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Eine Reise durch meine LEGO City: Eine Reparatur, bitte! – Teil 15

Das höchste Gebäude der Stadt – ein Parkhaus. | © Simon Brandt

Nach der Innenstadt folgt nun das Gewerbegebiet am Rande des Stadtkerns und ich stelle so manche Werkstatt für die Autos meiner Stadt vor!

Über vier Artikel hinweg habe ich euch mit Ansichten aus meiner Innenstadt „unterhalten“, euphemistisch ausgedrückt für – gequält. Da ihr euch ja nun aber daran gewöhnt haben solltet, folgt hier der nächste. Aber keine Sorge, die Innenstadt habt ihr überstanden [erleichtertes Aufatmen]. Stattdessen folgt jetzt etwas viel Interessanteres: das Gewerbegebiet [entsetztes Aufschreien]. Wie angekündigt (so freundlich bin ich zu euch, ich gebe euch immer die Möglichkeit, euch auf die nächste Station unserer Reise mental vorzubereiten) zeige ich euch nun einige der Orte LEGO Citys, die euch helfen können, wenn ihr einen Schaden habt. Also, am Auto, wohlverstanden. Die Assoziation mit dem mentalen Vorbereiten habe ich natürlich nicht gewollt. Nein, also wirklich nicht.

Jedenfalls seht ihr nun, warum die allgemeine Überzeugung, Konkurrenz drücke den Preis, absoluter Unfug ist. Vier Werkstätten zeige ich euch, der Preis für sie ist aber nicht geringer geworden, bloß, weil ich alle vier gekauft hatte. Schade, aber einen Versuch war es wert. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass alle vier voll ausgelastet sind, denn in der ganzen Stadt gibt es unzählige Autos. Diese gehen natürlich irgendwann einmal kaputt (gewöhnlich dann, wenn ein Kind meint, seinen Eltern zeigen zu müssen, wie gut zwei Autos crashen können), sodass eine Reparatur nottut.

Übersicht


Das Thema „Werkstatt“ begleitet mich seit 2009, als die 7642 Große Autowerkstatt erschien. Ich bin sogar so begeistert von dem Set, dass ich mir auch noch einige Nachfolger gegönnt habe und nun vor dem Problem stehe, das jeden LEGO-Fan früher oder später befällt (egal, was er sammelt): Platz. Ich habe zu viel Platz. Ach nein, zu wenig und dafür zu viel LEGO [empörtes Aufschreien – Wie kann man nur zu viel LEGO haben? Ketzer!]. Jedenfalls musste ich mir einiges einfallen lassen, um die Modelle möglichst ohne großen Umbau in die Stadt einzupassen, Mit dem Ergebnis bin ich aber ziemlich zufrieden (allein schon notgedrungen, es ist die einzige Lösung, die ich habe). An einigen Stellen passten die Sets auch schon fast durch Zufall zusammen, so zum Beispiel die Tuning-Werkstatt in die Lücke zwischen der Factory-Werkstatt und dem Hotel aus der 60200 Hauptstadt. Und mit ersterer fangen wir nun auch an.

60258 Tuning-Werkstatt

2020 erschien dieses 869-teilige Set mit sieben Minifiguren für 100 Euro, heute 65 Euro. Aber warum erzähle ich euch das? So mancher weiß dies doch längst, hat er doch Timons Review zu dem Set gelesen. Um mich nun nicht gar zu sehr zu wiederholen, begnüge ich mich damit, euch einige Bilder zu zeigen, wie man das Set in seine Stadt integrieren könnte und sage bloß, dass mir das Modell ausnehmend gut gefällt. Es ist eine neue Idee und auch schön umgesetzt. Wenn nur der Preis nicht wäre… Dieser ist recht hoch angesetzt.

