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Kommentar: Ein Neustart bei LEGO Ideas ist überfällig

Bei LEGO Ideas läuft derzeit einiges schief und die Entscheidung, welches Modell realisiert wird, ist oft nicht nachvollziehbar: Kommentar.

Die kommenden LEGO Ideas 💡 wurde verkündet und die Verwunderung bei vielen Baumeistern ist groß. Ich glaube, LEGO sollte sich mal Gedanken über den gesamten LEGO Ideas Prozess machen: Meine Gedanken folgend!

LEGO Ideas zurück auf Start

Über das A Frame House von Norton74 muss nicht diskutiert werden: das ist klasse und wird in meinen Augen völlig zurecht umgesetzt. Der Entwurf ist spitze und ich denke, dass das ein Set ist, welches sich weltweit gut vermarkten lässt.

Der Wald ruft! | © Norton74

Den BTS Dynamite Entwurf kann ich wirklich nicht nachvollziehen, denn das Modell ist lieblos (mein aber kommt noch…). Das Thema ist regional beschränkt und spricht nur eine kleine, homogene Zielgruppe an. Aber: BTS Dynamite ist interessant für den K-Pop-Markt in Asien, der ja enorm groß ist. Ich denke, dass das primäre Ziel von LEGO hier das Erschließen neuer Märkte ist – mitsamt kaufkraftstarker Kundschaft. Diese hätte man aber auch in Europa bei den Themen Mittelalter, Piraten und so weiter. Außer dem Erschließen neuer Märkte und Käuferschichten gibt es für mich keinen Grund, dieses Set auf den Markt zu bringen.

LEGO Plattenladen von außen mit Schriftzug "Sweet Music"

Plattenladen „Sweet Music“ | © LEGO Ideas / JBBrickFanatic

Hier sollten aber auch diejenigen, die nicht in Südostasien leben, ihre regionale Blase mal verlassen und Verständnis für die Kultur und Interessen anderer Länder und Regionen aufbringen. Wie schrieb Andres so schön: Ein Fanta 4 Entwurf wäre toll, aber auch außerhalb der DACH (Deutschland, Österreich und Schweiz) Region ein Ladenpenner.

Man ist als deutscher AFOL enttäuscht, warum LEGO die Piraten und Mittelalter Entwürfe wieder ignoriert, hat man doch mit den LEGO Ideas Sets zu diesem Thema – wie zuletzt 21325 Mittelalterliche Schmiede 📝 und 21322 Piraten der Barracuda Bucht 📝, den 3:1 Creator Sets – etwa 31120 Mittelalterliche Burg) 📝 und den Bricklink Sets gesehen, dass ein Markt da ist.

Die mittelalterliche Schmiede: Ein fantastisches Set! | © Jonas Heyer

Ja, aber kommen wir wieder zum regionalen Thema. Diese Sets sind in Deutschland beispielsweise sehr erfolgreich, weil wir als Kinder und Jugendliche damit gebaut und gespielt haben. Wir holen uns so ein Stück unserer Jugend zurück – wir holen uns das Kindsein wieder. Aber das war auch zu einer Zeit, als LEGO in den mittlerweile wichtigen und expandierenden Märkten in Südostasien nicht statt fand. Da ziehen Ninjago, Marvel, DC und Star Wars deutlich besser als Piraten und Ritter.

Kommen wir also zu einer möglichen Neuausrichtung der Ideas-Plattform, die in meinen Augen absolut überfällig ist. Es gibt für mich ein paar Ansätze, die man mal offen diskutieren sollte.

Keine Modular Buildings oder bereits von LEGO bediente Marken

Es dürfte wohl jedem Baumeister mittlerweile klar sein, dass Modular-Gebäude nicht die Review-Phase überstehen, die Designentwürfe mehr oder weniger schnell bei irgdenwelchen Clonebrands auftauchen. Das gleiche gilt für Star Wars, Herr der Ringe und so weiter. Also warum stellen Hobby-Designer die Entwürfe überhaupt online und warum schmeißt LEGO die nicht gleich raus? Es geht nicht darum, dass sie mir zuweilen nicht richtig gut gefallen. Aber: Sie werden schlichtweg nicht realisiert.

Maximale Anzahl an Steinen begrenzen

Riesige Sets, mit optisch mehr als 2.000 bis 3.000 Teilen gibt es mittlerweile, aber ich denke, dass LEGO hier etwas downsizen und verstärkt mittelgroße Sets bis maximal 1.000 Steinen verkaufen sollte. Sets dieser Größenordnung sind auch für breitere Käuferkreise erschwinglich, nicht jeder kann ein 200 Euro Set leisten.

