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Wird LEGO wirklich immer teurer? Set-Vergleich 2011 und 2021 [R2-D2 Update]

Zwei LEGO Landspeeder im Vergleich

Zwei LEGO Landspeeder im Vergleich | © LEGO Group

Wie hat sich der Preis von LEGO Sets in den letzten zehn Jahren verändert? Ich habe die Entwicklung untersucht und zeige viele Beispiele.

Update 22. April: Aufgrund der Vorstellung des 75308 R2-D2 habe ich ihn und seinen Vorgänger aus dem Jahre 2012 in meinem Vergleich ergänzt. Ihr findet beide unter dem Punkt „Star Wars“.

Set-Vergleich 20211 und 2021

Artikel vom 11. April: Eine Bitte vorab: Bevor ihr diesen Artikel lest und euch die Beispiele anschaut, beantwortet bitte die erste Umfrage 📝. Und NACH Lesen des Artikels nehmt bitte auch an der Umfrage 📝 am Ende des Artikels teil. Vielen Dank! +++ 🛎️ Tipp: Wenn ihr aktuelle LEGO Angebote nicht verpassen möchtet, folgt uns gerne bei Telegram und Instagram. +++

Sind LEGO Sets eurer Meinung nach teurer geworden? [Abstimmung 1]

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Die Diskussion um die Preisgestaltung und die Preisentwicklung von Legosets ist ein Thema, das einem unter fast jedem Artikel begegnet. Der Tenor dabei häufig: Lego werde immer teurer, beziehungsweise liefere immer weniger Teile für den geforderten Preis. Ich habe bei mir noch einen Lego Katalog aus dem ersten Halbjahr 2011 gefunden, und werde jetzt, 10 Jahre später, die darin aufgerufenen UVPs mit denen aktuell verfügbarer Sets vergleichen. Dabei werde ich versuchen, möglichst gleichartige Sets zu finden und sowohl das Verhältnis Preis / Stein, als auch Preis / Gramm vergleichen. Ich habe versucht, hier nicht irgendeine Ansicht zu befeuern. Ich habe einfach nach sich ähnelnden Sets gesucht, da man eine Polizeistation schlecht mit einem Blumenstrauß vergleichen kann. Über weitere Vergleiche in den Kommentaren freue ich mich natürlich.


Wichtig zu beachten ist hier allerdings auch die Inflation: Im Allgemeinen steigt der Preis für fast alle Waren im Laufe der Zeit. Das statistische Bundesamt beobachtet daher die Preisentwicklung eines repräsen­tativen Waren­korbs mit Gütern verschiedener Kate­gorien (Nahrungs­mittel, Beklei­dung, Miete, Strom & Gas, Einrichtung, Verkehr, Frei­zeit, Gesund­heit etc.). Dieser Warenkorb ist in den letzten 10 Jahren rund 10 Euro teurer geworden (von 95,20€ auf 106,90€). Alle Preise von 2021 werde ich daher auch einmal mit dem Faktor 0,9 multiplizieren, um sie ungefähr mit dem allgemeinen Preisniveau von 2011 vergleichen zu können. Den Preis pro Stein und den Preis pro Gramm berechne ich aber anhand der UVPs. Die Quelle meiner Bilder ist immer bricklink.com. Und: Eure Meinung interessiert uns in der Umfrage und den Kommentaren am Ende des Artikels. Und ein Tipp für unsere mobilen Nutzer: Für die Gesamtansicht der Tabellen bitte das Smartphone drehen, sollte die Tabelle nicht vollständig angezeigt werden.

LEGO Classic

Beginnen wir mit dem Klassiker: den Grundplatten, die es in den letzten 10 Jahren, immer in wechselnden Farbvariationen, bei Lego zu kaufen gab. Zuerst betrachte ich die größeren (48×48 Noppen) Platten:

Bild
Jahr 2011 2021
Set Nr. 628 10701
Preis 14,99€ 14,99€
Steine 1 1
Gewicht 251g 241g
Preis / Stein 14,99€ 14,99€
Preis / Gramm 0,059€ 0,062€
Preis (inflationsbereinigt) 14,99€ 13,49€

Der Preis der Baseplate ist in den 10 Jahren absolut stabil geblieben, unter Einbeziehung der Inflation sogar günstiger geworden. Machen wir weiter mit den kleineren Baseplates (32×32 Noppen):

Bild
Jahr 2011 2021
Set Nr. 626 10700
Preis 6,99€ 7,99€
Steine 1 1
Gewicht 113g 103g
Preis / Stein 6,99€ 7,99€
Preis / Gramm 0,061€ 0,077€
Preis (inflationsbereinigt) 6,99€ 7,19€

Hier lässt sich eine geringe Preissteigerung feststellen, allerdings ist diese nicht übermäßig hoch. Gehen wir weiter zu den „richtigen“ Sets, und zu einer von LEGOs „Kernserien“, City.

LEGO City

City ist schon immer in mehrere „Unterserien“ aufgeteilt gewesen. Genauer betrachten werde ich daher ein Polizei-, ein Bauernhof- und ein Eisenbahnset.

Bild
Jahr 2011 2021
Set Nr. 7287 60277
Preis 29,99€ 49,99€
Steine 158 276
Gewicht 752g 796g
Preis / Stein 0,19€ 0,18€
Preis / Gramm 0,039€ 0,062€
Preis (inflationsbereinigt) 29,99€ 44,99€

Die ersten beiden Set sind zwei Polizeiboote. Das aktuelle Boot kostet dabei 20€ mehr, obwohl das Boot von 2011 auf den ersten Blick sogar größer aussieht. Umso überraschender ist da die Tatsache, dass der Preis pro Stein gesunken ist. Dies liegt allerdings vor allem an den umfangreicheren kleinen Beibooten, die 2021 beiliegen. Es wird hier deutlich kleinteiliger gebaut, da beide Schiffe beinahe das gleiche Gewicht auf die Waage bringen. Der Preis pro Gramm ist aus diesem Grund deutlich gestiegen. Daher würde ich an dieser Stelle sagen: 2011 bekam man hier mehr für sein Geld.

Bild
Jahr 2011 2021
Set Nr. 7634 60277
Preis 9,99€ 19,99€
Steine 74 140
Gewicht 168g 340g
Preis / Stein 0,14€ 0,14€
Preis / Gramm 0,059€ 0,059€
Preis (inflationsbereinigt) 9,99€ 17,99€

Zwei rote Traktoren – einer doppelt so teuer wie der andere. Doch schaut man genauer hin, wird schnell klar: der aktuelle Traktor ist mehr als doppelt so schwer, aus der (fast) doppelten Anzahl an Steinen gebaut und bringt die doppelte Anzahl an Minifiguren mit sich – hier ist keine Preiserhöhung feststellbar. Preis pro Gramm und Preis pro Stein sind konstant geblieben. Das neue Set ist schlicht größer geworden. Dies erkennt man auch an der Reifengröße: Der Hinterreifen von 2011 ist der Vorderreifen im Jahr 2021.

Bild
Jahr 2011 2021
Set Nr. 7938 60197
Preis 109,99€ 129,99€
Steine 657 661
Gewicht 2105g 2065g
Preis / Stein 0,17€ 0,20€
Preis / Gramm 0,052€ 0,063€
Preis (inflationsbereinigt) 109,99€ 116,99€

Zwei Personenzüge mit Fernbedienung und Schienenkreis – 2021 ist der Zug aber bei nahezu identischer Teileanzahl 20€ teurer. Beachtet werden muss natürlich die zusätzliche Funktion, den Zug mit Bluetooth anzusteuern – ob dies den Aufpreis rechtfertigt, muss jeder für sich selbst entscheiden. Wichtig ist auch noch: Besonders bei hochpreisigen Sets ergeben sich starke „Rabatte“, wenn man die Inflation einrechnet. Der Personenzug 60197 würde, mit dem Niveau von 2011 verglichen, also nur 116,99€ kosten.

Star Wars

Auch die Helden aus der fernen Galaxie sind ein Dauerbrenner. Hier konnte ich sehr gut miteinander vergleichbare Sets finden, da es immerhin zwei Raumschiffe gibt, die sowohl 2011, als auch 2021 im Programm sind.

Bild
Jahr 2011 2021
Set Nr. 8095 75286
Preis 49,99€ 79,99€
Steine 425 470
Gewicht 741g 756g
Preis / Stein 0,11€ 0,17€
Preis / Gramm 0,067€ 0,105€
Preis (inflationsbereinigt) 49,99€ 71,99€

Hier gibt es kein Vertun: Der Preis ist in den vergangenen 10 Jahren kräftig gestiegen, Ein schon damals nicht günstiger Steinepreis von 0,11€ steht heute wirklich hohen 0,17€ gegenüber. Der Aufpreis von 30€ ist für mich nicht gerechtfertigt.

Bild
Jahr 2011 2021
Set Nr. 8092 75271
Preis 26,99€ 29,99€
Steine 129 224
Gewicht 272g 323g
Preis / Stein 0,20€ 0,13€
Preis / Gramm 0,099€ 0,092€
Preis (inflationsbereinigt) 26,99€ 26,99€

Und hier sehen wir prompt das Gegenbeispiel: Der Preis pro Stein ist in den letzten zehn Jahren von 20 auf 13 Cent gesunken. Rechnet man die Inflation heraus,  kosten beide Sets sogar genau gleich viel, obwohl das heutige Set mehr als hundert Steine mehr enthält. Auch optisch wirkt der neue Landspeeder deutlich länger und verfügt, ander als das alte Modell, über ein kleines Sidebuild.

Bild
Jahr 2012 2021
Set Nr. 10225 75308
Preis 179,99€ 199,99€
Steine 2127 2314
Gewicht 2590g
Preis / Stein 0,08€ 0,09€
Preis / Gramm 0,069€
Preis (inflationsbereinigt) 179,99€ 179,99€

Zwar wurde das letzte Modell des R2-D2 erst im Jahr 2012 veröffentlicht, doch bieten sich die beiden Modelle natürlich super für einen Vergleich an, da sie auch größentechnisch nahezu identisch sind. In der Neuauflage sind einige Steine mehr verbaut worden, was auf die detailliertere und rundere Bauweise zurückzuführen ist. Daher ist der Preis pro Stein, trotz einer Anhebung der UVP um 20€, nur leicht von 0,08€ auf 0,09€ gestiegen. Schwierig ist die Einordnung des Preises innerhalb der „Buidable Charakters“ Serie, die gebaute Star-Wars Charaktere ausgestattet mit einer „Plakette“, ähnlich der UCS-Sets, zeigt. So lag der Teilepreis bei dem Set 75225 Yoda mit 0,056€ deutlich niedriger. Andere Sets, wie beispielsweise der 75278 D-O mit 0,135€, wiesen dagegen einen höheren Preis pro Stein auf. R2-D2 liegt hier also im Mittelfeld. Hierbei muss aber beachtet werden, dass alle anderen Charaktere auch in den freien Handel kamen und somit schnell mit zum Teil hohen Rabatten gehandelt worden sind, während der R2-D2 zumindest vorerst exklusiv im LEGO Online Shop bleibt. Aus diesem Grund würde ich den R2-D2 als eher teureres Set einstufen, dessen Preis sicherlich auch mit seiner Popularität begründet ist.

Technic

Ich persönlich finde Technic-Sets grundsätzlich zwar interressant – am Ende gefallen mir System-Sets aufgrund der Optik am Ende dennoch mehr. Drei Vergleichspaare habe ich nachfolgend herausgesucht.

Bild
Jahr 2011 2021
Set Nr. 8068 42092
Preis 29,99€ 29,99€
Steine 408 325
Gewicht 655g 450g
Preis / Stein 0,07€ 0,09€
Preis / Gramm 0,045€ 0,066€
Preis (inflationsbereinigt) 29,99€ 26,99€

Hier ist der Preis pro Stein und der Preis pro Gramm klar gestiegen: Das sieht man meiner Meinung nach auch auf den Bildern: Das Modell von 2011 sieht deutlich größer und auch technisch anspruchsvoller aus: Hier hat man 2011 mehr für sein Geld bekommen.

Bild
Jahr 2011 2021
Set Nr. 8048 42093
Preis 32,99€ 39,99€
Steine 314 579
Gewicht 626g 740g
Preis / Stein 0,10€ 0,06€
Preis / Gramm 0,052€ 0,054€
Preis (inflationsbereinigt) 32,99€ 35,99€

Aber es geht auch andersherum: Zwar hatte das kleine Auto von 2011 eine Federung, der Sportwagen fährt 2021 dagegen mit Lizenz auf. Dennoch ist der Preis pro Stein merklich von 10 auf 6 Cent gesunken. Dennoch erkennt man auch hier wieder, dass heutzutage deutlich kleinteiliger gebaut wird, da das Auto von 2011 auf den Bildern ähnlich groß wirkt.


Bild
Jahr 2011 2021
Set Nr. 8053 42108
Preis 99,99€ 99,99€
Steine 1289 1229
Gewicht 2045g 1918g
Preis / Stein 0,08€ 0,08€
Preis / Gramm 0,048€ 0,052€
Preis (inflationsbereinigt) 99,99€ 89,99€

Zwei Kräne, beide acht Räder: Optisch gibt es viele Gemeinsamkeiten zwischen beiden Modellen. Preislich auch: Beide sind mit 99,99€ eingepreist (gewesen), das neuere Modell hat für diesen Preis eine handvoll Teile weniger, genauer 60, was wohl kaum ins Gewicht fällt – der Preis pro Stein ist nahezu unverändert. Auch der Preis pro Gramm ist kaum gestiegen. Und, immer im Hinterkopf behalten: Beachtet man die Inflation, landen wir bei nur noch 89,99€ – ich persönlich würde hier eher von einer Preissenkung denn von einer Steigerung sprechen.

Ein paar Gedanken noch zu Control Plus / Powered Up: Ich habe keine schönen motorisierten Vergleichssets in der Technic-Sparte gefunden. Anders als bei der City Eisenbahn aber, deren Preis moderat gestiegen ist, sind die Preise für die Motoren im Einzelverkauf auf lego.com in die Höhe geschnellt. Ich kann die alten Preise zwar nicht mehr auf den Cent genau angeben, aber die „Power-Functions“ -Batterieboxen lagen beide bei etwa zehn Euro. Der neue „Hub“ kostet dagegen 49,99€, der „Technic Hub“ sogar 79,99€. Dieser Preisanstieg ist für mich persönlich auch nicht durch den Einbau von Bluetooth zu begründen.

Creator 3 in 1

Ein weiteres klassisches Thema, das in letzter Zeit auch wieder einen Hauch von Piraten zurück in das Legosortiment gebracht hat. Wie sieht hier die Preisentwicklung aus?

Bild
Jahr 2011 2021
Set Nr. 5763 31100
Preis 9,99€ 9,99€
Steine 137 134
Gewicht 272g 209g
Preis / Stein 0,07€ 0,07€
Preis / Gramm 0,037€ 0,048€
Preis (inflationsbereinigt) 9,99€ 8,99€

Zwei kleine Rennwagen mit identischem Preis und vergleichbarer Teileanzahl.

Bild
Jahr 2011 2021
Set Nr. 5765 31113
Preis 19,99€ 24,99€
Steine 276 328
Gewicht 424g 469g
Preis / Stein 0,07€ 0,08€
Preis / Gramm 0,047€ 0,053€
Preis (inflationsbereinigt) 19,99€ 22,49€

Hier lässt sich nur ein leichter Preisanstieg feststellen, sowohl beim Verhältnis Preis pro Stein als auch bei Preis pro Gramm.

Bild
Jahr 2011 2021
Set Nr. 5766 31116
Preis 29,99€ 29,99€
Steine 350 389
Gewicht 854g 658g
Preis / Stein 0,09€ 0,08€
Preis / Gramm 0,035€ 0,045€
Preis (inflationsbereinigt) 29,99€ 26,99€

Hier kommen wir zur Kategorie „Häuser“ innerhalb der Creator 3 in 1 Serie. 2011 waren noch mehrere klassische Wohnhäuser im Programm. Heute findet man die klassischen „Dachsteine“ kaum noch in Sets, häufig werden diese jetzt mit Flachdächer designt. Daher war hier der Vergleich auch etwas schwieriger, es handelt es sich um zwei Häuser „in der Natur“, beide mit einem Preis von 29,99€. Auf den ersten Blick sieht die Blockhütte von 2011 deutlich mächtiger aus, dabei ist der Preis pro Stein gesunken – es wurden 2011 tatsächlich weniger Teile verwendet. Diese waren allerdings größer, sodass der Preis pro Gramm gestiegen ist. Allerdings war 2011 nur eine, sehr schlichte, Minifigur dabei. Am Ende muss jeder selbst entscheiden, was er hier stärker gewichtet. Ich finde, dass man an diesem Beispiel aber sehr gut die Krux erkennen kann: Auf den ersten Blick sieht es nach einem ordentlichen Preisaufschlag aus, erst auf den zweiten Blick fallen Faktoren auf, die diesen ersten optischen Eindruck relativieren.

