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Eine Reise durch meine LEGO City: Camping im Forst – Teil 24

Ein Wimmelbild namens Forst | © Simon Brandt

In der Ruhe liegt die Kraft! Deshalb schätzen die Bewohner meiner LEGO City den ausgedehnten Forst, zu dem ich nun einige Sets vorstelle.

Womit vertreibt sich der Bürger LEGO Citys die Sommerferien, wenn es in der Innenstadt zu warm wird? Wohin geht der Wintersportler außerhalb der Saison, wenn selbst Kunstschnee unter den glühenden Strahlen der Sonne schmilzt? Wohin gehen gestresste Geschäftsleute, um nur noch über Handy erreichbar zu sein? Die Antwort fällt leicht, und das Schöne ist, dass sie für alle drei Fragen identisch ausfällt: in den Forst. Der stadtnahe, aber tiefergelegte, äh, tiefergelegene Wald, in dem (fragwürdigen Gerüchten wenig vertrauenerweckender Ganoven zufolge) echte Bären leben sollen. Wollt ihr, verehrte Touristen, zusammen mit mir zu Bärensammlern werden? Wollen wir die nächste Station unserer Reise unter Anstrengungen verbringen, umgeben von lauter Erholung suchenden Campern? Rhetorische Frage, versteht sich. Als ob ich auf euch hörte… Wo kämen wir dann hin? Ebenso rhetorisch gefragt; natürlich nirgendwo hin. Ein in alle Richtungen gezogener LEGO-Stein bewegt sich nicht. Also gebe ich – wie immer – allein die Richtung vor. Sehen wir uns nun die Waldhütten am Campingplatz an!

Überblick

Ein immer wiederkehrendes Thema bei LEGO City und Creator ist die Erholung – versteht sich, schließlich entspannt nichts mehr als LEGO zu bauen. Über viele Jahre hinweg erschienen so verschiedene Campingfahrzeuge und Hütten, teils zum Strand, teils zum Forst gehörig. Wie bereits an verschiedenen Stellen erwähnt, habe ich ein Faible für solche Sets und mit ihnen zwei Campingplätze an besagten Orten errichtet. Zudem finden sich in beiden Teilen meiner Stadt Ferienhäuser, hier im Forst sind es derzeit vier Holzhütten mit roten Dächern.

31025 Berghütte

Die in meiner Vorstell-Reihenfolge erste dieser Hütten erschien 2014 mit 546 Teilen und einer Minifigur für 40 Euro, heute 30 Euro. Ein kleines Quad dient hier dem sturzbehelmten Erholungsbedürftigen zum Vertreiben der Waldtiere, unschwer daran zu erkennen, dass der dem Set beigelegte Adler die höchsten Höhen des schneebedeckten Berges erklommen hat.

Die zwecks Bespielbarkeit aufklappbare Hütte selbst ist im typischen Holzbraun gehalten und mit roten Schindeln gedeckt. Eine hellblaue Tür vermittelt den Zutritt ins Innere, das, gemessen am geringen Platz, gerade für Creator-Verhältnisse erstaunlich umfangreich eingerichtet ist. So finden sich hier der obligatorische Kamin, ein Stapel Holzscheite, ein Tisch und ein Wandschränkchen nebst einiger waidmännischer Dekoration. Die Umgebung der Hütte ist mit Veranda, Wasserfall, aus diesem entspringendem Flüsschen samt Brücke und einer Kochstelle sehr detailliert eingerichtet, zudem liegt dem Set eine separate Tanne (oder ein anderer Nadelbaum) bei. Des Weiteren ist ein Berg enthalten, in dem sich eine Höhle mit einem Kristall befindet. Von den Höhen des Berges stürzt sich der Wasserfall mit ohrenbetäubendem Getöse in die Tiefe und bewässert die Ebene.

Die beiden Alternativmodelle – eine in den Berg eingebaute, hinten geöffnete Hütte und eine Art Aussichtpunkt auf dem Berg, wirken ebenfalls recht schön, ich habe sie jedoch (wie meistens) nicht aufgebaut.