Fast 4.000 Elemente… entsprechend auch der Preis

lego-ideas-forschungsinstitut-21110-box zusammengebaut.com

152 LEGO Steine – das kleinste LEGO Ideas Set… aber auch das schwächste?

Weg von Marken oder Universen oder Filmserien

Ganz klar: Kreative Entwürfe sollten wieder vermehrt in den Fokus rücken! Ja, man verdient mit Sets zu bekannten Serien und Filmen wie 21319 Friends Central Perk 📝, 21330 Kevin allein zuhause 📝 sehr, sehr viel Geld, aber ich finde es austauschbar und mir fehlt die Kreativität, die ich bei vielen alten LEGO Ideas Entwürfen schätze – ich denke da an 21320 Dinosaur Fossils 📝 oder 21313 Schiff in der Flasche 📝. Die Liste ließe sich spielend fortsetzen – ihr versteht hoffentlich meinen Punkt.

SUPER SUPER SUPER!!!

Hier sollte LEGO wieder mehr auf die Kreativität, die Bautechniken und die Innovation der LEGO Fans setzen. Hier sind die 21327 Schreibmaschine 📝 und der 21332 Globus 📝 Paradebeispiele für die Kreativität der Fan Designer.

Kreative Idee

Die 10.000-Supporter Marke überdenken

Haben es früher maximal zehn Entwürfe binnen eines Review-Zeitraum geschafft, die Hürde von 10.000 Unterstützer-Stimmen zu nehmen, sind wir mittlerweile regelmäßig mehr als 30 Entwürfe. Woran liegt es? Bestimmt auch an Corona und der Nesthockermentalität, die sich daraus ergeben hat. Ich glaube nämlich kaum, dass diese Likes alle aus der „Community“ stammen, sondern die „Designer“ die Unterstützung in anderen Foren anwerben, beispielsweise Gamingforen, Fan-Foren und so weiter. Auch wir hier bei Zusammengebaut unterstützen etwa in den LEGO Leser News Entwürfe. Hier machen die Baumeister nur ihre „Hausaufgaben“ – aber wir kommen etwa kaum noch hinterher, all die Entwürfe vorzustellen, die die Marke geknackt haben. Sprich: Wird die Messlatte höher gelegt, setzen sich womöglich doch eher die richtig überzeugenden Entwürfen durch. Aber Gewissheit habe ich hier auch nicht. Gerade der Gaming-Sektor ist so groß, da kann schon ein Tweet reichen, und es finden sich auch 50.000 Unterstützer.

Weg von digitalen Entwürfen

Die Designer wollen alle ein fertiges Set auf den Markt bringen, da wäre es schön, wenn der Entwurf aus realen LEGO Steinen gebaut würde und nicht einzig am PC in stud.io. Ein Vorteil ist, dass der Entwurf hoffentlich näher am finalen Modell ist. Mit Photoshop lassen sich viele Modelle „hinbiegen“, wenn es am gebauten Modell keine Möglichkeit der Verbindung gibt. Rundum: Ein gebautes Modell ist einfach „ehrlicher“ – das heißt aber nicht, dass Baumeister auch viel Zeit und Kreativität in digitale Entwürfe stecken!

Löste große Enttäuschung aus..

Werdet kreativ und divers

Schauen wir uns die letzten Entwürfe doch mal an: Die Kuckuksuhr ist ein spannendes, interessantes Projekt, wird tolle Bautechniken haben und ist für mich ein sehr innovativer Entwurf. Die Outer Solar System Explorers fördern das Interesse an Naturwissenschaften, dem Ursprung des Lebens und der Technik. Women of Computing zeigt, dass der Computer, neben dem Rad und dem Buchdruck eine der innovativsten Erfindungen der Menschheit ist und nicht nur von Männern erdacht wurde. Gerade bei den letzten beiden Entwürfen ließe sich sogar ein ganzheitlicher Ansatz verfolgen, in dem LEGO zum Beispiel Unterrichtsmaterial bereit stellt oder auf bei größeren Veranstaltungen die Mitarbeiter der NASA die Sonden erklären lässt.

Eure Meinung!

Klar, meine Vorschläge sind meine Meinung, polarisieren und werden nicht immer auf Zustimmung stoßen. Aber darum soll es in diesem Artikel auch gehen. Ich jedenfalls freue mich auf eure sachliche Meinung. Stimmt ihr mir zu oder erzähle ich hier nur Blödsinn? Welchen Vorschlag findet ihr gut, und welchen weniger? Welche Ideen habt ihr? Äußert euch gerne sachlich und fair im Umgang in den Kommentaren. Vielen Dank!

