit einem Cliff-Hänger: Dach, Stromabnehmer sowie die Fenster der Fahrerkabinen werden erst im kommenden Bauabschnitt zusammengebaut.

Dach und Teile des Stromabnehmers

Kleinteilige Arbeit beim Stromabnehmer (Bauabschnitt 3)

Das Dach kommt mit kleinen pfiffigen Details daher: Rote Peitschen simulieren Kabel auf dem Dach. Und zur Isolation des Starkstroms kommen Teile in Dark Green zum Einsatz. Eines wird hier dennoch schnell deutlich: Falls man diese Lok mit dem alten Power Functions upgraden will: Eine Aussparung für den Infrarot-Empfänger bekommt man hier nicht so einfach unter. Die Verwendung von SNOT-Technik und Zaunelementen macht die Verwendung eher schwierig. Schön, dass Powered Up diesen separaten Empfänger nicht benötigt – wäre der Preis nur nicht! Abgeschlossen wird der Bauabschnitt mit sehr filigraner und feinteiliger Arbeit: Die Stromabnehmer. Diese bestehen aus wirklich vielen Teilen und wirken daher im Verhältnis auch relativ groß.

Die Lokomotive: Die Seitenteile

Seitenteile des LEGO Krokodils im Aufbau

Seitenteile im Aufbau – untypisch mit 7-Noppen Breite

Ich muss zugeben, ich habe nicht schlecht gestaunt, als ich in der digitalen Bauanleitung die ganz vorne sah. Das heißt: Der ganze Bauabschnitt vier ist zwei Mal durchzuführen. Also habe ich mir alles so zurecht gelegt, dass ich auch beide Seitenteile gleichzeitig bauen konnte. Neben den abgerundeten Seitenflächen und der eher unüblichen 7-Noppen-breite Bauweise ist der Bau überwiegend unspektakulär und leider auch sehr repetitiv. Aber auch hier hat LEGO nicht mit kleinen Details gespart. So wird die Kupplung mit zwei Würstchen in Schwarz dekoriert, um diesen einen gewissen Detailgrad zu verleihen. Alle Teile werden letztendlich dann mit sogenannten Ball Joints (Kugel-Kuppklungen) verbunden, damit sich das Krokodil auch im engen Radius der LEGO Schienen zurecht finden kann – soweit die Theorie.

Das fertige Modell

Mit einer Gesamtlänge von 53 Zentimetern (samt Standfuß) ist dies wohl die bisher größter Lok, die LEGO herausgebracht hat. Dank des Detailgrades spielt diese Lok optisch in der höheren Liga der LEGO Zugmodelle. Der Standfuß samt Gleisbett ergänzen diese Lok perfekt. In Relation wirken die Stromabnehmer zwar recht groß – aber das Modell kann sich sehen lassen!

LEGO Krokodil samt Anleitung

LEGO 10277 Krokodil zusammengebaut

Vielen Dank an die LEGO Group, die uns dieses Set für unser Review zur Verfügung gestellt hat. Der Artikel gibt jedoch ausschließlich meine persönliche Meinung wieder.

Fazit

Das Fazit möchte ich gerne in zwei Teilabschnitte aufteilen. Denn ich bin wie die Seitenteile geteilter Meinung!

Die Probleme

Optisch fällt leider sofort auf: Sind das große Lücken zwischen Seiten- und Hauptteil! Da man frontal nur selten darauf schaut, stört es mich persönlich weniger. Aber wenn man sieht wie YouTuber (zum Beispiel Jangbricks, siehe Video) mit nur wenigen Bausteinen dieses Problem beheben, frage ich mich: Warum hat LEGO sich diesen Schritt nicht selbst getraut? Man könnte jetzt argumentieren, dass Steigungen damit schwieriger seien. Jedoch haben viele Fans bei der Inbetriebnahme von Powered Up festgestellt: Auch ohne Modifikationen entgleist diese Lok unfassbar schnell. Mitverantwortlich sind unter Anderem die roten Gummis, die um die Räder gespannt sind. Dadurch hebt sich der Zug in Kurven schneller ab und kann so einfach entgleisen.

Das andere Manko ist: Die Motorisierung ist mit 80 bis 90 Euro UVP viel zu teuer. Für diesen Preis bekommt man schon den LEGO City Passagierzug rabattiert im Einzelhandel. Leider lässt sich auf Grund der großen Räder der Zug-Motor aus diesem LEGO City-Set nicht wiederverwenden. Aber wer einen weiteren Zug, Gleise sowie eine Batteriebox bzw. den Hub erhalten möchte, ist mit dem Passagierzug gut bedient. Um den Kauf des L-Motors kommt man leider nicht so einfach herum.