In meinen Augen ist dieses Set rundum gelungen, es bietet Spielspaß und wurde sehr günstig bepreist. Auch alleinstehend vermittelt es den Zauber der Bergwelt auf sehr schöne Weise. Ich habe das Modell auf eine 3D-Grundplatte gestellt und den Berg mit meiner Felswand verbunden, um so verschiedene Ebenen zu erzeugen statt den Eindruck eines geschlossenen Dorfes.

31048 Hütte am See

Direkt davor steht diese Hütte von 2016 mit 364 Teilen und einer Minifigur für damals wie heute 25 Euro. Ein Angler sitzt auf seiner Veranda und genießt das Leben, während ein Elch seines Weges stapft. In der Hütte befinden sich eine Kochstelle und ein Bett sowie eine Schreibecke. Einige Holzscheite vor dem Häuschen prophezeien das Schicksal der kleinen Tanne (beziehungsweise Fichte beziehungsweise Kiefer beziehungsweise…), die es bestimmt gut hat, wenn sie gnadenlos verbrannt wird. In einem kleinen Lagerfeuer können so die gefangenen (also vorher tiefgekühlt gekauften) Fische schmackhaft gegrillt werden. Der See, aus dem sie angeblich geangelt wurden, enthält sehr interessant gebaute Teichrosen, die mir wirklich gut gefallen. Und nun der endgültige, unschlagbare, nicht zu widerlegende Beweis, dass die Fische nicht von dem Mann hier geangelt worden sein können: Sein Eimer ist viel zu klein, als dass auch nur ein einziger Fisch hineinpasste. Ha! So entlarvt man Anglerlatein! The bucket is empty. Also: Pisces empti sunt. Zweifel? Behaltet sie für euch.

Die beiden Alternativmodelle des Sets sind – was wöllte man auch sonst aus den Steinen bauen? – zwei weitere Hütten, wovon eine auf dem Dach ein Teleskop enthält.

Das Set ist im unteren Preis- und Teilerahmen angesiedelt und als solches ziemlich gut gelungen. Dass die Hütte auch im aufgeklappten Zustand genutzt werden kann, ermöglicht weitgehende Variabilität bei der Integration in die eigene Stadt und ist ein weiterer Pluspunkt. Insgesamt sehen alle drei Modelle durchaus gut aus, wobei das Hauptmodell nochmal deutlich schöner ist.

5766 Blockhaus

Die in chronologischer Reihenfolge erste Creator-3-in-1-Blockhütte war diese hier. 2011 erschienen, verfügte das mit 30 Euro (heute 18 Euro) eingepreiste Set über 350 Teile und die erste Minifigur der Geschichte der Themenwelt. Wie ich finde, war es durchaus die richtige Entscheidung, Creator-Sets nun zumindest auch Minifiguren beizulegen, obwohl diese ja dem Gedanken dahinter widersprechen, dass jedes Teil neu genutzt werden kann. Hinsichtlich der Tiere wird aus diesem Grund noch immer auf gebaute Lösungen gesetzt, obwohl ich mir angesichts der inzwischen unglaublich süß und doch halbwegs realistisch gestalteten City-Tiere doch allmählich lieber diese bei Creator wünsche – ich baue die Sets ja ohnehin kaum um, jedenfalls nicht in etwas komplett Neues. Abgesehen davon, werden zum Beispiel Frösche oder Krabben (oder hier Truthahnschenkel) aus einem Stück verwandt und nicht gebaut, sodass die Grenze mittlerweile verwischt wurde.

Die Blockhütte ist etwas kantig geraten, die spätere Lösung mit Rundplatten als überstehende Holzbalken finde ich optisch ansprechender. Nichtsdestotrotz setzt diese hier gewissermaßen den Ausgangspunkt für nachfolgende, ähnliche Sets. So finden wir hier am Eingang Laternen, ein Lagerfeuer und an der Hausfront Knochen als Zierrat – das Innere ist leider, abgesehen vom Kamin, wie damals üblich leer. Ein Laubbaum beschattet die Szenerie (trotz gewiss fehlenden Agentenscheins). An der Hütte vorbei fließt zudem ein Flüsschen, auf dem ihr Bewohner Kajak fahren kann.