Jan Göbel

Familienvater, AFOL und Trekkie aus Leidenschaft

38 Kommentare Kommentar hinzufügen

  1. Prinzipiell stimme ich allen Kritikpunkten zu. Einzig die Kritik an digitalen Entwürfen kann ich nicht ganz nachvollziehen. Die Argumente stimmen vollkommen und hier sollten Vorgaben vorhanden sein, aber nur weil man das ganze in Echt gebaut hat ist das keine Garantie für einen guten Entwurf. Auch hier lässt sich viel tricksen und biegen. Aber nicht jeder Designer hat einen unendlichen Teilevorrat um einen optisch ansprechenden Entwurf erstellen zu können. Daher finde ich die Möglichkeit von digitalen Entwürfen richtig und wichtig

  2. Hallo Jan,

    ich stimme deinem Kommentar zu 99% zu. Ja, bei IDEAS sollte tatsächlich mehr die Idee im Vordergrund stehen und nicht die Marke, der Name suggeriert es ja schon. Auch wenn ich das natürlich mit einem weinenden Auge sehe, als Fan vieler beliebter Marken und alter Fernsehserien. Aber da sollte wirklich mal wieder mehr Idealismus einkehren.

    Auch die 10.000 Likes Marke müsste überdacht werden, denn die ist für eine gut vernetzte Fan-Community ein absolutes Kinderspiel, wie das K-Pop-Beispiel zeigt. Das ist eine super-vernetzte Gruppe von gelangweilten Teenagern, die 15 Stunden am Tag im Internet sind – und besonders bei Twitter aktiv. Wenn einer davon postet, dass es bei Lego eine Abstimmung gibt, die irgendwas mit K-Pop zu tun hat, dann stürmt der ganze Mob die Abstimmung. Ist ja nur eine Fingerübung, braucht zwei Minuten Zeit. So, aber ob die dann auch das fertige Set kaufen, wo es doch mehr als genug Merchandise-Artikel zum Thema gibt, ist für mich mehr als fraglich.

    Jetzt aber zu dem kleinen Punkt, wo ich nicht mit dir übereinstimme: K-Pop ist nicht nur in Asien beliebt, sondern mittlerweile wirklich ein weltweites Phänomen, noch nicht so in Europa, aber vor allem in den USA.

    • The Storytelling Brick

      23. Februar 2022 um 13:40

      Hier möchte ich auch dem Autor des obigen Artikels kurz widersprechen. Das K-Pop-Phänomen ist weitaus größer als gemeinhin angenommen. So findet sich auf http://www.musikexpress.de ein Artikel vom 10.08.2021 mit einer Auflistung von den Ländern mit den größten Communities („gemessen“ anhand der Tweets zwischen 01.Juli 2020 und 30.Juni 2021). The Hype Is Real sozusagen 😉 Jedoch hat dieses K-Pop-Phänomen auch seine Schattenseiten. Künstler, die ausgebeutet werden und auch bei Bandmitgliedern kommt ein Suizid (altersmäßig oft in den Zwanzigern) nicht selten vor.
      Zum gewählten Entwurf selbst kann ich nichts sagen, da er nichtssagend ist^^“ Ebenso kenne ich namentlich einzelne Bands nicht (und BTS sowieso nicht bis zur Vorstellung in der Reviewphase), auch weil mich K-Pop als Musikrichtung/-stil nicht interessiert.

      Und bevor ich einen weiteren Kommentar öffne, spreche an dieser Stelle kurz die Punkte digitale Entwürfe und 10.000 Hürde an. Digitale Entwürfe haben wie weiter oben schon von einem Mitbloglesenden angemerkt den Vorteil, dass auch kreative Köpfe an IDEAS teilnehmen können, die nicht den riesigen (oder auch gar keinen) Steinevorrat haben. Andersherum verspricht auch ein unendlicher Steinevorrat keinen ansprechenden Entwurf… Was die Bedenken bezüglich Umsetzung aufgrund von möglichen Stabilitätsproblemen kann ich zwar ein Stück weit nachvollziehen, aber auch ein real gebauter Entwurf verspricht diesen Punkt nicht zwangsweise.

      Eine einfache Anhebung der 10.000 Stimmen für das Erreichen der Reviewphase finde ich persönlich schwierig, denn lizenzierte Themen haben auch dann noch einen immensen Vorteil aufgrund vorhandener Fanbase, Nostalgikern und/oder Themenschwärmern und sollte deshalb nicht der einzige Lösungsansatz bleiben.