Minifiguren-Sammelserie

Die Sammelserie gab es schon 2011, auch wenn sie hier noch am Markt war.

Bild
Jahr 2011 2021
Set Nr. 8804 71029
Preis 1,99€ 3,99€
Steine 8 7
Gewicht 10,6g 11,45g
Preis / Stein 0,25€ 0,57€
Preis / Gramm 0,187€ 0,348€
Preis (inflationsbereinigt) 1,99€ 3,59€

Zwei Wikinger – mit deutlichem Preisunterschied. Hier müsst ihr selbst entscheiden, ob ihr die aktuelleren Figuren für deutlich aufwendiger haltet. Für mich zumindest ist zwar ein Unterschied erkennbar – dieser relativiert für mich aber nicht die Verdopplung des Preises. Würden die Figuren heute noch1,99€ kosten, würde ich wohl ganze Serien aus dem Laden tragen. Für 3,99€ greife ich nur noch zu ausgewählten Figuren. Hier lässt sich, meiner Meinung nach, tatsächlich ein deutlicher Anstieg des Preises erkennen. Ich hoffe, dass LEGO immerhin diesen Preis in Europa jetzt auch noch für ein paar Jahre beibehält – in Ameika kosten die Figuren jetzt schon seit einigen Jahren sogar 4,99$.

Creator Expert / 18+

Bei den großen D2C-Sets kann ich nur zwei Modulars miteinander vergleichen, da die Preise ja nicht im Katalog für den Spielwarenhandel verzeichnet sind. Selbst bei Brickset ist die UVP in Euro der anderen 4 Sets (das waren noch Zeiten, heute würden AfoLs wohl verhungern bei einer so raren Menge) dieses Jahres nicht verzeichnet.

Bild
Jahr 2011 2021
Set Nr. 10218 10278
Preis 149,99€ 179,99€
Steine 2016 2903
Gewicht 2820g 4155g
Preis / Stein 0,07€ 0,06€
Preis / Gramm 0,053€ 0,043€
Preis (inflationsbereinigt) 149,99€ 161,99€

Grundsätzlich hat es mir gefallen, dass Lego bis zum American Diner den Preis der  Modulars auf 32×32 Grundplatte bei 149,99€ gehalten hat. Der obige Vergleich zeigt aber: Die Häuser sind in den letzten zehn Jahren immer schwerer und detailreicher, bedingt durch eine höhere Steineanzahl, geworden. Im direkten Vergleich ist sowohl der Preis pro Stein, als auch der Preis pro Gramm sogar gesunken, ohne dass ich bei diesen Rechnungen die Inflation berücksichtigt hätte. Diese beiden Sets sind für mich ein super Beispiel dafür, dass man bei einem Preisvergleich immer ganz genau hinsehen muss, und nicht nur pauschal anhand der Bilder urteilen sollte.

Fazit

Hier ein Fazit zu ziehen finde ich wirklich sehr schwierig. LEGO war und ist ein sehr teures Produkt und Hobby, was wohl niemand leugnet. Ich bin ganz ehrlich: Als ich angefangen habe, diesen Beitrag zu tippen, habe ich erwartet, viele Beispiele für starke Preiserhöhungen in den letzten zehn Jahren zu finden. Allerdings habe ich kaum solche Beispiele finden können. Eine Ausnahme bilden hier die Minifiguren-Sammelserie und die technischen Komponenten um das neue System „Control +“. Bei vielen Produkten ist der Parameter Preis / Stein stabil geblieben, der Parameter Preis / Gramm dagegen ist fast durch die Bank leicht gestiegen, da heute einfach filigraner und detailreicher, und somit mit kleineren Steinen, gebaut wird. Dieser Effekt wird aber eigentlich durch die Inflation wieder wettgemacht – ihr seht, sich hier eine klare Meinung zu bilden ist schwierig. Wichtig aber für AFOLs: Was die Modular Buildings betrifft, ist für mich kein Preisanstieg, sondern sogar eine Reduzierung des Preises zu erkennen. Zu guter Letzt habe ich hier noch eine zweite kleine Umfrage für euch vorbereitet. Was ist eure persönliche Meinung zur Preisentwicklung jetzt, nachdem ihr den artikel gelesen habt?

Umfrage und eure Meinung!

Bitte beachtet: Sollte sich eure Meinung aufgrund der Beispiele in diesem Artikel geändert haben, hinterlasst gerne einen Kommentar unter dem Artikel. Oder ändern diese Beispiele nichts an eurer Einschätzung? Vielen Dank!

Sind LEGO Sets eurer Meinung nach teurer geworden? [Abstimmung 2]

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Wie ist eure Meinung zu diesem Thema? Habt ihr weitere gute Beispiele? Hat dieser Beitrag eure Meinung vielleicht sogar verändert? Ich freue mich auf eine sachliche Diskussion mit euch in den Kommentaren.

Johann Härke

Interessiert sich für LEGO Harry Potter, Modular Buildings und Beleuchtung seiner Stadt.

149 Kommentare Kommentar hinzufügen

  1. Die erste Unfrage wird bei mir nicht angezeigt, aber wahrscheinlich hätte ich gesagt, dass die Preise deutlich gestiegen sind. Dass dieses Gefühl bei mir entstanden ist, liegt aber wahrscheinlich daran, dass es in letzter Zeit sehr viele große und damit teure Sets gibt, die natürlich besonders teuer wirken („Wer gibt schon 300 € für ein Legoset aus?“), aber eigentlich im Verhältnis relativ günstig sind (was ja der Vergleich der Modulars auch zeigt). Noch dazu gibt es auch (gefühlt?) mehr interessante Sets mit Lizenz, was erneut den Eindruck verstärkt, dass Lego teurer geworden ist.
    Deshalb danke für die interessante Übersicht!

    • Die erste Umfrage fehlte, ich habe sie nun ergänzt, mein Fehler. Danke für den Hinweis! 🙂
      Zudem ein herzliches Dankeschön an Johann für die detaillierte Auflistung.

      Bitte schildert hier in den Kommentaren, ob sich eure Auffassung womöglich anhand der vielen Beispiele von Johann geändert hat oder ob ihr auf eurer Meinung „beharrt“. Listet gerne auch weitere Beispiele auf!

      • Im Vergleich dazu, was man heutzutage von anderen Herstellern bekommt, ist das (leider) ein Witz, vorallem bei Technik. (Siehe Cada Italian Supercar und Lego® Ferrari)

        • Genau das war auch mein erster Gedanke. Mich interessiert weniger das Preis/Stein- oder Preis/Gramm-Verhältnis, weil ich so oder so weiß, dass Lego ein teures Hobby ist (wie auch bereits im Artikel angemerkt).

          ABER: Was mich sehr wohl interessiert, ist der Vergleich auf dem Markt. Und hier ist es einfach lächerlich, wie Lego von der Konkurrenz in Sachen Qualität (Prints, Farbtreue, Klemmkraft, etc.) abgehängt wird und obendrein auch noch (teilweise deutlich!) mehr Steine und Funktionen (RC gesteuert, etc.) bei wieder obendrein günstigerem Preis zu bekommen sind, vgl. Cada, QMan, MouldKing, usw.

          Ich kann mich meinem Vorredner daher nur anschließen und werde daher weiter die Augen offen halten und sowohl bei Lego als auch bei der Konkurrenz die Rosinen picken.

          • Punkt hier ist, und das lege ich Lego vor allem im Techniksortiment zu lasten, Lizenzen. Ich würde gerne wie früher ein unbranded LEGO TECHNIC SUPERCAR kaufen für 80-100€ statt einen 200€ ferrari.

            Und die alternativhersteller arbeiten meist ohne lizenzen und da schon einmal billiger…

          • Kartoffelbrot

            13. April 2021 um 12:13

            @Florian
            Ja,ja, früher war alles besser.
            Zum Beispiel der 9398 ohne Lizenz für 169,99 Euro UVP bei 1327 Teilen.
            Ein echter Schnapper und Stickergate inklusive…

        • Im Vergleich zu Lego ist aber auch die Qualität der Konkurrenz ein Witz. Das ist ein Fakt den man berücksichtigen sollte. Aktuell baue ich das Thorwalder Drachenschiff von Bluebrixx. Eines der Seitenteile fällt immer runter, und ein weiteres Kleinteil hat überhaupt keinen halt. Das werde ich wahrscheinlich ankleben müssen. Eine 2x6er Platte hat gefehlt. Bauleitung muss man sich selber ausdrucken.

          • Lasst uns bitte beim Thema bleiben und nicht über andere Anbieter diskutieren, ansonsten läuft das hier thematisch Baus dem Ruder. Danke! 🙂

    • Sehr gute Idee, da habe ich noch nicht drüber nachgedacht. Aber klar: Es kommen aktuell viel mehr hochpreisige Sets heraus (Creator Expert 2011: nur vier), sodass diese Wahrnehmung auch dadurch beieinflusst werden könnte.

  2. Sehr schöner objektiver Vergleich.

    Woher kommen die Gewichtsangaben? Sind die inkl. Verpackung und Handbuch oder nur die Steine?

    • Ich habe die Gewichtsangaben von Bricklink übernommen. Dort steht beim jeweiligen Set neben der Steineanzahl auch das Gewicht. Da Bauanleitungen und Verpackungen dort auch immer separat aufgeführt und entsprechend gewogen werden, sollten diese bei der Zahl eigentlich nicht mit dabei sein – ganz sicher bin ich mir da aber nicht.

      • Hallo Johann,
        bei dem auf Bricklink angegebeben Gewicht handelt es sich um das Gewicht des gesamten Sets, inklusive Verpackung und Anleitung.

        Lg

        • Danke für den Hinweis, habe ich durch eigenes ausprobieren mit einem mir vorliegenden noch originalverpackten Set auch gerade herausgefunden. Dies sollte aber zu keinen nennenswerten Verschiebungen kommen. Ich habe gerade noch einmal nachgeguckt: Bauanleitung und Verpackung sind beispielsweise beim „Kran“ seit 2011 200g leichter geworden, bei den Modulars um 300g schwerer. Die Verpackungen sind also nicht „durch die Bank“ schwerer oder leichter geworden, die Vergleichbarkeit sollte gewährleistet sein. Vielen Dank aber für den Hinweis.

  3. Vielen Dank für die detaillierte und fundierte Recherche und Auflistung, Johann! Vor der Mühe, wirklich vergleichbare Sets zu finden, wäre ich wohl zurückgeschreckt. Ich war allerdings schon vor dem Lesen des Artikels der Meinung, dass sich die (normierten) Preise nicht sonderlich geändert haben (was ich – allgemein, also für nicht wirklich vergleichbare Sets – immer wieder beobachtet habe), und dein Artikel hat meine Auffassung nun bestätigt. Mit genau den beiden Ausnahmen, die du gezeigt hast: Minifiguren und Powered Up / Control+. Während ich die modernen Figuren tatsächlich oft schöner, liebevoller designt finde und so auch eher bereit bin, mehr Geld auszugeben (analog den City-Sets), verstehe ich die Preisexplosion bei den Elektronikkomponenten nicht wirklich. Wenn dann auch noch (z.B. der von dir angeführte 60197 Personenzug) vollständige Sets mit den üblichen Rabatten weniger kosten als die Powered-Up-Teile einzeln, wird es wohl auch tatsächlich Zeit, sich ein wenig zu fragen.

    • Hallo zusammen. Klar hat Lego Tolle Sets. Aber ich glaube Lego wird den Weg von Nokia gehen. Nicht sofort aber langfristig. Mag sein das einzelne Teile sogar günstiger geworden sind ,aber das Groh ist überteuert. Die Konkurrenz macht Sachen da kann man bei Lego nur von träumen. Noch schützen sie sich mit Hilfe von Gerichten. Aber der Markt wird es Regeln.

  4. Ich finde, man sollte sich auch die Mühe machen, zumindest beibeinigen Sets, auch nach der Besonderheit einuelner Steine zu gehen. Ist das Teil aus einem Stück oder wieder zerstückelt worden, in viele kleine Miniteile.. Das macht sich im Gewicht nicht unbedingt bemerkbar. Und Preis pro Teil sinkt.

    • Also besonders höflich kommt der erste Satz in deinem Kommentar jetzt nicht rüber. Hast du eine Vorstellung davon, wie viel Zeit in einem solchen Artikel steckt? Anregungen sind immer hilfreich und sehr gerne gesehen, aber ich finde, das kann man auch netter verpacken. Es ist ein „entspannter“ Vergleich, es lassen sich nicht alle Sets 1:1 vergleichen. Aber es ist ein Anhaltspunkt, nicht mehr, aber auch nicht weniger. 🙂

    • Ja, wäre natürlich möglich. Ich habe das aber auch schon dadurch zu realisieren versucht, dass ich nur tatsächlich vergleichbare Sets auch miteinander verglichen habe: Beispielsweise die beiden Polizeiboote, die beide ein großes „Schiffsformteil“ verwenden.

  5. In der Auflistung sieht man ja schon sehr gut, dass es auch vor 10 Jahren keinen starren Kilopreis gab. Vor 10 Jahren gab es aber keine Nachlässe um 30%.
    Sets aus den 1990ern sind Inflationsbereinigt genauso teuer, wie heute, die gab’s aber quasi nie unter UVP. Es wird also auf sehr hohem Niveau gejammert.

    • Ja da habe ich auch dran gedacht: Die Anzahl an wirklich extremen Rabatte mit mehr als 30%, manchmal sogar mehr als 40%, sind meiner Meinung nach in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Dies ist aber natürlich schwer in den Vergleich einzuarbeiten.

      • Mein Gefühl ist, dass die Sets heutzutage zwar mehr Steine haben, viele davon aber klein und „billig“ sind, damit aber den Preis pro Stein drücken. Falls wahr, sehr clever von lego.

  6. Ok wie viele Menschen haben den Artikel wirklich gelesen?
    Das ist ein Problem der heutigen Zeit und auch, dass faktische Argumente anscheinend nur noch wenig zur Meinungsbildung beitragen, denn wie Können von den 71% zu Beginn immernoch 51% der Meinung sein, dass Lego teurer geworden ist?!
    “ es bleibt alles so wie es ist!“

    • Guter Artikel und sauber recherchiert. Aber leider spielt das subjektive Gefühl eine große Rolle. Ich finde viele Modelle (Idea Sets ausdrücklich ausgenommen) einfach zu langweilig und der Gegenwert für die eigentliche Zielgruppe zu gering. Stichwort Polizeiwache. Ich habe gerade wieder aus der Spielzeugkiste meines Bonussohnes (22) einige alte Modelle zusammengesucht und gebaut. Was hatte ich einen Spaß daran z.B. das Wikingerschiff zu bauen. Und wenn ich meine eigenen alten Sets baue (Den „Robin Hood Baum“….viele Figuren, viel Spielspass), dann vermisse ich beim Bau von neue Sets mit meinem Sohn die alten Serien. Man hat einfach das Gefühl zu wenig Gegenwert für viel zu teure Sets zu bekommen. Ich will jetzt auch nicht auf andere Firmen mit Klemmbausteinen hinweisen. Deswegen ziehe ich lieber den Vergleich zu Playmobil. Die bekommen es besser hin Qualität, neue und klassische Themen und Preise stabil zu halten.

    • Ja, ich habe den Artikel komplett gelesen und trotzdem für teurer geworden gestimmt.
      Zwar zeigt der Artikel ganz richtig, das viele Sets im Preis gleich geblieben sind oder gar günstiger geworden sind, aber es wird auch mit keinem Wort erwähnt, dass z. B. Bei Technik die b Modelle quasi ersatzlos gestrichen werden/wurden. Das ist zwar preislich nicht sofort in einem Betrag zu beziffern, aber bietet trotz gleicher Preise sehr viel weniger fürs Geld. Und solche Sets gibt es ja auch bei City (Polizei Station). Die ist ja auch nur noch ein Schatten ihrer selbst.