Die beiden Alternativmodelle, ebenfalls zwei Hütten im Wald, wirken gerade als Nebenmodelle sehr gelungen. Eine von ihnen weist ein großes Rundfenster auf, die andere ein bis zum Boden reichendes Dach. So etwas darf gern für das Hauptmodell der nächsten Creator-Blockhütte genutzt werden, um wieder ein wenig Abwechslung zu bringen.

Insgesamt ist das Set, gemessen am Erscheinungsjahr, wirklich nett gestaltet, wobei die Alternativmodelle ebenfalls sehr passend sind. Daneben liegt dem Set die erste Creator-Minifigur bei, die bei mir aber leider den Bach runtergegangen ist. Seht selbst:

Immer mit der Ruhe!

31098 Outback-Hütte

Die vorerst letzte Blockhütte (natürlich als Zeichen der fortschreitenden Zeit mit halb englischem Namen) erschien 2019 mit 297 Teilen und zwei Minifiguren für recht teure 30 Euro, heute 20 Euro. Sie ist die einzige, die ich im geöffneten Zustand in meinen Forst gestellt habe, um den Anschein zu erwecken, sie sei direkt in die Felswand eingebaut. Neben dem üblichen Lagerfeuer (bei mir leicht boshafter Weise – der Junge hat es entfacht – auf die hölzerne Veranda gestellt) befindet sich hier auch ein schönes, kleines Vogelhäuschen, zudem ist der Eingang von einem echten Geweih geziert. An der Seite der Hütte kann das blaue Kajak angebracht werden, wenn es nicht zum Paddeln genutzt werden soll. Die Veranda des Sets deutet (im Originalzustand) ein Gewässer an, das aber nicht über sie hinwegreicht. Als Tiere liegen ein großer Adler und ein Wolf bei.

Lupus in fabula.

Die Alternativmodelle des Sets sind ein Aussichtsturm mit Fernglas („Hier Münze einwerfen“, ihr kennt das) und ein Hausboot. Zumindest letzteres aus den Teilen der Hütte zu bauen, finde ich durchaus anspruchsvoll, allerdings sehen beide Modelle nicht sonderlich interessant aus.

In meinen Augen ist das Hauptmodell ein schönes Set, die beiden anderen Gebäude wirken allerdings etwas zu einfach. Des Weiteren ist der Teilepreis ungewöhnlich hoch und gerade angesichts der Einfachheit des Sets ist die UVP deutlich überhöht.

Eure Meinung!

Wie gefallen euch die Blockhütten? Welche davon nennt ihr euer Eigen? Erzählt es uns in den Kommentaren! Im nächsten Teil besuchen wir dann den Campingplatz!


Bisherige Reiseziele

» Gebirge – Teil 23
» Baustelle – Teil 22
» Baustelle – Teil 21
» Zusammenfassung – Teil 20
» Feuerwehr – Teil 19
» Krankenhaus – Teil 18
» Polizei – Teil 17
» Gewerbegebiet – Teil 16
» Gewerbegebiet – Teil 15
» Einkaufsstraße – Teil 14
» Einkaufsstraße – Teil 13
» Einkaufsstraße – Teil 12
» Einkaufsstraße – Teil 11
» Hauptstraße – Teil 10
» Seasonal Sets – Teil 9
» Villenviertel – Teil 8
» Villenviertel – Teil 7
» Bauernhof – Teil 6
» Unterwasserwelt – Teil 5
» Meer – Teil 4
» Meer – Teil 3
» Strand – Teil 2
» Strand – Teil 1

Simon Brandt

Seit frühester Kindheit begeisterter LEGO-Fan und sammelt vor allem City und Creator.

2 Kommentare Kommentar hinzufügen

  1. Irgendwie hab ich die kleinen Creator Hütten übersehen zu kaufen 😉 – Dein Forst hat leider wenig Bäumchen, aber das kann ja noch werden.

    Immer eine Freude deine „Stadtupdates“ zu sehen

    • Danke! Ja, mir sind nach einer Vergrößerung des Forstes ein wenig die Bäume ausgegangen. Eigentlich will ich aber auch schon lange einige größere, gebaute Bäume haben, da z.B. Forstfeuerwehr oder insbesondere die Holzfäller solche haben, die aber bei mir sonst praktisch nirgends auftreten. Vielleicht werde ich das demnächst mal in Angriff nehmen.

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