      • Danke, dass du gerade die Schattenseiten vom K-Pop aufzeigst, vergleichbar auch hier: https://taz.de/Die-Schattenseiten-des-K-Pop/!5692762/

        10.000 Stimmen: Du erkennst mein Dilemma… Also wie lösen?
        10.000 Stimmen für „freie“ Entwürfe
        20.000 Stimmen für Lizenzthemen?

        • The Storytelling Brick

          23. Februar 2022 um 22:53

          Die Wahrheit ist, ich habe keinen echten Lösungsansatz für das momentan vorherrschende IDEAS-Phänomen… Aufgrund der anders gelagerten (starke Unterstützung durch Fanbase, Nostalgiker, u.ä.) Lizenzsets, wäre eine Anhebung für solche Entwürfe aus meiner Sicht fast schon egal. Erreichen würde sie die Stimmen trotzdem – und vermutlich weiterhin schneller als die lizenlosen oder etwas ausgefallenen Entwürfe. Schwierig finde ich, dass man für seine Stimmabgabe sich einfach einen Account erstellen und direkt voten kann.

      • Danke für dein Kommentar, das spart mir das Schreiben 🙂
        Leider sind die im Artikel genannte Lösungen auch nicht zielführend. Bessere Vorschläge habe ich aber auch nicht.
        Wenn man aber die letzten zwei Reviewphasen anschaut, dann _will_ ja Lego Lizenzthemen rausbringen (Office, BTS…). Wären diese „Ideen“ nicht dabei gewesen, hätte Lego vllt auch einfach gar nichts gewählt…
        Ein Punkt noch: Wo zieht man die Grenze einer Marke, eines Universums – wie sieht es mit Märchen und darauf basierten Zeichentrickfilmen aus?

    • Zu 100 Prozent deiner Meinung. Ideas hat davon gelebt großartige Entwürfe von Fans umzusetzen. Und vielleicht auch einfach mal die klassischen Themen damit wiederbeleben für die es keine Themenreihen gibt. Modulars, Lizenzen etc sollten gestrichen werden und solche lieblosen Entwürfe wie BTS sind etwas das nur da ist um einen hohen Umatz zu generieren. Es sei denn Lego denkt WIRKLICH das das einer der besten Entwürfe ist ….

      Ich mag viele Sets gerne aber ich habe halt auch Hoffnung das es nicht immer nur ums Geld geht , aber da bin ich vielleicht zu romantisch eingestellt.

      LG Timo

  3. Da muss ich kurz dazwischen grätschen und sagen nicht nur den asiatischer Markt.
    Die Jungs haben weltweit eine gewaltige Fanbase – „Army“ genannt.
    BTS hat Fans aus allen Teilen Europas (und auch aus Russland).
    Allein ihre Konzerte sind innerhalb von Sekunden ausverkauft. Und seit dem die Jungs verstärkt auf dem amerikanischen Musikmarkt auftreten, habe die auch in den USA eine riesengroße Fan-Base. Da werden die Sets wie warme Semmel weggehen, neben Asien und Europa.
    Die „Army“-Fans werden dieses Set kaufen.
    Die Entscheidung seitens Lego war nicht die Idee an sich selber, sondern, wie ist der finanzielle Aspekt für mein Unternehmen.
    Kleines Set (von der Steineanzahl) –> mehr Produktion, da weniger Teile.
    Ich tippe, sobald es VÖ wird, wird dieses Set innerhalb kürzester Zet den Status „Nicht auf Lager“ erreichen, sowie das aktuelle „Home Alone“ Set.

    • Da hätte ich doch lieber ein Set für die KISS Army gesehen ☺️

    • Ich kann der community nur zustimmen. Würde aber auch ergänzen, dass ich es schade finde, dass nur weil die meisten Käufer der IDEAS Reihe Afols sind, die Sets ausschließlich für diese Zielgruppe produziert werden. Im allgemeinen kann ich mich mit der 18+ Reihe nicht wirklich anfreunden, jedoch finde ich Ideas sollte eine Reihe für alle sein und nicht das 18+ Label tragen. Aus diesem Grund fand ich die Entwürfe des Golfplatzes und des funktionierenden Müllwagen ansprechend. Diese haben meines Erachtens diese Symbiose aus Spielset und Vitrinenmodell perfekt umgesetzt. Oder scheint meine Perspektive auf dieses Thema zu abwägig.