    • Ich hab den Artikel gelesen und trotzdem angegeben, dass Lego teurer geworden ist. Bei vielen Sets ist ein leichter Preisanstieg (auch bei Einberechnung der Inflation) zu betrachten. Meiner Ansicht ist das zwar nicht „schlimm“, aber dennoch ein leichter Preisanstieg.
      Außerdem sind extreme Ausreißer häufiger geworden – oft wohl auch Lizenzbedingt. Ein Beispiel wäre der hier aufgeführte „General Grievous Starfighter“, der ohne erkennbaren Grund einen massiven Anstieg im Preis hatte, die Minifiguren-Reihe oder auch die „Toy Story-Serie“.
      Demnach kann man bei einer generellen Betrachtung schon einen Preisanstieg feststellen. Zu großen Teilen ist dieser allerdings nicht extrem groß.

  7. Sehr schöner und gut nachvollziehbarer Vergleich. Etwas das natürlich auf einigen Kanälen nicht erwähnt oder besprochen wird , da ist der Tenor : Lego ist zu teuer und bietet immer weniger. Falsch Lego hat mit Abstand die meisten Sets am Markt und da ist es klar das nen Preis oder nen Set mal Schwächer ist.

    Als ich in den 90ern unbedingt Fort Legoredo für 100 DM haben wollte hat mein Vater mir nen Vogel gezeigt und gesagt ob ich nicht weiß wieviel Geld das ist 😀 Lego war immer schon teuer das wissen aber nur Leute die sich früher schon immer damit beschäftigt haben , Leute die sich seit 3 oder 4 Jahren damit auseinandersetzen sehen das vielleicht anders .

    LG The Brickpool

    • Naja , wir befinden uns hier im Lego gefüge , was wichtig ist für den Artikel.
      YT befinden wir uns im Bereich : Was kann die Konkurrenz , das ebend andere Fragen hat und ein anderer Bereich ist .

      Zum Topic mal kurz angemerkt : Ninjago hätte mich da auch intressiert , finde es zum Ausschlachten oder für die Kids immer noch am besten. Ein sehr guter Artikel.

  8. Sind Gewichtangaben nur für Plastikteile oder werden Verpackung und Büchlein usw. mitgezählt…ich glaube nicht, dass es so stimmen kann….

    • Ich habe die Gewichtsangaben von Bricklink übernommen. Dort steht beim jeweiligen Set neben der Steineanzahl auch das Gewicht. Ich bin davon ausgegangen, dass hier nur die Steine berücksichtigt werden, habe jetzt aber noch einmal ein hier bei mir liegendes originalverpacktes Set zur Hand genommen, um das zu überprüfen. In dieser Gewichtsangabe sind Verpackung und Bauanleitung tatsächlich mit enthalten – dies sollte aber zu keinen nennenswerten Verschiebungen kommen. Ich habe gerade noch einmal nachgeguckt: Bauanleitung und Verpackung sind beispielsweise beim „Kran“ seit 2011 200g leichter geworden, bei den Modulars um 300g schwerer. Die Verpackungen sind also nicht „durch die Bank“ schwerer oder leichter geworden, die Vergleichbarkeit sollte gewährleistet sein. Vielen Dank aber für den Hinweis.

  9. Moin vom Niederrhein

    Meiner Meinung nach sind Lego-Preise relativ stabil geblieben (erste und auch zweite Umfrage-Antwort).

    Auf den ersten Blick meint man immer, das Lego teurer wird (man vergleicht halt nicht so schnell das Verhältnis Preis/Steine). Sollte Lego vielleicht auch die Packung drucken lassen (muss ja auch im Supermarkt für Lebensmittel-Auszeichnungen berücksichtigt werden) LOL

    Außerdem werden die Sets umfangreicher und Kleinsteine-lastiger, d.h. hier ist natürlich ein höherer Preis gerechtfertigt.

    Ich baue gerade mein eigenes Haus in Lego nach, um dem Architekten einen Anbau zu veranschaulichen. Dabei fiel mir auf, dass ich bereits in den 1990er Jahren über „zu teures“ Lego gejammert habe, da ich es damals auch schon mal nachbauen wollte, aber kein Geld für sooo viele Steine hatte (da gab’s noch Packungen mit „nur weißen einreihigen Steine“ oder „nur Dachsteine“.

    Heute verfüge ich – nach diversen Gehaltserhöhungen und Kaufräuschen – über eine recht umfangreichen Steinesammlung und suche gerade alles zusammen, was ich dafür brauche (der Keller steht schon) Ufff

    LG Astrid

  10. Zunächst einmal vielen Dank für die Mühen. Ich halte diesen Vergleich jedoch nur bedingt für aussagekräftig. Um wirklich herauszufinden, ob die Preise für Legosets in den letzten Jahren zugenommen haben reicht es meines Erachtens nicht aus ähnliche Sets miteinander zu vergleichen. Vielmehr müssten der durchschnittliche Preis pro Teil und/oder Gramm aller Sets (ein unzumutbarer Aufwand) der jeweiligen Themenwelt verglichen werden. Des Weiteren gibt es heute einige Themenwelten, welche die früher nicht existiert haben. Aber anhand von 15 ausgewählten Sets mit der Vernachlässigung von hunderten anderen ist ein Vergleich zu mindestens fragwürdig. (Dies soll bitte als wohlwollende Kritik mit Würdigung des Arbeitsaufwandes verstanden werden). Liebe Grüße und allen einen schönen Sonntag!

    • Ja klar. Ich habe versucht, eine möglichst breit gestreute Stichprobe durchzuführen und habe so nach ähnlichen Sets Ausschau gehalten. Meiner Meinung nach lässt sich hier zwar schon ein Trend erkennen, aber einen Anspruch auf Vollumfänglichkeit hat meine Untersuchung natürlich nicht.

  11. LEGO war wohl nie ein „billiges“ Spielzeug. In meiner Kindheit waren viele Sets für mich nicht zu bekommen, weil das LEGO-Budget an Geburtstagen und Weihnachten einfach nicht ausgereicht hat 😉
    Ganz subjektiv sind die „großen“ Sets natürlich teurer geworden, dafür aber halt auch deutlich teileintensiver, größer und auch detaillierter. Von Sets wie z.B. der Barracuda Bay hat man in den 90ern nur träumen können. Als AFOL begrüße ich die große Auswahl an großen (und somit auch teureren) Sets. Es gilt wie immer – man muss ja nicht alles haben 😉
    Preisliche Ausreißer nach oben und auch unten gab es bei LEGO wohl schon immer.
    Was man im Zuge von Preisdiskussionen auch immer sagen muss – so wertbeständig wie LEGO ist kaum ein Spielzeug – und das bei einigermaßen vollständigen Sets auch gebraucht 😉

    • Vielen Dank für deinen netten Kommentar: Und ja: Wenn man als Kind gut seine Sets zusammenhält und auf die Figuren aufpasst, kann man die Sets in vielen Fällen später fast zum Einkaufspreis wieder verkaufen. Dies ist bei anderem Spielzeug nur sehr selten der Fall.

      • Danke für Deine gründliche Analyse.
        Ich denke, dass der Eindruck von „der Preis wird immer teurer“ zu einem damit zusammen hängt, dass man selbst älter wird und entsprechend „interessantere“ Modelle mit mehr Steinen oder teure Lizenzprodukte ( Star Wars UCS) kauft. Zum anderen gab es vor 10 Jahren kaum billige Marktbegleiter aus Fernost. Hier werden halt Modelle von Herstellern mit deutlich weniger Qualitätskontrollen und oft rüden Plagiaten mit denen des „Platzhirschen“ verglichen. KIA kostet an der Theke auch weniger als VW obwohl da sogar viele Bauteile der Zuliefere ident sind.
        Just my 2ct

  12. Das Gewicht beinhaltet Box und Verpackung.
    Zumindest die Anleitungen werden auch immer schwerer da immer einfacher gehalten, umd. Daher viel mehr Seiten.

    Statt der Corvette, die ja auch schon wieder 2 Jahre alt ist, müsste man diese mit einem echten 2021er Set vergleichen, also Jeep Wrangler oder der Senna. Bei beiden fand eine Preiserhöhung um 10€ statt.

    • Ich habe gerade noch einmal nachgeguckt: Die Anleitungen und Verpackungen sind mitnichten alle schwerer geworden, die Vergleichbarkeit sollte gewährleistet sein. Beim Baumhaus und Kran beispielsweise sind die Anleitungen leichter geworden, bei den Modulars schwerer. Im Vergleich zu den 80er und 90er Jahren haben wir heute sicher längere Anleitungen – im Vergleich zu 2011 eher nicht. Und: Der Jeep hat circa 100 Teile mehr als die Corvette, ein Preis von 39,99€ wäre hier also wirklich günstig gewesen. Ich habe mich für die Corvette entschieden, da diese den gleichen Preis hat und man so vergleichen kann: Was hat man 2011 für 40€ bekommen, was bekommt man jetzt.

      • Weil, die Anleitungen mal schwerer und mal leichter werden, bedeutet das nicht, dass sich das am Ende automatisch raus rechnet. So funktioniert Statistik nicht 🙂
        Du hast schlicht eine falsche Messgröße verwendet, deshalb ist das leider unbrauchbar. Schade

  13. Schau mir die Preise durch mein Hobby eh jeden Tag an. Wie man ja schön sehen kann sind einige Artikel nicht teurer geworden! Das sind aber auch keine Highlights 🙂 …. Alles was gefragt ist wurde meines Erachtens auch extrem teuer!!! LEGO hat sich zum Massenartikel entwickelt! Es sollte eigentlich billiger werden :-). Also das Material der Steine, die Qualität, die Farben, die Kartons …alles ist meiner Meinung nach billiger. Die Qualität der Steine und auch die Passgenauigkeit und die Klemmkraft sowie die diese billigen Aufkleber haben stark nachgelassen . Nun betreibe das Hobby schon sehr lange, und bin froh um meine alten OVPs …..die meiines erachtens sammelwürdig sind. Jetzt sind sicher einige Sets teuer, aber die große Verkaufsflut wird kommen, wenn die Sammler weg brechen wie bei Märklin, Swatch Uhren, Puppensammlern, Steif und vielen anderen Marken 🙂 das schon der Fall war und ist.

  14. mmhhh scheint mir bei den großen Sets das Problem mit dem Gewicht zu sein… Anleitungen sind größer geworden.

    • Ich finde, der Preis ist gestiegen. Rein technisch scjeont er gleich geblieben zu sein, aber wenn ich früher 20 eur für ein Boot zahlte und heute 40 eur, ist mir die doppelte Steinezahl erstmal egal. Die Kids wollen ein Polizeibott, und das kostet jetzt mehr. Punkt. Die Details mögen zwar schick sein, aber ich bin mir sicher, weniger Details würden den Kindern auch noch gefallen. Und dann darf man nicht vergessen, dass immer mehr Spielfunktionen fehlen, richtige Türen nur als Beispiel. Oder man betrachte das neue City Wohnhaus, das quasi nur noch eine Fasade ist.

  15. Wie schon oben geschrieben: Die Anleitungen und Verpackungen sind mitnichten alle schwerer geworden, die Vergleichbarkeit sollte gewährleistet sein. Beim Kran, der mit 100€ ja ein recht teures Set ist, sind die Anleitungen leichter geworden, bei den Modulars schwerer. Bei den Zügen sind die Anleitungen mit 30g minimal schwerer geworden (von 256 auf 287g). Ich bin nicht der Meinung, dass sich hier sagen lässt, dass damit bei den großen Sets starke Verschiebungen eintreten.

  16. Bei solchen Vergleichen die Inflation mit zu berücksichtigen ist immer etwas schwer, da die Preise ja in der Inflation schon mit drin sind.
    Daher macht das keinen großen Sinn. Das ist halt am Ende zu sagen, dass Lego nicht teurer geworden ist, weil alles teuer geworden ist. Und das stimmt halt nicht.
    Umgekehrt wird doch ein Schuh draus. Es gibt nichts, was absolut gesehen billiger geworden ist. Obwohl die Konkurrenz starkt gestiegen ist. Und dass obwohl die Qualität eher gesunken ist. Und bei der Konkurrenz aus meiner Sicht klar gestiegen.

    Das heißt ein besserer Vergleich wäre Preise immer anhand der Konkurrenz zu vergleichen, anstatt mithilfe der Inflation, bei der man ja den gesamten Markt vergleicht. Und da ist Lego extrem teuer geworden.

    • Auch aus diesem Grund habe ich ja meine ganzen Berechnungen ohne die Inflation gemacht, und diese nur am Ende herausgerechnet, sozusagen als Orientierung.

  17. Schon gemacht. Ich erkenne aber klar, dass ein wichtiger Aspekt fehlt. Für uns heute Erwachsene mag das kaum eine Rolle spielen, weil für uns Lego eher modellbau geworden ist. Aber ganz klar, gab es vor 10 oder auch 20 Jahren bei fast allen Kategorien mehr Funktionalität für den preis. Es interessiert mich das Gewicht oder der Preis pro Stein, wenn in Technik keine Federn und Zahnräder mehr drin sind, in city ist die bespielbarkeit gleich null und wenn ich an meine Kindheit und Lego Space denke, konnte man da mit 100 Funktionen auffahren. Heute gibt es nur noch sinnlose Disney Lizenzen. Keine originellen Ideen. Ich glaube das ist nicht nur Nostalgie, die Meinung haben denke ich viele. Wer nur „teile sammelt“ bemerkt vielleicht keinen großen Preisanstieg. Komplexität fehlt dafür zunehmend.

    • Da stimme ich Dir vollkommen zu.
      Es kommen ja auch noch die Faktoren dazu, die ein Set attraktiv machen und damit auch beeinflussen, ob ich gewillt bin den aufgerufenen Preis dafür zu bezahlen.
      Bei Sets für Kinder ist das ja definitiv die Bespielbarkeit. Ich erinnere mich noch an meine eigene Kindheit (ich bin Baujahr ’69), da waren Häuser noch Häuser. Mit vier Wänden, einem Dach und auch mehreren Räumen. Nicht wie Diese Fassaden, die man heutzutage bekommt.
      Bei den Sachen, die mich interessieren, Technik und Creator Expert, gibt es auch einiges, was mich stört. Da ist der Wegfall der B-Modelle, die mir immer zusätzlichen Bauspaß beschert haben. Oder der „Einhorndurchfall“ in den Creator Expert und anderen Displaysets. Die Ausrede, daß die Teile dann besser zu finden seien, finde ich da eher etwas lächerlich. Vor allem, wenn man dann auch noch Expert auf den Karton schreibt. Ich besitze z.B. auch den großen Xenomorph von Xingbao, der überwiegend schwarz ist. Da muss man sich halt ein bisschen anstrengen. So etwas bedeutet ja auch eine Herausforderung, die es zu meistern gilt.
      Das alles fließt ja dann auch in meine Kaufentscheidung mit ein. So bestimmt sich für mich der Wert eines Sets nicht nur im Preis.
      Fröhliches Bauen an alle!

  18. Mich würde wirklich brennend interessieren wie sich der Preis denn zusammensetzt. Der besteht ja nicht nur aus den Einzelteilen, sondern auch aus dem Karton, der Anleitung, der Produktion, dem Marketing und dem Design, sowie möglichen Lizenzen.

  19. Das „Problem“ ,gerade bei den Sets für Kinder, sieht man ganz gut an dem Traktor Set.

    Ja das neue Set kostet wenn ich die Steine Betrachte nicht mehr.

    Aber für die Funktion „ich will einen Traktor“ zahle ich halt trotzdem doppelt so viel, der Spielspass ist aber nicht verdoppelt.

    Wenn Lego Sets gekauft werden um die AFOL Steinesammlung zu ergänzen ist es halt eine ganz andere Sache als wenn es um ein nicht zu teures Geschenk für Kinder geht.

    Die Sets/Steine/Plastikrohrmasse usw. Ist nicht unbedingt teurer geworden, aber das Preisniveau ist in Richtung umfangreicheren und damit teureren Sets verschoben worden.

    Damit ist Lego für mich immer noch „gefühlt“ teurer auch wenn es rational gesehen eher stabil geblieben ist.

    Das durch die vielen Spezialsteinen (bei mir im direkten Vergleich mit Ende 80er/Anfang 90er) das freie bauen für Kindern komplizierter geworden ist macht es dann nicht besser.