10200 Custom Car Garage

Ausnahmsweise stelle ich euch hiermit einmal kein City- oder Creator-Set vor, sondern ein Factory-Modell. Factory war ein früher Vorgänger von CUUSOO, was bekanntermaßen der direkte Vorgänger von Ideas ist. Was ich damit sagen will: Dieses Set wurde von Fans designt, und das zu einem Zeitpunkt, als so etwas noch einem Ritterschlag gleichkam. Von allen Factory-Sets ist es dieses hier, das mir am meisten gefällt. 2008 erschienen, besteht es aus 877 Teilen und vier Minifiguren für umgerechnet 61 Euro (heute 90 Euro). Nicht nur, dass diese UVP ausnehmend günstig ist, viel wichtiger ist, dass das Modell wirklich schön aussieht. Drei fein ausgeformte Autos und ein Werkstattgebäude waren enthalten. Zwar ist letzteres nahezu leer, verfügt aber immerhin über eine Hebebühne und ein an das Haus angegliedertes Kassenhäuschen sowie eine separate Zapfsäule. Von innen also recht unspektakulär, ist doch die Fassade schön gebaut.

Ganz zu schweigen von den drei überzüchteten Oldtimern, die eine Zierde einer jeden LEGO-Fahrzeugsammlung darstellen. Insbesondere das rote Auto hat es mir angetan, da es von allen dreien am klassischsten aussieht und sogar ein Rücksitz aufgeklappt werden kann. Kotflügel, Scheinwerfer, Stoffdach – hier wurde an alles gedacht. Vor allem der Übergang von der 6 Noppen breiten Front zum 7 Noppen breiten Heck wurde geradezu virtuos gelöst, inklusive der ausgeprägten Nutzung von AZMEPs (und das noch vor der Einführung von AVMEPs und ADMZPs (na gut, dieser Name ist mir noch nie untergekommen, nennen wir es pauschal Jumper Plates, zumal ja ganz neu noch die AAMZPs dazu gekommen sind)).


Das gelbe Auto ist bautechnisch nicht ganz so interessant und gefällt mir auch etwas weniger, die gelben Tassen als Scheinwerfer sind aber natürlich witzig.

Bei dem dunkelgrauen Auto finde ich die Scheinwerfer dagegen einfach zu groß für das Auto. Es ist zwar möglich, dass das originale Vorbild ähnlich aussah, mir wirkt die Front so aber zu wuchtig. Die Stühle als hintere Kotflügel sind aber ganz nett. Auch bei diesem Fahrzeug wurde die Breite von 4 über 4,5 bis 5 Noppen immer wieder geändert und so auch mit der damals noch kleiner gewesenen Steinepalette eine realistische Form gebildet.

Bei allen drei Autos können die Türen aufgeklappt werden. Außerdem kann ein Stück der Front abgenommen werden, um einen von drei überzüchteten Motorblöcken einzusetzen, die jeden Bugattifahrer nur noch die Rücklichter sehen lassen. Ich habe mich in meiner verkehrsberuhigten Stadt (das letzte Mal, dass sich da ein Auto bewegt hat, war bei der letzten Umbaumaßnahme) gegen ihre Nutzung entschieden, und stattdessen die Motoren im Hinterhof der Werkstatt gestapelt, wo das dunkelgraue Auto gerade heimlich umgebaut wird, während von vorn nur die ehrbare Fassade zu sehen ist.

4207 Große Werkstatt

Bei diesem 2012 erschienenen Set mit 912 Teilen und fünf Minifiguren für 100 Euro, heute 95 Euro, erschließt sich mir der Name nicht so ganz. Für mich war und ist das Modell das erste und einzige Parkhaus, das es unter City gab, lediglich auf der mittleren Etage befindet sich eine kleine Reparaturstation. Abgesehen davon (und von dem damals noch ungewöhnlich hohen, aber angesichts der Teilezahl und der Spielmöglichkeiten gerechtfertigten Preis) ist das Set ein sehr schönes.