      • überhaupt nicht. und du sprichst sehr gut ein Thema an, dass kaum diskutiert wurde bislang: Ist LEGO IDEAS Vitrinenset oder Spielset? Und ich denke, es kommt auf den Köufer / Beschenkten drauf an:
        1/ AFOL mit Vitrine = Vitrinenset
        2/ 12 Jähriger = Spielset
        3/ AFOL als Moccer = Steine- und Figurenspender

        Trotzdem, da hast du recht, man sollte die Sets auch eher als Generalistenset sehen, für alle.

  4. Stimme dir in allen Punkten zu! Wenn Lego wirklich nur abchecken will welche Lizenzen die Leute gerne hätten, könnte man einfach im VIP-Bereich auf der Lego Website Umfragen machen, dafür braucht man keine Ideas-Plattform.

  5. Mittelalter, Piraten……
    Andere Mütter haben auch schöne Töchter 😉

  6. Stimme dir ebenfalls zu weiten Teilen zu. Digitale Entwürfe finde ich nicht zu problematisch, da sich einfach nicht jeder Baumeister mit einer grandiosen Idee die nötigen Steine leisten kann. Ein Set wie die Barracuda Bucht wäre in ihrer Form als „echtes Modell“ damals gar nicht möglich bzw. bezahlbar gewesen.

    Auch stimme ich dir zu deinen Gedanken hinsichtlich der regionalen Themen zu. Ich bin riesiger Fan von Themen wie Ritter, Piraten und auch Western, sehe es aber auch so, dass es auf den Weltmarkt bezogen und vor allem bei Kindern heute nicht mehr DAS THEMA schlechthin ist, was es in den 90ern und frühen 2000ern war. Dennoch freue ich mich natürlich immer über Entwürfe zu diesen Themen die die 10.000 knacken, da sie LEGO zumindest daran erinnern, dass Fans dieser Themen existieren. Ich brauche kein Ritterthema in der Größe von City oder Star Wars aber hin und wieder ein, zwei schöne Sets wären nett.

    Momentan drücke ich keinem Entwurf so stark die Daumen wie dem Sheriff’s Office – Wild West von llucky. Das Western Thema hatten wir seit Jahren quasi gar nicht und es würde mich riesig freuen, wenn das Set das Rennen machen würde.

  7. Ich glaube, dass man schon viel erreichen könnte, wenn man nicht nur 2 Ideen passieren lässt, sondern pro Review-Phase. Was das Haus von Kevin betrifft, da war ich erst skeptisch, aber es ist ein wunderschönes Set, das für Fans des Films funktioniert, aber auch ohne den Filmbezug. Es lässt sich vorne aufklappen, wie ein Puppenhaus und es ist komplett geschlossen, keine Kulisse, ein richtiges Haus rundherum. Ohne Lego Ideas wäre ein so großes Haus wohl kaum realisiert worden. Von daher finde ich kurz gesagt eine Steinebegrenzung einen falschen Vorschlag.

    • Hi John,
      ja, ich stimme dir zu: Kevin ist klasse!!! Ich denke aber, dass in der letzten Zeit zu viele hochpreisige Sets auf den Markt geschwemmt wurden, auch wenn ich bei Kevin gut und gerne noch etwas mehr ausgeben würde…

      • Ich finde eigentlich nicht, dass es zu viele sind, ich habe nur leider nicht genug Geld, man muss sich einfach sehr genau überlegen, was man haben will, der Daily Bugle, davon kann ich leider nur träumen! Ich weiß ja, wie Du es meinst:-)!

  8. Endlich mal ein Artikel zu diesem Thema und dann auch noch ein ziemlich guter! Danke! Bis auf die Sache mit den digitalen Entwürfen stimme ich voll zu. Aus Sicht eines Hobby-Designers möchte ich noch einen weiteren – wie ich finde – kritischen Punkt ansprechen:
    Dass man die Rechte am eigenen Entwurf für drei Jahre abgibt, ist ein Unding und für viele Designer sicherlich auch ein Grund, sein Modell nicht bei Ideas einzustellen sondern sich anderweitig seinen Traum vom eigenen Set zu erfüllen. Die Erfolgsaussichten bei Ideas sind so extrem niedrig, egal wie genial der Entwurf ist. Und dann ist die oft monatelange Arbeit für drei Jahre komplett zunichte und man muss sich dazu noch ärgern, dass der Entwurf ungefragt von irgendeinem dubiosen Herstellern geklaut wird?! Das kann es doch nicht sein, oder?

    • Danke Markus!!