    • Doch, ABS ist teurer geworden, ist ja schließlich auch Rohstoff für 3D-Druck-Filament.

    • Also das mit den Spezialsteinen ist meiner Meinung nach sehr Themen, bzw. Set-Abhängig. Es gab auch in den 90er Jahren sehr viele Spezialsteine und vor allem große Formteile (z.B. bei Aquazone, Space Themen, bei Burgen, Schiffen, …).
      Es gibt auch heute Sets die bewusst wenig Spezialsteine dabei haben – bei Creator Sets verzichtet man oft auf Details, die mit Spezialsteinen sicher besser aussehen könnten.
      Ich denke LEGO differenziert heute deutlich stärker die Sets für unterschiedliche Zielgruppen als das früher der Fall war. Und AFOLs sind heute explizit eine Zielgruppe, das war vor 30 Jahren definitiv nicht der Fall.

    • Daran habe ich beim Schreiben des Absatzes über den Trecker auch gedacht. Aber dieser Aspekt ist natürlich schwer objektiv zu erfassen.

  20. Echt toller Artikel, Danke!!!
    Ich persönlich würde jedoch schon behaupten, dass LEGO „teurer“ wurde, weil eben mehr größere/hochpreisigere Sets raus gebracht werden. Also AFOL fühle ich mich von den meisten 9,99 Euro sets nicht angesprochen und dann macht es schon einen Unterschied ob ein Modular Building 150 oder 180 Euro kostet. JA man bekommt dafür auch mehr, aber am Ende schwindet dadurch entweder die Vielfalt oder das schwer verdiente Geld, da man füs gleiche Geld weniger Sets bekommt. Ich bin sehr oft von Details begeistert und finde die großen Sets auch sehr gelungen, bin aber auch schon dabei bei manchen mehrfach zu überlegen: „Brauche ich die Wirklich?“

    Bezüglich Minifiguren Serien: Ich möchte behaupten, dass die 1,99 am Anfang eigentlich zu niedrig waren und die Figuren heute öfters mehr Detailiert sind. Da ich mir um 4,40 Euro oder gar 4,99 Euro auch Figuren mit den Magazinen kaufe (das Magazin landet ungelesen im Keller), finde ich die 3,99 Euro in Ordnung. (Weniger ist wäre immer schön)

    Fazit für mich: Der Steinepreis /Gewichtspreis ist bei steigenden Setpreisen gleich geblieben.

  21. Interessanter Artikel
    Ich halte die Preissteigerung für gering bzw. stabile Preise. Hätte ich gar nicht gedacht, dass so viel mehr in den heutigen Sets drin steckt. Vlt ist aber auch weniger mehr.

  22. Ich finde dass es heutzutage weniger Star Wars Minifiguren in den Sets gibt. Auch gibt es heute bei Star Wars wenig Abwechslung, sowohl bei den Raumschiffen als auch bei den Minifiguren (z. B. habe ich mehr Luke Minifiguren als Clone 😢). Also unterm Strich ist auf jeden Fall Star Wars in den letzten 10 Jahren teurer geworden. Ich weiß aber noch, wie ich letztes Jahr bei Media Markt den 75271 Landspeeder für 6€ bekommen habe 😅

    • Ich würde sagen: Schnapper! 🙂

      • Interessanter Beitrag!
        Aber ein kleiner Fehler ist dir unterlaufen! Du darfst die Preise nicht mal 0,9 nehmen sondern musst diese durch 1,1 teilen. Die aktuellen Preise entsprechen 110% der damaligen Preise. Macht jetzt nicht extrem etwas am Preis aus, aber dieser Fehler hat mir in der Grundschule mal ne 1 mit * in nem Test gekostet.

  23. Man kann jedes Set mit Hilfe von BrickStock zerlegen und sich dann das Gewicht der Teile anzeigen lassen.
    Ich hab das mal aus Spaß mit 10218 und 10278 gemacht.
    Die Counterparts (also Alternativteile, daher doppelt gelistet) habe ich manuell entfernt und Figuren mit 4g angegeben. Extraparts sind drin geblieben.
    10218 wiegt 2,087kg – 2081 Teile & 4 Figuren
    10278 wiegt 2,720kg – 2984 Teile & 5 Figuren

    Macht ein bisschen mehr Arbeit. Aber sollte so genauer sein. Ein Karton oder eine Anleitung sollte hier nicht verglichen werden. Die Anleitungen sind nämlich über die Jahre immer dicker und schwerer geworden. Das würde also nur zu Verzerrungen führen.

    • Vielen Dank für den Hinweis und deine Mühe. Ich habe vorhin noch einmal ein bisschen was bei Bricklink verglichen (ich habe da jetzt vom Gesamtgewicht das Gewicht der Anleitungen und der Verpackung abgezogen). Bei anderen Sets habe ich kaum einen Unterschied im Gewicht der Anleitungen und der Verpackung feststellen können. Ich glaube, dass die Anleitungen in den letzten Jahren nicht mehr viel dicker geworden sind. 2011 waren sie schon sehr viel ausführlicher und damit schwerer als noch in den 80er und 90er Jahren. Danke aber auch für den Hinweis auf brickstock – die plattform kannte ich noch nicht.

  24. Vielen Dank für diesen Artikel. Man darf eben auch nie die Inflation vergessen. Wenn man überlegt, dass man als Kind eine Packung TicTac für 40 Pfennig bekommen hat und man jetzt 59 Cent zahlt. Und Lego waren auch in den 90ern zusammen mit Steiff eher hochpreisige Spielsachen. Daran hat sich auch nichts geändert.

    Was auch interessant wäre, ob sich beim viel diskutierten Thema Aufkleber wirklich so viel getan hat. Wenn ich so meine Legos von den 90ern betrachte, wo mir sehr viele krumm aufgeklebtenSticker auffallen.

  25. Ich finde es ziemlich eindeutig, dass LEGO in den letzten Jahren teurer geworden ist, zumindest an einigen Stellen. Das absolut beste Beispiel, das es momentan dafür gibt ist die maßlos überteuerte Monkie Kid Themenreihe.

    • Wertzuschreibung hat natürlich immer mit persönlichen Entscheidungen und Vorlieben zu tun. Ich verstehe daher gut, wenn Dir die Reihe zu teuer ist. Bei mir ist das anders, ich habe mir das Containerschiff, den großen Monkey King-Mech, den Truck von Pigsy, die riesige Mech-Spinne und nun auch den Flower Fruit Mountain gekauft. Ja, die Reihe ist in Sachen Preis pro Stein teurer als Harry Potter-Sets, aber deutlich preiswerter als beispielsweise solche von City. Da es Monkie Kid nur bei LEGO gibt, bleiben allerdings die üppigen Rabatte aus.

  26. Interessanter Artikel, danke für die Mühe! Gut finde ich, dass du ziemlich gelungen versuchst, den Preis pro Stein nur als einen von mehreren Kriterien heranzuziehen. Kleiner Kritikpunkt beim Landspeeder: Du hast nicht berücksichtigt, dass der Aktuelle eine Minifigur weniger hat. Ansonsten hätten mich noch ein paar Vergleiche bei Ninjago und Friends interessiert.

    • Vielen Dank für dein Feedback! Friends gab es 2011 leider noch nicht und Ninjago war noch ganz neu, daher gab es erst 6 Sets, von denen keines so richtig schön mit einem der heutigen vergleichbar gewesen ist.

  27. Hi, zu dem Thema hatte ich mal ein paar Auswertungen (für eine Telegramm Gruppe) gemacht. Im Preisbereich bis 100€ sind die Dänen recht konstant geblieben. Im Bereich bis 250€ gibt es heute teils starke Preissteigerungen.

  28. Super, dass Du vergleichbare Sets herausgesucht und nebeneinander gestellt hast. Danke, Johann!
    Persönlich bin ich seit 2013 wieder dabei, in den acht Jahren seither erscheint mir die Preisentwicklung relativ stabil – mit einzelnen Ausrutschern. Als ich mein erstes Set als Afoline erwarb, die große Tower Bridge, war ich ziemlich beeindruckt vom Preis, gönnte mir das gute Stück dann nach einigen Monaten sehnsüchtiger Blicke aber. Meine nächsten Sets waren alle aus der Reihe Architecture – obwohl die in Sachen Volumen und Gewicht immer relativ teuer waren, kam mir das damals gar nicht so extrem vor, einfach weil ein einzelnes Set nicht so eine riesige Anschaffung war. LEGO ist eben ein Luxus, den ich mir gönne. Ich erhole mich beim Bauen einfach soooo gut. Das farbenfrohe Ambiente in der Legohöhle möchte ich keinesfalls missen.

  29. Wow, das Thema scheint den Nerv getroffen zu haben 🙂
    Ich finde, selbst wenn LEGO teurer geworden sein sollte, so hat man heute umso mehr Auswahl, was Konkurrenzprodukte betrifft. LEGO ist eben das Apple der Steckbausteine. Wer bereit ist, viel Geld dafür auszugeben, kann dies gerne tun, wer es günstiger haben möchte, kann ebenfalls gute Produkte vom Polen oder Chinesen kaufen. Der Markt regelt 😉

  30. Hy, die Inflation bei solchen Vergleichen heranzuziehen finde ich problematisch. Zum einen wird das ganze in der Preisgestaltung berücksichtigt zum anderen berechnet sich die Inflation nicht wirklich über einen typischen Warenkorb, da ich mir nicht ständig neue Autos und Waschmaschinen kaufe (die Teuerung liegt ja eher im täglichen Bereich).

    Was aber auch nicht vergessen werden darf ist das bei den meisten die Inflation nicht auf dem Konto ankommt. Bzw. Das Gehalt wird nicht mehr aber fie Kosten steigen.

  31. Mir drängt sich die Frage auf, ob es eine Rolle spielt, wie groß die Einzelsteine sind. Also ob früher mehr große Steine verbaut wurden und deshalb weniger Teile in eine Set waren.

  32. Das Problem ist doch nicht, dass LEGO jetzt absolut gesehen so entsetzlich viel teurer geworden ist – wenn man mal von offensichtlichen Frechheiten wie Grievous‘ Starfighter, Disney, Marvel, DOTS oder VIDYIO absieht – sondern dass sich der Markt geändert hat und bei LEGO das Preis-Leistungs-Verhältnis schiefliegt, mal gefühlt, mal real. Wenn Mitbewerber komplexere/ größere Sets zum halben Preis anbieten können, ist das eben ein ganz anderer Eindruck. Außerdem, und das ist ein Punkt den der Artikel nicht behandelt, müsste man mal hinterfragen, warum LEGO in letzter Zeit vermehrt Qualitätsprobleme hat, die Leute mit Aufklebern abstraft usw.. Auch das kratzt am Image des selbst erklärten „führenden Herstellers“ wie auch der Kleinkrieg mit Mitbewerbern. Das mag nicht Gegenstand des Artikels gewesen sein, aber klar, es spielt eine Rolle bei der Wahrnehmung. Alles andere halte ich für unproduktives Hin- und Hergerechne, zumal man zu fast jedem Beispiel im Beitrag auch ein Gegenbeispiel finden könnte. Der Punkt wird ja sogar schon angebracht: 100 1×1 Fliesen sind was anderes, als 100 1 x 2 Steine. Natürlich ist genau die filigranere Bauweise heutiger Modelle überhaupt erst das, was mich zu LEGO gebracht hat, während es mich bis vor ein paar Jahren noch abgeschreckt hat, aber trotzdem kriegt man eben weniger Masse raus. Passend dazu sollte man vielleicht auch anmerken, dass gerade eben auch in der relativen Masse an neuen Teilen bzw. Revisionen bestehender Teile eine gewisse Strategie zu sehen ist: Die sind nicht immer notwendigerweise besser als andere Lösungen, aber auch ein Weg, die Kosten zu drücken. Das ist natürlich völlig legitim, aber im Zweifelsfall wird auch daraus dann ein Äpfel-vs.-Birnen-Vergleich. Einen wirklich objektiven Ansatz wird man deshalb wohl nicht finden, aber ich persönlich hab dann doch schon das Gefühl, dass bei den preisen da noch Luft ist bei LEGO, eben weil die mittlerweile „üblichen Rabatte“ und die Mitbewerber zeigen, dass es geht.

  33. Also die Sache mit dem Gewicht ist wirklich lächerlich, das Granulat aus dem die Steine gespritzt werden kostet fast nix! Ich würde davon ausgehen, daß nach allen Kosten sicher 70 bis 80% Profit bleibt. Oder glaubt ihr die Konkurrenz die die Hälfte kostet macht es aus reiner Herzensgüte?
    Der Cada Lego Ferrari zeigt da ganz gut wie extrem teuer Lego ist, denn trotz all der Funktionen des Cada Modelles, werden auch die noch genug Gewinn machen und das mit Fernbedienung, Akku usw.
    Legos Ferrari, im Gegensatz ist zum gleichen Preis aber ohne irgendwelche Elektronik genau so teuer!
    Wucher würde ich das nennen.
    Aber am Ende muss jeder selbst wissen ob es ihm oder ihr das Wert ist, keiner muß Lego kaufen!
    Die Preise wären mir auch egal wenn die blöden Sticker nicht wären!

    • Zwei Anmerkungen:
      Die operative Marge von Lego beträgt rund 30% und nicht wie von dir unterstellt 70%-80%.

      Das Alternativmodell zum Lego Ferrari ist ohne Lizenz am Markt. Die Vergütung des Fandesigners dürfte im maximal im mittelren vierstelligen Bereich gewesen sein. Du kannst ja selbst mal überlegen wie hoch der Aufwand bei Lego sein könnte.

      Wucher ist es in Augen wahrscheinlich, weil du eine Preisalternative hast und vergleichst.

      • 30% was zu Hölle…. das ist ja ne Lizenz zum Geld Drucken.

        Mich ärgert es das Lego 30% kassiert und die Händler fast für nichts verkaufen müssen da keiner bereit ist für die Qualität und Preise den UVP zu zahlen…..

        • Wieso sollte Lego für den Wettbewerb hier im Einzelhandel verantwortlich gemacht werden? – Der Einzelhandel hat die Rabattschlacht doch selbst angezettelt und der Kundschaft eine Erwartungshaltung anerzogen. Kannst du auch hier in den Kommentaren immer wieder nachlesen. Alle Welt wartet auf Rabatte. Die Situation hat der deutsche Einzelhandel geschaffen. Ich hab da kein Mitleid.

          P.S. Ärgerst du dich auch über Nintendo oder Apple?
          Nintendo hat eine Margen vor Steuern von rund 39% und Apple 28%. Dafür zahlt Apple im Gegensatz zu Lego so gut wie keine Steuern.

  34. Hallo, vielen Dank für den wirklich ausführlichen Vergleich auch für die Recherche nach den bereits 10 Jahre alten Sets. Auch die Auflistung und der Vergleich der vielen einzelnen Positionen ist meiner Meinung nach sehr gut dargestellt. Von Anfang an hatte ich das Gefühl, dass Lego seine Preise im Bereich der Inflation angepasst hat. Der Vergleich hat das dann für mich deutlich bestätigt.
    Was sich allerdings für mich verteuert hat ist das Sammeln von Lego Sets. Lange Zeit habe ich „nur“ die Modular Buildings gesammelt. Dann kamen weitere Bereiche, Architecture, Technik, Ideas, … hinzu. Hier konnte ich irgendwann nicht mehr widerstehen auch diese zu sammeln. Weiterhin sind in letzter Zeit „gefühlt“ immer mehr große Sets herausgekommen, die dann auch noch mein Interesse geweckt haben. Daher sind bei mir die Ausgaben für LEGO in den letzten Jahren sehr deutlich gestiegen, interessenbedingt und nicht wegen steigender Preise bei LEGO. Hier liegt die „Schuld“ also bei den Produktentwicklern von LEGO, die zumindest bei mir Erfolg haben.

  35. Ich vermisse in diesem Beitrag das Thema farbige, nicht immer gut versteckte Steine. Sich nur alleine auf die Anzahl der Steine zu beschränken ist nicht ausreichend. Es kommt auch darauf an, welche Steine verbaut wurden, das diese einen unterschiedlichen Wert besitzen.
    Außerdem vermisse ich das Thema Steinequalität. Hier geht es um transparente Steine, die nicht mehr transparent sind oder um Kratzer auf den Flächen.
    Wenn wir schon über Preisentwicklungen und Vergleiche reden, sollte das beides mit berücksichtigt werden.