Und im Gegensatz zum Emerald Night fehlen mir die Waggons. Hier wünschte ich mir, dass man wie früher (siehe Set-Nummer 10017) noch nachträgliche Personen- oder zu dieser Lok passender Güterwaggons herausbringen würde. Zubehör-Sets scheinen ja bei Super Mario kein Problem zu sein – warum also nicht bei Zügen?

Das Positive

Endlich gibt es Züge! Vernünftige und hübsche noch dazu. Dies ist trotz der Probleme, die sich zum Teil relativ schnell beheben lassen, ein Pflichtkauf oder je nach Verfügbarkeit auch ein tolles Weihnachtsgeschenk für Eisenbahn- und LEGO Fans. Dank meines Vaters weiß ich, dass dieses LEGO Set auch bei Modelleisenbahnern sehr beliebt ist, wenn diese bspw. auch andere Modelle des Krokodils zu Hause haben.

Besonders gut gefällt mir, dass man hier die Gleise am Standfuß selbst baut und nicht die vorgefertigten Schienen benutzt. Und wenn man den Standfuß nicht benötigt, eignet sich dieser auch hervorragend als Teilespender. Für mich wird der Standfuß wohl eher ein hübsches Abstellgleis im Regal, auf dem sich die Züge abwechseln werden.

Durch die kurzzeitige Verfügbarkeit bei Galeria können wir auch langfristig auf Rabatte hoffen, wenn LEGO der Produktion endlich mal hinterherkommen würde.

Eure Meinung

Wie findet ihr das Krokodil? Seid ihr an weiteren Berichten (Umbau und Motorisierung) zum Krokodil interessiert?

9+

Timon Freitag

LEGO-Enthusiast aus Köln, der sich für Städte, Züge und rockige Musik interessiert.

16 Kommentare Kommentar hinzufügen

  1. Ja, Die Krokodil ist ein wirklich schönes Modell, trotz der Lücken und der zu großen Pantographen. Der Emerald Night war ebenfalls wunderschön und ich hoffe auf eine Neuauflage oder einen neuen, schönen Dampfzug. Lego sollte mal nach Flörsheim zu BlueBrixx schauen. Die haben erkannt, dass wir AFOLS ( besser AFOBS ) auf Eisenbahnen und Klemmbausteine stehen und haben schöne Loks und Wagen im Angebot. Demnächst soll der Flying Scotsmann komme. Ich hoffe Lego gibt sich einen Ruck und bringt mehr Züge raus. Zum Problem der Kurvengängigkeit: Vielleicht mal wechselseitig ( über Kreuz ) die Gummiringe entfernen, oder ganz ohne. Die Lok hat keine Differentiale um die unterschiedlichen Kurvengeschwindigkeiten der Räder einer Achse auszugleichen, wie beim Auto.
    Gruß und bleibt gesund
    Olli

    4+
  2. Zitat „Das Positive: Endlich gibt es Züge!“ – ähm, wo? Eine Lok sind noch keine Züge (plural!).

    0
  3. Ich möchte hier eine Lanze für die City Züge brechen – SOOO Schlecht sind die nicht… Ich hab das Kroko zum Anlass genommen mir endlich einen zweiten Personenzug zuzulegen – jetzt hab ich nicht nur einen vollständigen Zug (Kopf und Hinterteil + Speisewagen + 3 Personanwagen, sondern auch noch die Batteriebox 😉

    Der L-Motor alleine ist ja nicht der teuerste Teil 😉 – und ist zudem ja auch noch anderweitig einsetzbar.

    Ich finde es zudem positiv, dass man das Kroko ohne Motorisierung bekommt – für 100 Euronen ist das schon ein gutes Set.

    PS den Personenzug kriegt man schon für 90 oder so Euronen, damit amortisiert er sich fast von selbst – Also Motorisierung allein macht schon den wesentlichen Teil aus -dazu die Zugteile, die ja auch braichbar sind – Also der personenzug ist auch ein guter eisenbahn Teilespender.

    Ach ja Flörsheim – will nur soviel sagen – meine Erfahrung: die sind billiger , aber die Qualität lässt auch nicht höhere Preise zu – Money for value halte ich immer noch Lego für besser…