    • The Storytelling Brick

      23. Februar 2022 um 23:01

      Auch von mir Danke für diesen Punkt! Das ist einer der Gründe, warum ich mein Bahnhofs-MOC doch nicht auf IDEAS hochgeladen habe (ein nicht ganz so kurzer Umriss: raus aus den Dark Ages; IDEAS-Plattform und Wehklagen auf diversen Foren bezüglich fehlendem Bahnhof im Portfolio entdeckt; Entschluss gefasst einen Bahnhof zu entwerfen; erst über LDD digital; dann gesehen, dass so manches Teil nicht mehr hergestellt wird; ergo physisch aufgebaut – habe grob ca. 2 Jahre daran gebastelt; in der Zwischenzeit mehrere weitere Diskussionen über IDEAS mitbekommen und wie es sich mit Modulars verhält sowie noch tiefer mit den Regeln auf IDEAS befasst; schlussendlich davon abgesehen, mein MOC dort hochzuladen; Fazit: ich erfreue mich immer noch als Einziger daran…)

  9. Ich finde das Thema wird aber auch teilweise von uns größer gemacht als es ist. Einfach weil wir oft so vernagelt denken, dass unser Lieblingsentwurf auf jeden Fall umgesetzt werden muss. Und falls nicht, dann rufen wir den Untergang von tlg aus.
    Daher würde ich überhaupt nichts beschneiden wollen. Lizenzen sind nun mal sehr beliebt, schaut nur mal bei der wunschumfrage bei euren Blog Kollegen vorbei…
    An den Unterstützern lässt sich auch nur schwer was ändern, es sei denn man will normalos ausschließen und nur noch den lego promis oder influencern Platz bieten.
    Und für digitale Entwürfe seh ich das genauso. Wäre schade, wenn man erstmal für x hundert Euro bei bl einkaufen müsste.
    Allerdings gebe ich zu, dass mir das mit bts auch nicht gefällt. Ein Set zu ner längst vergangenen TV Serie ist immer noch was anderes, als aktueller bandmerge.

  10. Ich glaube nicht, dass die Ideas „Idee“ einen Neustart braucht. Ich denke vielmehr, dass manche eine nicht zutreffende Vorstellung haben, was Ideas kann und was nicht.

    Ideas ist kein Wunschkonzert, sondern ein „Ideenwettbewerb“ – ohne Gewinngarantie.

    Und Ideen sind frei – da irgendetwas ausschließen zu wollen fände ich nicht richtig.

    Ich will hier weder Sitcoms ausschließen (ich mag die meisten Entwürfe) noch Film/franchises (ich hasse Kevin), noch Modular Buildings (oder ähnliches) – wobei gefühlt ja schon „alles“ x-mal da war.

    Aber man sollte sich schon auch klar darüber sein, dass Lego manches sicher nicht bringen wird, anderes vielleicht nur einmal, und manches dafür mehr als man möchte.

    Sollte man die 10.000er grenze anheben – bin nicht sicher, ob dann nicht passiert was nicht gewollt ist. Denn „Fangemeinden“ können sicher besser mobilisieren als jemand dem ein bestimmtes Set gefällt. Damit würde man „bts“ Entwürfe häufiger die Grenze erreichen sehen als z.b. eine Kuckucks uhr 😉

    Aber was mir auffällt: beim BTA Entwurf wird MMN ziemlich unreflektiert die „Qualität“ des Entwurfs kritisiert.

    Das finde ich unfair, denn einerseits gefällt der Entwurf immerhin 10.000+ Personen (egal Wie sie haben es gewählt) – und andererseits soll das ja (wenn ich mich nicht irre) eine Showbühne und keine „wirkliche“ Straßenszene darstellen – und dafür finde ich es schon wieder ziemlich akkurat. Manchmal denke ich manche Kritiken werden geschrieben ohne sich mit dem kritisierten wirklich auseinanderzusetzen.

    Aber zurück zum Thema: Nein Ideas braucht keinen „Neustart“ – aber vielleicht einen neuen Anstrich.

  11. Bis auf die kreativen Beispiele stimme ich überein. Aber Schreibmaschine, NES, Globus, Gitarre und Turnschuh haben mich absolut nicht angesprochen. Das sind für mich teure Staubfänger. Gebäude, Fahrzeuge oder Dinofossilien gerne. Oder etwas von alten Kulturen, Weltwunder usw.