  36. Sehr schöne Aufstellung,
    ein einfacher Preisvergleich ist für den normalen Verbraucher leider wirklich schwer geworden. Euer Artikel zeigt aber echt gut die Unterschiede. Es gibt halt solche und solche Sets.
    Bei den Minifiguren finde ich ist der Preis eigentlich nicht gerechtfertigt im Vergleich zu früher. Da weiß lego denke ich ziemlich genau das Sammler diese trotzdem kaufen werden.
    Ich glaube bin Zukunft wird man mal abwarten müssen wie es mit der immer größer werdenden Konkurrenz so weitergeht.

  37. Einen schönen guten Abend.
    So wie ich das sehe sind hier viele Kommentare dabei, wo sich der /die Verfasser wirklich mit Lego aus kennt. Ich habe gerade erst damit angefangen Hobby mäßig mit Lego Technic mich zu befassen. Ich habe demnächst aber vor mir den Lamborghini und den Bugatti Chiron zu kaufen, und möchte da gerne mal eure Meinung dazu hören. Ratet ihr mir davon ab oder sagt ihr eher „ja mach das“?
    Vielen Dank im Voraus.

    • Du findest beide Modelle schick? Start frei, sicher bekommst Du aktuell noch einen sehr guten Preis ( ich glaube beide Modelle sind derzeit für je € 265.- zu haben, das sind minus 30%). Viel Spaß beim Bauen‼️👍😄

    • Hallo Frank, der Lamborghini ist technisch gesehen definitiv ein Highlight. Mein Favorit, wenn Du Lizenz- und Produktentwicklungskosten mitbezahlen willst und dabei ein 2-farbiges Modell in Kauf nimmst (die Grün-Unterschiede sind bei meinem Modell leider wirklich krass). Ich kann die von Andres angefragten Parameter für schlechte Qualität leider auch nicht liefern, aber mein subjektives Empfinden, dass Lego „teuer(er)“ ist, ist dadurch definitiv beeinflusst.
      Für gleiche bis bessere Steinequalität bekommst Du zum Schnäppchenpreis den Cada Ferrari oder verschiedene Lambos von Mould King. Fragwürdig hier ist leider, ob die Ideengeber/Entwickler von diesen Herstellern fair behandelt wurden. Außerdem denken sich diese Anbieter die Steineform ja auch nicht selbst aus, sondern kopieren lediglich Lego. Am Ende muss es jeder selbst wissen. Vielleicht solltest Du Dir mal die diversen Reviews bei Youtube anschauen.

  38. Es kribbelt wieder in meinen Fußnägeln. Ich bin Wirtschaftsmathematiker und kann es nicht oft genug sagen. Bitte bitte fangt bei Lego nicht an mit Inflation zu rechnen. Du erläuterst es ja selbst, was der Wert aussagt. Damit kann man Volkswirtschaften und ihren Erfolg vergleichbar machen. Aber damit einen Konsumartikel hochrechnen ist ungefähr so seriös wie mit der Torquote von Levandowski die Anzahl der Tore von Manuel Neuer vorherzusagen. Wenn müsste man das Preisgefüge der Kunststoffindustrie in den letzten 10 Jahren analysieren und schauen, ob es da Anpassungen gab. Ist nicht böse gemeint, aber so ist das leider ziemlicher Unsinn

    • Ich wollte das nur als ergänzende Info dazupacken, da es mir als Laie sinnvoll erschien. Ich habe aber absichtlich nicht weiter damit gerechnet (und mir so beispielsweise den Preis pro Stein schöngerechnet). Vielen Dank für deine Rückmeldung!

    • Das kann ich so nicht stehenlassen. Die Inflation wird auf einem repräsentativem Warenkorb berechnet, der den gesichteten Bedarf eines Deutschen wiedergibt. Auto und Waschmaschine kauft man nicht jeden Monat und wird entsprechend mit einem geringerem Gewicht berechnet. Telefonkosten oder Consumer-Elektronik wird günstiger, Energie mal teurer mal biller. Alles drin. Erzähl mal, was dir da nicht passt?
      Relativ dazu die Kosten von vergleichbaren Legosets anzusetzen, klingt da erst mal plausibel. Man kann auch mal den Quervergleich mit dem BigMac-Index von heute und vor 10 Jahren machen.

      • Inflation ist ein hoch komplexes Thema und es gibt verschiedene Möglichkeiten der Berechnung. Am Ende ist es aber immer eine grobe Abschätzung der allgemeinen Teuerungsrate. Der Sinn ist aber nicht einzelne Preise von konkreten Kostenstellen umzurechnen, sondern sie dient wirtschaftspolitischen Entscheidungen (wie z. B. Der Festsetzung des Leitzins).
        Für eine realistische Einordnung müsste man vergleichen, wie sich die Preise von anderen Kunstoffspielzeugen in dem Zeitraum verändert haben.
        Speziell bei Lego müssten die Preise eigentlich sogar fallen, da es mittlerweile Mitanbieter mit identischen Produkten gibt, die zum Teil deutlich günstiger sind.

        • Aber es zeigt wie alles andere im Leben – gemittelt – ebenfalls teurer geworden ist. Der ADAC vergleicht die Inflation mit Autokosten. Gewerkschaften fordern mindestens einen Inflationsausgleich. Natürlich ist das vereinfacht aber gleichzeitig ein gutes Maß.
          Als Kunde ist mir mein Geldbeutel wichtig, nicht der Preis der Plastikbranche!

    • Das widerum kribbelt in meinen Fußnägeln.

      Natürlich ist es legitim die Veränderung der Kaufkraft des Geldes über die Jahre auch bei Legopreisen mitzurechnen, genaugenommen sogar notwendig. Das ist ja genau die Frage, der hier nachgegangen werden soll: Ist Lego über die Jahre teuerer geworden? Und da gehört die Betrachtung des inflationsbedingten Kaufkraftverlustes des Geldes mit dazu. In der gesamten Finanzwirtschaft wird jedes Asset inflationsbereinigt bewertet, sprich kein Wert aus der Vergangenheit eins zu eins in die Gegenwart übertragen.

      Ferner führt Johan eine ex-post Analyse durch, er trifft also keine Vorhersagen. Lewandowski kann also weiter viele Tore schießen.

      Das Preisgefüge der Kunststoffindustrie spielt bei der Preisgestaltung seitens Lego vermutlich auch nur eine untergeordnete Rolle, da die Kosten eben nicht den Marktpreis bestimmen, sondern die Zahlungsbereitschaft der Konsumenten. Lägen also die Produktionskosten über den am Markt realisierbaren Preisen, würde niemand mehr Lego kaufen. Oder anders herum betrachet, würden die Kosten den Preis am Markt bestimmen, wäre jedes ja Produkt marktfähig und das ist offenkundig Unsinn.

  39. Interessant wäre natürlich auch ein Vergleich der Polizeistationen gewesen…

    • Das ist richtig. Ich habe versucht, immer ein günstiges, ein mittelteures und ein teures Set miteinander zu vergleichen. Ich wollte eine Eisenbahn beleuchten, die ja recht hochpreisig ist. Daher habe ich das Polizeiboot anstatt der Polizeistation genommen.

  40. Ich habe ehrlich gesagt nicht alles im Artikel gelesen. Die Kommentare auch nur teilweise.
    Einfach, weil mich die Frage nicht so brennend interessiert. Das ist für mich wie: vor 20 Jahren gabs ne Tasse Kaffee für ne Mark oder für 15 Schillinge. Was mache ich daraus? Jetzt keinen Kaffee mehr trinken? Weil er 3 Euro kostet? Mmmmh.
    Ich bedanke mich sehr für die Mühe von Johann und sicher ist es für viele ein Thema, für mich ehrlich gesagt nicht.
    Es kostet, was es kostet, wenn ich es will und das Geld habe, kaufe ich, wenn nicht, nicht. Ist mein Hobby, hab nur dieses.
    Bin keine Reisende, kaufe gern paar Bücher, aber das ist mit Audible auch schon sehr günstig… also fließt viel in Lego und ich bekomme dafür auch richtig viel: Bauspass, Ruhe, Gelassenheit, schöne Abende mit Hörbuch und Bauanleitung, Oohs und Aaahs von der Verwandtschaft und nicht zuletzt die Möglichkeit, das alles irgendwann auch wieder verkaufen oder verschenken zu können. Wenn ich ein Set 3 Mal umbaue, habe ich es drei Mal benutzt…, ich finde das toll. Wenn Du strickst, kannst Du auch mal auftrennen, aber sicher nicht so oft, dann ist die Wolle hin.
    Was ich persönlich immer bemerke, wenn ich z.b. ältere Modulars mit den neuen Vergleiche, um wie viel detailreicher und bautechnisch weiterentwickelt die Sets heute sind. Guckt mal rein, in die Factory, ins Hotel…leeeeer. Das würde uns heutzutage nicht gefallen.
    Also: zum derzeit gültigen Preis kaufe ich morgen mit doppelten VIP Punkten den Berg von Monkie Kid😍. Was der wohl vor 10 Jahren gekostet hätte🤔😉😁? Wurscht.

  41. Ich habe bei der Abstimmung 2x mit „Teurer geworden“ gestimmt, da mich der Vergleich nicht überzeugen konnte, dass über die Summe gesehen, Lego billiger geworden ist. Was ja auch die Aufstellung widergibt (inflationsbereinigt): 9x teurer, 1x gleich, 5x billiger.

    Nach dem Abstimmen habe ich allerdings mal den Teilevergleich herangezogen, denn dieser ist meiner Meinung nach aussagekräftiger, als Sets mit dem gleichen Thema, aber unterschiedlichen Teilen zu vergleichen. Wenn von von diesen Sets den Preis/Teil vergleich er gibt sich (inflationsbereinigter Preis pro Teil): 5x teurer, 1x gleich, 9x billiger.

    Das ist dann eigentlich schon eine interessante Umkehr.

    • Preis pro Teil ist irreführend, weil immer kleinere Teile zum Einsatz kommen. Früher war Technik weitgehend unverkleidet, dafür mit Federn, Zahnrädern und Zylindern vollgestopft. Heute jammert man, wenn man Lücken im Kofferraumdeckel hat.
      Auch die Modulars haben nun Fliesen auf dem Boden und eine vollständige Einrichtung. Klar kosten die Steine. Wem das nicht wichtig ist, bekommt aber für mehr Geld gleich viel Haus wie früher.

  42. Zwei Aspekte sind mir zum Thema eingefallen:
    1. Bis vor 10 Jahren war bei großen Sets, vor allem bei Technik oder Model Team ein B-Model selbstverständlich. Teilweise waren bei City oder eigenen Serien weitere Bauideen ohne Anleitung abgedruckt. Heute ein Modell und fertig.
    2. Wir Älteren jammern gerne, dass die Sets in unserer Kindheit besser waren. Das Gefühl habe ich auch, es unterliegt aber dem Survivor-Bias. Die schlechten Sets von damals haben wir vergessen, die Guten bleiben in Erinnerungen. Wenn man heute die Perlen aus 5 Jahren heraussucht, gibt es auch gute Sets. Und bei Geschenken für unsere Kinder beraten meine Frau und ich die Verwandtschaft, damit gute Sets geschenkt werden — bei Duplo, Barbie, Brio, Playmobil, Schleich. Überall gibt es gute und schlechte Sets, wir kennen aber unsere Kinder. Und liegen oft genug auch daneben.

  43. Man kann auch noch anders vergleichen… als 80er-Jahre-Kind war Lego unglaublich teuer! Der City-Zug 7740 von 1980 kostete damals satte 199 CHF (das wären dann rd. 180 EUR!) bei 780 Teilen… Aktionen, Internetshops, GWP..? Fehlanzeige! Das Reklamieren über die Preise der heutigen Lego-Sets verstehe ich angesichts der Steinezahlen einfach nicht – sehr viele Reklamierer sind da möglicherweise entweder zu jung für solche Vergleiche oder das Langzeitgedächtnis hat bereits beträchtlich gelitten. Kaufkraftbereinigt war Lego damals immens teurer als heute. Mit Grüssen aus der „teuren“ Schweiz – wo die Legosets bei Aktionen manchmal sogar deutlich günstiger als in DE sind 😉

  44. Was ich nicht verstehe: hier wird von abnehmender Qualität geschrieben, weil a) Sticker verwendet werden, b) Farbabweichungen auftreten, c) bunte Steine verbaut werden und d) andere Hersteller billiger seien.

    Zu a) Sticker wurden von Lego schon immer verwendet. Selbst Minifiguren hatten teilweise einen beklebten Torso Anfang der 80er. Es gab vor ca 15 Jahren tatsächlich mal Aufkleber bei Lego, die vor allem bei Feuchtigkeit abgeblättert sind. Das wurde aber verbessert, sodass hier eine Qualitätsverbesserung stattgefunden hat. Ja, ein Druck mag schöner sein, ein Aufkleber bedeutet aber keine Qualitätsabnahme.

    Zu b) Farbabweichungen sind mir auch schon aufgefallen, z.B. beim Grand Emporium, aber auch bei vielen Sets aus den 80ern (unterschiedliche Rottöne z.B.) da gab es nur noch nicht so eine Farbvielfalt. Den Fiat habe ich mir deshalb nicht geholt, nachdem ich ihn mir im Store Oberhausen angesehen habe. Ohne die ganze Kritik wäre es mir aber sicherlich nicht aufgefallen.

    c) Bunte Steine werden im Inneren verbaut, bei anderen Herstellern nicht- Lego produziert in ganz anderen Maßstäben und muss auf die Auslastung der Maschinen achten, da ist es von Vorteil, möglichst viele Steine einer Farbe zu produzieren. Tatsächlich verzögern häufige Wechsel der Spritzformen und Farben den Produktionsablauf und hier wird wirtschaftlich gedacht. Ich verstehe hier jedenfalls das Problem nicht- stellt sich irgendein Afol die Sets halb aufgebaut in die Vitrine? Auch das Argument des Ausschlachtens kann ich nicht nachvollziehen, denn dafür werden die Sets ja nun nicht wirklich produziert.

    d) andere Hersteller sind angeblich billiger bei gleicher Qualität. Das hilt es erst mal zu beweisen. Ein bekannter Youtuber erwähnt gerne, dass die Steine gewisser Hersteller auseinander fallen, dies aber immer nur beiläufig und dann wird es unter den Tisch fallen gelassen. Warum sind die Steine hier billiger? Zuerst einmal die Produktionskosten in Fernost- bei Fabrikbesuchen ist leider oft gerade Mittagspause, sodass man leider keine Arbeiter sieht (stillstehende Maschinen wegen Mittagspause? Ernsthaft?), da kann sich jeder eigene Gedsnken zu machen. Und ist die Qualität wirklich gleich? Das bliebe zu Beweisen.

    • Also das mit der Farbseuche, das kann ich so nicht stehen lassen. Die Grundidee von Klemmbausteinen war eigentlich mal, dass ich mir aus den gekauften Teilen (egal welches Set), auch andere Dinge bauen kann. Und dann wieder was anderes. Und nochmal was anderes… Grundfarben wie Weiss, Schwarz und die beiden Grau – aus denen kann ich mir sehr vieles bauen. Da reicht meine Fantasie weit. Aber was will ich mit Flieder, Azur und Lime? Ja, heute kauft man ein Set, baut es 1 x auf und lässt es so bis man stirbt. Warum? Weil die Farbseuche nichts anderes mehr zulässt – und das ist ultraschade! Auslastung der Maschinen hin oder her… die Farbseuche ist und bleibt eine Plage.

  45. Danke für die Mühen. Sicherlich hat Lego bei den „beliebten“ Sets oft Mal nach oben kalkuliert, gerade bei den Sammler-Sets wie zB den Minifiguren, bei denen man gerne auch Mal nicht so genau hinschauen will (weil man es sich auch 2011 nicht kaufen hätte sollen 😉 ). Gierig, aber wir greifen ja leider zu gerne trotzdem zu.

    Der Trend des „damals war alles besser“ ist ja nicht nur bei Lego aktuell. Wann immer ich den Spruch höre ergänze ich, wenn es gerade passt, dass man auf jeden Fall genauer hinschauen muss.

    Ich stehe ehrlich gesagt auch oft auf die Sets von Xingbao, Loz, Cada, etc. Man darf aber eben auch nicht vergessen wie Marketing funktioniert. Sollten sie sich an Technik Herstellern aus Fernost orientieren dürften wir nach erfolgreicher Etablierung am europäischen Markt auch hier Preise Richtung Lego erwarten.
    Nur so als Beispiel: was zB OnePlus oder Huawei für seine Smartphones heute verlangt ist nicht mehr günstiger als die Konkurrenz. Xiaomi geht einen ähnlichen Weg.