In der unteren Ebene befinden sich eine Waschanlage, gegenüber davon die beschrankte Auffahrt auf den funktionstüchtigen Lift. Über ein Zahnrad am oberen Ende wird ein Seil aufgewunden, an dem die Plattform hängt. Über zwei Schienen wird gewährleistet, dass diese unter dem Gewicht des Autos keine Schieflage bekommt.

In der mittleren Ebene befindet sich besagte „Werkstatt“, die außer einem Schränkchen mit einigen Werkzeugen und einem Depot von vier Ersatzrädern kaum etwas bietet. Auf der anderen Seite liegt hinter einer Parklücke das Büro der Security (also des Parkhauswächters), wie ich finde, eine nette Idee. Einziges „Problem“: Im gesamten Parkhaus befindet sich nur eine Überwachungskamera, und die ist ausgerechnet auf dem Dach des Büros. Da ist es für den Wächter dann doch einfacher, aus dem Fenster zu schauen. Oder will man einfach filmen, wie er überfallen wird?

Auf der obersten Ebene befinden sich schließlich vier Parklücken. Alle fünf des Sets haben aber das Problem, dass nur die 4-wide Autos hineinpassen, zwei 6 Noppen breite passen nicht nebeneinander. Da die Autos hier aber (wie damals noch deutlich üblicher als heutzutage) allesamt 4-wide sind, stört das nicht weiter.

An der Vorderseite des wahrlich gigantischen Modells (16 x 48 Noppen) befinden sich neben Octan-Werbung auch zwei Schilder, von denen eines auf die Parkmöglichkeiten und das andere auf die Werkstatt hinweist. Als zusätzliches Nebengebilde liegt eine Zapfsäule bei, die deutlich größer ausfiel als die bei der Factory-Werkstatt.

Vier Fahrzeuge befinden sich in dem Set: ein gelbes und ein blaues Auto, ein tanfarbener Kleinbus, der eindeutig dem VW-Bus nachempfunden wurde, und ein orangefarbener Abschleppwagen.

Wirklich etwas auszusetzen finde ich an dem Modell kaum, einzig die Größe hat mich, seit ich das Set besitze, vor entsprechende Probleme gestellt. Nicht nur, dass es im Vergleich zu allen anderen Sets sehr hoch ist und aus dem Stadtbild hervorsticht, es ist auch recht breit und so schwierig zu integrieren, zumal die Straße von zwei Seiten kommen muss (zur Waschanlage und zur Auffahrt). In meiner jetzigen Stadt kommt man über die Straße des Gewerbegebietes zur Waschanlage, während eine kleine Seitengasse in der Innenstadt die Einfahrt zum Parkhaus bildet (wie es ja auch in echten Städten oft der Fall ist). Und dadurch, dass das Modell am hinteren Rand direkt vor der Zimmerwand steht, fällt auch die Höhe nicht weiter auf (theoretisch könnten einige meiner Flugzeuge mit dem Haus kollidieren, da sie in etwa derselben Höhe hängen).

40409 Hot Rod

Direkt zwischen Parkhaus und Factory-Werkstatt steht dieser 134-teilige Hot Rod mit zwei Minifiguren, der 2020 als GWP mit einem Gegenwert von 13 Euro (heute 10 Euro) verfügbar war. Andres hat euch das Set damals vorgestellt, darum sage ich hier nur, dass das Modell eines der schönsten GWPs aller Zeiten (genauer: aller bisherigen Zeiten, in die Zukunft schauen kann ich leider nicht) ist und sich hinsichtlich Detailtreue vor keinem Auto der Modular Buildings zu verstecken braucht. An dem Modell ist auch sehr schön die „Evolution“ der LEGO-Steine von 2008 bis 2020 zu sehen, da ja die Oldtimer von Factory letztendlich nichts Anderes sind, aber viel kantiger wirken.

Eure Meinung!