    • Da kann ich nur zustimmen, ich mag auch eher die Sets die auch für was anderes als die Vitrine sind, wie das Segelboot, Fischerhütte oder für Microwelten auch die Saturn oder so

  12. Da ich den ganzen Tag mit digitaler Bildgestaltung und -bearbeitung zu tun habe, bin ich auch kein Freund von zusätzlichem „digitalem Rumgemansche“ in der Freizeit bei LEGO, aber ja, nicht jeder hat eben einen riesigen Steinevorrat. Hier wäre auch LEGO selber am Zug, letzten Endes entsprechende Kriterien vorzugeben und Studio aufzupolieren, indem man entsprechende Prüffunktionen implementiert, um Steinezahl, verwendete Farben usw. zu kontrollieren, wenngleich ich bei der mangelhaften Entwicklung des Programms da nicht allzu optimistisch bin, dass das in absehbarer Zeit passiert.

    Bei der Themenauswahl kann man 100 % zustimmen – warum die Leute ihre Zeit und ihr Talent damit verschwenden, Modular Buildings und andere schon von LEGO selbst besetzte Themen zu beackern, wenn die Chancen auf eine Umsetzung aus völlig rationalen Gründen gegen Null geht (Wie viele dieser Gebäude würden sich pro Jahr überhaupt gewinnbringend produzieren und verkaufen lassen? usw.), erschließt sich mir nicht. Warum sowas nicht gleich von einem Moderator noch bevor überhaupt die Hatz nach den Stimmen losgeht wieder gesperrt/ entfernt wird, ist ebenso nicht nachvollziehbar.

    Und damit landen wir beim dritten Punkt: Würde der Laden mal entrümpelt, gäbe es vielleicht auch diesen Überfluss an Projekten nicht, weil die Leute dann mal schärfer drüber nachdenken müssten, wem sie ihre Stimme geben, anstatt sich in bloßem Wunschdenken über ihre Lieblingsprojekte zu verlieren und ihre Fan Army zu mobilisieren. Ob dann 10k als Limit ausreichen oder ob man das dann trotzdem noch drastisch anheben müsste oder andere Stellschrauben anbsetzt, würde man sehen. Grundsätzlich erscheint es mir aber eben schlicht zu einfach, in den Review zu kommen.

  13. Ich gebe dir da zu 100% recht, inclusive deiner Meinung zu digitalen Entwürfe. 👌

    … und meiner Meinung nach gibt es für das K-Pop Modell im Punkt Bautechnik kein Durchkommen. Das ist Lieblos in 2h am Computer dahergepixelt… unbegreiflich, dass sowas trotz riesiger Fanbase den Zuschlag bekommt. Das Set kann selbst der Fan am Ende wegschmeißen. Eigentlich geht es nur um die Umsetzung der Minifiguren.
    Dann sollten sie vielleicht eine Ideas Seite für beliebte Charaktere ins Leben rufen und den fantastischen Modellen mehr Aufmerksamkeit geben.
    Man könnte auch he nach nachfrage, die Sets limitieren. Dann kauft auch der Chinese, dass Fanta4 Set.

  14. Schlechteste Ideas Sets überhaupt!!!

  15. Meine Meinung wie folgt:

    1) Keine Modular Buildings oder bereits von LEGO bediente Marken:
    Wäre ein logischer Schritt, denke ich.

    2) Maximale Anzahl an Steinen begrenzen:
    Muss finde ich nicht. Aber man könnte ja auch Kategorien damit einführen: Sets bis 1k, bis 2k, bis 3k und bis 4k Steine und aus jeder Kategorie wird eines umgesetzt. Dann hätten wir eine Verdopplung der realisierten Entwürfe und zudem kämen auch kleine Sets besser zum Zug.

    3) Weg von Marken oder Universen oder Filmserien:
    Also Kevin hab ich daheim und das A-Team hätte ich gern gehabt. Hier sehe ich es eher in Zusammenhang mit Punkt 1.

    4) Die 10.000-Supporter Marke überdenken:
    Klar, die wird heutzutage schnell erreicht. Aber soo falsch finde ich das nicht. Generell könnte man auch mit den Verlängerungszeiträumen experimentieren…

    5) Weg von digitalen Entwürfen:
    Da habe ich noch keine Meinung zu. Es wäre natürlich eine weitere Hemmschwelle, so dass nicht jeder Kram so schnell durchgeht, wenn die 10k erreicht sind. Und ein Set digital bauen und dann nur exakt diese Steine zu bestellen, sollte für einen enthusiastischen Lego-Bauer auch kein Problem darstellen.

    6) Werdet kreativ und divers:
    Da stimme ich zu 🙂 ! Aber du meinst ja einfach, welche Sets wirklich coole „Ideas“ sind und nicht nur woanders gesehener, nachgebauter Kram. Hierzu fällt mir ein, dass man statt der Steinanzahlkategorien auch Themenkategorien machen könnte, aus dem jeweils ein Set realisiert wird: Franchise/Lizenz, Display-Sets, Natur, Buildings, Fantasy, Science, Modern/Classic oder oder oder. Wobei man die Kategorien so wählen müsste, dass man ein Set immer irgendwo hineinpacken kann und nicht doppelt oder so…

    Hmm, schwierig :/ !