    Exkursion vorbei: Nichts auf der Welt ist umsonst und alle wollen fair bezahlt werden. So soll es denke ich auch sein. Nur gierig sollte man nicht sein, denn dann fällt es schlimmsten falls auf die eigenen Füße. Hauptsache ist doch wir haben Spaß beim Bauen!

  46. Ich habe den Artikel mit Freude gelesen, wusste aber irgendwie schon vorab, dass lego so glimpflich davon kommt. Es gibt eine Vielzahl von Sets die unverschämt teuer sind und das völlig übertrieben. Die aktuell besten Beispiele sind der Ferrari und Grievous’s sein fighter. Teile zu zählen und das gesamte Gewicht einzubeziehen ist nicht sinnvoll. Am Ende geht es darum, wieviel wiegen alle Steine?
    Ich entferne mich gerade extrem von Lego. Ich habe dieses Jahr maximal 200€ für aktuelle Sets ausgeben( das hatte ich sonst im Monat).
    Und doch, die Anleitungen sind insgesamt schwerer geworden.

    • Ich versucht, einen neutralen Vergleich zu schreiben. Den Grievous Fighter habe ich zum Beispiel auch als deutlich zu teuer benannt, und nicht etwa versucht, die Preissteigerung bei diesem Set zu rechtfertigen, die meiner Meinung nach ebenfalls unverschämt ist. Und zu den Anleitungen: Die Anleitung des Grievous Starfighter von 2011 wog 146g, die Anleitung des aktuellen Starfighters wiegt 183,1g. Hier gibt es eine geringe Steigerung, ja, aber beispielsweise bei den beiden Häusern sind die Anleitungen leichter geworden (270g zu 244g). Die pauschale Behauptung, die Anleitungen seien schwerer geworden, stimmt einfach nicht.

      • Ich habe geschrieben „Und doch, die Anleitungen sind insgesamt schwerer geworden.“
        Sorry für die stüperhafte Formulierung.
        Ich hätte schreiben sollen.. Im Durchschnitt.

  47. Servus aus Minga, ein Lob an den Autor. Toller Artikel, toll recherchiert und sooo gefragt in dieser Zeit.
    Auch ich habe nicht alle Kommentare gelesen… Aber den gesamten Artikel!
    Und ja, ich habe dennoch bei beiden Umfragen den 1.ten Punkt gewählt.
    Um dies zu „rechtfertigen“ muss ich kurz was zu mir sagen:
    Ich bin ein stolzer AFoL, überzeugter „Fanboy“ und gerne gesehener Kunde im Legostore meines Vertrauens. In meinem Besitz befinden sich derzeit ca 220+ Sets, von City über Ideas zu Creator usw (Poly’s und MiniFig’s nicht mitgerechnet).
    Meine Meinung zu dieser Umfrage erläutere ich so:
    Lego ist für mich teurer geworden, da bei weitem mehr Sets pro Jahr erscheinen, darunter sehr viele Große und hochpreisige. Solche gab es damals nur selten. Ich muss dazu aber sagen, dass mich das sehr freut und nicht negativ gemeint ist, sondern nur meine Wahrnehmung wiederspiegelt.
    Und auch wenn ich Lego treu bleibe, und es für mich eines der fabelhaftesten Produkte ist, so muss ich leider gestehen, dass die Qualität in Bezug auf Farbtreue, Anguspunkte, Kreativität und Verpackung( zerkratzte Scheiben und knitrige Anleitungen) schon leidet seit einiger Zeit.
    Die Preisgestaltung ist für mich aber nicht wirklich dramatisch. Es soll ja Lego auch noch länger geben 😉 Bei tollen GWP’s, neuen Teilen an der PaB Wand oder Exclusives zieht es mich auch weiterhin in den Lego-Store. Und für alles andere gibt es Rabatte und Aktionen bei anderen Spielzeugverkäufern.
    Und um ehrlich zu sein: Lego war noch nie „billig“, doch dafür war der Spaß unbezahlbar.
    Bleibt fröhlich, kindisch und Gesund.
    LG Pepe

    • Ich bin kein AFOL sondern Purchase Manager für 2 u10 Jährige. In dieser Funktion finde ich den Vergleich sehr interessant, hier ein paar Anmerkungen:
      1. Lego war über lange Zeit ein Monopolist. Als Einkäufer für mich eine unbefriedigende Situation, die sich ja glücklicherweise geändert hat, second source rules. Die Preise der 80er, 90er und ja bis in die 2010er Jahre sind daher wenig aussagekräftig.
      2. Mal werden hier in den Kommentaren der Vergleich Teileanzahl, Mal der Vergleich Gewicht kritisiert. Hier ein nicht ganz ernst gemeinter Vorschlag. Man, also du, könntest doch noch die „Noppenanzahl“ vergleichen.
      3. Für mich als Einkäufer ist die Entwicklung der gesamten Spielzeug Industrie wichtig. Ich habe meine echte Berufsausbildung bei einer Spielzeug Firma gemachten, Robbe Modellsport die gibt es heute leider nicht mehr, aber wenn ich die Preise von dort vor 20 Jahren vergleiche mit dem was heute in dem Bereich Angeboten wird, ist die Entwicklung deutlicher als bei Lego. Ich denke ein Fairer Vergleich ist aber Playmobil oder Siku. Und da sehe ich Lego gar nicht so weit entfernt davon.

      Danke für deine Mühe

  48. Moin Johann,
    super Artikel! Ich finde die Auswahl der Sets gelungen und Deine Analyse toll. Dem Feedback entnehme ich, dass offenbar jeder einzelne AFOL eine eigene Statistik mit individuellen Schwerpunkten erstellen würden. Das zeigt aber auch, wie viele unterschiedliche Ansichten LEGO mit einem Set unter einen Hut bringen muss. Das ist schon beeindruckend, dass sie überhaupt wachsen als Unternehmen! 🙂 Ich möchte noch zu bedenken geben, dass LEGO deutlich mehr Sets produziert hat in den letzten Jahren, auch für andere Kulturkreise und ehrlich gesagt, bin ich immer noch sehr zufrieden mit der Qualität und dem Service! Besonders auch mit den Anleitungen!
    Gern mehr solche Analysen!

  49. Hallo Zusammen,
    auch wenn die Sets pro Stein kaum im Preis gestiegen sind, haben die Sets meinem Gefühl nach immer mehr (kleinere) Steine. Das macht die Sache leider dann noch teurer. Auch die Setanzahl pro Themenwelt im Jahr ist ziemlich gestiegen und die Sets 200€+ haben auch stark zugenommen.
    Im Bereich 10-15€ gibt es kaum noch was vernünftiges.

  50. Danke für den Vergleich und die viele Mühe die da sicherlich dahinter steckt! Da hinterfragt man sich auch mal selber 🙂 Wenn ich mich an meine Kindheit (um 90) erinnere war Lego damals schon verdammt teuer und viele Wünsche konnten nicht erfüllt werden ( mein „heiliger Gral“ Metroliner wäre selbst wenn Weihnachten/Ostern und Geburtstag zusammen gefallen wären nicht drin gewesen, das war utopisch vom Preis!), als Vater Lego begeisterter Vater stehe ich jetzt selber oft vorm Duplo Regal und schüttel den Kopf und kauf dann aber trotzdem die Eisenbahn die ich nie hatte… Ich glaube so geht es vielen Eltern und (gefühlt) haben Kinder tendenziell deutlich mehr Spielzeug als vor 20-30 Jahren. Ich glaube das gefühlte hat auch etwas damit zu tun, dass Spielzeug ( gefühlt?) Teils verdammt günstig geworden ist und eben viel mehr als vor 30 Jahren günstig in China produziert wurde ( erinnert sich noch jemand als ALDI Anfang der 90er konkurrenzlos billige Spielzeugautos aus China verkauft hat?). Auch Lego ist ja von 100% Made in Danmark zu 60% Made in China + Osteuropa geworden ( das ist jetzt geraten).

  51. Ich finde, besonders nach der Analyse, Lego ist in den letzten Jahern nicht bedeutend teurer geworden. Das Problem ist aus meiner Sicht eher, das Lego schon immer teuer war, auch 2011, und dass das im Vergleich zu anderen Herstellern heute einfach nicht mehr rechtzufertigen ist.

  52. Vielen Dank für diesen klasse Vergleich! Gut recherchiert und informativ aufbereitet! Da ich fast ausschließlich Sets von Lego Star Wars und Technic sammle, bin ich von den Preiserhöhungen stark betroffen. Viele Themenwelten sind relativ preisstabil geblieben, aber hier muss man klar sagen: Lego ist teurer geworden.

  53. Der Vergleich ist eine nette Idee aber funktioniert nicht. Das Problem mit lego momentan sind nicht nur die gestiegen Preise sondern im Allgemeinen die gefallen Qualität und die immer schlechteren Sets. Die beiden lego technic Sets, die verglichen wurden: man könnte meinen der Kran ist 2021 auf den Markt gekommen. Er ist aber von Ende 2019 bzw Januar 2020. Lego bringt solche Sets einfach nicht mehr raus. Auch bei Star wars hat lego viele dumme Entscheidungen getroffen und die Sets, die es zwar 2011 noch nicht gab, sind heute viel zu teuer und dafür nicht gut genug. Lego hat eine handvoll wirklich coole Sets aber deutlich weniger als vor 10 Jahren.

    • Ich habe explizit nicht die in beiden Jahren erschienenen Sets, sondern die im jeweiligen Jahr verfügbaren Sets miteinander verglichen (Ausnahme ist das Modular Building). Auch der andere Kran ist nicht 2011 erschienen, sondern 2010. Und da der Kran noch regulär zu kaufen ist: Warum sollte LEGO jetzt noch einen zweite Kran herausbringen?

  54. Der Preis mag stabil sein, die Qualität und gewohnte Innovation bleiben jedoch auf der Strecke. Ein Ferrari mit Türen aus zwei Paneelen die nur an einem Pin hängen, geben einem nicht das Gefühl als hätte man für sein Geld Qualität bekommen. Das was Cada beim exakten Konkurrenten gemacht hat sind die Details die ich mir für den Preis wünsche

  55. Vielen Dank für die Arbeit und den sachlichen Vergleich. Ich denke auch das der Großteil der Sets nicht im Preis gestiegen ist. Es gibt halt die Einzelfälle wo es große Steigerungen gibt siehe 75286 oder Minifiguren. Da gibt es halt auf der anderen Seite keine Beispiele von Sets die im gleichen Maße billiger wurden. Was für die gefühlte Preissteigerung halt noch sorgt ist das die Sets komplexer werden und es viel mehr Hochpreisige Sets gibt. Da mal schauen was das höchstpreisige Set vor 10 Jahren war und was es Heute ist. Ich denke für die Erwachsenen Sammler ist das auch in Ordnung. Für die Kinder die vorher ein Set X für 10 Euro bekommen haben und jetzt 20 Euro zahlen müssen halte ich es für problematischer. Da hilft es auch nicht zu sagen es sind mehr Teile drin. Da geht es um das verfügbare Budget.

  56. Das die Qualität gesunken wäre sehe ich ganz und gar nicht. Das ist wohl eher der subjektiven Wahrnehmung oder der sehr hohen Bewertung einzelner negativer Fälle geschuldet. Ich bin damit weiterhin sehr zufrieden. Wenn man die allg. Preissteigerung abzieht, ist LEGO per Stein oder Gramm vielleicht nicht teuer geworden. Ich stelle (subjektiv) aber durchaus fest, dass die Sets (zum selben Thema) tendenziell größer werden und deutlich mehr Teile enthalten (die dann auch gerne mal eher kleiner sind) Das liegt für mich zum einem an einer höheren Detailfülle, die ja grundsätzlich nicht schlecht ist aber wohl auch an der Strategie, dem Kunden schlicht mehr Masse verkaufen zu wollen und damit den Umsatz zu erhöhen. Ich kann mir gut vorstellen, dass an größeren Sets auch mehr Gewinn hängen bleibt, als an kleinen. Im Endeffekt gebe ich mehr Geld für Lego aus, als früher.

    • Spannender Punkt! Der Markt für große AFOL-Sets wird immer wichtiger, das hat mir der CEO ja kürzlich bestätigt. Die Frage aber ist: Sind Massenprodukte wie 10 Euro Sets in der „Herstellung“ nicht günstiger? Material, Lagerung, Versand etc.? Ökonomen vor! 😉

      • SaltyButterCookie

        12. April 2021 um 9:33

        Eher nicht. Weil die Fixkosten pro Set dann ein höheres Gewicht einnehmen.
        Die Margen sind bei den kleineren Mengen allgemein höher. Es werden halt aber weniger verkauft.

        Das allgemeine Problem von Lego ist, dass das pricing sich so verhält als hätten sie noch das Monopol. Ist aber nicht mehr der Fall. Das Patent ist abgelaufen und immer mehr Konkurrenzprodukte kommen auf den Markt mit immer besserer werdender Qualität bei günstigerem Preis. Da kann man nicht einfach so den Preis hoch halten und erwarten, dass das so läuft wie früher.

      • Es gibt immer Fix- oder Grund-Kosten, die unabhängig von der Größe und der produzierten Anzahl entstehen. Das günstigste Produkt ist dann eins, dass bei möglichst großer Größe möglichst oft verkauft wird. Und wenn der Preis steigt, verkauft man weniger. Wie Jonas auch schon schrieb, gibt es immer weniger sehr kleine Sets. Das unterstreicht meine These, dass man den Umsatz dadurch erreichen will, dass man größere Sets anbietet. Davon vielleicht etwas weniger. Darum ist der AFOL, der es sich vielleicht öfter leisten kann Sets für 100 Euro und mehr zu kaufen interessanter als die Kinder, die mal 10 oder 20 Euro zusammensparen.
        Das LEGO nicht kostenorientiert ist, sehe ich eher nicht. In den letzten Jahren wird z.B. sehr auf die Anzahl von unterschiedlichen Teilen geachtet. Mir ist jetzt bei der Schmiede aufgefallen, dass da z.B. keine 1×3 Steine in weiß drin sind. Da wo sie eingebaut sein könnten gibt es 1×1 und 1×2. Das ist kein wirkliches Qualitätsproblem. Es verringert schlicht die Produktionskosten, wenn weniger unterschiedliche Teile in die Tüten sortiert werden müssen. Darum ist das Kolosseum trotz der sehr hohen Zahl an Steinen vergleichsweise günstig.
        Ich habe auch in den letzten Jahren oft den Eindruck, dass mir das ein oder andere Detail fehlt, was ich mir gut auch noch vorstellen hätte können. Und da ist dann schon die Preisgestaltung der begrenzende Faktor. Es wird aber schwierig sein echte Preiskämpfe mitzugehen. Da bleibt man lieber Premium-Anbieter.