Was haltet ihr von den Sets? Und, was mich besonders interessieren würde, wer von euch nennt die Factory-Werkstatt sein Eigen? Äußert euch in den Kommentaren! Im nächsten Teil zeige ich euch dann die vierte Werkstatt und einige zugehörige Fahrzeuge sowie eine Tankstelle!


Bisherige Reiseziele

» Einkaufsstraße – Teil 14
» Einkaufsstraße – Teil 13
» Einkaufsstraße – Teil 12
» Einkaufsstraße – Teil 11
» Hauptstraße – Teil 10
» Seasonal Sets – Teil 9
» Villenviertel – Teil 8
» Villenviertel – Teil 7
» Bauernhof – Teil 6
» Unterwasserwelt – Teil 5
» Meer – Teil 4
» Meer – Teil 3
» Strand – Teil 2
» Strand – Teil 1


Simon Brandt

Seit frühester Kindheit begeisterter LEGO-Fan und sammelt vor allem City und Creator.

7 Kommentare Kommentar hinzufügen

  1. Wer kennt es nicht das Problem mit dem Platz 😉

    Ich bin zwar erst 2018 wieder eingestiegen, trotzdem Platz hat man nie genug – ausser man platziert sein erstes Modular 😉

    Viele deiner Sets hab ich nicht und da so viel (gutes) Neues rauskommt habe ich auch nicht das Bedürfnis mich auf die Suche nach alten Sets zu machen 😉 – hätte ich mehr Platz allerdings 😉

    Bei der Tuning Werkstatt bin ich zwar versucht sie auf die Willhaben Liste zu setzen, mich „stört“ allerdings dass gefühlt 2/3 des Sets aus Fahrzeugen besteht – Und Fahrzeuge gibts bei LEGO (City) eigentlich zu viele. Jedes EInzelne hätte ich zwar gerne, aber ich weiss nicht mehr wohin damit 😉

  2. Klasse Simon! Das Parkhaus ist übrigens das Zweite bei Lego, 6394 von 1988 war die Erste.

    • Ein Glück, dass ich den Satz auf City eingeschränkt hatte (und selbst da war ich mir nicht vollständig sicher, habe beim Recherchieren aber auch kein anderes gefunden). Mit den Sets von früher kenne ich mich einfach nicht sonderlich aus. Ich finde es aber auch faszinierend, dass für die Häfte der Teile damals auch noch eine vollständige Tankstelle möglich war, neben dem ja ziemlich ähnlich konstruierten Parkhaus.

  3. Ich finde es großartig zu sehen, welche eigene Handschrift deine Stadt trägt und wie du die Sets auf kompakter Fläche anordnest. Das ist hohe Baukunst! Vielen Dank für die neue Folge, Simon. 🙂

  4. Sieht cool aus! Vor allem die Fahrzeuge sind 1A.
    Weiter so!

  5. Klasse! Ich mag die klassischen Farben immer noch und das macht deine Stadt in meinen Augen so toll. Eine bunte Stadt, die zum Staunen und Spielen einlädt.
    Die Bahn in die Höhe zu ist bei Platzproblemen sehr sinnvoll.

  6. Ui, nun will ich dieses Parkhaus mit Aufzug für die Autos (-: Die 60258 gefällt mir auch sehr gut, aber auf meiner Straße ist schon lange kein Platz mehr … Die Hochbahntrasse in Deiner Stadt ist wirklich großartig, da stimme ich Felix uneingeschränkt zu! Ich überlege so eine ähnliche auf den neuen Straßenplatten zu errichten, also nur einen kleinen Schienenabschnitt mit Hochbahnhaltestelle, Platz für einen dauerhaften Loop habe ich nicht. Bei uns hier in Köln heißen einige Straßen in der Innenstadt seit dem Spätmittelalter nach den Gewerken der Handwerker, die dort ihre Betriebe hatten – z.B. Streitzeuggasse oder Filzengraben. Bei Dir gibt es einen Verbrennungsmotorenplatz! (((-: Vielen Dank für diese Stadtimpressionen!

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