    4+
  4. Vielen Dank für das Review. Leider wurden viele Sachen falsch dargestellt oder gar nicht erwähnt.
    Die „Seitenteile“ sind die Vorbauten. Da sind in Wirklichkeit die je 2 Motoren drin. Also sind das eigentlich die Hauptteile. Euer „Hauptteil“ ist der Mittelkasten, wo in Wirklichkeit neben den 2 Führerständen der Transformator drin steckt.
    Und jetzt ganz wichtig: Das Original hat die Achsformel (1’C)(C’1), und nicht wie LEGO es gemacht hat (1’B)(B)(B’1) oder ähnlich. Darum fehlen ja auch die Kuppelstangen zu den mittleren 2 Triebachsen. Dass es korrekt geht, auch durch enge Kurven, beweisen die Modelle von HoMa und HAbricks.
    Weiter ist das Untergestell bei der braunen Variante schwarz und nicht dunkelgrau. Es fehlen die 2 Blindwellen.
    All das führt dazu, dass ich mir das Modell sicher nicht in die Vitrine stelle. Und zum Spielen ist es auch nicht geeignet, wie viele Videos auf Youtube beweisen.
    Ihr dürft ruhig etwas kritischer sein, und vielleicht etwas mehr Zeit für eine Recherche nehmen. Schliesslich wird bei einem Auto-Modell auch alles viel genauer mit dem Original verglichen (Farbe, Anzahl Zylinder, 2WD-4WD, Gangschaltung, Form etc.).
    Viele Grüsse eines „Nietenzählers“

    5+
    • Timon hat gelobt und kritisiert. Wenn dir ein Set nicht zusagt, müssen andere deine Meinung nicht teilen.

      Schwachpunkte gibt es. Aber in unserer Umfrage zum Set des Jahres etwa ist die Lok ganz vorne mit dabei. Ich freue mich noch auf den Zusammenbau und habe mir das Set ebenfalls gekauft – werde jedoch nachbessern. Und wie das geht, ist oben beschrieben und verlinkt.

      5+
    • Hallo Urs!
      Ich denke wir sollen hier mal die Kirche im Dorf lassen. Ein Auto auf Realitätsnähe zu prüfen fällt halt einfach auch leichter, weil man im Alltag und aus Interesse einfach mehr und intensiver damit konfrontiert ist. Das gleiche mit einer Lok zu machen erfordert, für den Durchschnittslegobauer zeiltichen Rechercheaufwand, den man doch lieber ins Bewerten der Modelle ansich steckt 🙂 Ich denke das Team von Zusammengebaut sind keine Experten im Lokbau, Klavierbau, NES-Konsolen-Bau, Liebherr-Krankonstrukteure u.Ä. um alle Modelle auf ihre Detailtreue prüfen zu können.

      2+
      • Hallo Michael00
        Wenn ich mir das Set zulegen möchte, so muss ich offiziell CHF 129.- dafür ausgeben. Zusammengebaut bekommt das Set von LEGO zur Verfügung gestellt, wohl mit der Aufgabe, ein Review zu machen. Dann ist es für mich das Mindeste, dass man sich, egal zu welchem Thema, vorgängig etwas genauer darüber informiert. Und Infos zum legendären Krokodil findet man im Internet sehr einfach. Ich müsste bei einem Lamborghini auch zuerst suchen gehen, denn bei mir im Quartier steht keiner herum.
        Aber man kann es ja wie Pelzer117 machen, was ich auch tun würde, wenn man mir das Set schenkt. Zumindest die Anleitung von HoMa habe ich aus seinem Buch (selbst gekauft).
        Ich wünsch dir einen schönen Abend!

        0
        • Nein, das ist nicht die Vorgabe: Es muss sich niemand bis ins Detail mit der Vorlage auseinandersetzen. Es ist ein Spielzeug, und unter diesem Gesichtspunkte wird ein solches Set vorrangig getestet. Egal ob Muster, oder nicht. Das muss ich so deutlich schreiben. Wenn wir deine Erwartungserhaltung mit diesem Artikel nicht erfüllen können, ist das schade. Aber ich bin Timon ausdrücklich dankbar für dieses ehrliche Review, in dem er Stärken aber auch Schwächen aus seiner Sicht klar benennt.

          6+
    • Wir reden hier aber immer noch von Klemmbausteinen. Die schränken eine detailgetreue Abbildung des realen Vorbilder nun mal ein. Wer ein MODELL will, das in allen Details dem Vorbild entspricht, sollte sich evtl. bei den entsprechenden Modellbau-Anbietern umsehen. Für eine Umsetzung mit Klemmbausteinen finde ich das Vorbild ganz gut getroffen. Der Kompromiss aus Optik UND Bespielbarkeit scheint gegeben. Den zweiten Punkt verliert der Mitbewerber mit den blauen Steinen schon mal ganz gern aus den Augen.
      Und nein, ich habe diese Lok nicht, werde sie auch nicht kaufen und bin auch häufig nicht einer Meinung mit diesem Blog. Aber diese Kritik geht irgendwie am Thema vorbei.

      2+
  5. Mein Plan bei dem Set ist ja, es mit der Anleitung von HoMa umzurüsten. Dann sollte daraus ein perfektes Modell werden.
    Und zum Thema Wagons. Ja da würde ich mir gerne was von Lego wünschen, bin mir aber nicht sicher ob sich die gut verkaufen würden? Eventuell universal einsetzbare bzw. internationale Waggons/Wagen?
    Erstmal tun‘s aber die diversen Anleitungen im Internet oder billig Modelle von BB.