        • Ja das mit dem Premium Anbietere bleiben klappt halt nur solange wie man auch tatsächlich premium Qualität liefert die den anderen ein deutliches Stück überlegen ist. Aber das wird halt auch immer schwerer wenn man gleichzeitig diese Margenmaximierung betreibt und dadurch die Qualität leidet. Das mit den Ferraris ist halt ein eindrucksvolles Beispiel, aber man sieht die sinkende Qualität halt leider auch an allen möglichen anderen Ecken, wenn auch in kleinerem Maße und das ist halt traurig 😟

  57. Wenn man die Sets unter dem Aspekt des Gewichts nur beurteilen würde, sind Sie sogar extrem Teuer geworden und man bekommt weniger Gewicht für das gleiche Geld. Also ist der Gewinn von Lego höher, da weniger Material benötigt wird. Aber mal den Schwachsinn bei Seite gelassen. Die Sets waren früher schon teuer. Das Problem ist denke ich, nehm mal Technic als Beispiel. Die Sets sind nicht mehr sehr Anspruchsvoll oder sehr detailiert (Technisch). Gut der Porsche mit Doppelkupplung ist nett aber auch kein richtiges Technic Modell, das passt eher in die damals bekannte Serie Model Team. Aber viele Technic Modelle haben überhaupt keine Technic mehr(Aktueller Ferrari). Wenn ich mir das Technic Boot 8839 vorstelle oder den Pneumatic LKW 8868, dass waren Bauerlebnisse mit B-Modellen. Das ist heute nicht mehr bei allen Sets. Erschwerend kommt aktuell die Farbqualität hinzu. Habe gerade den Tie Fighter Helm gebaut. Auch hier sind Farbunterschiede im Schwarz zu erkennen und was ich noch schlimmer finde, die Steinkanten sind teilweise extrem. es gibt kein glattes Bild. Richtig mit Versatz, wie bei einen billigen China Klon. Würde Lego hier mal versuchen anzupacken, dann wäre das Geschrei zu teuer, schnell vorbei. Ich denke die schlechte Qualität bei einigen Produkten, sind den leuten ein Dorn im Auge. Kauf ja auch keinen BMW und erwarte einen Dacia, wobei Dacia jetzt net schlecht ist aber halt von der Wertigkeit günstig sein soll. Lego wirbt als Premiumprodukt kann es aber aktuell nicht halten. Dann kommt Cobi um die Ecke und sieht halt sauber aus für Bruchteil des Preises und vielen Prints. Denke so lange kein Umdenken bei Lego stattfindet, wird der Eindruck bleiben, dass es zuviel Geld ist, für die teilweise schlechte Qualität. Nur aus dem Grund kommt dieses Lego wird immer teurer Phänomen auf. Man sieht es ja, sobald mal ein gute Modell kommt, ist das Gemecker klein bis gar nicht, obwohl Preis hoch. Modell schlecht und Preis hoch Lego zu teuer und taugt nix mehr. Was erschwerend hinzu kommt unser Zeitalter. Digital verbreitet sich so schnell eine Meinung und auf diesen Zug wird aufgesprungen. Weil man selber anscheinend nicht mehr in der Lage ist eine Meinung selbst zu bilden oder Argumente abzugleichen, geschweige den Kritik anzunehmen. Kurz, an der Qualität arbeiten und dann wird der Aufschrei kleiner. Und vielleicht paar Sets rausbringen im 10-15€ Bereich für die mit weniger im Geldbeutel, die aber ihren Kinder auch gerne eine Freude machen möchten und 30€ einfach zu viel sind. Und spart euch das dumme Gelabber hierzu, sollen Arbeiten gehen und so. Dieses unterbezahlten Jobs muss auch jemand machen, und die sollen auch am Leben teilnehmen und nicht nur mitlaufen.

    • Ich kann diese „Argumente“ gegenüber den Technic-Supercars echt nicht mehr hören! Die werden weder dadurch richtiger, dass der HdS das mal in Umlauf gebracht hat, noch dadurch, dass man sie ständig wiederholt.
      Der Porsche hat einen funktionierenden Motor, ein Doppelkupplungsgetriebe mit Rückwärtsgang, ist voll gefedert, hat ne Lenkung, man kann die Türen und Hauben öffnen, den Spoiler verstellen,…
      Was genau soll ein Technic-Auto(!) denn noch können? Fliegen vielleicht? Zeig mir doch bitte mal jemand ein Technic-Auto aus der Zeit wo ja alles noch so viel besser war, was denn mehr konnte.
      Und weil es eine Außenverkleidung hat, ist es kein Technic mehr? Was ist das denn für ein Argument? Hättet ihr lieber wieder Technic-Modelle wie 8860? Mit der Forderung dürfte man dann ziemlich alleine darstehen, weil es nicht mehr zeitgemäß ist. In dem Zusammenhang finde ich dann übrigens interessant, dass sich ein gewisser Youtuber über die Außenverkleidung beklagt und früher war das alles offen (gut) und einen Atemzug später wird sich darüber beklagt, dass man beim Bugatti von unten(!) durch den Radkasten in den Innenraum fassen kann, weil das offen ist (schlecht). Und das ist nur einer von ganz vielen Wiedersprüchen in diesem Zusammenhang.
      Und auf die Kritik, dass man von der Technic zu wenig sieht ist Lego beim Lambo ja auch eingegangen. Ja, auch da gäbe es noch Luft nach oben. Ich hatte, als der Porsche raus kam, schon mal die Idee geäußert, dass ich es optimal fände, wenn man das Modell so baut, dass man die Karosserie abnehmen könnte. Aber da gibt es teilweise auch Anleitungen im Netz, um das nachträglich zu realisieren.
      Um den Preis geht es mir eindeutig nicht. Der ist sehr teuer, keine Frage. Lego versucht hier applemäßig ein Premiumfeeling zu kreieren und dafür maximal viel Geld raus zu holen. Das kann man als Kunde mitmachen, oder auch nicht. Offenbar funktioniert es, denn sonst gäbe es ja nicht schon drei dieser Autos. Das ist auch kein sonderlich ungewöhnlicher Vorgang und ist überall anzutreffen: Apple, Mercedes, Rolex, diverse Lebensmittel, Champagner,… Die Liste ließe sich beliebig verlängern.

  58. Die Preise scheinen nicht wirklich zu steigen, allerdings hab ich trotzdem das Gefühl, dass man immer weniger für sein Geld bekommt. (Interessant wärs gewesen, eins der neuen City-Sets mit den Straßenplatten in den Vergleich aufzunehmen)

    Vielleicht entsteht dieser Eindruck durch einige überteuerte City-Sets die noch dazu ziemlich schlecht sind. Also die heutigen City-Sets würde ich großteils nicht haben wollen, wäre ich mein 10-jähriges ich. Die alten sind, wenn vielleicht vom Preis her ähnlich, viel besser zum spielen.

    Ich hoffe, dass Lego viele Gerichtsverfahren verliert, damit Konkurrenten auf den Markt drängen und Lego die Preise senken oder die Qualität heben muss. Sie könnten es sich leisten, ihr Marketing und ihre „Marktforschung“ sind so schlecht, die könnten sie ohne Probleme einsparen. Wenn die Produkte gut sind, machen wir Fans ja sogar Gratis-Marketing.

  59. Als Fan der Sets der 90er muss ich folgende Sachen anmerken:
    1. Was Qualität angeht, hat LEGO einiges verbessert. Erinnern sich noch einige, was mit den Prints von damals passiert ist, wenn man ein paar mal mit dem Finger drübergefahren ist? Farbabweichungen und auch zeitliche Farbinstabilität war damals auch ein großes Problem. Die heutigen Sets sind zeitlich wesentlich Farbstabiler.
    2. Der Preis ist schlecht vergleichbar, vor allem, wenn man große Sprünge macht. Die Black Seas Barracuda, die ja für viele als „das beste Set aller Zeiten“ gilt, war damals unverhältnismäßig teuer, da sie viele neue Teile hatte. LEGO hat sich neue Gussformen damals ordentlich bezahlen lassen, aus guten Gründen, denn da steckt viel Feinstarbeit und hoher Kostenaufwand drin. Es gab nicht umsonst ein kleineres Schiff ohne viele Details parallel, weil LEGO wusste, dass sich kaum jemand das große Schiff leisten konnte.
    3. Preis pro Teil ist meiner Meinung nach sehr wenig Aussagekräftig, was ja auch im Artikel erwähnt wird. Vor allem im Vergleich mit älteren Sets, die ja doch über mehr größe Teile verfügen.
    4. Alles in allem ist eher das Problem, so denke ich, dass die Sets teurer bei gleich bleibendem Spielwert geworden sind. Alles ist detaillierter aber viele Kinder brauchen diesen hohen Detailgrad nicht, sondern möchten damit spielen. Es werden leider weniger Einsteigersets in der Preisklasse 5 bis 10 Euro herausgebracht. Jede Themenreihe, die ich hier in Classic Reviews vorstelle, hatte damals zwischen 5 und 7 Sets in der Preiskategorie 2-15 Euro. Damit fällt der Einstieg in Reihen leichter und der „Durchschnittliche Preis“ der Reihe sinkt. Monkie Kid z.B. hat nur recht große Sets, die sich Kinder nicht vom Taschengeld leisten können.
    5. Meiner Meinung nach sind die Sets nicht teurer geworden, sondern waren schon immer teuer. LEGO ist teuer, das ist kein Geheimnis. Es gibt auch „Ausschläge“, wie z.B. Grievous Starfighter.
    LEGO’s Fehler für mich ist die Vernachlässigung von Einsteigersets und bestimmten Themenreihe, dadurch, dass sie immer stärker auf den Asiatischen Markt gehen, der nunmal andere Sachen möchte als der Europäische.
    6. Dann kommt noch hinzu, dass ich inzwischen auch 23 bin und die Themen meiner Kindheit inzwischen Out sind, ich mich aber noch dagegen sträube das zu glauben 😉

  60. Man muss bedenken dass die neuen Creator 3in1 Häuser zwar deitailierter und schöner aussehen, jedoch sind die steine in den sets für Eigenkreationen weniger zu gebrauchen. Während ich damals für ca60-80€ das grosse Townhouse bekommen hab und seitdem unmengen an 1×1-1×8 bricks zum Wände bauen, Tiles und Dachsteine in der Kiste hab, sieht das wenn man sich das neue Strandhaus und den Spielzeugladen kauft ganz anders aus. Es sind kaum genug Steine vorhanden um selbst das kleinste Häuschen zu bauen. Von daher ist das ziemlich klar, dass man früher deutlich mehr für sein Geld bekommen hat. Bei den neuen Sets hat man am Ende halt nur nen haufen Kleinkram und grosse Fenster. Bei anderen Sets wie der Polizeistation merkt man einen eindeutigen, fast schon lächerlichen, Qualitätsverlust. Dieser lässt sich nicht mit Steineanzahl und grösse beschreiben aber ist dennoch sofort sichtbar. Die Bluetooth steuerung bei den neuen Technik sets spart lego nur eine Fernbedienung, verhindert mögliche Eigenkreationen und ist in 30-40 jahren bestimmt auch nicht mehr aktuell und wird möglicherweise auch nicht unterstützt. Eine Fernbedienung ist Zeitlos.

  61. Schöner Artikel – danke erstmal dafür 🙂 Gewicht und vor allem Steineanzahl sind denke ich eher schwierige Größen, um Preisveränderungen eines Sets (innerhalb einer Kategorie) zu bemessen. Als Hersteller kann ich über höheres Gewicht und mehr Steine dem Kunden suggerieren, er habe einen besseren Deal gemacht, obwohl ich meinen Preis erhöhe. Ein Modular Building wird für den Kunden beispielweise ggf. attraktiver, wenn ich 1000 Teile mehr reinpacke und die Hemmschwelle, jetzt 30 EUR mehr zu zahlen geringer. Meine Marge als Hersteller steigt aber eben nicht nur linear zum Preis, da mehr Steine für mich eben nur ein kleiner Teil der Margenbildung sind. Sprich: größere Sets zu verkaufen lohnt sich aus Herstellersicht immer; es ist eben nur wichtig, dass gleichzeitig das Volumen ungefähr gleichbleibt oder steigt (Anzahl der purchase decisions). Die Polizeiwache ist also margenoptimierter als z.B. ein älteres Modular mit weniger Teilen wie das Detektivbüro.

    Aus Kundensicht ist es ja generell erstmal eher die Entscheidung „Ich möchte das neue Modular kaufen“ und nicht „Ich möchte den vermeintlich besten Deal machen“. Wenn nur Emotion beim Kauf nicht so eine Rolle spielen würde 😉

  62. Einer der besten Artikel die Ihr hier je veröffentlicht habt!
    Vielen Dank für eure Mühen und die tolle Arbeit.
    Gerne mehr davon, dass wird sich schnell rum sprechen und die Klicks werden steigen
    und der Seite hier neues Leben einhauchen 🙂
    Ein paar neue City Updates deiner LEGO Stadt werden übrigens gerne gesehen.
    Großes Lob und weiter so! 🙂
    Liebe Grüße euer Timo Dino

  63. Erstmal danke für die Arbeit.
    Ich hätte auch einen deutlicheren Anstieg erwartet. Ich denke das Gefühl kommt da her dass wir auch teurere Sets kaufen.bsp. Schmiede, Baumhaus, Bugatti, SW. Ich habe das Gefühl diese Sets gab es früher so nicht und auch diesen Preisrange nicht.
    Dazu kommt die Sets werden auch einfach mal so gekauft. Als Kind zumindest habe ich noch das ganze jähr auf den Geburtstag oder Weihnachten hingefiebert wegen dem LEGO Set.

  64. Interessanter Artikel. Manche Modelle bei Technik, die realer Aussehen, gefallen mir heute besser. Allerdings finde ich gerade Technik schwer einzuschätzen, aufgrund der vielen kleinen Steckverbinder.

  65. Vorab: Ich habe für das lego Sets gleich teuer geblieben sind gestimmt bei beiden.

    Mein „Problem“ mit lego ist das die Sets, meiner Meinung nach immer liebloser gestaltet werden, das fängt schon an mit der xten Polizei Station, den xten x wing oder des fehlens der b Modelle bei technic. Ich kauft generell wenig lego sets, mehr lego Steine, und finde das frühere Modelle deutlich mehr Spielwert hatten als die neuen, in Bezug auf die technic Sets, auch sind mir die Lizenzen ein Dorn im Auge, ich kaufe Sets nicht nach Lizenz sondern aufgrund ihres Aussehens, Funktionen oder der Teilen. Deshalb kaufe ich auch Alternativen, das lego Sets teurer sind spielt bei mir nicht die Rolle sondern eher das lego manche Sets einfach nicht an bieten z.b. Eisenbahnen.

    Ich finde es auch nicht gut das lego probiert jetzt „hipp“ zu seine mit vidyo, app und lego hat sich ja super bei Hidden side bewährt, die stets waren ok, teils zu teuer, aber dieser Fokus aufs Smartphone nervt mich, ich erinnere mich noch an eine zeit wo lego fast pleite gegangen ist. (Ich will nicht das lego pleite geht, sondern wieder zu seinen wurzel zurückkehrt) In dem Bereich sind die Alternativen einfach klasse, ich will Eisenbahn gehe ich zu BB, will ich technic gehe ich zu cada.

    • Aber richtet Lego wirklich den Fokus aufs Smartphone? Wieviele Sets (prozentual gesehen) benötIgen denn eine App? Und müssen sich Kinder ein Smartphone zulegen, weil sie mit Lego spielen möchten, oder ist es nicht eher so, dass Lego darauf reagiert, dass die Kinder heute fast alle ein Smartphone haben?

      Was mir noch fehlt- wie haben sich die Preise für die Rohstoffe eigentlich entwickelt? Hier wurde behauptet, das Granulat koste nichts. Als Actionfigurensammler weiß ich jedoch, dass hier die Preise in den letzten 25 Jahren deutlich angezogen wurden

  66. Danke für die super Vergleiche. Es stimmt also was ich schon vermutet habe: der Preis steigt nur gefühlt für AFOLs. Aufgrund der großen Anzahl an 18+Sets muss man als Fan deutlich mehr Geld ausgeben als noch vor 10 Jahren. Was mir allerdings aufgefallen ist und was ich sehr schade finde: City ist so unverhältnismäßig teuer und in meinen Augen wirklich schlecht geworden. Die großen lizenzfreien Sets sind jedoch verhältnismäßig günstiger geworden, allerdings bekommt man die auch nicht mit 30% Rabatt hinterhergeschmissen. Ich schaue auch immer wieder auf die Preise Alternativherstellern (ohne sie zu kaufen), das hilft mir oft bei der Kaufentscheidung bei Sets die keine must-haves für mich sind. Das einzige das ich nicht mehr original bei Lego kaufe sind die elektronischen Bauelemente, da sind die Preise seit Powered-Up völlig aus dem Ruder gelaufen.

  67. Auch gut das ihr lego Modelle verglichen habt die Unterschiede aifweisen

  68. Zuerst einmal DANKE für den Artikel.

    Ich muss allerdings anmerken, dass ich 2011 in den Dark Ages war und daher keinen „Vergleich“ habe, daher hab ich an der Abstimmung nicht teilgenommen – hätte keine persönlich/subjektive Vergleichsbasis.

    LEGO war immer schon teuer, aber in Wirklichkeit für mich IMMER den Preis „wert“.