  16. Ich habe beim Lesen des Artikels so oft mit dem Kopf geschüttelt, dass es regelrecht in Arbeit ausufern würde, hier meine differenzierte Meinung kund zu tun. Da fehlt mir gerade die Zeit.

    Aber als „Fazit“: Viele Punkte sind zu kurzsichtig gedacht…

    PS: Mir gefällt dieses BTS auch nicht. Aber wird es sich (auch hier!) verkaufen? Schei… Ja!

  17. Also mir persönlich gefallen Ideas Sets wie Klavier, Gitarre, Schiff in der Flasche das sind originelle Sets und echte Hingucker! Sowas nenne ich Ideas und davon kann es ruhig mehr geben. Alles andere kommt für mich nicht in Frage da steckt nichts originelles dahinter.

  18. Kann ich im großen und ganzen nur zustimmen. Auch ich fand Sets wie das Buddelschiff, das Pop-up-Buch und die Schmiede genial, weil die was besonderes waren, kreativ und gleichzeitig Dinge des echten Lebens abgebildet haben (OK, die Schmiede weniger), was anscheinend viele AFOLs weltweit anspricht.
    Und sollte nicht exakt dies das Ziel eines global agierenden Unternehmens sein? Möglichst viele potentielle Käufer weltweit zu erreichen? Deshalb: weniger Produkte für einen speziellen Markt oder eine spezielle Fangruppe, sondern mehr Kreativität, größere Bandbreite.

  19. Gebe dem Autor ebenfalls recht, sowas ist nicht Ideas-würdig. Aber, hier kann Lego nur ein besseres finales Produkt bringen und hey es ist ein Plattenladen dabei. Bin auf jedenfall gespannt was dabei rauskommt, obwohl ich auch gerne andere Entwürfe gesehen hätte die erscheinen würden (Minigolf z.B. war schon was).

  20. Mal ne andere Idee. Die Review Phase neu aufstellen.
    Modular und vorhandene Lizenzen nicht zulassen. Das geht schon vor den 10.000 Stimmen.
    Alles was dann noch 10k erreicht bewerten und was wirklich umgesetzt werden kann, wie bei Bricklink vorfinanzieren lassen. Dann kann Lego auch rausfiltern wo wirklich Käufer da sind.
    Klar dauert dann alles viel länger, aber so bleiben eventuell mehr Sets über?

  21. Ich dachte bisher immer, dass es um den Entwurf selbst geht (die „Idee der Umsetzung“ sozusagen). Und da sieht man viele tolle Einreichungen mit und ohne Lizenz. Ginge es lediglich um die Idee an sich, warum dann noch einen Entwurf? Das BTS Set ist so schäbig designt, dass es eine Beleidigung ist für jeden, der sich hier Mühe gibt und azeit investiert. Entweder solche „Themenideen“ ausgliedern oder direkt durchwinken (die Marketingleute werden ihnen sicher auch ohne 10.000 ideas votes sagen können, ob das BTS Set am Markt funktioniert).

  22. Ich finde immer noch, dass mach einer das IDEAS-Thema zu ernst nimmt. Gut, wer da Entwürfe einreicht sollte sich im Klaren sein, unter welchen Bedingungen er das tut. Und es darf klar sein, dass nicht die Entwürfe ausgesucht werden, die vermuten lassen, dass der Entwerfer sich viel Mühe damit gemacht hat, oder ein toller Legobauer ist. LEGO guckt nach Vermarktbarkeit und manchmal können Mitarbeiter die Entscheider überzeugen (wenn man dem Interview mit den Designern der Schmiede glauben mag)
    Ich glaube auch, dass LEGO grad diese Produkte nutzen will um neue erwachsene Käufer zu gewinnen. Darum werden gerne Entwürfe genommen, deren Vorbilder für nicht-LEGO-affine Erwachsene interessant sind und dazu animieren, sich mal das erste LEGO-Set zu kaufen. Menschen die sich (jahrelang) in AFOL-Communities bewegen, werden da eher weniger bedient. (Bautechniken, Reminiszenzen, Anzahl interessanter Teile usw.) Die Schmiede und die Bucht waren da für mich eher Ausnahmen.
    Ich finde, es lohnt sich nicht, sich über das zu ärgern, was mir nicht gefällt sondern freu mich über die Sets, die ich toll finde.

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