    1+
  6. Gutes Review, aber leider wurde in der Einleitung und im Fazit der Begriff „Zug“ und „Lokomotive“ verwechselt. Das Krokodil ist nur eine Lokomotive, für einen Zug fehlen einfach die Waggons. Der horizon Express von 2013 ist ein Zug, ein Triebzug sogar, denn er hat über die Wagen verteilte Motoren und Wagen. Der Emerald night ist ein Zug, weil neben der Dampflok auch Reisezugwagen beiliegen. Ich verstehe auch nicht ganz, warum fast jeder sagt:“ Lego macht wieder Züge“. 1. Ist das hier nur eine Lokomotive seit 7 Jahren. 2. Das Krokodil ist bislang ein Einzelgänger, eine andere Lokomotive oder ein anderer Zug wurde bisher noch nicht angekündigt

    1+
    • Aber Aber . Lego macht auch Züge – 60197 und 60198, oder auch den Disney Train… Hidden Side Geisterzug …. Also nicht seit 7 Jahren.

      UND

      Die Krokodil IST eine Zug, denn

      Für Eisenbahnen in Deutschland werden Züge in § 34 (1) der Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung (EBO) definiert:

      „Züge sind die auf die freie Strecke übergehenden, aus Regelfahrzeugen bestehenden, durch Maschinenkraft bewegten Einheiten und einzeln fahrende Triebfahrzeuge. Geeignete Nebenfahrzeuge dürfen wie Züge behandelt oder in Züge eingestellt werden.“

      1+
      • Mit Züge bei Lego meinte ich: Für Erwachsene geeignete und möglichst vorbildgerecht gestaltete Lokomotiven. Das Krokodil ist da eben nur die erste Lok seit 7 Jahren, die dieses Kriterium erfüllt. Weitere Ankündigungen in diese Richtung gibt es immer noch nicht. Ich würde mir nicht Mal im Traum irgendeinen Cityzug oder den Disneyzug holen, die sind vorbildfrei.
        Vielen Dank für die Belehrung mit der EBO, für mich in meinem Sprachgebrauch bleibt es trotzdem nur eine Lokomotive

        0
  7. @ Pelzer117 Ich bin nicht sicher, ob Einzelwaggons „nicht“ gehen würden – ich hab immer wieder die Erfahrung gemacht, dass einem Leute (zum Geburtstag, Weihnachten etc.) Einzelwaggons schenken würden, ein Starterpack ist dafür (manchmal) zu „teuer“.

    Es braucht mehr als eine Starterpack oder Einzelwaggons -es würde beides brauchen um wirklich „Sinn“ zu machen.

    Aber auch ohne offizielle Waggons braucht man eigentlich nicht auf Fremdhersteller zurückzugreifen. Normale Schüttgutwagen, gedeckte und offene Gütertransportwagen, Kühlwagen, Flachwagen sind einfach zu bauen.

    Problematisch wird’s eventuell bei gewissen Einzelzeilen – sprich Räder + Kupplungen. Zug(basis)platten benötigt es normalerweise nicht – man kann auch „kurze“ Waggons mit normalen Plates als Basis bauen. Damit entfällt auch die Notwendigkeit eines Drehgestells.

    Notfalls verwende man auch die Bauanleitungen von LEGO – Schüttgutwagen aus der 60098 z.b.

    Das teuerste sind natürlich Räder und Kupplungen – Bei Lego Selbst käme man auf 11,47 euro um einen Wagen mit 2 Achsen und 2 Kupplungen auszustatten (go to Bricklink ;))

    (60197 aber hätte alleine 5 Achsenpaare = genug für 5 Waggons – brauchte man „leider“ noch 5 Kupplungen … Will sagen die 60197 ist auch ein gutes Schlachtset für Eisenbahnen – in Einzelteilen wesentlich mehr wert als es kostet 6 month average ungefähr 220 Dollar)

    Die Flörsheimer Wagen und Loks sehen zwar gut aus, haben aber in meinen Augen den Nachteil zu oft durch die Bautechniken nicht „spielgeeignet“ zu sein. Zudem passt mir die Steinequalität oft nicht – nicht nur Klemmkraft, sondern z.B. auch Farb“qualität“ (also nicht nur Farbtreue mit der – wie manche sagen – auch Lego ein Problem hat (mir ist da nichts gröberes aufgefallen)).

    Da ich Züge fahren lassen will sind mir die Waggons auch oft „zu lang“ für meine Anlage – liegt zwar daran, dass Flörsheim „authentisch“ sein will – aber zum Spielen „taugen“ die wenigsten.

    Irgendwann demnächst muss ich mal deren Motorisierung ausprobieren, fann werd ich mir auch wieder 1-2 (neuere) Loks und Waggons gönnen – mal sehen ob sich da in letzter Zeit was an der Quali getan hat.

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