    Natürlich hab ich 1970-1980 (meine LEGO Zeit als Kind) nicht selbst gekauft (meist), aber LEgo war neben der Holzeisenbahn und Playmobil (fand ich damals auch teuer – als ich 1977 das PM-FORT bekam z.B.). immer mein Lieblingsspielzueug und hab die drei „verbunden“ – sprich aus Lego die Burg für die Playmobils gebaut und die Holzeisenbahn als „Minen-Bahn verwendet – geht heute eher nicht mehr so gut… ;))

    So 2000-2010, die LEGO ZEIT meiner Kinder hab ich preislich besser abgeschätzt. Aber z.B 2000 hab ich die 1.000 ÖS für den Falken ohne mit der Wimper zu zucken abgeliefert – ich wollte es halt haben. War damals auch teuer, aber wenn man 2nur“ das kaufte was man „WIRKLICH“ wollte, dann wars das Wert.

    ich bin seit 2018 wieder „aktiv“ – und stelle fest, Es gibt so viel mehr an Lego als früher (Teile, Ideenmäßig,…) nicht alles gefällt, aber nach wie vor, wenn ich mir nur das kaufe, was ich wirklich will, dann ist es für mich das „wert“ auch die Winkelgasse oder das neue exklusive kleine Taxi.

    Aber das ist alles nicht „objektiv“, sondern eine Gefühlssache – genauso ist mir das Angebot von Drittanbietern (bisher) nicht den „Preis“ wert der verlangt wird – (inklusive eines emotionalen Werts) – obwohl letzteres ist hier ja nicht die Frage;)

    Aber um „objektiv“ zu werden.

    Aus meiner Erfahrung als (gelernter) Statistiker, ist es aus dem Vergleich einzelner, zwar ähnlicher, Produkte aus zwei Jahren nicht wirklich möglich absolut festzustellen wie sich der „preis“ entwickelt hat, aber einen ersten gute Anhaltspunkt gibt es doch her.

    Interessant wäre es aber auch noch wenn man sich „ein Produkt“ – über die zeit ansieht.

    Z.B wie hat sich die Polizeistation über die Zeit entwickelt. Es wird immer wieder „gute“ und „schlechte“ gegeben haben. Wenn man sich jetzt z.B. nur die Beste und die schlechteste ansieht und die schlechteste/beste jetzt zufällig die aktuelle ist, dann kommt man eventuell zu einem falschen „Bild“ (möglicherweise ist bei Polizei) das Aktuelle Angebot sogar beides – City/Creator Expert 😉

    Mal sehen vielleicht finde ich mal die Zeit…

  69. Vielen Dank für den Vergleich. Was mir jedoch fehlt, ist das, was sich nicht mehr vergleichen lässt, denn Lego ist im billigsten teurer geworden:
    Es gab vor einigen Jahren noch Einsteiger Sets für ca 5 € und Starter-Sets für ca 10€. Die Einsteiger-Sets waren immer coole Mitbringsel für Ostern und sonstige kleine Angelegenheiten, die Starter-Sets mit 4 Minifiguren boten jeweils einen guten Einstieg in die Legowelt und man konnte damit schon recht cool spielen. Ich nutzte diese Sets gerne als Geschenke.
    Das einzige, was aktuell noch bei den günstigen verbleibt, sind die Polybags, welche Preislich nah an den Einsteiger-Sets sind, aber sich irgendwie weniger toll anfühlen.
    Was mich zusätzlich stört, ist die Gegebenheit, dass immer mehr Sets bei 10€ zu einem Baualter 4+ tendieren und die sind leider wirklich nicht sehr Anspruchsvoll zum Bauen für 8 Jährige.

    • Die 5 euro Sets gibts aber auch noch – Kreativ Sets mit „Farbe“ Steinen 60 Steine in (zumeist) der „Farbe“

      Um 10Euro z.B. Erster Bauspass

      Oder die Ninjago Battle Sets – dazu div andere Ninjago Sets

      Marvel: Mechs

      3-1: cyber drohne

      Minecraft: Korallenriff, taiga Abenteuer

      City: Baustellen LKW (na ja bagger?)

      Exclusiv. gelbes Taxi

      UND noch viel mehr sets in verschiedenen Themenwelten (inkl City, 3-1)

      Minifig sets (4) um 13 Euro + viel Zubehör
      Minifigs (3), normalerweise zu selberzusammenstellen , jetzt halt vorgefertigt (Pandemie) um 7 Euro

      NE NE – da gibts viel im von dir angesprochenen Preissegment

      Auch dann 15-20 Euer (zählle ich noch zu den kleinen Sets) gibts durchaus auch interessantes

      • Es gibt immer noch Sets für ~5€, doch haben Klötzchen in einer Farbe für viele Kinder keinen hohen Spielwert, da die Legofiguren inzwischen dazu gehören.

        Was ich gemeint hatte:
        Ich picke mal ein paar Sets in Box für ~5-7$ heraus:
        2011-2017:
        3365: Space Moon Buggy
        4641: Speedboat
        7976: Ocean Speeder
        7049: Alien Striker
        4427: Fire ATV
        60000: Fire Motorcycle
        60006: Police ATV
        60011: Surfer Rescue
        60032: Arctic Snowmobile
        60041: Crook Pursuit
        60065: ATV Patrol
        60090: Deep Sea Scuba Scooter
        60105: Fire ATV
        60126: Tire Escape
        60135: ATV Arrest
        60156: Jungle Buggy

        und StarterSets für ~10$ mit 4 Minifiguren (2015-2017):
        60066: Swamp Police Starter Set
        60072: Demolition Starter Set
        60077: Space Starter Set
        60088: Fire Starter Set
        60091: Deep Sea Starter Set
        60100: Airport Starter Set
        60106: Fire Starter Set
        60120: Volcano Starter Set
        60127: Prison Island Starter Set
        60136: Police Starter Set
        60157: Jungle Starter Set
        60163: Coast Guard Starter Set

        Es sind die günstigsten Einsteigersets, die, welche man mal noch schnell mitnimmt auf dem Weg zur Kasse als kleine Belohnung oder Verlegenheitsgeschenkchen für Kinder. Diese Sets fehlen mir aktuell im Stationären Handel und Polybags sind nur in ausgewählten Läden erhältlich.
        Diese Sets fehlen auch im Online-Handel, die Sets, welche einen über die „Mindestbestellmenge“ bringen und ein tollen Geschenk machen. Über die Preise der Minifiguren hat Johann ja schon geschrieben…
        Aber falls du mir Sets nennen kannst, ich wäre froh, ich habe ein paar Junge Nachbarskinder welche sich an ihren Geburtstagen auch über ein kleines Lego-Set freuen.

  70. Sehr guter Beitrag, vielen Dank. Was jedoch nicht beleuchtet wurde (kein Vorwurf!) ist die Qualität von Sets & Steinen. Beispiele:
    – aktueller Ferrari für 180 EUR UVP
    – Kratzer auf Fliesen & Fenstern
    – Farbabweichungen innerhalb des gleichen Sets (Lambo, Fiat, A-Wing UCS, etc.)
    – Teile, die „weniger wertvoll“ sind als andere (Stichwort Farbseuche, was will ich mit Steinen in Flieder, Dark Azur etc.)

  71. Schöner informativer Artikel.
    Wie schon andere angesprochen haben, begründet sich die „gefühlte“ Erhöhung der Preise wohl eher darin, dass es seitens Lego immer mehr hochpreisige Sets gibt, die widerum die Brieftasche des einzelnen schmaler werden lässt.
    Was die Qualität und Spielbarkeit der Sets angeht, nun das ist eben sehr subjektiv und kaum rational messbar. Deshalb finde ich den Weg, den Johann hier gewählt hat auch nachvollziehbar und praktisch.
    Anhand der langen Stabilität bei den Modulhäusern, war ich vorher schon der Meinung, dass die Preise bei Lego doch recht stabil geblieben sind, was Johan nun auch recht einleuchtend bestätigt hat.

    Noch ein Gedanke zur Preisgestaltung seitens Lego: Lego ist ein Konzern, der Spielzeug herstellt und der Gewinn machen will, am besten viel. Auch wenn Lego es nie zugeben würde, interessieren die sich nicht wirklich für die Gefühle der Fans. Lego ist so teuer, weil die Leute zu diesem Preis kaufen. Erinnern wir uns an den 800€-Falken. Der war wie lange ausverkauft?
    Es waren also eine Menge an Leuten bereit für ein paar Klemmbausteine mehr auszugeben, als ich damals für mein erstes Auto. Warum soll Lego also den Preis reduzieren? Die Preise sind so hoch, weil Lego glaubt, bei diesem Preis viel verkaufen zu können. Nicht vergessen, Lego ist ein gewinnorientiertes Unternehmen, keine Hilfsorganisation. Letztenendes entscheidet der Käufer und nur der darüber, ob, was und wieviel Lego verkauft.

    Es liegt mir fern, Lego zu verteidigen oder ähnliches, ich liebe das Produkt, nicht den Konzern.

    Mittlerweile gibt es gute Konkurrenz und Lego wird sich darauf einstellen müssen oder wird untergehen.

    Ja, der Technik-Ferrari ist ein schlechter Scherz und den werde ich sicher nicht kaufen, auch nicht für 20 €. Dafür bietet Lego aber trotzdem noch genug, um mir die Moneten aus dem Portemonei zu ziehen. Vergessen wir nicht, noch bietet Lego die breiteste Produktpalette und entwickelt alle Moldings und Modelle selbst. Da darf auch mal was schiefgehen. So verzeihe ich Lego den Ferrari, lass ihn im Regal stehen und nehme stattdessen was anderes.

  72. was in so einem Vergleich nicht rüber kommt ist die Entwurfsqualität der Sets – da steckt ja potentiell viel Arbeit sein und hat einen Wert für den Käufer – beim Bauen wie beim Ansehen. ich kaufe als nicht-mocer sets nach „Gefälligkeit“ und erwartbarem Bauspaß, nicht nach Teilezahl oder Gewicht. sofern ein Set nicht offensichtlich aufs Minimum runter tot gespart wurde (oft bei Disney-lizenzen?) oder ein paar echten Dummheiten (die aktuelle Polizeistation oder andere Gebäude aus Potemkinhausen) finde ich das Lego aktuell ganz gut hin kriegt, gleich gut oder besser als 2010, viel viel besser als 2000, und – ohne Nostalgiebrille! – auch besser als 1990.

    was weiter nicht mit eingeflossen ist: die Dauerrabatte die es auf normale Ware immer gibt – die heutigen UVP sind ja so absurd hochgesetzt, um attraktive 20-30% Rabatt als Frequenzbringer zu erlauben, ohne dass der Großhändler dabei gleich real Verlust macht. klar kann es sein dass ich im Laden um die Ecke die UVP zahlen müsste, aber im Schnitt kauft die Lego-käuferschaft heute wohl eher 10-15% unter Listenpreis ein. 1990 war das noch nicht so, 2000 eher auch nicht, 2010 hat das wohl angefangen.

  73. Hallöchen,
    was für ein schöner Artikel! Großartige Arbeit und viel Dank dafür. Ich muss gestehen dass mich viele Sets doch stutzig gemacht haben, da sie günstiger geworden/ gleich geblieben sind.

    Ich hoffe meinen Beitrag gibt es noch nicht in den Kommentaren, da ich einige auch nur überflogen habe… (Schuldig)
    Aus meiner Sicht ist Lego dennoch teurer geworden, da sie oft in der Qualität, der Raffinesse, und vor allen in der Teile Auswahl drastisch abgenommen haben.
    B-modelle fehlen, nur halbfertige Sets ( 75201), und bloß nicht zu vergessen, dass die Sachen von innen einfach bunt und hässlich sind, ich denke da spart sich Lego einiges weg. Meine lieblings Horrorstory: Lego Sternzerstörer (75252) glaube 2002 war der mehr als 100€ günstiger und war in komplett grau… Die 2019 Version könnte ich mit meinem Lego nachbauen, da der von innen ein buntes Wirrwarr ist und man das leider durch spalten durch sieht…

    Dein Artikel hat mir nochmal gezeigt, dass nicht alles verkommen ist! Aber dennoch bekommt Lego von mir aktuell den Stempel, dass sie es auch besser machen könnten.

  74. Mich würde sogar interessieren wie viel Lego für PR, Produktion etc. ausgibt, ob das der Preis für den Endprodukt rechtfertigt. Hab das Gefühl dass in den letzten Jahren mehr PR eingeflossen ist. Könnte man da was recherchieren?

  75. Hallo
    Toll, dass du dir die Zeit genommen hast, das zu rechechieren und mit uns zu teilen. Ich denke, dass das Jahr 2011 gerade etwas zu spät ist für die Statistik, denn viele reden davon, das Lego vor/um 2010 noch toll war, und dann nicht mehr. Was vorallem teuer ist sind die Lizenz-Sets und je bekannter, dest fantasievoller der Preis, den man mut der Lizenz begründet. Die Technicssetz sollen zudem weniger anspruchsvoll geworden sein, wodurch sich der Spass damit reduziert. Und es werden von Lega immer mehr kunterbunte Steine verbaut, um Restbestände aufzubrauchen, womit optisch die Qualität leidet.
    Interessant wäre auch der Ort der Herstellung und die Zusammensetzung des Plastiks, wenn lego dadurch eine hohe Marche hat, zieht man uns auch mehr Geld aus der Tasche.

  76. Vor 10 Jahren hat Lego aber auch nicht so viel „Resterampe“ verbaut. Da war ein graues Modell auch innen komplett grau und man konnte ohne Probleme etwas anderes Graues damit bauen. Heute hat man einen bunten Misch Misch an Füllteilen, mit denen man evtl gar nichts anfangen kann.

  77. Es ist nicht so, dass Lego teurer geworden ist, sondern die Konkurrenz bietet oft bessere Klemmbaustein-Sets zu einem günstigeren Preis an. Wenn man die dann direkt vergleicht, kommt einem Lego deutlich teurer vor.

  78. Moin,
    naja das Lego generell Teuer ist sollte keinen wundern. Aber da tuen diese sich mit anderen Firmen nichts. Natürlich gibt es günstigere Konkurrenz aber die gibt es immer. Lego ist nunml eine starke Marke wer diese haben will muss auch bereit sein dafür was zu bezahlen. Wenn man zum Beispiel an Schuhe denkt. Ob da die Preise gerechtfertigt sind ? Niemals. Deswegen verstehe ich diesen teils Hate gegenüber Lego nicht. Schließlich kaufen wir alle es doch. Somit hat Lego keinen Grund was zu verändern. Und ich für meinen Teil halte die Preise für gerechtfertigt. Es gibt einzelne Sets die sind zu Teuer und einige auch sehr günstig.
    LG Ben

  79. Meine Frage ist: Wird Lego immer schlechter? Gusspunkte oder auch Gussfehler, Farbabweichungen, Kratzer & Macken, Fehlteile usw.

    Dann könnte man über Preis-Leistung nachdenken und ich finde hier ist Lego leider schlechter geworden….

  80. Beim R2 finde ich bist du in die Rundungsfalle getappt

    Du rechnest 8 bzw 9 Eurocent pro Teil

    TATSÄCHLICH sind es 8,46 bzw. 8,64 Ct/Teil

    Damit ist der Unterschied also NOCH marginaler

    • Deine Rechnung ist völlig richtig. Da ich aber bei allen anderen Sets auch auf „ganze Cents“ auf- beziehungsweise abgerundet habe, habe ich das hier auch so gehandhabt. Du hast aber völlig recht: Im Verhältnis Preis / Stein hat sich hier nicht viel verändert.

  81. Danke für die umfangreiche Recherche!

    Man muss sich natürlich auch immer fragen: was sind die Kostentreiber? und das sind bei Lego wohl Personalaufwand und Rohstoffkosten.

    Der Personalaufwand, also die Steigerung der Lohnkosten, lässt sich – etwas abstrakt – immer recht gut anhand der Inflationsrate in den Produktionsländern abbilden. Und wenn die Preise zum Vergleich in Deutschland zwischen 2009 und 2020 „nur“ um 14,5% gestiegen sind, so waren es im Produktionsland Tschechien schon 19,4%, im Produktionsland China 28,1%, im Produktionsland Ungarn 32,9% und im Produktionsland Mexiko 55,3%. Das schlägt sich natürlich alles auf den Preis nieder (PS. ich gönne es den Arbeitern dort von ganzem Herzen!).

    Ein anderes – und viel wichtigeres Thema – sind die Rohstoffkosten. Der Preis für das ABS Granulat, aus dem Lego mutmaßlich hergestellt wird – hat sich in den letzten 20 Jahren verdreifacht. Allein seit Anfang diesen Jahres aufgrund von Lieferengpässen nochmal um ein Drittel gestiegen, weswegen uns wohl die nächste, saftige Preiserhöhung ins Haus stehen wird.

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